Vermessungsfrage

Diskutiere Vermessungsfrage im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hi Leute, da hier ja auch Vermesser unterwegs sind hätte ich mal eine Frage. Ich möchte vom Nachbargrundstück ein Stück "Land" kaufen. Es...

  1. #1 Manfred, 6. Mai 2009
    Manfred

    Manfred

    Dabei seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    284
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Verfahrensmechaniker
    Ort:
    Duisburg / NRW
    Hi Leute,

    da hier ja auch Vermesser unterwegs sind hätte ich mal eine Frage.

    Ich möchte vom Nachbargrundstück ein Stück "Land" kaufen. Es handelt sich nur um ein Stück Wiese mit einigen Sträuchern (rund 150m²). Das Stück grenzt direkt an mein Grundstück.

    Das Nachbargrundstück hat ca. 2950m². Ich hatte gehört das die Kosten für Vermessungen, unter anderem, von der Fläche und der Anzahl der "Eckpunkte" abhängig ist.

    Wenn das ganze Grundstück vermessen werden müsste um meine 150m² abzutrennen dann wären das Kosten die das Teilstück schon uninteressant machen würden.

    Der Nachbar meinte, ohne das selbst geprüft zu haben, dass die Vermessung locker 3000€ kosten würde.

    Wie wird da beim vermessen normalerweise vorgegangen? Da werden doch nicht die ganzen 3000m² nochmal neu eingemessen oder?

    Es sind beides alte Grundstücke, meines wurde aber 2006 neu vermessen.

    Falls noch weitere Informationen notwendig sind - einfach fragen. ;-)

    Danke im Voraus für Info's
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 pauline10, 7. Mai 2009
    pauline10

    pauline10

    Dabei seit:
    17. Mai 2007
    Beiträge:
    1.813
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Hausfrau
    Ort:
    Frankfurt
    Benutzertitelzusatz:
    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Wenn das Grundstück früher einmal vermessen wurde, ist es grundsätzlich möglich, das die Genauigkeit heutigen Anforderungen nicht mehr genügt oder die damaligen Grenzsteine nicht mehr vorhanden oder an ihrem Platz sind.
    Dann ist eine neue Vermessung des ganzen Grundstückes durchaus möglich.
    Davon kann aber abgesehen werden, wenn die teilfläche nicht mehrals 25% beträgt. Dies ist hier ja gegeben.

    Ob diese Aussagen jetzt auch noch dem jeweiligen Landesrecht unterliegen und damit 16 verschiedene Gesetze vorhanden sind, kann ich allerdings nicht sagen. Es gibt ja auch große Bereiche weitgehend ohne Grenzsteine in D

    pauline
     
  4. #3 shneapfla, 7. Mai 2009
    shneapfla

    shneapfla

    Dabei seit:
    24. April 2008
    Beiträge:
    329
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Im schönen Bayern
    Bei mir (Bayern) hat die Herausmessung einer 1600 m²-Fläche ~600 € gekostet.
    Das richtet sich nach der Anzahl der Grenzsteine und dem Wert des Grundstückes, sollte also bei einer Wiese nicht allzu teuer sein...
     
  5. #4 Anfauglir, 7. Mai 2009
    Anfauglir

    Anfauglir

    Dabei seit:
    18. Februar 2009
    Beiträge:
    903
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Physikstudent
    Ort:
    Ruppendorf
    Bei mir (Sachsen) hätte die Abtrennung von ca. 3000/6000m² etwa 3900€ gekostet, es wäre ein neuer Grenzpunkt nötig gewesen (Acker/Dauergrünland).

    Die Information bekam ich durch höfliches Nachfragen vom Bauamt.
     
  6. #5 shneapfla, 7. Mai 2009
    shneapfla

    shneapfla

    Dabei seit:
    24. April 2008
    Beiträge:
    329
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    Im schönen Bayern
    aha, das ist dann wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - hier die bayerische Variante:
    http://www.geodaten.bayern.de/bvv_web/produkte/gt_3.html
     
  7. Terra

    Terra

    Dabei seit:
    18. September 2008
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermesser
    Ort:
    NRW
    Hallo Manfred,

    Vermessung ist zwar teuer, aber so teuer auch wieder nicht.

    Also, eine Teilungsvermessung richtet sich nach dem VermGebT.
    Es wird nach der Grenzlänge, der Fläche neu enstehender Grundstücke, ggf. einen Zuschlag berechnet, dieses multipliziert mit dem Wertfaktor (Bodenrichtwert).

    Nach der Grenzlänge ist schwer zu beurteilen, da man die örtlichen Verhältnisse nicht kennt.

    Ich rechne mal wie es normal wäre!

    2*50m Grenzlänge á 250 € = 500 €, davon 80% = 400€
    150 m² Fläche = 400 €, davon 10 % = 400 €
    Wertfaktor, da Wiese, wahrscheinlich 1,0
    (400 € + 400 €) x 1,0 = 800 €
    80 € Vermessungsunterlagen
    alles zzgl. Mwst.

    Dann kommt noch die Übernahme in das Liegenschaftskataster beim Katasteramt ca. 200 €

    Alles in allem ca. 1300 €!

    @ shneapfla

    Ja, Vermessung ist Ländersache und somit überall andere Gesetze, Erlasse etc.
     
