Verständnisfrage Innendämmung - Fachwerk

Diskutiere Verständnisfrage Innendämmung - Fachwerk im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Guten Morgen, ich kurz vor der Durchführung meines "Dämmprojektes" noch ein kleine Fragen. Vorab die beulichen Gegebenheiten: Obgeschoss...

  1. #1 Kinemore, 5. Juni 2009
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    Guten Morgen,


    ich kurz vor der Durchführung meines "Dämmprojektes" noch ein kleine Fragen.

    Vorab die beulichen Gegebenheiten:
    Obgeschoss + Dachgeschoss 150Jahre altes Fachwerk
    Wände von innen mit Lehm+Stroh, Außen Schiefer
    Dielenboden mit Schüttung

    das Vorhaben:
    Dämmung aller Wände (Innen- + Außendwände) mit Mineralswolle, anschließend Ständerwände

    Durchführung:
    Ständerwand stellen, Dämmung einbringen, Dampfsperre für Außenwände, Anschließend Trockenbauplatten (Gips)

    Fragen:
    Anbringen der Dampfsperre auch für Innenwände ? (mein Bauberater sieht keinen Bedarf)
    Muß/soll ich die Öffnungen (kleine Löcher + Zuglöscher) im Fachwerk verschließen ?
    Fixierung der Dampfbremse an der Ständerwand mit Montageband oder Kleber ?
    Wie mache ich den Übergang zu den Innenwänden bzw. Fußboden + Decke ?
    WAS passiert mit Wasser an der Dampfsperre ? "läuft" dies dann in den Dielenboden ?


    Vielen Dank für die Hilfe Vorab !
     
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  3. Julius

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    Was hat ein Zuglöscher (üblicherweise werden dort Wasserlöscher bzw. Schaumlöscher eingesetzt) in einem Haus verloren? :wow
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 5. Juni 2009
    Ralf Dühlmeyer

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  5. #4 Gast943916, 5. Juni 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    über all diese Fragen muss sich doch ein Planer Gedanken gemacht haben, oder sprecht ihr nicht miteinander?


    Gipser
     
  6. R.J.

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    wo selbst Fachfirmen oftmals überfordert sind, sind u.a. dies die Gründe warum solch ein Vorhaben nichts im Bereich DIY verloren hat.
    Der Bauberater (?) kann seine Dampfsperre mit samt Glaserberechnungen beruhigt wegpacken, die nutzt hier nichts. Himmelsrichtung, Schlagregenbelastung, Dicke der Dämung, Stoffeigenschaften usw. sind die Kriterien.

    Warum sollen die Innenwände gedämmt werden? Schallschutz? Die Sinnhaftigkeit dieser Einzelmaßnahme kann auch angezweifelt werden.
     
  7. KPS.EF

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    Warum keine Außendämmung?

    Energetische Sanierungen mittels Innendämmungen (insbesondere von Fachwerkbauten) sind immer äußerst kritisch zu betrachten und erfordern schon eine Portion Fachkenntnis und Erfahrung! :shades

    Es wäre eventuell schade wenn das Gebäude 150 Jahre mit Anstand überlebt hat und jetzt innerhalb weniger Jahre dem Sanierungstod preisgegeben werden soll ... :mauer

    Dann würde ich es an Deiner Stelle besser unsaniert verkaufen!:biggthumpup:

    Was macht denn der Bauberater im richtigen Leben?

    MfG aus Erfurt:winken

    KPS.EF
     
  8. #7 Kinemore, 5. Juni 2009
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    Gründe für die Innendämmung sind auf der einen Seite die momentane Finanzlage und der komplette Sanierungsbedarf der Wände (Putz + Tapete). Es wird auf jeden Fall eine Dämmung von außen folgen.

    Die Innenwände sollen aus Schallschutzgründen mit gedämmt werden.

    Die finanzielle Lage erlaubt eine Dämmung der Wände mit 60mm, das Dach mit 120mm (Sparrenhöhe).

    Die "Löcher" im Fachwerk sollten doch aber helfen das das Holz nicht schimmelt. Ich befürchte nur das das Kondenzwasser an der Folie runter läuft und dann der Fußboden mit schimmeln beginnt.



    PS: Ich stelle dies Fragen hier, da ich angst habe durch ein zu dichtes Haus, bzw. am falschen Ende gesparrt zu habe, das Fachwerk zerstöre
     
  9. KPS.EF

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  10. #9 Kinemore, 5. Juni 2009
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    da ja die Dämmstoffe schon gekauft wurden, steht das "ob" nicht zur frage (für mich), sondern eher das wie.
    Im Prinzip muß für mich geklärt werden (bin ich über Hilfe sehr dankbar) ob mit oder ohne Dampfsperre (wenn ja dann wo überall und wie wird der Übergang Decke/Fußboden)
     
  11. jetter

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    Dat löppt
    die Frage kommt doch jetzt zu spät - so elementare Konstruktionsdetails müssen doch vor dem Materialkauf geklärt sein - gerade wenn die Kohle knapp ist. :confused:

    Innendämmung für sich ist schon eine anspruchsvolle, wenn nicht sogar kritische Maßnahme. Das wird mit Mineralwolle noch schwieriger fachlich korrekt zu machen, ohne dass Schäden für das Fachwerk zu erwarten sind.
     
