Verlegung von Elektro-Leerrohren in Filigrandecken

Diskutiere Verlegung von Elektro-Leerrohren in Filigrandecken im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich würde gerne eure Experten-Meinung zu folgenden Sachverhalt erfahren: Auf den Stahlbetondecken eines größeren...

  1. judddredd

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    Hallo zusammen,

    ich würde gerne eure Experten-Meinung zu folgenden Sachverhalt erfahren:

    Auf den Stahlbetondecken eines größeren Einfamilienwohnhauses wurden über Keller-/ Erd- und Obergeschoss auf ca. 691 m² insgesamt ca. 4.609 lfdm Leerrohre verlegt. Der dadurch verdrängte Beton beträgt durch diese Leerrohre ca. 25,5 m³ bei gleich gebliebenen Deckenstärken. Für den Aufbeton der Halbfertigteildecken ohne Leerrohre wären bei diesen gleichen Deckenstärken insgesamt 111,78 m³ erforderlich gewesen. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 22,81 % der deshalb weniger eingebaut wurde.

    Ich persönlich habe erhebliche Bedenken gegen eine solche Verlegung/Ausführung, da die verlegten Rohre doch eine Schwächung der Konstruktion darstellen.

    Wie beurteilt Ihr dies?
     

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  3. H.PF

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    Uff... DAS ist echt viel Zeug...
     
  4. reezer

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    ein Durchmesser von 84 mm wäre für Elektro-Leerrohre in einem Einfamilienhaus eher ungewöhnlich
    die Leerrohre auf dem Bild sehen auch nicht so aus

    Denkfehler oder Rechenfehler
     
  5. judddredd

    judddredd

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    Hallo,

    Sie haben recht.

    Habe mich um eine Kommastelle bei den 25er Rohren verrechnet.

    Es wurden Rohre mit 20/25/32/40/50/63 mm verbaut.

    Insgesamt sind somit nur "ca. 3,5 m³ - Rohre eingebaut worden.

    Trotzdem sind 4.609 lfdm Leerrohre ein ganz schönen Pfund oder?
     
  6. #5 SteveMartok, 4. November 2014
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Was sagt den der TWP dazu? Kann ja eingerechnet sein, wissen Sie das?
    Wobei das schon echt viel ist und die Verlegung schon fast als ,,Kunstvoll" zu bezeichnen ist.
     
  7. judddredd

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    Hallo,

    der Tragwerksplaner war auch der Planer und Objektüberwacher dieses Gebäudes.

    Eingerechnet wurde da meines Wissens nichts.

    Die Verlegung wurde nur der Elektrofirma überlassen.

    Vorgaben von Seiten des Planers gab es nicht.
     
  8. Inkognito

    Inkognito Gast

    Alleine die Stelle an der alle Leerrohre zusammenlaufen ist höchstproblematisch. Ich würde Querkraftnachweise oder ggfs. Durchstanznachweise abfragen - das Fertigteilwerk hat bestimmt auch eine Meinung zu dem Thema.
     
  9. judddredd

    judddredd

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    Hallo,

    vielen Dank für die Info.

    Anbei noch 2 Bilder die die Durchführungen verdeutlicht.
     

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  10. #9 SteveMartok, 5. November 2014
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Ja, die Bilder machen es nun auch nicht besser, es wurde doch alles gesagt. Jetzt musst Du entweder handeln oder Du nimmst einen großen Schluck aus der AWG-Pulle und gut ist.
     
  11. aladini

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    gibt es eine KWL und kommen die KWL-Rohre auch in die Decke rein? Dann wird es ganz spannend...
    Wie dick ist die Decke geplannt?
     
  12. judddredd

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    Hallo,

    die Bilder machen es natürlich auch nicht besser und Handeln ist leider nicht mehr möglich,
    nachdem der Aufbeton schon aufgebracht wurde.

    Wir wurden leider erst danach vom Bauherrn beauftragt eine Bestandaufnahme durchzu-
    führen.
     
  13. judddredd

    judddredd

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    Hallo,

    eine Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) gibt es nicht.
     
  14. aladini

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    wie dick ist die Decke geworden?
     
  15. judddredd

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    Hallo,

    die Filigrandecken sind 18 bis 20 cm dick.

    Spannweiten bis ca. 5,75 m
     
  16. aladini

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    18cm - m.m.n. zu wenig , aber die Experten werden sich noch äußern...
     
  17. #16 Thomas Traut, 5. November 2014
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    Mich machen die Fotos ratlos. Dazu, wie man das Gewusel in der Statik berücksichtigen könnte, habe ich keine Idee. Ein Belastungsversuch könnte Klarheit bringen. Abe4r als ersten Schritt würde ich überprüfen (lassen), ob die zulässigen Durchbiegungen überhaupt eingehalten wurden (l/500 im Zustand II - gerissener Beton).
     
  18. #17 Achim Kaiser, 5. November 2014
    Achim Kaiser

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    Das der Tragwerksplaner bei der Bewehrungsabnahme keinen Herzkasper bekam wundert mich ....
    Die Tragwerksplaner die ich kenne springen einem bei sowas mit den nackten Hintern voran ins Gesicht :).

    Rückbau ick hör dir tapsen .... ich fass es nicht.

    Kopfschüttelnde Grüße
    Achim Kaiser
     
  19. Inkognito

    Inkognito Gast

    Der absolute Mindestabstand für solche Rohre untereinander ist der eigene Durchmesser. Ich nehme an das ist in einem der Bundesländer, in dem für Einfamilienhäuser keine Prüfung erforderlich ist?

    Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden, ich halte diese Einleitungsbereiche für ernsthaft problematisch.



    PS: Der verdrängte Beton an sich ist weniger ein Problem, Hohlkörperdecken funktionieren auf einem ähnlichen Prinzip, aber da macht sich einer Gedanken über Querkräfte und Hohlkörperanordnung.
     
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  21. Doozer

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    Was ist denn der Hintergrund der Frage?
    "Bestandsaufnahme"? Aufnahme der Mängel, weil es Stress zwischen AG und einem AN gibt?
    Wie kommst Du an die Bilder? Selbst fotografiert? In welcher Funktion?
     
  22. #20 Thomas Traut, 5. November 2014
    Thomas Traut

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    Mindestabstand wofür? Dafür, dass die Decke dort voll trägt, bestimmt nicht.

    Außer in Brandenburg ist das meines Wissens überall. Aber sowas kommt dann dabei raus.

    Hat der Statiker wirklich die Bauüberwachung in seinem Auftrag gehabt? Ich mag es nicht glauben, dass er das wissentlich hingenommen hat.
     
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