  8. Terra

    Terra

    Dabei seit:
    18. September 2008
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermesser
    Ort:
    NRW
    Soll natürlich 100% heißen, sorry!
     
  9. #8 Manfred, 7. Mai 2009
    Manfred

    Manfred

    Dabei seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    284
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Verfahrensmechaniker
    Ort:
    Duisburg / NRW
    Danke an alle für die Infos.

    Ich werden beim Verkäufer mal "ernst" machen damit er sich mal kundig macht.

    Das hört sich dann doch weniger wild an.

    Wollte für das Stück vielleicht 3000€ - 5000€ inkl. aller Nebenkosten ausgeben. Mein eigenes Grundstück würde deutlich aufgewertet weil es dann nahezu rechteckig wäre. Im Moment fehlt die orangene Ecke.

    Der Verkäufer kann die selbst nicht wirklich nutzen.

    [​IMG]
     
  10. Manfred

    Manfred

    Dabei seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    284
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Verfahrensmechaniker
    Ort:
    Duisburg / NRW
    @Terra

    ich muß da nochmal nachfragen.

    Ich habe beim Katasteramt angefragt. Die wollte den Bodenrichtwert von 170€/m² als Grundlage für die Vermessung nehmen.

    Dann würde die Vermessung 3200€ kosten - vor allem weil die eine Grenze, in der Verlängerung zum Nachbargrundstück, rund 90m lang ist.

    Ich konnte dann erreichen dass das Grundstück mit 100€/m² berechnet wird. Kostet aber immer noch fast 2600€.

    Die Aufteilung war dann, so:

    Teilungsplan zur Beantragung der Teilungsgenehmigung: 216,00€ + MwSt.
    Teilungsvermessung einschließlich Vermessungsunterlagen: 1680,00€ + MwSt.
    Katasterübernahme durch das Katasteramt (keine Mehrwertsteuer): 320,00€

    Wer legt das mit dem Wert fest. Was ist wenn man einen unabhängigen Vermesser beauftragen würde. Kann der das dann anders bewerten und deutlich günstiger Vermessen?
     
  11. Terra

    Terra

    Dabei seit:
    18. September 2008
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermesser
    Ort:
    NRW
    Hallo Manfred!

    Ich bin davon ausgegangen, dass das Grundstück in der Pampa liegt und daher mit 10€/m² zu rechnen ist.

    Als ich die Skizze sah, hatte ich auch schon Zweifel mit dem Richtwert.

    Also die Richtwerte werden aus der Bodenrichtwertkarte genommen (einzusehen beim Katasteramt - Gutachterausschuss).

    Diese werte braucht man um den Wertfaktor zu ermitteln, in Deinem Fall ja jetzt 1,6. Ich hatte mit 1,0 gerechnet.

    Die Teilungsgenehmigung hatte ich ganz vergessen. Kommt aber hin, genauso wie die Übernahme. Auch hier mit 1,6 statt 1,0!

    Du kannst einen ÖbVI fragen, andere als ÖbVI oder Katasteramt kommen sowieso nicht in Frage, hier in NRW!

    Am Richtwert kann er aber auch nix machen, denke ich. Vielleicht gibt er Dir etwas Rabatt. Ist aber auch an den VermGebT gebunden.

    Und der RP prüft alles!
     
  12. Manfred

    Manfred

    Dabei seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    284
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Verfahrensmechaniker
    Ort:
    Duisburg / NRW
    Hallo Terra,

    okay. Dann ist das eben so. Etwas sind sie ja immerhin runter gegangen. Der Mitarbeiter vom Katasteramt hat bei einer/der Wertermittlungstelle nachgefragt und die haben dann das Okay für 100€/m² gegeben.

    Ist ja dann besser als nichts.

    Dann muß ich mal den Verkäufer fragen was er nun für das Stück Wiese/Gestrüpp haben möchte. ;)

    Danke nochmals für deine Antworten.
     
  13. Terra

    Terra

    Dabei seit:
    18. September 2008
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermesser
    Ort:
    NRW
    Ich würde mich mal interessieren, was in dem Flurstücks -und Eigentümernachweis für eine tatsächliche Nutzung steht.

    Bei so einem großen Grundstück v. 3000 m² kann doch nicht alles Bauland sein. Also eher Grünland und das ist eben nur ca. 5 € Wert
     
  14. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  15. Manfred

    Manfred

    Dabei seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    284
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Verfahrensmechaniker
    Ort:
    Duisburg / NRW
    Ich habe jetzt erstmal schriftlich beim Käufer angefragt was er haben möchte. Ich muß das per Brief machen weil der Verkäufer eine Wohnungsgesellschaft ist.

    Ich denke mal die werden mir nicht mal so eben mitteilen was im Flurstücks -und Eigentümernachweis drin steht.

    Ich weiß nur dass das Grundstück mit zwei kleineren denkmalgeschützten Mehrfamilienhäusern bebaut ist.
     
  16. #14 Terra, 12. Juni 2009
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2009
    Terra

    Terra

    Dabei seit:
    18. September 2008
    Beiträge:
    566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermesser
    Ort:
    NRW
    Das kannst Du beim Katasteramt einsehen! Wenn die sich stur stellen sollten, sag einfach Du hast ein berechtigtes Interesse, dann müssen die Dir Auskunft geben!
     
Thema:

Vermessungsfrage