Viele Fragen zum Fertigteilhaus nach Schimmelbefall

Diskutiere Viele Fragen zum Fertigteilhaus nach Schimmelbefall im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Vorgeschichte: Ich wohne in einem Fertigteilhaus eines zwischenzeitlich insolvent gegangenen namhaften Herstellers, der unter altem Namen...

  1. onyx2014

    onyx2014

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    Ich wohne in einem Fertigteilhaus eines zwischenzeitlich insolvent gegangenen namhaften Herstellers, der unter altem Namen wieder firmiert. Das Haus wurde 1993 errichtet.

    Nachdem ich im Schlafzimmer Schimmelgeruch auf dem Teppich wahrgenommen habe, habe ich die Fußbodenleisten entfernt und den Teppich entsorgt. Hinter den Möbeln war an der Wand und auf den Möbeln selbst ein leichter Schimmelbefall erkennbar. Die Möbel stehen dort seit etwa 10 Jahren. Meine mikroskopische Analyse einer Schimmelpilzprobe ergab, dass es sich wahrscheinlich um die Gattung Aspergillus handelt. Ich lüfte täglich für mehrere Minuten mittels Durchzug.

    Auffällig war, dass von der Fußbodenleiste der angrenzenden Bad-Innenwand der Schimmelbefall auszugehen schien. Der modrige Geruch in dem Spalt zwischen Estrich und Wand zum Bad war auch stärker als in den anderen Zwischenräumen zu anderen Zimmern bzw. Wänden.

    Um eventuelle Feuchtigkeit entweichen zu lassen, öffnete ich die Revisionsklappe im Bad und fuhr in den Urlaub. Meine Mutter bat ich in der Zwischenzeit zu lüften. Dabei kam es wegen der geschlossenen Türe und der nun fehlenden Fußbodenleisten offenbar zu einem starker Luftstrom in den Zwischenräumen von Estrich und Wänden, also unterhalb der Fußbodenleisten. In der Folge breitete sich im ganzen Haus der modrige Gestank entlang der Fußbodenleisten aus. :-( Der Teppich an den Fußbodenleisten riecht muffig/schimmlig und lässt sich bisher noch gut wegsaugen. In einem Einbauschrank mit rauhem Holz gelang es mir noch nicht den muffigen Geruch zu beseitigen. In einer Sofaritze riecht trotz saugens reglmäßig muffig. Ansonsten scheint mir der Schimmel omnipräsent.

    Der Fußbodenaufbau im Bad ist: Bodenplatte - 3 cm Styropor - Folie - 2 cm Styropor - schwarze Folie - Estrich.

    Die Suche nach Leckagen ergab folgendes:
    • 3 Lecks in der Dachrinne: Keine Folgeschäden erkennbar.
    • Die Terasse selbst ist zur Bodenplatte isoliert. Die Terassenfliesen sind jedoch ohne Isolation direkt an die Bodenplatte herangefliest. Keine Schäden ersichtlich.
    • Alle Zimmer haben eine Luftfeuchte von 50 Prozent bei 22 Grad Celsius. Wenn man den Feuchtemesser auf den Fußboden abstellt und ihn mit einer Folie bedeckt, wird nur auf der Bodenplatte 70 Prozent angezeigt, sonst auf dem Estrich 50%.
    • Wasserleitung zur Heizung tropfte. Die von der Versicherung beauftragte Trocknungsfirma fuhr jedoch wieder tatenlos mit dem Hinweis alles trocken wieder weg.
    • Übergang Dusche-Wand undicht.
    • Durch alle vier Hausecken zieht Luft unterhalb der Fußbodenleisten entlang. Also die Ecken des Hauses sind unten nicht Luftdicht.
    • Abflussrohre stehen im oben offenen Kiesbett.
    • Teils vermodertes kesseldruckimprägniertes Holz im Innenbereich.
    • Endoskopie verschiedener Bereiche im Fußbodenaufbau verlief im Weiteren ergebnislos.
    • Vor einigen Jahren ist der Gattin einmal das Waschbecken übergelaufen. Wieviel Wasser austrat ist ungewiss. Unmengen werden es wohl nicht gewesen sein.

    Ein Schimmelgeruch ist nach betreten des Hauses so weder für mich noch für Fremde wahrnehmbar. An manchen Stellen (Sofa, Einbauschrank oder Schlafzimmer) riecht es - sonst riecht es aber jetzt nicht. Bisherige mögliche gesundheitliche Auswirkungen erstrecken sich möglicherweise auf Reizungen in Nase / Rachen bzw. die Augen bei längerem Aufenthalt in der Nähe eines Einbauschranks und vor allem im Bad.


