Versottung nach Heizkesselmodernisierung

Diskutiere Versottung nach Heizkesselmodernisierung im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo und guten Tag. Ich bin durch Zufall durch meine Internetsuche auf dieses Forum gestoßen und hoffe Sie können mir weiterhelfen. Ich...

  1. #1 Hausschrauber, 2. Februar 2010
    Hausschrauber

    Hausschrauber

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    Hallo und guten Tag.

    Ich bin durch Zufall durch meine Internetsuche auf dieses Forum gestoßen und hoffe Sie können mir weiterhelfen.

    Ich besitze ein Mehrfamilienhaus mit 2 Etagen und einem ungedämmten Dachboden. Letztes Jahr im September habe ich mir von einem Heizungsfachbetrieb einen neuen Heizkessel einbauen lassen. Vor ein paar Tagen kamen dann in der zweiten Etage rings um den Schornstein braune Flecken durch die Tapete. Auf dem Dachboden ist der Schornstein und der Fußboden darum teilweise durchfeuchtet. Ich gehe davon aus das es sich um Versottung handelt, denn der Schornstein ist von außen verkleidet und es sind keine Beschädigungen sichtbar. Mein Heizungsbauer sagt von Sanierung hat er keine große Ahnung, dafür gibt es Spezialfirmen. Also Spezialfirma angerufen und Ortstermin wegen Kostenaufstellung vereinbart.
    Der Sanierungsachmann sagte zu mir diese Heizung / Schornsteinkombination könne man so gar nicht vernünftig betreiben! (Vorsichtig ausgedrückt)

    Zur Information…
    Der alte Heizkessel war von Vissmann mit einem Körting Ölbrenner (34kw).
    Im Schornstein befindet sich „Riffelrohr“ mit Pergalit Verschüttung.
    Im Heizraum war eine Nebenluftklappe, dann der Abgasanschluß und unten die Reinigungsklappe.

    Die neue Heizung Vitorond mit Vitoflamebrenner und Vitotronik. Die Nebenluftklappe wurde zugemauert, dann kommt der Abgasanschluß und unten die Reinigungsklappe.

    Es soll jetzt das alte „Riffelrohr“ entfernt werden und durch ein hinterlüftetes Edelstahlrohr ersetzt werden.

    Damit es bis zur Sanierung nicht noch schlimmer wird habe ich jetzt nach Rücksprache mit dem Schornsteinfeger im Keller die Wartungsklappe geöffnet und den Schornstein auf dem Dachboden mit Glaswolle isoliert. Außerdem wurde die Abgastemperatur angehoben. Bei der letzten Kontrolle auf dem Dachoden war das Rohr hinter der Wartungsklappe trocken (und bleibt es auch hoffentlich bis zur richtigen Reparatur). Gibt es evtl. noch andere Möglichkeiten zur „Schadensbegrenzung“?


    Außerdem was mache ich jetzt mit dem Heizungsbauer in Bezug auf die Sanierungskosten? Edelstahlrohr einbauen, Schornstein neu verputzen, Zimmer renovieren, usw. ist schließlich nicht umsonst! Er kannte ja die baulichen Gegebenheiten und hätte diese berücksichtigen müssen.

    MfG Hausschrauber
     
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  3. Julius

    Julius

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    Tja, das ist unschön.
    Aber ob und ggf. was in Sachen Regreß machbar ist, hängt von den Umständen ab.
    Wer hatte die Erneuerung der Anlage geplant (vermutlich der ausführende Heizungsbauer)?
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Und was sagt der Schorni dazu?

    Beim Einmessen der Anlage hätte doch auffallen müssen, dass die Abgastemperatur zu niedrig, oder zumindest grenzwertig ist....und wenn es schon dem Heizer nicht auffällt, hätte es doch dem Schorni auffallen müssen.

    Warum wurde die Nebenluftklappe "zugemauert"?

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Hausschrauber, 2. Februar 2010
    Hausschrauber

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    Hallo.