  12. #11 Anfauglir, 5. Juni 2009
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  13. Kinemore

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    Wie schon geschrieben, habe ich mehrere Gespräche mit meine Bauberater bzw. "Fachmännern" geführt.
    Diese rieten mir (wenn Innendämmung) dann mit Steinwolle, nicht mit "Styropor" , zu dämmen.

    Da ja alle Wände mit Trockenbau "verkleidet" werden war war der Schritt, dann zusätzlich etwas Dämmung einzubringen nicht schwer. Die Sanierung nach EneV ist schön und gut macht aber für mich keinen Sinn und ist auch nicht notwendig, da ich das Haus nicht vermiete und auch nicht verkaufen werden.

    Also reduzieren sich meine Probleme in dieser Richtung dahin, ob ich Dampfsperre anbringen (nur Außenwände ?) oder nicht.
    Steinwolle ist doch eine dispersionsoffene Dämmung, oder ?

    PS: Ein anderer Betrachtungspunkt ist, sind die Einsparungen der Heizkosten höher als die Kosten für die Dämmung ...
    PPS: Interessant waren auch die Gespräch mit Firmen die eine Sanierung bzw. Trockenbau als ihr "Täglich Brot" nenne. Hier gab es bei 3 Anfragen, drei verschiedene Antworten, aber eine Antwort auf die Frage wohin das Wasser dann geht wenn über all Dampfsperre ist, bekam ich nie
     
  14. #13 Anfauglir, 6. Juni 2009
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    Ich glaube eher, dass sich dein Problem darauf reduziert, dass du Geld und Arbeit inverstierst um dein Haus so richtig schön zu versauen.

    Aber die Kollegen in deiner Region brauchen in 15-20 Jahren sicher auch Arbeit:bef1009:
     
  15. Kinemore

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    Mal die Frage etwas anderes herum gestellt,

    Was wäre die beste Variante um das Haus (den Bereich des Fachwerkes) zu Dämmen um Energie zu sparen und den Schall zu dämmen ??



    PS: Wieso wäre meine Dämmung falsch und was würde warum passieren ?
     
  16. mls

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    zu recht.
    aber nicht rechtzeitig.
    was machst du mit der gekauften dämmung?

    was manchmal mit viel glück (s. r.j., schlagregenseite etc.) in der fläche
    funktionieren kann, wird an unstetigkeiten (anschluss der innenwände/decken
    an aussenwand, fensterleibungen) zum horrortrip.
    das ist nix für reissbrettartisten oder baustellenklugscheisser - das
    ist richtig kompliziert.

    die gleichen helden, die heute miwo empfehlen (bauberater?
    baumarktverkäufer, oder?) haben vor 10 jahren geschäumte innendämmung
    empfohlen - die schimmelt(e), also hofft man auf andere, schlauere
    baustoffe.
    weit gefehlt...
     
  17. Julius

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    Die beste (und ME einzig sinnvolle) Variante ist die, welche ein Fachmann speziell für die bei Dir vorhandenen Rahmenbedingungen ermittelt!
     
  18. #17 Anfauglir, 6. Juni 2009
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    Deine Fragen und Formulierungen zeigen ganz deutlich, dass du keine Ahnung von den bauphysikalischen Eigenschaften der Baustoffe und den Abläufen in der Konstruktion hast. Das ist auch überhaupt nicht schlimm.

    Wenn z.B. Wasser in flüssiger Form an der Dampfsperre (wenn sie denn reingehören würde) anfällt hast du ein echtes Problem, denn dazu kommt es bei richtiger Ausführung nicht.

    Innendämmung bei Fachwerk ist (nicht immer, aber oft) ungünstig, z.B. unterstützt das Temperaturgefälle in der Wand eine Trocknung (von innen oder aussen) eindringender Feuchtigkeit, desweiteren behindert Innendämmung das Abtrocknen der Wand nach innen, usw.

    So etwas muss einfach vor Ort geplant werden, alles andere ist völlig unseriös.

    Das von mir empfohlene Buch kann zum Beispiel helfen zu Beurteilen, ob ein von dir beauftragter Planer wirklich Ahnung von der Sache hat.
     
  19. KPS.EF

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    Hallo @Kinemore,


    MfG

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  21. Kinemore

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    Hallo,


    ich hatte gerade eine Objektbegehung mit zwei Firmen aus der Region.

    Beide Firmen empfolen mir eine Dämmung von Rockwool, nicht mehr als 80mm von Innen, anschließend eine Dämmung von außen mit gleicher Stärke.
    Das Anbringen der Dampfsperre an den Außenwänden ist ausreichend. Hierbei soll ich den Übergang zu den Innenwänden mit einem "Montagekleber" kleben, die Befestigung an den Trockenbauprofilen mit Beidseitigen-Teppischklebeband" und die Überlappungen mit Spezialklebeband.

    Die "Luftlöcher" in den Wänden soll ich lassen, alle losen Steine "fest schäumen".

    Beide Firmen boten mir an, aus kostengründen, das ich den Trockenbau selber stelle und Sie dann das Einbringen des Dämmstoffes, sowie das Anbringen der Dampfsperre übernehmen würden.
     
  22. sepp

    sepp

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    architekt
    Ort:
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    auweia.......

    ich rate dir einen architekten vor ort zu suchen, der schon einige fachwerkhäuser saniert hat und sich ausführlich beraten zu lassen.
    alles andere geht in die hose.
     
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