    Lösungsansätze:

    Zunächst kaufte ich mir einen Staubsauger mit HEPA-Filter.

    Ich schnitt die Wand zum Bad mit einer Stichsäge auf und dabei zerlegte ich versehentlich den innenliegenden Spülkasten. Halb so schlimm. Jedenfalls war in der Wand alles in Ordnung.

    Als nächstes riss ich die Dusche heraus, weil ich mit einer Kamera in der Revisionsöffnung Schimmel am Übergang Dusche-Wand entdeckte. Die Rigips-Wand, die etwa bis zu einer Höhe von 20 cm durchnässt war und auch Schimmel zeigte entferne ich. Ein Öffnen der Wand im Duschbereich ergab, dass die Spanplatten hinter der Rigips-Wand nur äußerlich Wasserflecken hatten. Ansonsten jedoch einwandfrei waren. Die Spanplatten richen jedoch etwas süßlich. Solange die Platten mit Rigips und Fliesen verkleidet waren, war kein Geruch wahrzunehmen. Im Internet laß ich, dass dies bei Spanplatten passieren kann, wenn sie mit Feuchtigkeit in Kontakt kämen. Die Spanplatten im Schlafzimmer riechen hingegen überhaupt nicht.
    Die ausgetretene Wassermenge scheint offensichtlich geringfügig gewesen zu sein, und hat keine sichtbare Schäden am Holz unterhalb der Wand hinterlassen. Mein Widerstandsmesser zeigte daher lediglich bei der bereits entfernten nassen Rigipsplatte und an einer 2 Quadratzentimeter großen Fläche am Holz unterhalb der Wand Feuchtigkeit an.

    Direkt neben der Dusche steht die Wanne, unter der es doch erheblich unangenehm vermodert (feuchter Keller) riecht. Abflüsse scheinen in Ordnung zu sein.
    Aber: Die Abflußrohre liegen in einem reinen Kiesbett (ca. 50 cm x 50 cm), welches von oben auch sichtbar ist. Eine Feuchtigkeitssperre existiert insofern natürlich nicht. Und weil die Badbauer pragmatische Leute waren, stellten sie die Wanne auf zwei druckimprägnierte grüne Dachlatten. Die eine Latte lag auf dem Kiesbett und moderte wohl dort über 20 Jahre vor sich hin. Nachdem ich die Latte mit Spiritus bespritzt habe, war der Geruch weniger und deshalb entfernte ich die eine Latte als vermeintliche Gestanksquelle. Der Geruch wurde seither weniger.
    Die andere Latte sollte wohl die Wanne an der Wandseite halten, was sie aber nicht wirklich tut. Sie scheint an der Wand hängend trocken zu sein. Entfernen kann ich diese Latte, jedoch erst nach dem Entfernen der Wanne. Nass scheint diese Latte aber eher nicht zu sein. Entfernen würde ich Sie jedoch aus der aus Sorge heraus, dass das kesselimprägnierten Fungizid für den Außenbereich vorgesehen ist und geruchlich in Erscheinung tritt.

    Staubsaugen unterhalb der Wanne (wo man rankommt) scheint auch den Geruch verringert zu haben. Aber leider riecht es immer noch. Und zwar von der Seite der Wannenwand, welche auf Kalksandsteinen oder Porenbeton (?) oder ähnlichem steht. Man kommt dort auch schlecht ran.

    Der Beton unterhalb der zwischenzeitlich entfernten Duschtasse - also die Bodenplatte selbst - riecht auch stechend muffig, bbwohl ich dort mehrfach Spiritus raufgegossen habe und ich mit einem Bürstenaufsatz intensiv die Fläche absaugte. Weniger geworden ist der Geruch wohl vor allem in den anderen Zimmern, aber leider ist der stechende Geruch weiterhin vorhanden.


