Verbindung zweicher Schichten SCC Beton

Diskutiere Verbindung zweicher Schichten SCC Beton im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, verbinden sich zwei Schichten SCC Beton, welche im Abstand 24h betoniert werden, ausreichend, das z.B. keine Feuchtigkeit zwischen den...

  1. bigloui

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    Hallo,

    verbinden sich zwei Schichten SCC Beton, welche im Abstand 24h betoniert werden, ausreichend, das z.B. keine Feuchtigkeit zwischen den Schichten eindringen können wird? Für die mechanische Verbindung sorgt die Armierung. Meine Frage zielt allein auf die Qualität der "Fuge" zwischen den beiden Schichten.

    Gruss

    *edit*: soll natürlich "zweier Schichten" statt "zweicher Schichten" im Titel lauten
     
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  3. RMartin

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    Damit klar ist worum es geht:

    Mit SCC ist selbstverdichtender Beton gemeint?

    Um welches Bauteil geht es?

    Horizontale oder vertikale Fuge? (wahrscheinlich horizontal, da von Schichten die Rede ist?!)

    Wie ist die Fuge vorbereitet gewesen bzw. wie soll sie vorbereitet werden wenn noch nicht betoniert?
     
  4. bigloui

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    Ja, selbstverdichtender Beton.
    Es geht um eine geschaltes Stück Sichtschutzwand (aussen) auf einem Streifenfundment welches in zweiter Tranche betoniert werden soll. Horizontale Fuge.
    Da Erdreich an der Fuge anliegt die Frage bzgl. Feuchtigkeit.

    Aktuell ist keine Vorbereitung der Fuge vorgesehen, deshalb meine Frage.
     
  5. #4 JamesTKirk, 21. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    SCC ist da kritisch, da er recht schnell ansteift (und erhärtet) und schon bei kurzen Wartezeit keine vernünftige Verbindung mehr mit der unteren Lage eingeht ("Elefantenhautbildung"). Nach 24 h kannst Du eine "wasserdichte" Verbindung vergessen. Und in einer Sichtschutzwand wird man die Arbeitsfuge immer sehen.
    Nun gibt es mehrere Möglichkeit:
    a) Vorbehandeln der Arbeitsfuge z.B. durch Sandstrahlen vor dem 2. Betoniergang
    b) Verwendung einer ECC-Haftbrücke
    c) Einbau eines Verpressschlauches und Injektion mit z.B. Polyurethanharz / Zementsuspension
    d) Kombination der v.g. Verfahren
     
  6. bigloui

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    Ok danke.
    Gut, sichtbar wäre die Fuge nicht, aber einigermassen wasserfest sollte sie schon sein, nicht das im Winter eingezogene Feuchtigkeit gefriert.
    "Normaler" Beton würde sich besser zwischen zwei Schichten verbinden?
     
  7. RMartin

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    Die Wand ist also keine Aussenwand eines Gebäudes?! Sprich sie ist komplett aussen?
    Und die Fuge sieht man nicht weil OK Gelände später oberhalb der Fuge (also die Fuge Fundament-Wand) ist?
     
  8. #7 JamesTKirk, 21. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Vermutlich nicht. Aufgrund der Sedimentierneigung von SCC kann es halt hier in der Bindeebene zu Verbundstörungen kommen. So ist a) wohl die beste Lösung.
    Wichtig ist, der SCC sauber hergestellt wird und das TB-Werk das entsprechend im Griff hat.
     
  9. bigloui

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    exakt
     
  10. bigloui

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    Also versteh ich es richtig, die gesamte Oberfläche der ersten Betonschicht sollte sandgestrahlt werden?
     
  11. #10 JamesTKirk, 21. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Yep, um die eventuell entstehende Zementschlämmeschicht (und die wird aller Voraussicht nach entstehen) zu entfernen und die Körner freizulegen, damit der Neubeton entsprechend haften kann.
     
  12. bigloui

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    wie ist es eigentlich wenn man eine bodenplatte auf ein streifenfundament betoniert? Wird da auch vor dem Giessen der Bodenplatte das Streifenfundament "vorbehandelt" damit sich die zwei Betonschichten sauber verbinden? Und wenn ja, in welcher Form?
     
