Verlegung Absorbermatten

Diskutiere Verlegung Absorbermatten im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, beigefügt ein Foto, dass nach Verlegung der Absorbermatten (Nibe) gemacht wurde. Meine Frage hierzu ist, ist es für die Absorbermatten...

  1. patmanu

    patmanu

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    Hallo,

    beigefügt ein Foto, dass nach Verlegung der Absorbermatten (Nibe) gemacht wurde. Meine Frage hierzu ist, ist es für die Absorbermatten nicht schädlich, dass die Leitungen darüber verlegt werden?

    Vorab vielen Dank für Antworten.

    Gruß
    patmanu
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Handelt es sich dabei nur um die Anbindung für das 2. Feld?

    Ich hoffe Ihr habt den Kollektor üppig dimensioniert, denn sonst geht Euch die Soletemperatur in den Keller schon bevor ihr richtig heizen müsst.

    Gruß
    Ralf
     
  4. patmanu

    patmanu

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    Hallo,

    es handelt sich hierbei um insgesamt 5 Absorbermatten von 5 x 3 mtr. Die Wohnfläche des Hauses beträgt 127 qm (KFW 60 Haus).

    Frage ist für mich, ob die Verlegung der Leitungen über die Absorbermatten nicht zu Schädigungen der Matten führen kann.

    Danke und Gruß
    patmanu
     
  5. R.B.

    R.B.

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    In der Montageanleitung steht, dass die Rohre auf dem Erdboden zu verlegen sind.

    Eine Beschädigung der Matten würde ich nicht befürchten, aber ich überlege mir gerade, ob es sinnvoll ist die Zuleitung über den Kollektor zu führen. Je nach Temperaturverhältnissen auf dem Kollektor, würde die Sole auf diesem Weg wieder abgekühlt. Das ist fast schon wie ein therm. Kurzschluß.

    In meinen Augen sollte eine gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Matten ausgeschlossen werden und ich kenne es nur so, dass die Anbindeleitungen am Rand der Matten verlegt wurden.. Ich würde mal den Hersteller kontaktieren ob er so etwas freigibt.

    Was die Dimensionierung mit 5 Matten betrifft, so hoffe ich, dass die Heizlast richtig ermittelt wurde. Mir kommt das ein bischen knapp vor. Wir reden von grob 75qm Entzugsfläche für ca. 120qm KfW60 Haus. Das kommt schon fast in eine Region von 100W/m2 spez. Entzugsleistung. Ich weiß ja nicht wie gut bei Euch der Boden ist, aber in meinen Augen ist das mutig.

    Gruß
    Ralf
     
  6. patmanu

    patmanu

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    Hallo Ralf,

    zunächst danke für Deine ausführliche Antwort.

    Die Berechnung wurde von Seiten der Hausbaufirma durchgeführt. Es handelt sich hierbei um eine WP Pumpe Nibe 1245 mit einer Leistung laut Protokoll zur Abstimmung E-Anschluss von 6kW.

    Du hast mich stutzig gemacht, ob hier nicht eine Überprüfung der Berechnungen der Hausbaufirma empfehlenswert sind. Hast Du eine Idee, wo man dies machen lassen kann.

    Jetzt wo die Baugrube noch nicht wieder verfüllt wurde, könnte man noch tätig werden.

    Danke vorab.

    patmanu
     
  7. patmanu

    patmanu

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    Sorry, hierauf habe ich noch nicht geantwortet.

    Es sind 3 Matten rechts bzw. 2 Matten links verlegt worden. Die ganzen Anschlussrohre laufen quer in Richtung Anschlüsse über die Matten.

    Gruß
    patmanu
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Lass Dir doch einfach die Heizlastermittlung nach EN12831 geben, dann überprüfe zumindest mal die angesetzten Raumtemperaturen (ich denke Du hast denen das vorher mitgeteilt) und die angesetzte Klimaregion sowie die Transmissions- und Lüftungsverluste.

    Die 6kW Heizlast könnten schon passen, das weiß man erst wenn man die Heizlastermittlung kontrolliert hat. Wenn man Details abprüfen möchte, müsste man auch alle Einzelheiten zum Gebäude kennen (Wandaufbau etc.).
    Die Unsicherheit besteht selten in der Berechnung an sich (das macht erprobte software) sondern vielmehr bei den verwendeten Bauteilen und Temperaturen.