    Meine Fragen:

    1. Wie bekomme ich den Geruch vom Beton weg?
    2. Lohnt es die Wanne auszubauen und die kesseldruckimprägnierte Latte und riechende Bauteile (Kalksandsteine) zu entfernen? Mangels Ersatzfliesen käme ein Neuverfliesen des gesamten Bades in Betracht.
    3. Eine Ozonbehandlung vor allem in den Ritzen wird seitens kalifornischer Lungenärzte wegen des entstehenden Feinstaubs nicht empfohlen. Wäre ein Foggen z.B. mit Wasserstoffperoxid mit Silberionenzusatz sinnvoll? Muss ich den kompletten Hausrat absaugen und hilft das?
    4. Trotz saugens fängt mancher Teppich regelmäßig wieder an zu riechen. Neuen Teppiche zu verlegen wäre sicher nicht das ganz große Problem (die bisherigen sind bereits 20 Jahre alt), aber ich habe Sorge, dass ein neuer Teppich wieder kontaminiert wird. Wann sollte der neue Teppich rein?
    5. Hilft das Öffnen und Aussaugen des Zwischenraums unterhalb der Teppichleisten (nebst Wasserstoffperoxid oder Alkohol-Behandlung)?
    6. Hilft es den Hausrat abzusaugen?
    7. Sollte ich die süßlich riechenden Spanplatten auch entfernen (was dem Abriß des gfesamten Bades gleich käme)? Oder reicht es neue Rigips-Platten vorzusetzen?
    8. Was ist mit den nicht luftdichten Hausecken? Sind diese bei einem schimmelanfälligeren Fertighaus absichtlich undicht um für Luftzirkulation an der Bodenplatte zu sorgen? Oder sollte ich diese schließen?
    9. Sind 70% Luftfeuchte oberhalb der Bodenplatte (mit einer Plastiktüte abgedeckt) normal?
    10. Wie bekomme ich den muffigen Geruch aus einem Einbauschrank mit rauher Holzoberfläche? (Nachträglich habe ich Lüftungslöcher eingebaut. Trotz staubsaugens riecht der Schrank immer noch.) Hilft Essig?
    11. Sollte ich die Kiesfüllung der Abflussrohe abdichten und wenn ja wie am Besten?
    12. Sollte ich wegen des vor einigen Jahren einmal übergelaufenen Waschbeckens Styropor-Proben aus dem Fußboden ausbauen und mikroskopisch auf Schimmelbefall untersuchen?


    Für weitere Tipps und vor allem für das Interesse bedanke ich mich schon jetzt.

    Viele Grüße
    Uwe
     
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  3. #2 Stolzenberg, 21. November 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Deine Fragen beantworte ich zunächst nicht. Es wäre jetzt zwar das erste 1993 errichtete Fertighaus mit TCA-Problemen, aber suche bitte bei Wikipedia mal nach "2,4,6-Trichloranisol".

    Ich bin zunächst einmal ganz ehrlich und sage: "Aus Erfahrung sollten diese Probleme bei Fertighäusern ab Mitte der 80er Jahre nicht mehr vorkommen." Ich denke trotzdem es wäre recht sinnvoll sich zunächst einmal auf Holzschutzmittel zu konzentrieren und eine Holzprobe analysieren zu lassen. Herkunft des Geruches wäre dann nicht ein Schimmelbefall, sondern Phenole, Chlorphenole oder Chlorbenzole. Vielleicht hilft das unter dem Wikipedia-Artikel gelesene weiter...

    Raumluftmessung wäre zwar teurer als eine Holzprobenanalytik, aber sicherlich deutlich zielführender als jetzt auf Deine Fragen zu antworten!

    Wo steckt eigentlich Friedl?!?
     
  4. onyx2014

    onyx2014

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    "Chloranisole bilden sich vor allen in den Materialien, die nur sehr geringe Konzentrationen an Chlorphenolen enthalten, d.h. in Materialien, in die selbst keine Holzschutzmittel eingebracht wurden, an denen sich aber Chlorphenole aus anderen Quellen abgelagert haben." (Quelle: http://www.sachverstaendigenbuero-clemens-stroewer.de/Geruchbeispiele.html)

    Die verbauten Dachlatten waren (sind) mit Sicherheit mit Holzschutzmittel impägniert. Aber es riechen die Spanplatten süßlich an den Stellen, an denen zuvor die Rigips-Platten angeschraubt waren. Wurden vielleicht die Spanplatten im Bad behandelt?

    Eben habe ich noch einmal den Geruchstest gemacht:
    Mit der Nase direkt an der Spanplatte ohne vorgesetzte Rigips-Platte riecht die Spanplatte eindeutig süßlich kräftig.
    Auf Platz 2 in meinem Geruchstest kommt der etwas größere Luftspalt an einem Türrahmen in einem anderen Zimmer. Hier geht der Geruch eher in die kräftige Schimmelrichtung. Obgleich ich mitlerweile die Gerüche Spanplatte und Schimmelgeruch aus der Fußbodenleisten bzw. Türrahmen schwer auseinanderhalten kann. Vielleicht sind sie ja doch identisch.
    Auf Platz 3 (vormals Platz 1) kommt der Bereich unterhalb der Badewanne. Das Entfernen der kesseldruck-imprägnierten Latte, die auf dem Kies lag, bzw. das Absaugen und permanente Lüften scheint geholfen zu haben. Aber eine Latte ist immer noch unter der Wanne. Auch wenn diese trocken zu sein scheint, weil nicht auf Kies lagernd.