    @ Julius

    Folgender Ablauf:

    - Alte Heizung reparaturbedürftig
    - Heizungsbauer bestellt wg. Kostenaufstellung Reparatur
    - Heizungsbauer sagt: Reparatur riskant, bzw. nicht möglich (Flanschgewinde undicht / durchgerostet
    - Neue Heizung war schon länger geplant, also Angebot für neuen Kessel angefragt
    - Heizungsbauer gibt Angebot für den Umbau ab
    - Angebot überprüft und angenommen
    - Heizungsbauer rückt an, alter Kessel raus, neuer Kessel rein

    Der Heizungsbauer hat VORHER alles ausgemessen und angesehen, auch den Schornstein von innen wg. neuem Abgasanschluß, etc. Die alte Heizölleitung z.B. hat er gegen eine neue, dünnere ausgetauscht weil die alte verschlammen könnte wegen zu großem Querschnitt (Originalaussage). Er hat sich wohl schon Gedanken gemacht, nur nicht um den Schornstein!

    Als er jetzt wegen dem Versottungsproblem bei mir war kamen u.A. Sprüche wie:

    - Wenn es jetzt nicht so lange so kalt gewesen wäre, wäre das gar nicht so aufgefallen.
    - Wir haben ja über den Schornstein gesprochen und wollten es erstmal mit dem „alten“ ausprobieren und die Sache im Auge behalten.

    Darauf habe ich erstmal nichts gesagt! Warum lasse mir vom Fachbetrieb eine neue Heizung einbauen? Damit ich Ruhe habe und nicht mehr an der alten Heizung basteln muß. Ich gebe viel Geld für eine neue Heizung aus und spare dann am Schornstein? Wenn er VORHER seine Bedenken bezüglich der Versottung kundgetan hätte, wäre der Schornstein gleich mit umgebaut worden. Warum soll ich mich für ein paar Euro weniger später mit noch höheren Sanierungskosten rumärgern.

    @ R.B.

    Tja, der Schornsteinfeger ist erst letzte Woche bei mir aufgeschlagen und wollte eine Emissionsmessung machen. Genau einen Tag vorher kamen die Flecken durch die Wand. Toller Zufall! Wie gesagt, ich hatte den ganzen Vorgang an den Heizungsbauer abgegeben, der hat wohl auch den Schornsteinfeger benachrichtigt.
    Nur Abgastemperatur oben im Schornstein hat der auch nie gemessen.
    Die Nebenluftklappe wurde zugemauert weil die neue Heizung keine mehr braucht (Original Heizungsbauer).

    MfG Hausschrauber
     
  6. moep3fx

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    Dass der Heizi da mitgespielt hat wundert mich auch
     
  7. #6 Hausschrauber, 2. Februar 2010
    Hausschrauber

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    Hallo.

    Meine alte Heizung habe ich jahrelang selbst gewartet und repariert. Bei anspruchsvolleren Arbeiten habe ich halt den Fachbetrieb geholt. Alles Problemlos. Für eine Planung und Auslegung einer kompletten Heizanlage habe ich nicht die notwendige Qualifikation! Die sollte dann der Heizungsbauer haben. Was mich nachdenklich macht ist, der Schornsteinsanierer hat auf den ersten Blick festgestellt das diese Kombination Probleme verursachen muß. Ich befürchte der Heizungsbauer hat das Versottungsproblem schlicht unterschätzt oder einfach übersehen. Denn wie oben schon gesagt, hätte damals der Schornstein gleich mit umgebaut können/müssen wenn irgendein Risiko bestanden hätte.

    MfG Hausschrauber
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Die Abgastemp. muss man nicht oben messen. Abgastemp. und Schornsteinzug messen, und schon weiß man bescheid. Gerade wenn ein neuer Kessel an einen "alten" Schornstein angeschlossen wird, sollte jeder Fachmann wissen dass Vorsicht angesagt ist.

    Na ja, es geht ja nicht nur um die Heizung.....der Schornstein hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.

    Hast Du ein paar Messwerte? Wie hoch war die Abgastemp. der neuen Anlage?

    Gruß
    Ralf
     
  9. moep3fx

    moep3fx

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    Vitorond ist halt Niedertemperatur. Da ist die Schornsteinsanierung unumgänglich (zumindest nach meiner bisherigen Erfahrung)
     
  10. #9 Hausschrauber, 2. Februar 2010
    Hausschrauber

    Hausschrauber

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    Hallo.

