Verdrillen als Verbindungsmethode zulässig?

Diskutiere Verdrillen als Verbindungsmethode zulässig? im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, als Bub habe ich mit dem Elektro-Experimentierkasten öfters mal Kabelenden verdrillt, sollte ja schnell gehen und nicht lange...

  1. Tanguero

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    Hallo zusammen,

    als Bub habe ich mit dem Elektro-Experimentierkasten öfters mal Kabelenden verdrillt, sollte ja schnell gehen und nicht lange halten.

    Unser Elektriker hat das aber auch mit den Klingeldrähten im Sicherungskasten gemacht und diese nicht mal isoliert. Das Kabelgewirr bewegt sich natürlich beim Öffnen der Klappe und könnte wohl die Netzspannung berühren.
    Hält das wenigstens langfristig?

    [​IMG]

    Bei der Alarmverkabelung wurde Litze mit einem normalen Draht verdrillt.
    Da bin ich mir ziemlich sicher, dass dies nicht lange hält.
    Obwohl die Drahtenden hier wenigstens mit Isolierband geschützt waren. (hier schon entfernt)

    [​IMG]

    Zusatzaufgabe: Im letzten Bild sind die dickeren weißen Leitungen der Reedkontakte einer Flügeltüre an den gelben und weißen Draht angeschlossen. Diese unterbrechen den Strom bei Öffnung des jeweiligen Fensterflügels. Was passiert bei Parallelschaltung?

    Ich muß also ein Schild aufstellen, dass Einbrecher bitte beide Türseiten öffnen sollen - damit der Alarm auslöst.
    Inzwischen habe ich das natürlich korrigiert und die Öffner in Serie geschaltet.

    Aber ganz im Ernst. Gibt es auch Anwendungen wo Verdrillen dauerhaft hält und OK ist?
     
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  3. #2 Baumeister70, 10. März 2009
    Baumeister70

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    Dass die Klingelleitung lose im Sicherungskasten (UV) ist, ist nicht OK, denn das könnte, wie gesagt, mit Spannungsführenden Teilen in Verbindung kommen. Sind die Leitungsenden in irgendeinem Hutschienengehäuse oder etwas ähnlichem?

    Für diese Klingelleitungen gibts von Wago extra Klemmen, die wie die Wago-Dosenklemmen funktionieren, mit passenden Haltern für die Hutschiene.

    Sag das deinem Elektriker, dass er es richten soll, fummel aber nicht selbst an der UV rum, nicht nur, dass du irgendwo hinkommst, wo du nicht hinkommen solltest..., sondern auch aus Haftungsgründen.

    mfg
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  4. Julius

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    Das halbe Telefonnetz der Welt war (und ist zum Gutteil noch) so aufgebaut (die andere Hälfte war gelötet). Und funktioniert seit weit über hundert Jahren!

    Nenne die Würgeverbindung einfach Kaltpreßschweißung, dann klingt sie gleich viel zuverlässiger... :shades

    Auch bei Klingelanlagen etc. war dies Standard, bevor WAGO die Steckklemme auf den Markt gebracht hat.
    Insofern keine Bedenken.

    Aber man isoliert diese Verbindungen mit übergezogenen Isolierschläuchen!
    Waren ihm die grad ausgegangen...?
     
  5. #4 Baumeister70, 10. März 2009
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    Sämtliche Klemmstellen und UVen müssen doch meiner Meinung nach befestigt sein, sie dürfen also nicht lose rumfliegen.
    Darum sind doch auch normale Dosenklemmen in UVen nicht erlaubt, ...

    Das müsste doch auch mein Spannungen unter 230V zutreffen, weil sie ja unter Umständen mit solchen in Verbindung geraten können.

    Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich kein Elektriker bin, also alles ohne Gewähr auf Richtigkeit.
     
  6. #5 Shai Hulud, 10. März 2009
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    Hallo Julius,

    wenn ich das richtig auf dem unteren Foto erkenne, sind die weißen paarweise verdrillten Leitungen mehradrig. Mehradrige Leitungen sind deutlich flexibler als Einadrige, ist das wirklich eine dauerhaft sichere Verbindung?
     
  7. Julius

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    Mehradrig wäre völlig unschädlich, da irrelevant.
    Aber vermutlich meinst Du stattdessen feindrähtig (vulgo: Litze).
    Da sieht es anders aus: Zuverlässige Würgeverbindungen sind nur mit Vollmaterial (starr, "eindrähtig") möglich.
     
  8. #7 Hunsbuckel, 10. März 2009
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    Die Telefonfritzen arbeiten so auch oftmals...
    Fakt ist: ordentliche Arbeit sieht anders aus! - Denn damit fällt jeder Azubi im 1. Lehrjahr durch die Zwischenprüfung!

