Verblendmauerwerk und Z-Folie

Diskutiere Verblendmauerwerk und Z-Folie im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Ich habe folgende Frage: Es gibt einiges an Uneinigkeiten bezüglich der Anordnung von Z-Folie und Entlüftungsöffnungen in der Verblendschale...

  1. Lars

    Lars Gast

    Ich habe folgende Frage:
    Es gibt einiges an Uneinigkeiten bezüglich der Anordnung von Z-Folie und Entlüftungsöffnungen in der Verblendschale (11,5 cm). Meiner Meinung nach muss die Z-Folie (Delta Protect) zwischen erster und zweiter Reihe des Hintermauerwerks (Porenbeton 17,5) eingelegt und dann unter die erste Steinschicht des Verblenders geführt werden (da liegt auch die Horizontalsperre auf der Bodenplatte (G200 S4)). Die Entlüftungsöffnungen kämen dann eben in diese unterste Steinlage. Von anderer Seite habe ich jedoch gehört, man würde ersteinmal zwei Lagen Verblender hochmauern und dann die Z-Folie einlegen. Was ist richtig??? Es geht hierbei letztlich um die erforderliche Rollenbreite für die Delta Protect.

    Zweite Frage:
    Unser Kellergeschoss liegt aufgrund von Hanglage teilweise frei und soll dort auch verblendet werden. Eine Hausseite liegt komplett frei, kann also wie ebenerdig gebaut behandelt werden. An zwei Hausseiten liegt das Außenmauerwerk auf 5 Meter Länge ansteigend zwischen 0 und ca. 80 cm im Erdreich. Der Rest dieser Hausseiten sowie die fehlende liegen komplett "untertage". Wie führt man eine solche Konstruktion am Besten aus. Wir dachten an eine aufsteigende Vorsatzschale aus KS + Kerndämmung aus XPS. Darüber dann Verklinkern. Nun macht uns aber das Abtreppen der KS-Schale und die gesamte Abdichtungsgeschichte Sorgen. Gibt es hier eine DIN-Ausführung?? Wir befürchten das uns der Maurer, der die Verblendschale erstellen soll irgendetwas hinpfuscht, was einfach und schnell geht, aber keiner Regel entspricht.

    Grüße
    Lars
     
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  3. MB

    MB Gast

    Langsam mit die alten Herrens

    Was haben Sie überhaupt für ein Mauerwerk? Zweischalig Kerndämmung oder zweischalig belüftet? Welche Dämmung, welches Mauerwerk wo.

    Das sind auch keine Entlüftungs- sondern Entwässerungsöffnungen (oder sind das Entlüftungen für die atmende Wand ? :) )

    Aber die wesentliche Frage ist, warum Sie das fragen? Das steht doch alles in den Detailzeichnungen.
     
  4. Lars

    Lars Gast

    Mauerwerk

    Mauerwerk von innen nach außen:
    17,5 Porenbeton, 8cm Dämmung, 4cm Luft, 11,5cm Verblender(Klinker).
    Und natürlich sind es primär Entwässerungsöffnungen!!
    Um es kurz zu machen und den Unmut aller auf mich zu ziehen:
    Detailzeichnungen gibt es nicht.
    Wer jetzt nicht mehr antworten möchte soll es lassen.

    Wer es trotzdem tut, dem sei mein Dank gewiß!! ;-)

    Gruß
    Lars
     
  5. MB

    MB Gast

    Denn isses einfach

    Ertsmal 1000 Euro abziehen wegen fehlender Detailplanung. Dann noch mal 1000, weil der Bauherr selber fragen muß.

    So, am Klinker muß die Entwässerung natürlich über Erdniveau liegen (logisch, oder?), aber eben außerhalb des Spritzwasserbereiches. Damit wandern die Löcher nahezu automatisch in die 2. oder 3. Fuge von unten. Und damit wissen wir auch, wo das Klinkerende der Folie hinkommt.

    Die Z-Folie heißt so, weil sie ein Z-bildet. Also mind. 1 Reihe weiter oben im tragenden Mauerwerk. Zuschnittbreiten sinnvollerweise entweder 333 oder 500 mm. G 200 DD nehmen statt Pappe. Sonst reißt die vom bloßen Hinsehen schon ein.
     
