Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima

Diskutiere Versickerungsfähiges Pflaster Aqua Prima im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir werden in den nächsten Wochen unsere Aussenanlagen in Eigenregie erstellen. Für die Gehwegpflasterung haben wir uns für den...

  1. Friese

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    Hallo,

    wir werden in den nächsten Wochen unsere Aussenanlagen in Eigenregie erstellen.
    Für die Gehwegpflasterung haben wir uns für den versickerungsfähigen Stein Aqua Prima von der Firma Metten entschieden. Dazu habe ich folgende Punkte, die ich für mich noch nicht entgültig klären konnte:

    1. Muss ich dennoch an einer Stelle des Pflasterbelages einen Wasserabfluss einbauen? Problem ist, dass dann das Oberflächenwasser, das nicht versickert, in unsere Zisterne läuft und für die Toilettenspülung verwendet wird. Dadurch kommen dann aber auch kleine Steinchen etc. in die Zisterne. Ich würde den Gehweg daher lieber immer mit ca. 2% Gefälle zum Rasen oder kleine Blumenbeete anlegen, damit dort überschüssiges Regenwasser ablaufen könnte.

    2. Die Versickerungsfähigkeit soll nach ein paar Jahren deutlich abnehmen. Gibt es hier Erfahrungen bzw. könnte ich dann Probleme haben, wenn ich keinen (wie unter 1. beschrieben) Wasserabfluss hätte?

    3. Den Gehweg wollten wir ca. 1,5 m breit gestalten. Ist dies ausreichend bzw. komfortabel? Die komplette Fläche wird ca. 70 qm betragen (=Gehwege und kleine Hoffläche).

    4. Unterbau:
    Wir haben extrem hohes Grundwasser - ca. 2 m unter der OK Pflasterfläche.
    Das Grundstück lag ca. 1 m tiefer als die Strasse und wurde bereits im Zuge des Hausbaus mit Reyclingmaterial (ganz feiner "Boden") aufgefüllt.

    Ich wollte nun davon wieder ca. 20 cm abtragen lassen. Damit der Unterbau für die Pflastersteine wie folgt aussieht:

    gewachsener Lehmboden
    ca. 50 cm Reyclingmaterial
    ca. 20 cm Schotter: 0/45
    ca. 5 cm Splitt
    8 cm Pflasterbelag

    5. Wie kann ich, ohne Nivelliergerät, am besten die Gefälle und Höhen der Pflasterbeläge, Randsteine etc. berechnen/messen ? (Akt. mache ich dies mit Wasserwaage, Richtlatte etc.)

    Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung.

    Tino
     
  2. #2 Bauwahn, 25.01.2008
    Bauwahn

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    1. Bei den kleinen Flächen: wenn es zum Rasen/Blumenbeet laufen kann, brauchst Du keinen Ablauf. Wenn es auf die Strasse laufen könnte, schon.
    In die Zisterne würde ich es auf keinen Fall laufen lassen. Da kommt zuviel Dreck rein. Dann eher den Ablauf in einer kleinen Rigole enden lassen.
    2. keine eigenen Erfahrungen
    3. 1,50 reicht DICKE.
    4. Wenn das Recyclingmaterial gut verdichtet wurde.
    5. Mit der Schlauchwaage Höhenmarkierungen an Holzpflöcken oder Erdnägeln anbringen und Schnüre spannen. Von da an Messen. Zum Verlegen, die Schnur auf Höhe der fertigen Oberfläche ein paar cm neben der Pflasterfläche spannen. Schienen zum Abziehen des von dort Splittbetts ausmessen und Splitt über die Schienen abziehen.

    Gruß

    Thomas
     
  3. #3 wasweissich, 25.01.2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    1 nicht unbedingt

    2 ob das mettenzeug was taugt (dauersickertechnisch) weiss ich nicht , gutem sickerpflaster traue ich , wenn es richtig gemacht ist , schonnoch einiges zu........

