Verzicht auf Fliesen in der Dusche an den Wänden

Diskutiere Verzicht auf Fliesen in der Dusche an den Wänden im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich quäle mich zur Zeit mit der Frage, ob ich im Duschbereich Fliesen installieren lassen soll oder nicht. Ich bin kein großer Freund...

  1. Tatze

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    Hallo,

    ich quäle mich zur Zeit mit der Frage, ob ich im Duschbereich Fliesen installieren lassen soll oder nicht. Ich bin kein großer Freund von voll verfliesten Bädern und würde mich deshalb mit den Fliesen gerne auf den Fußboden beschränken.

    Gibt es Lösungen für die Wände einer Dusche diese "nur" zu verputzen und zu streichen? Mein Sanitärfritze kennt sich scheinbar nicht damit aus und möchte mir deshalb zu nichts raten. Der Fliesenleger möchte lieber Fliesen legen. Ich habe aber schon von speziellen Untergründen für die Dusche gehört. Ist das ein Mythos, funktioniert es in der Praxis nicht oder kann man das (wenn es Fachgerecht durchgeführt wird) durchaus machen? Hat das vielleicht schon jemand machen lassen und kann einen Erfahrungsbericht aus dem Alltag geben? Und an wen muss ich mich da wenden (also welches Gewerk macht das dann? Der Maler?).
     
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  3. #2 Itzebitze, 14.12.2011
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    Tadelakt. Kann nicht jeder. Musst dich halt mal durchfragen wer's in deiner Nähe anbietet.
     
  4. #3 Julius, 14.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2011
    Julius

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    Klar geht das.

    Hatten wir hier im Forum schon öfters.
    Benutze mal die Suche, z.B. zum Stichwort "Tadelakt"!

    Ups, da war einer schneller.
    Aber das Mittagessen war eben fällig... :bierchen:
     
  5. Tatze

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    Hallo,

    ich habe mir die Threads zum Thema "Tadelakt" durchgelesen. Das scheint aber nicht das richtige zu sein für mich. Ich habe zwischenzeitlich noch mit einem Maler/Putzer telefoniert. Der hat mir vorgeschlagen die Wand mit Dichtschlämme zu versiegeln, anschließend mit Farbe auf Acrylbasis zu streichen und das ganze dann mit mehreren Schichten PU-Lack auf Wasserbasis zu versiegeln. Der Lack wird wohl auch als Außenlack im Bootsbau verwendet. Das würde auch eine mehrfarbige Dusche mit scharfen Farbkanten ermöglichen.

    Er meint, er hätte das so schon ein paar mal gemacht und bisher keine Klagen gehört.

    Hält der Lack wohl auf der Farbe und geht das ganze so überhaupt?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 14.12.2011
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    Das Problem ist nicht die Fläche, das Problem ist der Anschluß an die Dusche.
    Silikon ist nun mal kein Mittel zur Abdichtung und daher ungeeignet.
    Planerisch ist sowas mit einer Freizeichnung für den Verstoß gegen die aRdT möglich, aber einfach nur Farbe und gut reicht bei weitem nicht aus!
     
  7. Tatze

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    Hallo,

    deswegen will er wohl die Primärdichtung und den Anschluss an den Fußboden mittels Dichtschlämme erreichen. Die Unterputzarmatur wird glaube ich normalerweise ja auch mit so einem Dichtfließ in den Fliesenkleber eingearbeitet (? Kenn mich da nicht aus...). Am Boden wollte er so Dichtbänder einsetzen. Der Boden wird auf jedenfall gefliest.

    Fliesen sind doch glaube ich (gerade an den Fugen) auch nie 100% dicht, oder irre ich mich da? Das Silikon in den Ecken vergindert ja wohl auch nur, dass Wasser hinter die Fliesen läuft.

    Oder vertue ich mich da? Wenn ja, warum?
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 14.12.2011
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    Das steht da oben nicht!!!
    So könnte es funzen - aber wie gesagt: 1) wider die Fachregeln und 2) KÖNNTE!
     
  9. #8 Achim Kaiser, 14.12.2011
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    Für solche *Späßchen* brauchts ne Duschwanne mit Anschlußzarge im Wandbereich.

    Anders lässt sich ein vernünftig dauerhaft dichter Übergang Wand-Wanne nicht herstellen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 14.12.2011
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    @ Achim
    Das
    deute ich als bodengleiches Duschelement.
     
