Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima

Diskutiere Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir werden in den nächsten Wochen unsere Aussenanlagen in Eigenregie erstellen. Für die Gehwegpflasterung haben wir uns für den...

  1. Friese

    Friese

    Dabei seit:
    1. Februar 2006
    Beiträge:
    55
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Banker
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo,

    wir werden in den nächsten Wochen unsere Aussenanlagen in Eigenregie erstellen.
    Für die Gehwegpflasterung haben wir uns für den versickerungsfähigen Stein Aqua Prima von der Firma Metten entschieden. Dazu habe ich folgende Punkte, die ich für mich noch nicht entgültig klären konnte:

    1. Muss ich dennoch an einer Stelle des Pflasterbelages einen Wasserabfluss einbauen? Problem ist, dass dann das Oberflächenwasser, das nicht versickert, in unsere Zisterne läuft und für die Toilettenspülung verwendet wird. Dadurch kommen dann aber auch kleine Steinchen etc. in die Zisterne. Ich würde den Gehweg daher lieber immer mit ca. 2% Gefälle zum Rasen oder kleine Blumenbeete anlegen, damit dort überschüssiges Regenwasser ablaufen könnte.

    2. Die Versickerungsfähigkeit soll nach ein paar Jahren deutlich abnehmen. Gibt es hier Erfahrungen bzw. könnte ich dann Probleme haben, wenn ich keinen (wie unter 1. beschrieben) Wasserabfluss hätte?

    3. Den Gehweg wollten wir ca. 1,5 m breit gestalten. Ist dies ausreichend bzw. komfortabel? Die komplette Fläche wird ca. 70 qm betragen (=Gehwege und kleine Hoffläche).

    4. Unterbau:
    Wir haben extrem hohes Grundwasser - ca. 2 m unter der OK Pflasterfläche.
    Das Grundstück lag ca. 1 m tiefer als die Strasse und wurde bereits im Zuge des Hausbaus mit Reyclingmaterial (ganz feiner "Boden") aufgefüllt.

    Ich wollte nun davon wieder ca. 20 cm abtragen lassen. Damit der Unterbau für die Pflastersteine wie folgt aussieht:

    gewachsener Lehmboden
    ca. 50 cm Reyclingmaterial
    ca. 20 cm Schotter: 0/45
    ca. 5 cm Splitt
    8 cm Pflasterbelag

    5. Wie kann ich, ohne Nivelliergerät, am besten die Gefälle und Höhen der Pflasterbeläge, Randsteine etc. berechnen/messen ? (Akt. mache ich dies mit Wasserwaage, Richtlatte etc.)

    Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung.

    Tino
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Bauwahn

    Bauwahn

    Dabei seit:
    5. Februar 2007
    Beiträge:
    4.821
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Ulm
    1. Bei den kleinen Flächen: wenn es zum Rasen/Blumenbeet laufen kann, brauchst Du keinen Ablauf. Wenn es auf die Strasse laufen könnte, schon.
    In die Zisterne würde ich es auf keinen Fall laufen lassen. Da kommt zuviel Dreck rein. Dann eher den Ablauf in einer kleinen Rigole enden lassen.
    2. keine eigenen Erfahrungen
    3. 1,50 reicht DICKE.
    4. Wenn das Recyclingmaterial gut verdichtet wurde.
    5. Mit der Schlauchwaage Höhenmarkierungen an Holzpflöcken oder Erdnägeln anbringen und Schnüre spannen. Von da an Messen. Zum Verlegen, die Schnur auf Höhe der fertigen Oberfläche ein paar cm neben der Pflasterfläche spannen. Schienen zum Abziehen des von dort Splittbetts ausmessen und Splitt über die Schienen abziehen.

    Gruß

    Thomas
     
  4. #3 wasweissich, 25. Januar 2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    1 nicht unbedingt

    2 ob das mettenzeug was taugt (dauersickertechnisch) weiss ich nicht , gutem sickerpflaster traue ich , wenn es richtig gemacht ist , schonnoch einiges zu........

    3 sollte reichen

    4 bei rc-sand hätte ich leichte bauchschmerzen....wie sickerfähig ist das denn??

    0/45 ist nicht besonders gut geeignet .......nimm 2/45 oder ähnliches....

    benutze die suchfunktion.........

    j.p.
     
  5. #4 HolzhausWolli, 26. Januar 2008
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

    Dabei seit:
    20. Februar 2006
    Beiträge:
    2.078
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Selbstständig
    Ort:
    Siegen
    Benutzertitelzusatz:
    Baustatus: Längst fertig
    Lehmboden?

    Sickerpflaster?

    Kann denn da überhaupt eine Versickerung funktionieren?
     
  6. #5 wasweissich, 26. Januar 2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ja ,kommt nämlich drauf an , was unter dem lehmboden ist (bodengutachten
     
  7. #6 HolzhausWolli, 27. Januar 2008
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

    Dabei seit:
    20. Februar 2006
    Beiträge:
    2.078
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Selbstständig
    Ort:
    Siegen
    Benutzertitelzusatz:
    Baustatus: Längst fertig
    Warum ist entscheidend was unter dem Lehm ist? Ich habe doch irgendwo gelesen das Lehm eine schichtenverdichtende Wirkung hat, so daß Regenwasser gar nicht erst durchkommt und ins Grundwasser gelangen kann, vielmehr daß es sich sogar je nach Tiefe unter dem Pflaster stauen würde?
     