  6. Lars

    Lars Gast

    Das bedeutet doch aber, dass die ersten Klinkerreihen keine Feuchtigkeit abführen können. Also wahrscheinlich irgendwie mit einem Sperrgrund behandeln, damit sie gar nicht erst innen feucht werden können, oder??

    Z-Folie wird wie gesagt keine Pappe, sonder Dörken Delta Protect.

    Bleibt jetzt noch meine zweite Frage nach der Abtreppung. Wer weiß Rat??

    Besten Dank erst einmal an MB!!

    Gruß
    Lars
     
  7. MB

    MB Gast

    Ähm

    Also zunächst mal geht es ja darum, die durch die Fassade schlagende Feuchtigkeit abzuführen. Die unterste Reihe kriegt aber meist Spritzwasser ab. Daher Kiesbett davor (am besten gewaschener weißer Kies) und ggf. Abdichtung bis zu den Schlitzen.

    Dennoch wird da natürlich XPS-Dämmung eingesetzt, eben weil man da schon mit Feuchte rechnet. Ich finde gerade die Zeichnung dazu nicht, aber ich suche morgen nochmal.

    Ob die Folie eine Zulassung hat, weiß ich nicht. Ich setze sowas nie ein.

    Die Abtreppung habe ich nicht verstanden (Die Sprache der Techniker und Ingenieure ist die Zeichnung :) )
     
  8. Lars

    Lars Gast

    Was genau ist unklar??? Wie gesagt steigt das Gelände im Verlauf von zwei Außenwänden (nämlich Norden und Süden) an wegen der Hanglage. Nun muss die Z-Folie dem Geländeverlauf folgen. Soweit so gut. Dazu bringen wir die Folie als L-Folie mittels Kappleiste am Hintermauerwerk an. Nur wie wird sie jetzt an den Klinker angeschlossen??? Ich kann sie ja wahrscheinlich nicht treppenförmig zwischen den Steinen durchlegen um das Gefälle auszugleichen. Das meinte ich mit Abtreppung. Dazu müsste ich ja auch klinkerseitig mehr laufende Meter Folie haben als am Hintermauerwerk (imgedächtniskram...Manhatten-Metrik größergleich euklidischer Metrik...). Vielleicht muss man mit Mörtel eine Schräge herstellen, die Folie einlegen, wieder Mörtel und dann treppenförmig den unteren Klinkerrand ansetzen, aber so ganz klar ist mir das noch nicht.
    Problem angucken kann man unter http://www.familie-seidel.com/Anni-neu/test.html
    Die Südansicht unter Planung/Ansichten zeigt den ansteigenden Geländeverlauf im Fassadenbereich des Souterrains ganz gut.

    Das mit den Ingenieuren und der Zeichnung ist mir schon klar!! ;-)

    Gruß
    (Dipl.-Ing.) Lars Ohliger
     
  9. MB

    MB Gast

    Hihi

    Jetzt habe ich verstanden :) Nur kann ich es jetzt wieder nicht ohne Zeichnung erklären. Werde ich wohl mal eine machen müssen.

    Im Prinnzip geht es aber darum, daß viele kleine Einzelstücke der Bahn geschnitten werden müssen. Immer eine waagerecht, eine senkrecht, jeweils mit Überlappung. Ist ein ziemliches Gefummel und Hauptursache für Schäden.
    Naja, paßt gerade, ich schreibe nämlich ein Gutachten genau über den Fall. Da muß ich ehh mal ne Zeichnung machen. Kann aber Wochenende werden.

    Zwar nicht ganz DIN-gerecht aber Praxis-Tauglich sind hier EPDM-Bahnen. Einfach deshalb, weil die 400 % Dehnfähigkeit haben. Und ohne Dehnung get es nicht. Hier versagt auch die "berüchtigte" G 200 DD
     
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  11. Lars

    Lars Gast

    Welches Wochenende genau meinten Sie???

    Gruß
    Lars
     
  12. MB

    MB Gast

    Das dritte

    nach Ostern, wenn es vier Wochen nach Weihnachten stattfindet.

    So und nu: "inddieeckegehundganzdollschämundrotwerd*

    Sorry, ist so einiges dazwischengekommen. Werde es wohl auch dieses Wochenende nicht schaffen. Weder Gutachten noch Zeichnung :-(

    Aber das Prinzip ist doch klar: Treppenförmige Abdichtung. Knackpunkt sind die Richtungsänderungen, die eben dehnbares Material verlangen.
     
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