Unterspannbahn

Diskutiere Unterspannbahn im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen. Wir wollen ein altes DG ausbauen. Vor ca. 15 Jahren wurde das Dach neu eingedeckt: Ziegel, Lattung, Unterspannbahn,...

  1. Jan2011

    Jan2011

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    Hallo zusammen.

    Wir wollen ein altes DG ausbauen.
    Vor ca. 15 Jahren wurde das Dach neu eingedeckt: Ziegel, Lattung, Unterspannbahn, Holzschalung.

    Vor dieser Maßnahme fehlten beim alten Aufbau sowohl Unterspannbahn als auch die Holzschalung. Deshalb sieht man noch heute an dem ein oder anderen Bauteil "Wasserränder".

    Heute ist das Dach dicht bzw. es ist kein Wassereintritt mehr feststellbar (bei dem Wetter in den letzten Tagen konnte das gut geprüft werden; Regen/Sturm).

    ABER: An einigen Stellen (Höhe "Kehlbalken" oder Übergang Dachneigung von 60° auf 30°) ist zu erkennen, dass die Unterspannbahn unterbrochen ist.

    Es folgt ein Foto, damit Ihre meine laienhafte Darstellung besser versteht (siehe Lichteinfall oben am Rand).
    Den Anhang 24543 betrachten


    Nun zu meiner Frage: Ist hier eine Änderung notwendig bevor es an die Innendämmung geht oder muss das so sein ?:confused: Warum auch immer....

    Viele Grüße
    Michael
     
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  3. Baumal

    Baumal

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    bevor du dich in irgendwelche details verirrst.
    hast du schon mal mit einem tragwerkplaner
    gesprochen/war vor ort?

    wer sagt denn, dass dein DG baujahr 1925, ohne
    möglicherweise statische ertüchtigung,
    zum wohnraum ausgebaut werden kann?
     
  4. Jan2011

    Jan2011

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    Hallo Baumal,

    (evtl. verwende ich jetzt nicht die richtigen Bezeichnungen bei den jeweiligen Elementen, sorry, ich hoffe es wird trotzdem verständlich)
    hatte einen befreundeten Maurermeister da. Der hat sich die Stützbalken/Deckenbalken und die Auflager angesehen. Ebenso die Sparren usw. Alles in Topzustand.
    Auch die Dimensionierung ist sehr großzügig gewählt worden (Deckenbalken ca. 20cm breit und 30cm stark (siehe Foto).
    Den Anhang 24544 betrachten

    Der Innenputz hat an mehreren Stellen gelitten (Kamine & Aussenwand) aber statisch sollten hier keine Probleme auftauchen.
    Der neue Boden wird auch trocken aufgebaut um keine zusätzliche Feuchte und eben nicht zu große Lasten einzubringen.

    viele Grüße
    Michael
     
  5. Baumal

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    nix gegen dein maurermeister, aber maurermeister
    sind eben so wenig statiker, wie ich einer bin...
     
  6. Jan2011

    Jan2011

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    :D:D:D

    Da hast Du natürlich recht.
    Trotzdem meine ich, dass er in über 30 Jahren Berufserfahrung die Bausubstanz verlässlich bewerten kann.

    Die Substanz sagt natürlich noch nichts über die tatsächlich möglichen Nutzlasten dieser Decke aus, aber spätestens an diesem Punkt werde ich natürlich einen Statiker hinzuziehen/müssen.

    Nach Milchmädchenrechnung bei einer Balkenbreite von 20cm einer Dicke von 30 cm, einem Achsabstand (nicht lichte Breite) zwischen den Balken von 140cm und einer max. Spannweite von ca. max. 350 cm bis zur nächsten tragenden Wand darunter, sollte jegliche Wohnraumnutzung bei guter Substanz der Träger unbedenklich sein.

