Unterschiede Schichtenwasser - Grundwasser?

Diskutiere Unterschiede Schichtenwasser - Grundwasser? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Eigentlich eine Frage an den Geologen: Mein dürftiger Wissensstand: 1. Baurechtlich ist Schichtenwasser auch Grundwasser 2. Schichtenwasser...

  1. Waldoblau

    Waldoblau

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    Eigentlich eine Frage an den Geologen:

    Mein dürftiger Wissensstand:

    1. Baurechtlich ist Schichtenwasser auch Grundwasser
    2. Schichtenwasser tritt (auch oder immer?) zeitweise auf, nach starken Niederschlägen
    3. Schichtenwasser steht lokal begrenzt irgendwo am Gebäude, Grundwasser steht gleichmäßig überall

    Korrekturen, Ergänzungen?

    Danke,
    Walter
     
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  3. ecobauer

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  4. gast3

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    Gegenfrage: warst du nicht mal Lehrer - oder verwechsele ich da jemanden - egal soweit .. (wäre aber auch nicht schlimm).


    Wichtig wäre (Hausaufgaben habt ihr ja beide gemacht), den Hintergrund der Frage zu kennen, weil DIN, BBSchG etc. = alles schön und gut, aber in der Praxis wird das Thema "Wasser" so schwammig und inkonsequent (auch von Sachverständigen und somit auch vor Gericht) behandelt, dass eine praktische Antwort eigentlich nur auf die Fragestellung gegeben werden kann.

    z.B. mir als pragmatischen Menschen ist es egal, ob das Wasser im Schadensfall mit Vornamen Schicht-, Sicker-, Stau-, Grund- oder wie auch immer heißt :D

    Keller nass = jemand hat xx gebaut - da hat der Vorname nichts mit zu tun
     
  5. #4 wasweissich, 22. Dezember 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wobei die vornamen manchmal schon wichtig sein können : die susi mag rosen , marlies nelken , und barbara orchideen ... :mega_lol: da muss der jörg schon aufpassen
     
  6. ecobauer

    ecobauer

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    Und die Blümchen mögen alle das selbe Wasser - ohne Vornamen?????????:hammer:
     
  7. Waldoblau

    Waldoblau

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    Antwort: Sehr zögernd ... ja. Bis ich nicht mehr die Funktion eines roten Tuches für die Forumsstiere ausüben wollte. Seitdem nur noch "Bauherr".
    (Wobei das dem Wasser vermutlich egal sein dürfte, ob Lehrer oder nicht)

    Schon klar, wollte ich eigentlich geheim halten, sonst gibt`s wieder Prügel:

    Baugrundachten eingeholt, obwohl nicht unbedingt notwendig eine "Weiße Wanne" geplant und ausführen lassen, bei Bauaushub war die Baugrube völlig trocken, kein Grund-, Schichten- oder sonstiges -wasser. Eine Hangseite des Rohbaus bekam eine Öffnung für eine Nebeneingangstür (ja, ich weiß, viele Warnungen hierzu im Forum, z. B. Herr Dühlmeyer). Da eine später zu bauende Außentreppe von der Kellertür hangaufwärts geplant war, ließen wir gleich einen L-förmigen Betonsockel vom Rohbauer anfertigen, da das Gelände neben der künftigen Treppe abgestützt werden musste. Da, wo der kurze Schenkel des L rechtwinklig das Haus trifft, staute sich nun plötzlich das Schichtenwasser, sag ich mal, das unter der Bopla hervor trat. (!!)

    Dieses Wasser droht nun, über die Kellertüre in das Haus einzudringen.

    Möglichkeiten:

    a) Keller wieder dicht machen
    b) Wasser abpumpen
    c) Drainage einbauen und das Wasser abfangen, damit es nicht mehr unter die Bopla gelangt

    Nur - bei b) und c):

    Was tun mit dem Wasser (nicht versickerungsfähiger Boden)?

    Bau eines Sickerschachtes fällt weg.

    Zisternenbau - vermutlich ist die schnell voll und dann?

    So, das sind die unangenehmen Hintergründe der Frage.