    3 sollte reichen

    4 bei rc-sand hätte ich leichte bauchschmerzen....wie sickerfähig ist das denn??

    0/45 ist nicht besonders gut geeignet .......nimm 2/45 oder ähnliches....

    benutze die suchfunktion.........

    j.p.
     
  4. #4 HolzhausWolli, 26.01.2008
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    Lehmboden?

    Sickerpflaster?

    Kann denn da überhaupt eine Versickerung funktionieren?
     
  5. #5 wasweissich, 26.01.2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ja ,kommt nämlich drauf an , was unter dem lehmboden ist (bodengutachten
     
  6. #6 HolzhausWolli, 27.01.2008
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    Warum ist entscheidend was unter dem Lehm ist? Ich habe doch irgendwo gelesen das Lehm eine schichtenverdichtende Wirkung hat, so daß Regenwasser gar nicht erst durchkommt und ins Grundwasser gelangen kann, vielmehr daß es sich sogar je nach Tiefe unter dem Pflaster stauen würde?
     
  7. Friese

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    Der Lehmboden beginnt erst ab einer Tiefe von ca. 1 m. Darüber wurde das Grundstück mit Recylingmaterial aufgefüllt. Deshalb wollte ich nun ca. 30 cm Schotter (2/45) unter den Pflasterbelag auffüllen.

    Bisher ist das Regenwasser (auch im Sommer bei Regengüssen: ca. 20 l/qm) direkt vom Recylingmaterial aufgenommen und in den Boden geleitet worden. Kleine Pfützen waren nach kurzer Zeit auch verschwunden. Daher gehe ich davon aus, dass der Unterbau aus Schotter das ganze noch begünstigen würde.

    Gruß Tino
     
  8. #8 HolzhausWolli, 28.01.2008
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    Helft mir mal...wie genau kommt denn dann das Regenwasser in das Grundwasser, wenn dazwischen die Lehmschicht ist? Es kann sich doch eigentlich nur unterhalb des Pflasters und oberhalb der Lehmschicht -also innerhalb der Schotterschicht- sammeln und sich dort entlang horizontal seinen Weg suchen. Habe ich einen Denkfehler?:confused:
     
  9. #9 Bauwahn, 29.01.2008
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    Wie wär's z.B. damit: Vielleicht ist die Lehmschicht nicht durchgängig?
     
  10. #10 HolzhausWolli, 29.01.2008
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    Also nur stellenweise? Mutige Annahme!:(
     
  11. #11 Bauwahn, 29.01.2008
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    Andersrum: Bevor da ein Haus gebaut wurde, war da schätzuungsweise eine Wiese oder ein Acker, aber kein See. Ergo hat das Wasser irgendeinen Weg gefunden.
     
  12. Friese

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    Ja, das Grundstück lag ca. 1 m tiefer als die Strasse. Der Mutterboden wurde abgeschoben (ca. 25 cm) und darunter war sehr lehmhaltiger Boden. In der Baugrube stand bereits das Grundwasser.

    Nach den Rohbauarbeiten wurde das Grundstück mit Recylingmaterial (ganz feine Erde/Sand) aufgefüllt und verdichtet. Gestern habe ich gem. den Hersteller von Versickerungsfähigen Pflaster ein 40x40x40 cm großes Loch gebuddelt und mit 10 liter Wasser befüllt. Nach 8 Min. war kein Wasser mehr im Loch vorhanden (obwohl die Grundfläche in ca. 40 cm Tiefe nur ca. 30x30 betrug). Das Wasser war somit vollständig versickert. Lt. Herstellerangaben ist dies ein mittlerer Wert und man sollte den Unterbau aus Schotter nur um ca. 10 cm erhöhen.

    Nun muss ich leider einen großen Teil des vor ca. 1 jahr angefüllten Recylingmaterials wieder abtragen und mit Schotter 0/45 auffüllen.

    Tino
     
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