    Der Statiker wird trotzdem noch kommen, aber ich erwarte unter diesen Voraussetzungen eben keine bösen Überraschungen.

    viele Grüße
    Michael
     
  7. Jan2011

    Jan2011

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    Nun nochmal zu meiner eigentlichen Frage:
    Gibt es einen baulichen Grund warum auf der Südseite des Daches,
    welches vor ca. 15 Jahren komplett neu mit Ziegel, Unterspannbahn plus Holzschalung eingedeckt wurde,
    die UNTERSPANNBAHN im Knick der Dachflächen von ca.60° auf 30° unterbrochen ist (siehe Foto erster Beitrag).
    Es wäre ja von der Ausführung her kein Problem gewesen...
    Gibt es dafür also einen Grund, oder muss ich es vor einer Dachdämmung ändern ?

    Wäre dankbar für eine konkrete Aussage zu der Frage.

    viele Grüße
    Michael
     
  8. mls

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    das kann man weder erkennen - noch gibt´s einen techn. grund dafür.
     
  9. Jan2011

    Jan2011

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    Schön, einen technischen Grund wie eine Belüftung oder ähnliches (in diesem Zusammenhang) fällt also aus. Danke für die Info.

    Lieber mls, ich habe den Lichteinfall nochmal für Sie markiert. Ich hoffe man kann nun erkennen was ich meine.

    Wie gesagt, trotz dieser Öffnung war bisher kein Eintrag von Feuchtigkeit nachweisbar. Leider hatte ich noch keine Möglichkeit zu sehen, ob oder wie groß der Überhang des 30° Daches über den 60° geneigten Dachteil ist.

    Gibt es noch Einfälle hierzu, oder werde ich das definitiv machen lassen müssen ?

    viele Grüße
    Michael
     
  10. #9 gunther1948, 10. Juli 2011
    gunther1948

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    hallo
    wer sagt denn nur weil da licht einfällt, dass die unterspannbahn (aus was ist die denn eigentlich ????) da fehlt. da fehlt mal als erstes die schalung.
    bei einem durchlüfteten dachraum mit intakten ziegeln auch so gut wie nie der fall.
    nachweisbar mit was und wie????

    gruss aus de pfalz
     
  11. Jan2011

    Jan2011

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    Guten Morgäähn,

    (aus was ist die denn eigentlich ????)

    aus was ist die Unterspannbahn? hmm... sie ist zum Rauminneren dunkelgrau bis schwarz und hat eine rauhe (leicht körnige) Oberfläche. Fühlt sich an wie Schmirgelpapier. Vermute es ist irgendeine bitumierte Folie (wenn es sowas gibt). Durch die Holzschalung konnte ich leider noch keinen genaueren Blick darauf werfen und die Materialanalyse fällt mir als Laien natürlich auch etwas schwer...

    wer sagt denn nur weil da licht einfällt, dass die unterspannbahn da fehlt. da fehlt mal als erstes die schalung.

    Nachdem die Holzschalung über die komplette Fläche nicht 100%tig fugendicht angebracht wurde (nix Nut&Feder), aber sonst nirgends Licht einfällt, habe ich angenommen, dass die Unterspannbahn "lichtdicht" ist und eben nur dort Licht einfällt wo keine Unterspannbahn ist.:confused:
    Liege ich da so falsch?

    bei einem durchlüfteten dachraum mit intakten ziegeln auch so gut wie nie der fall.
    nachweisbar mit was und wie????


    Naja, nach den letzten Sommergewittern... wir sind mehrfach während dieser Stürme und bei starken Regenfall in das DG gegangen und haben nachgesehen, ob irgendwo Eintritt von Feuchtigkeit gegeben ist. Einzig ganz oben im Firstbereich ist offensichtlich die Durchführung der terrestrischen Antenne nicht ganz ordentlich gemacht.... da tropft es gaaaanz wenig.... sollte aber nicht das große Problem sein das zu beheben.