    Gruß,
    Walter
     
  8. #7 wasweissich, 23. Dezember 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    :e_smiley_brille02:

    da wäre ich mir nicht ganz sicher
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    sind wir wirklich so böse zu Lehrern ? Ich zumindest entschuldige mich dann dafür ... da kenn ich wirklich schlimmeres ...


    Aber: gibt es für deine Frage einen rechtlichen o.ä. Hintergrund, weil welches Wasser Dir in das Haus läuft - also der Vorname ist dafür egal, was die Lösungen angeht ist es das natürlich nicht.


    Ansonsten ist mir die Beschreibung erst mal zu unsortiert oder für mich nur zu schwierig.

    Wichtig wäre zu wissen, wieviel Wasser fällt an ? Wäre zwar nur eine ("fundierte") Abschätzung der anfallenden Mengen möglich , mehr nicht - aber immerhin ... ob das aus der Ferne geht ... skeptisch ich bin ... ist aber Grundlage für eine vernünftige Lösung.

    Voraussetzung wäre:
    das Bodengutachten, ein Lageplan, ein Gebäudeschnitt


    So: hat der BG eine Weiße Wanne o.g. empfohlen

    wenn ja: warum ?
    und: warum wurde es dann nicht konsequent gemacht ?
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    Nachtrag ..

    da würde mich mal die technische Ausführung interessieren.

    Möglich wäre, bei einer durchaus ordungsgemäßen Hinterfüllung der L-Steine (sofern es diese gab), dass dadurch eine "künstliche Vorflut" für dein Hang-, Stau-, Sickerwasser geschaffen wurde.


    Rein "aus dem Bauch" würde ich sagen, mir einem guten Kollegen sollte es dann, aber auch sonst und überhaupt in den Griff zu kriegen sein (auch ohne das Haus verkaufen zu müssen oder in der Schule gesammelte Handys, Waffen etc. bei e-bings zu verhöckern :D). Weil so schweeeeeer ist die Lösung - so wie ich jetzt glaube (ich weiß: sind nicht in der Kirche) - nicht (sofern es wirklich nur diesen "Zwickel" betrifft.

    Also Herr Bauherr: eine ausformulierte, verständliche Beschreibung des Bauwerkes und der technischen Umsetzung ist gefordert.


    Entschuldige mich hiermit für evtl. Anspielungen: konnte es mir aber nicht verkneifen, verspreche aber es nicht wieder zu tun (also zumindest bei dir)
     
  11. Waldoblau

    Waldoblau

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    Danke, Helge!

    Der rechtliche Hintergrund ist bekannt: Verbot des Einleitens von Grundwasser (Drainagenwasser) in den Abwasserkanal.

    In einer Nacht waren es 5 - 6 m³. Wissen wir deshalb, weil da der neue Keller volllief ..

    Wieviel es sonst ist, ist schwer zu sagen: Ich tippe mal auf 0,5 m³ bis 1 m³.

    Eigentlich drängte ich mehr auf die WW als der Bodengutachter. (Grundwasserspiegel übrigens 12 m unter Gelände, den höchsten Grundwasserbemessungsstand konnte mir niemand sagen).

    Dass ich mit der Kellertüre die WW knacke, war mir nicht klar, jetzt schon: Ich fürchtete nur das Wasser, das den Berg herabkommt und sich im Erdreich vor der Perimeterdämmung staut. Dass das Wasser aber unter der Bodenplatte hervorkommen würde, ahnte ich nicht.

    Boden: Durchweg bindiger Boden (Lehm, Ton), nicht versickerungsfähig.

    Momentan favorisiere ich die Lösung, die Kellernebeneingangstüre zuzubetonieren, anstatt eine Drainage zu installieren, die dann möglicherweise doch nicht das Wasser vor der Kellertür "erwischt".

    (Die Frage, wo das Drainagenwasser dann hinsoll, käme dann auch noch dazu)

    Gruß,

    Walter

    (Foto und Geländeschnitt liefere ich noch nach)
     
  12. Waldoblau

    Waldoblau

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    Mit "L" meinte ich nicht L-Steine, sondern eine Betonwand, die die Form von einem L hat (Draufsicht!). Der lange Schenkel ist parallel zur Hauswand und stützt das Gelände ab. Der kurze Schenkel steht rechwinklig zum Haus und staute uns das Wasser auf, das unter der Bopla unter der Kellertür hervortrat. Bevor die Betonmauer errichtet wurde, gab es kein aufstauendes Wasser. Unsere Betonmauer versperrte dem Wasser den Weg hangabwärts weiter zu fließen.