    @Julius
    Mich wundert schon, daß Du das so mehr oder weniger absegnest...?
     
  9. Julius

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    Ich segne das SO nicht ab!

    Aber ich habe ausgeführt, daß man auf jene Weise durchaus sehr gute Verbindungen herstellen kann (was ja angezweifelt wurde).
     
  10. #9 Shai Hulud, 10. März 2009
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    Hallo Julius,

    danke für die Korrektur und die Zustimmung. :winken
     
  11. #10 Baumeister70, 10. März 2009
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    Wie sieht das jetzt mit der nicht befestigten Klemmstelle in einer UV aus? Ist doch IMHO nicht erlaubt, oder?

    mfg
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  12. Tanguero

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    Wenn das früher so üblich war bin ich ja einigermaßen beruhigt.
    Ich dachte schon, dass bei uns NUR gepfuscht worden wäre.

    In der UV lasse ich den Elektriker dann noch mal isolieren und befestigen.

    Übrigens hatte er uns die Alarmanlage mit unverstelltem Mastercode "1234" :yikes übergeben.
    Es war halt der Chef selbst, der das wohl nicht so oft macht...
     
  13. Lukas

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    Das ist ja total schrecklich! Bei Siemenstelefonen war er aber 1111. Was nun?



































































    ...ob der Code zum Verstellen da ist?

    Gruß Lukas
     
  14. #13 wasweissich, 11. März 2009
    wasweissich

    wasweissich Gast

    was nutz dir ein gehemnisvoller geheimcode , den der elektriker , sein lehrling , dessen freundin , deren eltern , und werweisswernoch kennt ??
     
  15. #14 Hunsbuckel, 11. März 2009
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    Ein numerischer Code mit 4 Ziffern ist ohnehin mehr als flach.
    Dennoch gehe ich 'mal davon aus, daß man irgendwo in der Installationsanleitung die Aufforderung findet, daß der Default-Code zu ändern ist.
    Und wenn das so ist, so hat man dies gefälligst zu tun!
     
  16. #15 Achim Kaiser, 11. März 2009
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    Klar. Er hätte ihn auch auf einen hauseigenen Mastercode stellen können und muss dann dokumentieren ... oder du stehst als Betreiber davor wie der Ochs vorm Berg.

    Wenn ich nen Kunden ärgern will, dann mach ich Anlagen dicht ... und weiss nach ner Woche die Passworte nicht mehr ... denn auch ich hab ein Hirn wie ein Sieb und es wird täglich schlimmer mit den 10 000 Zugangspassworten die man braucht.
    Deswegen Mastercode ändern, auf nen Zettel schreiben und ans Gerät pappen, damit man ihn auch im Bedarfsfall sicher wieder findet ....

    Solche Einstellungen sind nun mal m.E. *Betreibersache*.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. Tanguero

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    Entschuldigt mal, Leute.

    Mit dem Mastercode lässt sich eine Terxon entschärfen!

    Etwas Pinlocking und innerhalb von 30 Sekunden an der Konsole "1234" eingeben und nix mit Alarm!

    Das ist wohl nicht mit einem Telefon vergleichbar.

    Der Programmiercode ist noch mal ein anderer. - War auch auf Default.
     
  18. #17 Achim Kaiser, 11. März 2009
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    Und ?

    Die geänderte Einstellung des Sicherheitscodes ist Angelegenheit des Betreibers.
    Mir wäre ein *Firmenstandard des Anlagenerstellers* genauso nicht passend wie die Werkseinstellung.

    Mit solchen Geräten *muss* man sich als Betreiber eben beschäftigen und dann *eigene* Einstellungen setzen und das am besten nicht so dass sie von Fremden - auch vom Anlagenersteller - mitbekommen und/oder dokumentiert werden.

    Zudem gibts meistens sowieso irgendwo ne Reset-Funktion mit die Dinger in den Auslieferungszustand zurückversetzen kann ... für Insider regelmäßig nicht unbedingt das größte Problem.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  19. R.B.

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    Also bei uns gab´s früher immer eine Einweisung und dabei wurden auch solche Dinge erklärt. Der Besitzer konnte dann seine Wunsch-Codes eingeben die außer ihm niemand kannte.

    Ach ja, wer wirklich einsteigen will der macht sich nicht die Mühe irgendwelche Codes einzugeben. Das dauert viel zu lange und ist zu fehlerträchtig.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 Baumeister70, 11. März 2009
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    Sicher dass das Öffner sind?
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  22. Meizter

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    Ich würde meinen ELI rausschmeißen, wenn der mir son Murks als Fertig gestellt verkaufen möchte!!!
    Kann man hier den keine Lüsterklemmen verwenden, zumindest bei den Klingeldrähten??
     
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Verdrillen als Verbindungsmethode zulässig?

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