Verständnisfrage: PMBC auf BoPla aus NICHT-WU-Beton

Diskutiere Verständnisfrage: PMBC auf BoPla aus NICHT-WU-Beton im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo BauexpertInnen, im Rahmen einer derzeit in Planung befindlichen nachträglichen vertikalen Abdichtung soll eine für den Lastfall geeignete...

  1. #1 FreeWilly83, 19.01.2023
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2023
    FreeWilly83

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    Hallo BauexpertInnen,

    im Rahmen einer derzeit in Planung befindlichen nachträglichen vertikalen Abdichtung soll eine für den Lastfall geeignete 2-schichtige PMBC-Abdichtung mit Verstärkungseinlage auf Bodenplatte und Mauerwerk aufgebracht werden. Mein "Problem" ist, dass es sich bei der BoPla nicht um WU-Beton handelt, ich in Richtlinien und Anwendungsbeispielen aber immer den Verweis auf WU-Beton finde... Mir fällt die Einschätzung schwer, wie groß dieses Problem ist.

    In der Richtlinie PMBC (Kap. 7.1.) sowie in anderen mir bekannten Werken ist immer die Rede von "Übergängen auf eine WU-Betonkonstruktion". Geht es dabei primär auf den Verarbeitungsschritt des Aufbringens, weil die PMBC auf WU-Beton einfacher / besser haftend aufzubringen ist? Das ließe sich m.E. dann ggf. ja lösen, indem man mit einer Haftungsbrücke (z.B. MDS) arbeiten würde bei uns.

    Oder geht es mehr darum, dass das PMBC auf einer Bodenplatte aus Nicht-WU-Beton dauerhaft dann mehr Feuchte "von hinten" bekommen würde, als sie verkraften kann? Das Wasserthema würden wir durch Dränleitungen am Haus parallel versuchen, möglichst stark zu minimieren. Können wir in unserer "Lehmwanne" aber nicht komplett lösen.

    Wie gesagt würde ich gerne verstehen, woher die Sache mit dem WU-Beton kommt und ob man den Umstand des hier nicht vorhandenen WU-Betons einigermaßen mit unseren Plänen geheilt bekommt:
    - Dränen
    - mind. 15-20 cm weites Herabführen der PMBC auf die Stirnseiten Bodenplatte
    - sauberes "Heranführen" an die bestehende horizontale Abdichtung mit Dichtungskehle
    - ggf. Haftbrücke vor Auftragen des PMBC

    Da wir aktuell noch in der Planungsphase sind, könnten wir ansonsten auch gut umplanen, Z.B. in Richtung Schweißbahnen, wenn das ggf. dann die praktikablere / "sicherere" Variante wäre.

    Danke für Meinungen zu dieser Frage.

    Willy
     
  2. #2 Hercule, 19.01.2023
    Hercule

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    Ist das ein Eigenbau ? Eigentlich müsste das doch dein Planer bzw sein ausführendes Unternehmen wissen und entsprechend ausführen.
     
  3. #3 FreeWilly83, 19.01.2023
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2023
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    Wir sind bei der nachträglichen Abdichtung einer Bestandsimmobilie und aktuell in der Phase der Angebotseinholung. In dem Zusammenhang möchte ich gerne die Hintergründe verstehen, warum immer nur von WU-Beton die Rede ist und wie man das Thema ggf. heilen kann.

    Würde es z.B. zwingend bei normaler Bodenplatte (kein WU) zusätzliche Verarbeitungsschritte (wie die von mir angesprochene Haftbrücke) brauchen, wären das Dinge, die ich gerne direkt mit in die Angebotseinholung einfließen lassen möchte.

    Zumal ich nun schon mehrmals auf die harte Tour lernen musste, dass die ausführenden Unternehmen gerne das erzählen, was einfach und schnell geht...
     
  4. #4 Fabian Weber, 19.01.2023
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    Weil das immer alles für den Neubaufall ausgewiesen wird.

    Wie wollt Ihr denn das Eindringen von Feuchtigkeit von unten durch die Bodenplatte verhindern?
     
  5. #5 FreeWilly83, 19.01.2023
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2023
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    Hallo Fabian,

    das können wir nicht verhindern. Aber nach meinem Verständnis muss eine BoPla auch nicht trocken sein.

    Die Horizontalsperre funktioniert, soweit wir das beobachten können. Die Abdichtung zum aufsteigenden Mauerwerk innen ebenso. Der „Plan“ ist also, außen das auch noch dicht zu kriegen vertikal bis ausreichend weit über GOK und dann darf es die BoPla so feucht haben, wie es auf unserem Gelände nun mal feucht ist. Haben dann ja eine Schwarze Wanne hergestellt (so gut es geht).

    Wir werden wie gesagt noch versuchen, mit Dränen das Wasser im Bereich der Gründung noch zu mindern. Aber ganz trocken werden wir es logischerweise nicht kriegen (und muss es nach meinem Verständnis auch nicht werden, sonst gäbe es ja nur noch WU Beton im erdberührten Bereich).

    Aber damit sind wir fast wieder beim Ursprung meiner Frage: wenn doch nicht jeder mir WU-Beton baut und eigentlich aufgrund der Materialeigenschaften PMBC mal grundsätzlich auch gut auf normalen Bodenplatten aufzubringen ist…. Warum dann immer dieses „auf WU-Beton Bauteilen“. Für mich klingt das nach einem „Nur“ zwischen den Zeilen und ich verstehe den genauen Hintergrund nicht. Und den hätte ich gern verstanden, bevor ich einen Auftrag gebe, das so abzudichten.
     
  6. #6 Hercule, 20.01.2023
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    Schon mal darüber nachgedacht einen PMBC Hersteller zu kontaktieren ?
    Die haben bestimmt jede Menge Daten und Datenblätter dazu.
    Ich persönlich hätte keine Bedenken. Schließlich wird damit auch Mauerwerk usw bestrichen.
     
  7. #7 FreeWilly83, 20.01.2023
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    Danke für Deine Antwort. Hatte ich für später sowieso eingeplant. Kam für mich gedanklich irgendwann dann, wenn wir uns für eine Firma entschieden habe und mit denen die Detailplanung (Menge, Material, Anbieter) machen. Und es bestand ja die Möglichkeit, dass hier sofort einer aufspringt und sagt "Geht gar nicht auf nicht WU-Beton, weil....".

    Aber vom Prinzip hast Du Recht, dass ich so eine Anfrage auch gut vorziehen könnte. Und wenn es nachher doch ein anderer PMBC-Hersteller werden sollte als der angefragte, dann wird eben 2x gefragt.
     
  8. #8 Fabian Weber, 20.01.2023
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    gibts ja auch im Neubau fast nur noch...
     
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