Versickerung von Regenwasser in Mulde auf Straße

Diskutiere Versickerung von Regenwasser in Mulde auf Straße im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, ich habe nun einige Threads zum Thema gelesen und auch auf sehr hilfreiche Verweise (Bspw. "Versickerungshandbuch" von Manfred...

  1. Nicolai85

    Nicolai85

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    Hallo zusammen,

    ich habe nun einige Threads zum Thema gelesen und auch auf sehr hilfreiche Verweise (Bspw. "Versickerungshandbuch" von Manfred Abt) zurückgegriffen. Leider habe ich jedoch noch nicht so recht verstanden wie unser Problem gelöst werden sollte, so dass es nicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten nochmal angegangen werden muss.

    Zur Erklärung. Wir haben vor unserem Grundstück (auf Straßenland) eine Mulde zur Versickerung des auf die Straße fallenden Regenwassers. Diese Mulde grenzt auf der einen Längsseite zur Straße (abgegrenzt durch Bordstein) und auf der anderen Längsseite zu unserem Grundstück (keinerlei Befestigung) an. Unser Grundstück liegt zusätzlich noch über dem Niveau der Straße. Der Tiefbauer vor Ort hat mir mitgeteilt, dass ein Verdichten unseres Grundstückes (schmaler Streifen von 20cm) ausreichend ist um ein Nachrutschen unserer Erde in die Mulde zu verhindern. Zusätzlich soll alles noch mit ein wenig Rasen begrünt werden und gut ist's.

    Ich habe anbei mal ein paar Bilder beigefügt die Zeigen wie stark der Regen die Mulde bereits mit Erde befüllt hat. Weiterhin sieht man auch recht gut wie stark der Regen die Ränder zur Mulde auswäscht, so dass dort sich auf dem vorhandenen Material kein Rasen ansiedeln kann.

    Meine Frage ist nun, ob das Verdichten (halte ich eigentlich nicht so viel von) ausreichend ist oder ob es notwendig ist, dass unser Grundstück mit L-Steinen oder einer anderen dauerhaften Lösung "abgefangen" wird.

    Vielen Dank schon mal und Grüße
    Nicolai

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  3. Nicolai85

    Nicolai85

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    Ich habe im Handbuch noch unter Kapitel 4.2 gelesen, dass eine Muldenversickerung durchaus sinnvoll sein kann, aber die Mulde nur flach (bis ca. 30cm tief) ausgebildet werden soll. Diese 30cm werden (gemessen bis zur OK unseres Grundstückes) weit überschritten. Die Fläche der ist auch nicht ansatzweise 10-20% der abzufangenden Fläche was dazu führt, dass bei starkem regen die Mulde innerhalb von ca. 10-15 Minuten randvoll ist und das Wasser über die Straße läuft (Gott sei Dank ist unser Grundstück höher!)
     
  4. Nicolai85

    Nicolai85

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  5. Nicolai85

    Nicolai85

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    Hallo zusammen,

    habe ich das Thema zu ungenau beschrieben oder evtl. an der falschen Stelle gepostet? Habe diese Art von Thema auch unter "Neubau -> Tiefbau" gefunden. Wenn zielführend bitte dorthin verschieben.
     
  6. Nicolai85

    Nicolai85

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    Mmmhh...241 mal angeschaut und kein Feedback

    Ist das Thema so banal oder gibt es hierzu nicht die Möglichkeit eine Empfehlung oder Tipp zur richtigen Umsetzung zu geben? Besteht evtl. noch weiterer Informationsbedarf zum Thema?
     
  7. Taipan

    Taipan

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    1. Wer hat die Mulde gebaut?
    2. Wer hat die Mulde geplant?
    3. Wer hat die Mulde genehmigt?
    4. Ist die Straße öffentlich?
    5. Wie ist der Aufbau der Mulde?

    PS: nach 1,5h mit Stress anzufangen ist nicht hilfreich, wenn man Antworten haben will.
     
  8. Nicolai85

    Nicolai85

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    1. Wer hat die Mulde gebaut? -> Ein Tiefbauer aus der Stadt, der auch die Straßen erstellt
    2. Wer hat die Mulde geplant? -> Der gleiche Tiefbauer der sie auch baut
    3. Wer hat die Mulde genehmigt? -> Die Stadt; bzw. noch ist es Privatland, welches erst nach Fertigstellung an die Stadt übergeben wird
    4. Ist die Straße öffentlich? -> Noch nicht, wird nach Fertigstellung übergeben
    5. Wie ist der Aufbau der Mulde? -> Sand. Da ist kein Kies oder BR etc. drunter. Der Rand zur Straße wurde mit BR ausgebildet und auf unserer Seite ist nur unser Sand bzw. ein paar cm Oberboden

    PS: nach 1,5h mit Stress anzufangen ist nicht hilfreich, wenn man Antworten haben will. -> Welchen Stress meinst du? Außerdem ist der Eintrag von gestern und nicht heute. Ich hab lediglich gefragt ob man noch weitere Infos braucht, das hat mit Stress meines Erachtens wenig zu tun.
     