    @R.B. Original von der Schornsteinfeger Bescheinigung übernommen.

    Schornstein Bauart: T400 N2 O50 W 2 TR040 L90 Edelstahl flexibel, Höhe 13m

    Wärmeträgertemperatur: 68°C
    Verbrennungslufttemperatur: 21°C
    Abgastemperatur: 114°C
    Sauerstoff Volumengehalt: 3,10%
    Druckdifferenz: -0,10hPa
    Abgasverlust: 4%

    Danach ist von einem Techniker des Heizungsbauers die Abgastemperatur auf ca. 160°C (?) erhöht worden.
    Der Abgasverlust soll jetzt 9% betragen. (war zu der Zeit leider auf der Arbeit).


    @moep3fx

    Ja gut, nur wenn das so offensichtlich ist, warum wurde es dann vorher nie angesprochen? Darum geht es mir ja.
    Ich habe eine Fachfirma beauftragt, damit es vernünftig gemacht wird und um Probleme wie diese zu vermeiden.
    Wenn der Heizungsbauer gesagt hätte Schornstein sanieren, sonst macht die neue Heizung Probleme, kein Thema!
    Der Umbau wäre seit drei Monaten erledigt, ich hätte keine Probleme mit Versottung und könnte
    mich an meiner modernen Heizung erfreuen. Nur hat er leider nichts gesagt. Meiner Meinung nach ist der
    Heizungsbauer für seine Arbeit oder Planung doch verantwortlich. Dann müsste er bei Schäden haften die durch "falsche Planung" entstehen?
    Oder?

    Heute kam ein erstes Angebot vom Schornsteinsanierer. 2.500€.

    MfG Hausschrauber
     
  11. R.B.

    R.B.

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    114°C an einem alten Schornstein, das musste in die Hose gehen. Unter 150°C wird´s bereits schwierig, aber das sollte an sich jeder Heizer wissen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Jakari

    Jakari

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    Als guter Heizungsfachmann hätte er bedenken anmelden müssen!!
    Die zweite Instanz die versagt hat ist der Schornsteinfeger!:mauer:mauer:mauer:mauer

    Ich würde mir beide mal zum Ortstermin nach hause holen und mal vorher schauen wer für den versotteten Schornstein haftet?
    Eigentlich würde ich dem Heizi gewaltig auf die Finger klopfen
    Schließlich muss er für den einbandfreien Betrieb garantieren.

    Ein neuer Kessel mit 9% ist schon witzig, aber vermutlich provisorisch nicht anders möglich.

    Wir sanieren bei normalen Heizkessel immer den Schornstein mit.
    Es sei denn er ist aus Edelstahl.
    Oder noch besser wir gehen gleich auf Ölbrennwert
    Z.B Weishaupt OW
    Dann wäre das Abgasrohr nur ein 80er Kunstoffrohr gewesen und entsprechend viel günstiger als das Edelstahl
     
  13. lawyer

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    Deswegen hat der Heizungsbauer für diesen Aufwand nicht aufzukommen. Stichwort: Sowieso-Kosten.

    MFG
     
  14. jturtle

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    für die nachrüstung des schornsteins nicht, aber doch für den entstandenen schaden? oder meintest du etwas anderes?
     
  15. juwido

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    Leute!

    Wenn da doch schon Edelstahl drin ist ...., ist das doch ne 2.Baustelle.
    Möglich älterer Schaden, der bei höherer Abgastemperatur nicht aufgefallen ist.

    Also mal langsam...
    Grüße juwido
     
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  17. R.B.

    R.B.

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    So viel günstiger ist zertifiziertes Kunststoffrohr auch wieder nicht. Die Hersteller lassen sich den "Stempel" fürstlich bezahlen.

    Trotzdem wäre ein Ölbrennwerter sicherlich keine schlechte Idee.

    Gruß
    Ralf
     
  18. Jakari

    Jakari

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    Was ich überlesen habe das schon Edelstahl verbaut war.
    Da kann man nur noch feststellen ob der Schaden am Rohr offensichtlich war oder nicht?
    Ansonsten bleibt Dir nichts anderes übrig als den Edelstahl zu ersetzen und das Gerät richtig einstellen zu lassen
     
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Versottung nach Heizkesselmodernisierung

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