Unterverteilungen pro Geschoss - Standard bei Neubau?

Diskutiere Unterverteilungen pro Geschoss - Standard bei Neubau? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir stehen kurz vor der Vertragsunterschrift beim GU. Aus bisherigen Neubauten (auch innerhalb der Familie) kenne ich es so,...

  1. TomS85

    TomS85

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    Hallo zusammen,

    wir stehen kurz vor der Vertragsunterschrift beim GU. Aus bisherigen Neubauten (auch innerhalb der Familie) kenne ich es so, dass es pro Geschoss einen Unterverteilungskasten gibt und eben die Hauptverteilung im Keller. Das konnte ich so aber nicht aus der Baubeschreibung herauslesen, daher habe ich den GU mal darauf angesprochen, dass wir Wert darauf legen (auch, weil wir in jeden Raum zwei Leerrohre legen wollen, die in die UV laufen sollen). Die Leerrohre hat er uns nun angeboten - passt. Jedoch hat er ebenfalls (mit 1500€ Aufpreis) folgendes angeboten:
    2x Verteiler 3 reihig, 2x zusätzl. Abgangsleitungen, 2x 7er Steuerleitung für Unterverteilung, 2x FI, 14x Sicherungsautomaten, 4x Leerrohr von UV zu UV

    Ich hätte jetzt gedacht, dass zumindest die FI Schutzschalter, Sicherungsautomaten und die Verteiler pro Geschoss bei einer Elektroinstallation heutzutage zum Standard gehören. Zumindest kommt es mir spanisch vor, dass er dafür nochmal extra was haben will.

    Ist der Aufpreis gerechtfertigt, oder sollte ich den Posten nochmal ansprechen? Gibt es ggf. sogar Normen (VDE, DIN), die eine UV vorschreiben? Laut Baubeschreibung wird die Elektroinstallation nämlich nach den gültigen VDE Normen und DIN 18015 ausgeführt.
     
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  3. Elias73

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    Wenn nach der DIN 18015 ausgeführt wird, dann müssten eigentlich mindestens 2 FI und eine gewisse Anzahl an Sicherungsautomaten mit drin sein. Die Mindestausstattung ist in der DIN vorgegeben.
    Unterverteiler pro Stockwerk sind allerdings nicht Pflicht.
     
  4. Stevie82

    Stevie82

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    Hi, genau dasselbe Thema hatte ich ebenfalls mit meinem Elektriker. Allerdings würde er mir das ganze kostenneutral machen.

    Anstelle von einem großen Zählerschrank mit den ganzen Automaten und FIs, würde er 2 kleinere verbauen. Er begründet die Kostenneutralität mit der schnelleren
    Verlegearbeit. Durch den 2. Verteilerschrank hätte er sehr kurze Wege.

    Was meint Ihr, hat dies Vorteile? Würdet Ihr ebenfalls 2 Schränke installieren lassen?
     
  5. Lexmaul

    Lexmaul

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    Habe auch zwei Schränke (KG + EG & OG) installiert - spart halt Kabel.

    Finde das schöner...
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Ich bevorzuge für jede Wohneinheit bzw. Etage (im Fall eines EFH) eine eigene Unterverteilung. Der Mehraufwand für das Material hält sich in Grenzen, Installation, spätere Arbeiten oder Erweiterungen, gestalten sich aber einfacher. Das merkt man spätestens dann, wenn man während der Arbeiten an der E-Installation ständig 2 Stockwerke rauf und runter rennen muss. Mit eigener UV pro Etage habe ich auch ausreichend Platz für Erweiterungen. Auch die Leitungslängen werden unkritischer, was sich vor allen Dingen bei größern Gebäuden bemerkbar macht.
     
  7. bauloehr

    bauloehr

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    Hi,

    das mit den Unterverteilungen ist teils Geschmackssache. Wir haben einen Haustechnikraum, da sind neben dem Schrank für die Zähler zwei große Verteilerschränke 1,3mx1,4m vorhanden. Wir haben abgehängte Decken und überall Bodenkanäle für Steckdosen und Co. Die werden über die Decke durch Trockenbauwände fürs EG nach unten geführt bzw. durch die EG-Decke nach oben in die OG-Bodentanks. So brauchen wir bei unserer Lösung auch nicht viel mehr Meter an Leitungen.

    So laufen alle Leitungen in den einen Raum, wo dann alle Haustechnik zusammengefasst ist. Ich wollte die RCDs, LS und KNX-Aktoren alle beisammen haben und nicht nach EG und OG getrennt in Schränken. Im Nebengebäude mit Werkstatt, kleiner Küchenzeile und Garage haben wir allerdings noch einen Verteiler 1,05mx1,4m für die Sachen dort sowie alles, was das Außengelände betrifft.
     
  8. fuchsi

    fuchsi

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    Ich denke nicht, dass es ein Mehraufwand an Material ist.
    Die Stromkreise dürften sich ja nicht großartig ändern, sodass die Anzahl an LS annähernd gleich bleibt. Lediglich zeigt die Praxis, dass diese dann auf mehr FI aufgeteilt sind. Das macht aber die weniger zu verlegende Leitungslängen durchaus wieder wett.

    Allerdings muss man das anhand der baulichen Gegebenheiten vor Ort beurteilen.
     
  9. Dieter70

    Dieter70

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    Natürlich ist es ein wesentlicher Mehraufwand an Material!
    Für ein übliches Dachgeschoß eines Einfamilienhauses reichen z.B. in der Regel drei bis vier Stromkreise aus. Die Stromkreiszuleitung wird dann bis ins KG ca. 6m länger.

    Stellt man also diesen 4x 6m NYM-J 3x2,5 (also24m) 6m NYM-J 5x10 + einen Dreireihigen UP-Verteiler+ ein Neozedelement + einen FI entgegen, landet man ganz woanders.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    und muss evtl. komplett in 2,5mm² ausgeführt werden. Das relativiert die paar Meter 5x10mm² ganz schnell.

    Der ganze Rest, problemlos < 100,- €. Der Zeit (montage)auwand dürfte hier eher den Ausschlag geben.
     
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  12. TomS85

    TomS85

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    So, der Vertrag ist nun unterschrieben. Den Posten haben wir noch um die hälfte reduziert, mit den Argumenten, dass die FI's und die Sicherungsautomaten ja auch beim Standard benötigt würden. 750€ für die Unterverteilungen ist denke ich ein fairer Preis.
     
  13. fuchsi

    fuchsi

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    Hätte ich eigentlich eh gepostet.
    Meine Erfahrung ist sehr wohl, dass sich der Mehraufwand sich in Grenzen hält.
    Allerdings muss man das anhand der baulichen Gegebenheiten vor Ort beurteilen.
     
Thema: Unterverteilungen pro Geschoss - Standard bei Neubau?
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