    Das Konzept Absorbermatten basiert darauf, dass möglichst viele dünne Rührchen eine möglichst große Übertragungsfläche ergeben. Im Prinzip ist das ja richtig, aber es steht halt nur eine begrenzte Masse (Erdreich) zur Verfügung. Kühle ich diese Masse zu stark ab, dann kann nicht genügend Wärme schnell genug "nachfließen". Das führt dazu, dass das Erdreich immer mehr auskühlt und somit die Soletemperatur für die Wärmepumpe immer weiter fällt. Dadurch verschlechtert sich die Leistungszahl der Wärmepumpe, oder anders ausgedrückt, die Effizienz geht in den Keller.

    Wenn ausreichend Grundstücksfläche zur Verfügung steht, dann ist der Kollektor (in gewissen Grenzen natürlich) möglichst üppig zu dimensionieren.

    Man sollte aber auf keinen Fall die bei Kompaktabsorbern sowieso schon knappe Fläche unterdimensionieren.

    Gruß
    Ralf
     
  9. MoRüBe

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  10. R.B.

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    Moment, ist mir gerade aufgefallen, jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht Matten bzw. Paare verwechseln. 5 Mattenpaare wäre ausreichend, 5 Einzelmatten dagegen ziemlich knapp.
    Aber Du schreibst von 3m x 5m was wiederum auf Mattenpaare hindeutet.

    Wenn Du 5 Felder mit je 3 x 5 m2 hast (gesamt 80qm) und die Heizlast 6kW beträgt, dann wären das ca. 75W/m2 oder ca. 56W/m2 in Bezug auf die Kälteleistung der WP. Dann landen wir in einer etwas schmerzfreieren Zone. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  11. patmanu

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  12. #11 Achim Kaiser, 17. März 2010
    Achim Kaiser

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    Grundsätzlich halte ich die Auslegungsvorgaben für die Matten für sehr knapp und auf Kante genäht - würde ich nie so bauen.

    Die Zuleitungen übers Absporberfeld entspricht nicht den Montagevorgaben und ich würde das so nicht abnehmen.
    Nach den Montagevorgaben sind die Zuleitungen neben dem Absorberfeld zu führen und nicht *über* das Feld.

    Lässt sich alles aus Morübes Anleitung entnehmen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Diese Kompaktabsorber sind schon von Natur aus kritisch, das hatte ich ja oben bereits geschrieben.

    Du solltest nicht auf einer möglichen Beschädigung rumreiten, da sehe ich kein Problem. Da passiert nichts, das kann er Dir ruhigen Gewissens bescheinigen. Ich sehe eher Probleme dass die Leistungsfähigkeit des ohnehin schon knapp dimensionierten Kollektors leidet.

    Wenn die Kiste später mit -5°C Soletemp. herumgeigt kriegt Du zu hören, dass dies "normal" ist.

    Gruß
    Ralf
     
  14. patmanu

    patmanu

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    Hallo Ralf,

    die Angelegenheit ist noch nicht erledigt. Nach Bestätigung der ordnungsgemäßen Verlegung durch den Baustellenleiter und Bestätigung und Freigabe durch die Hausbaufirma hatte ich den Tiefbauer beauftragt das Loch zuzuschütten. Nun mehr liegt zu der Verlegung eine Stellungnahme der Firma Nibe vor, die diese Verlegung für bedenklich hält. Argumentation ist identisch mit Deiner. Somit müssen die Matten wieder freigelegt werden. Die Hausbaufirma versucht sich jetzt rauszuwinden, aber die Mail ist eindeutig:

    "hiermit bestätigen dass die Absorbermatten ordnungsgemäß verlegt wurden und dürfen jetzt zugeschüttet werden, Dabei sind die Vorgeben und Bedingungen der Fa NIBE unbedingt einzuhalten."

    Die schriftliche Stellungnahme NIBE erhalte ich noch.

    Gruß
    patmanu
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Tja, manchmal wissen die Jungs hier im Forum auch etwas. ;)

    Hätte mich auch gewundert wenn der Hersteller das freigegeben hätte. Die Sprüche der "Handwerker" sind ja hinlänglich bekannt "machen wir immer so".

    Viel Erfolg.

    Gruß
    Ralf
     
  16. joegeh

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    Immer auf die Handwerker :fleen:cry
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Gilt ja nicht für alle Handwerker. ;)

    Es gibt auch Gute, aber die zu finden wird immer schwieriger.

    Gruß
    Ralf
     
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  19. joegeh

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    :bierchen:
     
  20. patmanu

    patmanu

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    Hallo,

    ich habe noch eine FRage:

    können die verlegten Absorbermatten noch weiter genutzt werden oder sind diese durch die Verschweißungen unbrauchbar?

    Wenn die Zu- und Ableitungen erneuert werden, dann müßten die Verbindungen gelöst und dann neu verschweißt werden. Hält sowas?

    Danke vorab.

    Gruß
    patmanu
     
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