  9. Taipan

    Taipan

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    Das mit dem Stress bitte ich zu entschuldigen ... ich hatte nur die Zeiten gesehen.

    Dann wirst Du wohl auf Manfred warten müssen. Ich habe aber die Befürchtung, dass der Tiefbauer nicht die Wahnsinns Planerqualitäten besitzt und daraufhin wohl nochmal ran muss.
     
  10. Nicolai85

    Nicolai85

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    Kein Problem, schon vergessen :)

    Die Befürchtung, dass der Tiefbauer nicht so vollkommen tief in der Materie steckt habe ich auch. Jedenfalls zeigt uns Mutter Natur, dass die Mulde so wie sie aktuell gebaut wurde nicht ausreichend ist.
     
  11. tkoehler78

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    Das Entscheidende was der Mulde zum Funktionieren fehlt, ist der Bewuchs!!!
    Ist den eine Rasenansaat darauf erfolgt? Wenn ja, erstmal abwarten, wie sich diese entwickelt und die Ableitung des Oberflächenwassers im Auge behalten.
    Dass der Tiefbauer die Mulde auch geplant hat, glaube ich eher nicht....
     
  12. Taipan

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    Das enstscheidenede, was der Mulde zum Funktionieren fehlt ist offensichtlich die richtige Größe und ggf. die Sickerfähigkeit.

    Der Bewuchs ist nur notwendig, damit sie es nicht nur einmal tut.
     
  13. #12 Manfred Abt, 13. August 2014
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    • obs ein Problem ist oder wird kann ich weder aus Bild noch Text erkennen
    • klar ist, dass frisch angelegte Böschungen durchaus empfindlich auf Starkregenereignisse reagieren, wie wir sie diesen Sommer hatten
    • und das etliche Versickerungsmulden bei den diesjährigen Starkregenereignissen auch überlastet waren und auch überlastet sein durften
    • den Tiefbauer brauchst du nicht zu fragen, der verteidigt nur sein Werk
    • relevant ist, ob die Kommune das später so übernimmt. Und da kann man ja schon mal kundtun, dass man als Anlieger die Anlage kritisch beobachtet. Ich kenne jedenfalls kaum eine Kommune, die nicht genau vorgibt und dann auch genau kontrolliert, welche Anlagen sie in welcher Qualität übernimmt.

    Was ich nicht verstehe:
    • Straße und Mulde sind noch nicht öffentlich, werden später übergeben
    • wer hat dann die Planung beauftragt, wer hat die Anlage dimensioniert, wer hat den Genehmigungsbedarf geprüft etc.?
    • zugegeben, rein theoretisch: wer hat denn die Planung incl. Dimensionierung abgenommen?
     
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  15. Nicolai85

    Nicolai85

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    Hallo zusammen und danke für die Antworten.

    Das ganze Areal wo unser Grundstück ein Teil von ist wurde neu erschlossen. Derzeit befinden sich die Straßen noch im Besitz der Erschließers. Erst nach Fertigstellung (die Grube und Straße bei uns gilt schon als fertig) aller Straßen und Beleuchtungen sollen die Straßen an die Stadt übergeben werden.

    Der Auftrag zur Planung und Herstellung der Straßen wie auch Gruben kommt vom Erschließer. Soweit ich informiert wurde, hat der Tiefbauer einen eigenen Planer, der nach Anforderungen der Kommune die Straße und Mulden geplant hat. Diese Planung wurde auch so von der Stadt genehmigt (gibt auch einen angenommen B-Plan dazu).

    Die erste Abnahme der Straßen inkl. Gruben erfolgt nach Fertigstellung durch den Erschließer. Dieser ist von mir bereits informiert, aber beruft sich auf den Tiefbauer und das etwas Verdichtung + Begrünung ausreichend ist. Die zweite Abnahme erfolgt dann bei Übergang der Straßen an die Kommune durch diese.

    Ich hätte das Thema nur gerne bereits vor endgültiger Fertigstellung aller Straßen geklärt, da ich auch einen Zaun setzen möchte. Zumal ich es nicht für sinnvoll halte die Bauarbeiter ein zweites Mal anrücken zu lassen wenn sie heute das notwendige Gerät und MA auf der Baustelle haben.

    Mich als Laien interessiert derzeit vor allem, ob eine Grube wie unsere auf den Bildern generell "nur" durch Begrünung dauerhaft auch einem Starkregen standhält oder ob eine Befestigung meines Grundstückes durch bspw. L-Steine notwendig ist.
     
  16. Nicolai85

    Nicolai85

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    Ja es ist eine Rasensat erfolgt, welche sich nun fast vollständig zusammen mit der obersten Schicht Erde in der Grube befindet. Allerdings ist es auch so, dass nur eine sehr dünne Schicht Oberboden auf einer dicken Schicht BR/Grobschotter ausgebracht wurde. Somit muss sich das zwangsläufig auch ohne sehr starken Regen abtragen.
     
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Versickerung von Regenwasser in Mulde auf Straße

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