    Lieber Gunther 1948,
    weshalb denkst Du, dass trotz dieses Lichteinfalls die Unterspannbahn geschlossen sein kann? Ich wäre natürlich froh, wenn da nix weiter zu machen wäre...:Brille

    viele Grüße
    Michael
     
  12. #11 gunther1948, 11. Juli 2011
    gunther1948

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    hallo
    wenn die schwarz ist dann vergiss das mit meiner vermutung des lichteinfalls.

    gruss aus de pfalz
     
  13. Jan2011

    Jan2011

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    D.h. ich brauche also jemand mit Sachverstand vor Ort um eine konkrete Aussage zu treffen und mögliche Maßnahmen einzuleiten.
    Trotzdem Danke für Eure Ideen.

    VG
    Michael
     
  14. Jan2011

    Jan2011

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    So, bin nun wieder etwas "schlauer".
    Die Unterspannbahn = Bitumenbahn = nicht diffusionsoffen.

    Istzustand: Biberschwanzziegel, Lattung, Konterlattung, Bitumenbahn, Holzbretterschalung auf Sparren.

    Eine Aufsparrendämmung und die damit verbundene Erhöhung des Daches wird leider nicht genehmigt (wie auch bei umliegender Bebauung):bef1021:.

    Daher ist eine Zwischensparrendämmung (Sparren 120mm) plus Untersparrendämmung (60mm) geplant.

    Gibt es eine Möglichkeit von innen, die Bitumenbahn diffusionsoffen "herzustellen"
    damit nicht das ganze Dach von außen komplett abgedeckt werden muss?


    Ein Ansatz wäre, die Bitumenbahn links und rechts von den Sparren, mit entsprechender Überlappung abzuschneiden.
    So wären die Sparren weiterhin geschützt.
    Anschließend an die Überlappungen eine diffusionsoffene, UV-beständige Unterspannbahn sauber verkleben.

    Problem: Ich habe ja die Holzbretterschalung vor der Nase :mauer und komme deshalb nicht wirklich ran.
    Diese läßt sich (nach meinem Verständnis:confused:) nur von außen entfernen. Also Dach abdecken. :motz

    Kann man das irgendwie umgehen? Gibt es ganz andere Möglichkeiten?

    Für eine zündende Idee wäre ich wirklich dankbar.


    VG
    Michael
     
  15. Jan2011

    Jan2011

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    Unterspannbahn diffusionsgeschlossen

    Hallo zusammen,
    habe mir Sachverstand vor Ort besorgt und bin immer noch nicht schlauer, bzw. mir fehlt eine Entscheidungsgrundlage.

    1.Dachdecker meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn kein Problem.
    Es gibt eine Dämmvariante von ISOVER mit entsprechendem Prüfprotokoll und Zulassung.
    Zwischensparrendämmung mit 4cm Hinterlüftung zur Holzschalung und diffusionsgeschlossener Unterdeckbahn. Dann Untersparrendämmung usw.

    Ich als Laie frage mich, wie dieser Hinterlüftungsabstand mit einem "Klemmfilz" über die gesamte Dachfläche eingehalten werden soll.
    Auf meine Bedenken bekomme ich nur die Antwort:
    Das machen wir schon seit über 10 Jahren so. Da gab es nie Probleme.

    2.Dipl.Ing/Energieberater meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn kein Problem.
    Seine favorisierte Dämmvariante wären Sparrenexpander und Zellulose-Einblasdämmung von Isofloc.

    Wäre prinzipiell auch mein Favorit, aber meine Bedenken bleiben und...

    3.Architekt/Energieberater meint:
    Diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn; große Probleme vorprogrammiert!
    Sein Vorschlag: Die ALTE muss raus....
    Erst dann neue Wärmedämmung vornehmen.

    D.h. es müsste die komplette Dachdeckung angefasst werden, sprich abdecken, Folie tauschen, wieder eindecken.... KOSTEN !!!

    Natürlich wäre ich gerne geneigt den ersten beiden Fachleuten zu vertrauen, da wir unser Budget durch den Vorschlag des dritten Fachmanns extrem ungünstig strapazieren müssten.

