Vertikale Last einer Tragwand durch Stahlstäbe abführen?

Diskutiere Vertikale Last einer Tragwand durch Stahlstäbe abführen? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, auf einem bestehenden Heizestrich soll eine Tragwand errichtet werden, aus rein statischen Gründen über einer Tragwand im...

  1. #1 PaulDiracBaut, 23. Februar 2016
    PaulDiracBaut

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    Hallo,

    auf einem bestehenden Heizestrich soll eine Tragwand errichtet werden, aus rein statischen Gründen über einer Tragwand im darunterliegenden Geschoß. Zur Veranschaulichung dient folgende Skizze:

    Lastübertragung.jpg

    Es wird nun folgende Lösung diskutiert: zwischen den Heizschlangen durch den Estricj vertikale Bohrungen nach unten führen, dort Stahlstäbe mit Klebemörtel verankern, die die vertikale Last der Tragwand übertragen können. Spricht irgendetwas dagegen?

    1.Bemerkung: Die üblichen Verkehrslasten wie 2 kN/m2 sind hier nicht einschlägig, das es beim reissen des Estrichs auf die Biegefestigkeit ankommt (einige N/mm2 - also ca. Faktor 1000 mehr, wurde schon in einem Estrich-Thread diskutiert). Eine Wand dieser Art (vollziegel 20 kN/m2, 5 m hoch) übt auf den Boden nicht mehr DRUCK aus als eine 100 kg schwere Person, die sich auf ein Bein stellt (auflage 10cm x10 cm). Da die Statik durch die untere Wand gesichert ist, wäre diese Lösung sogar ohne Stahlstäbe denkbar. Diese dienen aber der zusätzlichen Sicherheit der Lastabtragung.

    2.Bemerkung: Ob und warum der Estrich erhalten werden soll, soll hier nicht breit diskutiert werden (großer Heizkreis betroffen, Anschluss an alte Plastikrohre sehr problematisch)

    3. Bemerkung: die Planer sind vorhanden, aber sich nicht einig. Von Sachkunde getragene Hinweise werden besonders geschätzt.
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    schnapsidee - wie hoch war der alkoholpegel bei demjenigen, der auf diesen trichter gekommen ist?
     
  4. #3 PaulDiracBaut, 23. Februar 2016
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    Hallo,

    möglicherweise ist Ihnen so etwas noch nicht begegnet. Wenn Sie sachlich statt polemisch argumentieren, nehme ich Ihre Ansicht gerne zur Kenntnis.
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    solche ideen schmettere ich als bauleiter ab, weil ich zu 50% bei den planerkrücken mithafte.

    ich kann dir nur raten, so etwas nicht zu bauen. welche regel der technik ist denn grundlage für diese sonderkonstruktion?
     
  6. #5 gunther1948, 23. Februar 2016
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    hallo
    da ist nix mit polemik sondern das ist tatsache weil die verankerung mit klebemörtel in den steinen nicht funzt.

    gruss aus de pfalz
     
  7. Bughandle

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    Zitat "Eine Wand dieser Art (vollziegel 20 kN/m2, 5 m hoch) übt auf den Boden nicht mehr DRUCK aus als eine 100 kg schwere Person, die ..."
    UND genau diesen Unterschied hat man dir doch schon erklärt, gibt's da Vertständnisprobleme?
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 23. Februar 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    :mega_lol: :mega_lol: :mega_lol: :mega_lol:



    Welcher Klebemörtel hat denn eine Zulassung für eine Lochtiefe von 20 mm???

    Aber wenn Naturwissenschaftler schon die Maßeinheiten nicht so genau nehmen, dann funzt bestimmt auch ne Mauer auf Stelzen. Man muss halt nur die Einheiten richtig anpassen. :mauer
     
  9. Bauqualle

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    ich versuchs mal :
    entscheidend ist die statische Berechnung der Knickfähigkeit der Stahlstäbe , dabei sollte aus physikalischen Gründe die Schmelztemperatur der Stahlstäbe bei der Herstellung in diese statische Berechnung mit einbezogen werden , entscheidend ist die Form der Stahlstäbe : gerippt , rund, glatt , *** die physikalische Lastabtragung durch diese Stahlstäbe , als sogenannte Punktlast in der darunter liegenden tragenden Wand , sollte durch zusätzliche genau dimensionierte Druckverteilungsplatten aus Stahl in die Bohrungen eingeführt werden , der aussteifende Klebemörtel sollte die horizontalen Lasten übernehmen und natürlich den anerkannten DIN-Normen entsprechen , die physikalischen Eigenschaften des zugelassenen Klebemörtels kann man bei den Herstellerfirmen hinterfragen , ich hoffe meine fachliche Ansicht können sie zur Kenntnis übernehmen >
    ich bedanke mich
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 23. Februar 2016
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    UNd wie soll das ausgeführt werden - so rein praktisch, wenn da Heizschlangen, Balken, Stahl des Überzugs usw usw zu berücksichtigen sind. Ich mein, so eine Platte mit 15 mm Durchmesser ist eher sinnfrei eine mit 100 mm bekommt wie dadurch?

    Das sind ja keine rückgradlosen Weichtiere!

    Und Knicken ist das kleinere Problem bei der ganzen Kiste.
     
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  12. #10 Alfons Fischer, 23. Februar 2016
    Alfons Fischer

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    vermutlich einfacher wäre es, statt einer Tragwand im DG dort z.B. einen tragenden Stahlrahmen zu konstruieren, welcher den Estrich an nur wenigen Stellen durchdringt. Dafür wird man aber immer den Estrich etwas größer aufmachen müssen, muss doch die Oberkante der Wand erst begutachtet und vorbereitet werden, sicher wird auch eine Druckverteilungsplatte nötig sein.
    Dies ist mit einem Statiker abzustimmen, der sicherlich auch die Möglichkeiten und ggf. Alternativen aufzeigen kann.
     
  13. PeMu

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    So wie dargestellt - Schnapsidee - ist so, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Mancher Beitrag aber auch.

    Online-Planung? Planer sind vorhanden, sind sich nicht einig - ähm, ernsthaft, da kann man sich nur veräppelt fühlen.
    Wenn man Planer hat, die der Grundlagen und der Bauerfahrung mächtig sind, dann käme die Frage hier nicht in der Form.
    1. gäbe es eine vernünftige Darstellung mit sauberen Begriffen
    2. wäre der gröbste Blödsinn eliminiert.

    3. Hilfestellung: Sinn und Ausführung der 5m DG Tragwand analysieren -> die Lösung.
     
Thema:

Vertikale Last einer Tragwand durch Stahlstäbe abführen?

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