  11. Tatze

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    Hallo,

    stimmt. Die Dichtschlämme hatte ich oben nicht erwähnt. Hatte nicht gedacht, dass es wichtig ist, weil ich eigentlich mehr Sorge hatte wegen der Verbindung Farbe <-> PU-Lack. Aber scheinbar ist das ja gar nicht das Problem.

    Die Dusche selbst ist in der Tat ebenerdig (Estrich). Die haben der Estrichleger und Sanitärfachmann in Absprache umgesetzt. Die haben schon öfters zusammengearbeitet. Ich gehe also mal davon aus, dass die beiden wissen, was sie da tun. Die kennen sich aber nicht mit streichen statt fliesen aus und konnten hier deshalb keine Auskunft geben.

    Die Dichtbänder hatten die beiden wohl auch vorgesehen (der Maler will die am übergang ja ebenfalls verwenden). Dadurch wird wohl eine Art Wanne erreicht, die flexibel auf Bodenbewegungen reagiert.

    Wenn das mit dem PU-Lack und der Wandfarbe so machbar ist, steht einem Versuch wohl nix im Weg. Ich bin da ja experimentierfreudig. ;) Oder gibts noch Einwände?
     
  12. #11 Achim Kaiser, 14.12.2011
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    Der PU Lack hat nen Nachteil ...

    er nimmt die möglichen Bewegungen nicht auf und wird wohl reissen.
    Ergo brauchts ne definierte Bewegungsfuge in dem Bereich der Dichtbänder.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. Tatze

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    Hallo,

    sind bei einer gemauerten Wand aus KS-Stein denn Bewegungen zu erwarten? Der Lack kann ja auch auf Holz verwendet werden, das arbeitet definitiv. Oder meinst du im Bereich des Bodenübergangs? Unterscheidet sich das denn von Fliesen? Da bewegt sich der Boden ja auch etwas.
     
  14. #13 Achim Kaiser, 14.12.2011
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    Die Fliesen haben ne definierte dauerelastische Fuge an der Oberfläche.....

    Keine Ahnung wie das bei Bootslack gestaltet wird ohne das der etwas knautscht.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. Tatze

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    Hallo,

    äh, Fliesen sind elastisch?

    Die Fuge am Boden wird wohl mit Silikon in der zweiten Ebene abgedichtet.
     
  16. Tatze

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    Hallo,

    wollte euch noch kurz den Stand der Dinge mitteilen. Der Maler und der Sanitärfachmann haben sich nun abgestimmt. Die Primärabdichtigung wird vom Sanitärfachmann vorgenommen, inkl. Dichtbändern am Übergang Wand/Fußboden. Die Wandoberfläche vom Maler angebracht, er trägt die Verantwortung für die Dichtigkeit der Wandfläche und dem Verbund der Farbe/PU-Lack. Die Dichtigkeit am Wandübergang wird auch in der Sekundärebene vom Sanitärfachmann vorgenommen und sichergestellt. Die Fiesen auf dem Fußboden legt der Fliesenleger.

    Bezüglich einer irgendwie fehlenden Elastizität des Wandbelags wurden keine Bedenken geäußert.

    Der Aubau an der Wand sieht später wie folgt aus: Putz - Haftgrund - Duschabdichtung - Dichtschlämme (5mm) mit eingelegtem Gewebe - Wandfarbe auf Acrylbasis - PU-Lack auf Wasserbasis in 6 Schichten mit Zwischenschliff.

    Der Aufbau des Fußbodens sieht so aus: Trittschalldämmung auf Betonboden mit eingearbeitetem Gefälle - Estrich mit Gefälle - Haftgrund - Duschabdichtung - Fliesenkleber - Bruchfliesen.

    Beim Aufbau der Wand werden in der Dichtschlämme die Dichtbänder eingelegt und beim Fußboden in den Fliesenkleber. Die Sekundärabdichtung erfolgt dann mit Silikon auf der obersten Schicht.

    Die Auslässe für Armatur und Wasser werden genauso abgedichtet, wie es auch bei Fliesen der Fall wäre. Da habe ich nicht genauer nachgefragt.

    Gibts noch irgendwelche Einwände? :)
     
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  18. #16 tbmaennchen, 16.12.2011
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    Eine Gefahr bei PU Lack ist, eine Hinterwanderung von Feuchtigkeit bei Beschädigung des Lackes.

    Wenn Du das dann wieder in Ordnung bringen willst, muss dat ganze Zeuch wieder abgschliffen werden und neu gemacht.

    Ich würde das in einer Dusche nicht machen.
     
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