  13. RMartin

    RMartin

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    Also bei Deinem 'Bauvorhaben' halte ich das zuvor gesagte für übertrieben, was nicht heisst, dass das technisch nicht korrekt ist. Nur meiner Meinung nach für den Zweck etwas 'überdimensioniert'.

    Fuge vor dem Betonieren aufstocken und schön sauber machen.

    Abschliessend die später erdberührten Aussenflächen der Wand gem. DIN 18195 behandeln.
     
  14. #13 JamesTKirk, 22. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Die Art der Massnahmen hängt stark von der Qualität des SCC ab. Wenn der nicht sedimentiert, kann Stocken ausreichend sein, weil das mit der Strahlerei schon aufwändig ist.
    Haftbrücke oder Verpressschlauch würde ich aber schon machen, wenn es dicht werden soll, wie der TE gesagt hat.
     
  15. Uwe!

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    Nach meinem Verständnis kein Problem, da die Stelle ja nicht dicht sein muss, oder?
     
  16. #15 Inkognito, 22. Juli 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Es geht auch etwas um übertragbare Schubspannungen, da fließt die Rauigkeit der Oberfläche in die Berechnung mit ein. Unbehandelte Betone mit einem Ausbreitmaß >F4 (also auch SCC) müssen in die Kategorie "sehr glatt" eingeordnet werden, das ist dementsprechend ungünstig.
     
  17. bigloui

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    ok. Danke euch soweit.
     
  18. bigloui

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    Vielleicht doch noch eine ergänzende Frage:
    Das Thema mit der Fuge könnte ich mir sparen, wenn ich in einem Zug betonieren würde. Dann müsste aber wegen dem Höhenausgleich definitiv "normaler" Beton und kein SCC genommen werden. Zum Beispiel C3. Die Frage wäre dann jedoch eher, wie stark C3 Beton neigt sich auszunivellieren? Gibt es hierzu irgendwelche Kennzahlen?
    Wenn zuerst das Streifenfundament betoniert und verdichtet wird und anschliessend direkt mit der Sichtschutzwand weiter gemacht wird, dann weis ich eben nicht, in wie weit der Betondruck auf Grund des Höhenunterschieds mir den Beton unten zur Schalung raus drückt wenn der Streifen selber aus frischem, verdichteten Beton besteht.
    Auf der anderen Seite müsste es ja bei einer Treppe ähnlich sein. Wird hier auch C3 als Pumpbeton benutzt? Dort - nehme ich an - wird auch die unterste Stufe betoniert, verdichtet, dann die nächste usw. oder? Bei 10 Stufen oder mehr kommt da letztendlich auch eine gewisse Höhendifferenz zusammen und der Beton drückt auch nicht bei der untersten Stufe wieder raus....
     
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  20. #18 JamesTKirk, 22. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das ist ein komplexer Vorgang. Ich habe eine Tunnelbaumaßnahme (offene Bauweise) betontechnologisch betreut, wo wir Bodenplatte und Wände taktweise jeweils in einem Zug betoniert haben. Für eine Beschreibung kannst Du mal nach "Beton Informationen 04 2008" googeln, da gibt es eine Beschreibung, wie sowas mit unterschiedlichen Konsistenzen möglich ist.
     
  21. bigloui

    bigloui

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    Hi,

    hab mir den Bericht durchgelesen. Ist natürlich wirklich ein sehr komplexes Unterfangen gewesen, da sprechen wir ja von ganz anderen Dimensionen. Was mich aber etwas zuversichtlicher werden lässt ist die Tatsache, dass die beiden Aussenwände ja mehrer Meter hoch waren. Und wenn ich es richtig lese, habt ihr für den Übergang von Bodenplatte zur Wand auch F3 Beton genommen. Ich würde einfach für alles F3 Beton nehmen, also grad auch für den Fundamentstreifen und meine Wand ist ja lang nicht so hoch. Könnte also F3 durchaus zäh genug sein diese Höhendifferenz mit zu machen!? Sprich, Streifenfundament ausgiessen/betonieren, verdichten, Wand in zwei Schichten betonieren und einzeln verdichten....
     
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