    Im Gebäude haben wir einen Pumpensumpf, der u. a. die Funktion hat, das Waschmaschinenwasser aus dem Keller in den Kanal hochzupumpen. Als zusätzliche Funktion sollte er bei einem Starkregen, das Regenwasser, das die künftige Gartentreppe herunterläuft, über eine Leitung unter der Kellertüre ins Haus leiten und von dort aus hochpumpen. Dies sollte nur eine Notlösung sein für vielleicht zwei, drei Mal im Jahr.

    Vielleicht erklären die Bilder, was noch unklar ist.

    Gruß,

    Walter
     
  13. gast3

    gast3 Gast

    na ich weiß nicht ... ob das die perfekte oder überhaupt eine Lösung ist ?

    Drainage kann ggf. klappen, aber wohin mit dem Wasser ? Solltest du keine "Sondergenehmigung" erzielen können, gäbe es da wohl keine legale Möglichkeit.


    Gut mir sind anhand der Fotos / Schnitt die örtlichen Gegebenheiten auch nicht klar. Vor allem wo und wie die Mauer, wie hinterfüllt, Gelände weiter hangaufwärts, was ist unter der Bodenplatte (Tragschicht ?) etc.

    Hast du schon mal deinen Bodengutachter gefragt - wäre vielleicht einfacher. So - ganz schwierig.


    Lageplan ?
     
  14. #13 Manfred Abt, 3. Januar 2011
    Manfred Abt

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    Ein frohes neues Jahr zuerst einmal.

    Gelingt es denn nicht, die Konstruktion der Kellertreppe selbst als Wanne auszuführen, die dicht an den Keller anbindet? Und dann im Boden außerhalb des Treppenbaukörpers eine Durchlässigkeit sicherzustellen, die eine Weiterleitung des Wassers innerhalb des Bodens zulässt.

    Also:
    1. den künstlichen Aufstau im Boden reduzieren
    2. die Konstruktion an sich dicht machen
     
  15. Dingo

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    @ abt :28: :winken :respekt

    War mein erster Gedanke, als ich dieses Posting gelesen habe.
    Warum wurde nicht der Außenzugang mit als eine große WW
    zur gleichen Zeit wie der Keller gegossen?
     
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  17. #15 Manfred Abt, 3. Januar 2011
    Manfred Abt

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    Danke der Ehre, in der Summe weist jedoch vor allem Helge m.E. den richtigen Weg: Sich geeignete Person vor Ort suchen, weil es zu viele örtliche Randbedingungen gibt, um es im Forum sinnvoll zu lösen.

    Mein Beitrag war eher als Gedankenanstoß zu sehen, den man weitergeben kann und anhand dessen man Lösungsvorschläge bewerten kann.
     
  18. Waldoblau

    Waldoblau

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    Nochmals danke!

    Ich war kurz davor die Kellertür zubetonieren zu lassen und das große Betonmauerwerk (teilweise) fachgerecht abbauen zu lassen, als mir ausgerechnet die Firma, die dafür den Auftrag bekommen sollte, mir dasselbe empfahl:

    Den Außenbereich von unten her abdichten und so das Ganze als WW ausbilden lassen. Der Firmenchef, gleichzeitig Sachverständiger vor Gericht, empfahl uns einen Vertreter der Firmen R ...s oder D ... n kommen zu lassen und uns ein Konzept ausarbeiten zu lassen. Er meinte unser (guter!) Rohbauer sei mit einem solchen Fall dann doch überfordert.

    Hauptproblem sei natürlich nicht die Abdichtung nach unten, sondern der Bereich, in dem die Betonwand senkrecht auf die Kellerwand trifft, also die Anbindung der beiden Betonteile.

    Ergänzende Meinungen?

    Gruß aus Nürnberg

    Walter
     
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