    Für weitere fundierte Expertenmeinungen, Erfahrungswerte und vor allem konkrete Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

    Nochmal die Facts zum Dach:
    Biberschwanzdeckung, Lattung, Konterlattung, diffusionsgeschlossene Unterdeckbahn, Bretterschalung, 12´er Sparren
    Dach ist "windschief", Dachneigung von 45° bis 55°...

    Viele Grüße
    Michael
     
  16. Jan2011

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    Ich stelle die Frage anders...

    Euer Kunde hat ein Dach welches vor ca. 15 Jahren neu eingedeckt worden ist.
    Aufbau: Ziegel, Lattung, diffusiongeschlossene Unterspann/deckbahn, Holzschalung, 12´er Sparren,

    Euer Kunde möchte sein Dach von Euch dämmen lassen.
    Welche Vorschläge macht Ihr ihm?
     
  17. Jan2011

    Jan2011

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    ...seit 13.07.2011 kein Feedback...

    ...vielen Dank dafür :(

    Fehlen Euch noch irgendwelche Angaben um hier eine Aussage treffen zu können, oder wird das Thema absichtlich ignoriert weil man dem "Kollegen" nicht in die Suppe spucken möchte....?

    Fakt ist, dass mir bisher nur ein Experte erklären konnte warum es seiner Meinung nach nicht funktioniert, während die beiden anderen ihre jahrelangen, positiven Erfahrungen in den Ring geschmissen haben ohne jedoch erklären zu können warum und wie ihre Variante dauerhaft funktionieren kann.

    Wenn also noch weitere Informationen für Euch erforderlich sind, um eine Aussage treffen zu können, dann werde ich diese gerne liefern.

    VG
    Michael
     
  18. H.PF

    H.PF

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  19. sarkas

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    Mal saudummfrag :wow

    Ist es nicht vollkommen wurscht, wenn die Unterspannbahn nicht diffusionsoffen ist,
    wenn die Dampfbremse innen odentlich verarbeitet ist und keinen Feuchtigkeitseintrag durch Konvektion zulässt ???

    Und ist es nicht genau so wurscht, wenn die Unterspannbahn an ein paar Stellen nicht ganz geschlossen ist,
    wenn keine Feuchtigkeit durch Bewitterung etc, möglich ist???
     
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  21. Jan2011

    Jan2011

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    @ H.PF
    Nur weil jemand gegen Bezahlung eine Dienstleistung erbringt, macht es diese nicht richtiger, sinnvoller oder besser :irre.

    @sarkas
    malnixwissantwort

    Deine Gegenfrage war wohl eher für die anderen Experten gedacht, als für mich blöden Laien, oder? ;)

    Ich erlaube mir trotz mangelndem Sachverstand der Annahme zu widersprechen, dass eine sauber ausgeführte Dampfbremse den Zustand der diffusionsgeschlossenen Unterspannbahn egalisiert ohne für eine konstante Hinterlüftung zu sorgen.

    Zu Deiner zweiten Gegenfrage: würde ich auch sagen, ja ist wurscht.
     
  22. sarkas

    sarkas

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    Korrekt ;)



    Den Satz hab ich jetzt 2x lesen müssen, bis ich kapiert habe wie's gemeint ist und bin mir immer noch net ganz sicher...
    Vielleicht hab ich net ganz ausgeschlafen ;)

    Das was jetzt kommt, ist meine Meinung, aber keine a. a. R. d. T.

    Den Zustand einer diffusionsgeschlossen Unterspannbahn egalisiert eine Dampfbremse nicht! Stimmt! Aber das ist jetzt mehr Wortglauberei als technisches Detail.
    Eine ordentlich ausgeführte Dampfbremse verhindert Feuchtigkeitseintrag in die Dämmung!

    ...und eine Hinterlüftung (i. d. Dämmung) ist ja wohl der Tod derselben. Stichwort: "absaufen"

    PS: Diffusionsgeschlossen also "Dampfsperre" gibt es nicht ----> nur Dampfbremse. Das gilt auch für eine Bitumenbahn.. in anderen Maßstäben halt
     
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Unterspannbahn

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