  8. Friese

    Friese

    Dabei seit:
    1. Februar 2006
    Beiträge:
    55
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Banker
    Ort:
    Frankfurt
    Der Lehmboden beginnt erst ab einer Tiefe von ca. 1 m. Darüber wurde das Grundstück mit Recylingmaterial aufgefüllt. Deshalb wollte ich nun ca. 30 cm Schotter (2/45) unter den Pflasterbelag auffüllen.

    Bisher ist das Regenwasser (auch im Sommer bei Regengüssen: ca. 20 l/qm) direkt vom Recylingmaterial aufgenommen und in den Boden geleitet worden. Kleine Pfützen waren nach kurzer Zeit auch verschwunden. Daher gehe ich davon aus, dass der Unterbau aus Schotter das ganze noch begünstigen würde.

    Gruß Tino
     
  9. #8 HolzhausWolli, 28. Januar 2008
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

    Dabei seit:
    20. Februar 2006
    Beiträge:
    2.078
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Selbstständig
    Ort:
    Siegen
    Benutzertitelzusatz:
    Baustatus: Längst fertig
    Helft mir mal...wie genau kommt denn dann das Regenwasser in das Grundwasser, wenn dazwischen die Lehmschicht ist? Es kann sich doch eigentlich nur unterhalb des Pflasters und oberhalb der Lehmschicht -also innerhalb der Schotterschicht- sammeln und sich dort entlang horizontal seinen Weg suchen. Habe ich einen Denkfehler?:confused:
     
  10. Bauwahn

    Bauwahn

    Dabei seit:
    5. Februar 2007
    Beiträge:
    4.821
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Ulm
    Wie wär's z.B. damit: Vielleicht ist die Lehmschicht nicht durchgängig?
     
  11. #10 HolzhausWolli, 29. Januar 2008
    HolzhausWolli

    HolzhausWolli

    Dabei seit:
    20. Februar 2006
    Beiträge:
    2.078
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Selbstständig
    Ort:
    Siegen
    Benutzertitelzusatz:
    Baustatus: Längst fertig
    Also nur stellenweise? Mutige Annahme!:(
     
  12. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  13. Bauwahn

    Bauwahn

    Dabei seit:
    5. Februar 2007
    Beiträge:
    4.821
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Ulm
    Andersrum: Bevor da ein Haus gebaut wurde, war da schätzuungsweise eine Wiese oder ein Acker, aber kein See. Ergo hat das Wasser irgendeinen Weg gefunden.
     
  14. Friese

    Friese

    Dabei seit:
    1. Februar 2006
    Beiträge:
    55
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Banker
    Ort:
    Frankfurt

    Ja, das Grundstück lag ca. 1 m tiefer als die Strasse. Der Mutterboden wurde abgeschoben (ca. 25 cm) und darunter war sehr lehmhaltiger Boden. In der Baugrube stand bereits das Grundwasser.

    Nach den Rohbauarbeiten wurde das Grundstück mit Recylingmaterial (ganz feine Erde/Sand) aufgefüllt und verdichtet. Gestern habe ich gem. den Hersteller von Versickerungsfähigen Pflaster ein 40x40x40 cm großes Loch gebuddelt und mit 10 liter Wasser befüllt. Nach 8 Min. war kein Wasser mehr im Loch vorhanden (obwohl die Grundfläche in ca. 40 cm Tiefe nur ca. 30x30 betrug). Das Wasser war somit vollständig versickert. Lt. Herstellerangaben ist dies ein mittlerer Wert und man sollte den Unterbau aus Schotter nur um ca. 10 cm erhöhen.

    Nun muss ich leider einen großen Teil des vor ca. 1 jahr angefüllten Recylingmaterials wieder abtragen und mit Schotter 0/45 auffüllen.

    Tino
     
Thema:

Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima

Die Seite wird geladen...

Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima - Ähnliche Themen

  1. Abdichtung vom Pflaster zur Hauswand nötig?

    Abdichtung vom Pflaster zur Hauswand nötig?: Hallo zusammen. Ich habe an meinem Haus das Pflaster von einem Gala bauer neu legen lassen. Zusätzlich wurde die Wand abgeschachtet und...
  2. Pflastern auf DDR Betonplatten - Was Tun?

    Pflastern auf DDR Betonplatten - Was Tun?: Liebe Foristen, wir suchen nach einer Lösung für den vorgefundenen Betonhof (siehe Bilder) aus DDR Zeiten. Ziel wäre eine optisch ansprechendere,...
  3. Pflaster vor Garage absenken

    Pflaster vor Garage absenken: Hallo zusammen ich muss vor meiner Gage das Pflaster ca. 2 cm absenken weil es zurzeit eben oder zum teil auch etwas höher als der Garagenboden...
  4. Naturbodenkeller/gestampfter Lehm Pflastern

    Naturbodenkeller/gestampfter Lehm Pflastern: Hallo Zusammen, ich habe mir vorgenommen meinen Keller (Naturbodenkeller/ gestampfter Lehm) mit alten Vollziegeln (Reichsformat) zu Pflastern...
  5. Zufahrtsstraße neu pflastern

    Zufahrtsstraße neu pflastern: Hallo! Vor meinem Haus verläuft eine Zufahrtsstraße, eine private Straße, die andere mitbenutzen dürfen(Wegerecht). 2,50m breit und 10m lang....