    Vielleicht kann ich mittels einem Klebestreifen die Raumluft an dem riechenden Türrahmen eines entfernten Zimmers bezüglich Schimmelpilzen im Vergleich zur Außenluft mikroskopisch analysieren. Das wäre jedenfalls kostenlos. Obgleich ich vermute, den Test mittels Nährmedium in Petrischalen tun zu müssen. Das habe ich aber bisher noch nicht gemacht. Was soll ich bloß tun?

    Ps: Die leicht verschimmelte Stelle an der Wand riecht im Schlafzimmer übrigens überhaupt nicht. Das stützt wohl die These TCA. Also doch die zweite noch verbliebene Dachlatte unter der Wanne raus?
     
  5. #4 Stolzenberg, 22. November 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Ich denke nach einer Raumluftmessung wirst Du wissen nach welchen Verdächtigen Du suchen musst... Alles andere geht in Richtung Komplettsanierung da Du ja nach rein logischem Vorgehen alle Verdachtsflächen beseitigen musst.

    Das süßlich stechende an den Spanplatten ist allerdings sicherlich nicht TCA sondern Formaldehyd. TCA und TeCA sind von Schimmelgeruch nicht wirklich gut zu unterscheiden.

    Zur Dachlatte unter der Wanne und allem anderen "wilden Aktionismus": Kläre erst die Belastungssituation, danach die Herkunft und dann wird sich herausstellen ob Du wirklich etwas machen musst. Chloranisole sind Schadstoffe welche eher sozial unverträglich sind. Sie müffeln halt etwas, sind allerdings gesundheitlich meist nicht relevant!
     
  6. Neutal

    Neutal

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    Das Wort " Ich" fällt in diesem Strang zu häfig. Eine Schimmelbekämpfung in diesem Umfang ist NICHTS für den DIY Mann, sondern gehört von Fachleuten ausgeführt. Diese arbeiten nicht nur Zielführender, sondern auch mit den geeigneten Mittelchen und machen Laborproben und eine Freimessung. Vor allem aber wird versucht die Ursache abzustellen. Ohne die Ursachenbekämpfung ist hier alles wertlos
     
  7. #6 Stolzenberg, 23. November 2014
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    Stolzenberg Gast

    So weit ich das verstanden habe sucht TE den Schimmel ja noch...
     
  8. Neutal

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    Bei der derzeitigen herangehensweise ist das Haus bald völlig zerlegt bevor die Ursache wirklich gefunden ist. Nochmal: Holen sie sich einen Fachmann und lassen per Blower Door auf leckagen der Gebäudehülle prrüfen. Nicht jeder Artfremde Geruch ist auf Schimmel zurückzuführen. Ein Schimmelexperte kann aufgrund seiner Erfahrungen Zielorientiert arbeiten und wird die Befallsherde sicherlich schneller finden und kann die geeigneten bekämpfungsmaßnahmen durchführen. Internetweisheiten können in die Sackgasse führen
     
  9. onyx2014

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    Ja. Und wenn ich in der Sackgasse bin, dann hole ich mir einen Experten nach Hause. Bisher versuche ich es (noch) selbst, weil sich ja erst einmal eine Verbesserung der Situation eingestellt hat (Entfernen einer Latte unterhalb der Wanne, Aussaugen,...) Und vielleicht schaffe ich es ja noch auch zusammen mit Bauexperten aus diesem Forum. Sollte dies nicht klappen und die Sitation verbessert sich nicht weiter, ist externe Hilfe mein nächster Schritt.

    Im Moment bin ich in der Tat auf der Suche nach weiteren Herden bzw. Baumängeln.

    Im Bad macht sich nur noch der süßliche Geruch der Spanplatte breit. Im angrenzenden Zimmer riecht es jedoch aus der Fußbodenleiste im Einbauschrank. Der Geruch ist schwer oder garnnicht beschreibbar und auch kaum zu riechen. Eher wie so ein Halskratzen. Erst der Teppich an der Fußbodenleiste (aber nur im Schrank) riecht muffig. Dieser Geruch ist aber seit dem Entfernen der Fußbodenleiste rückläufig. Aber der Geruch auf dem Teppich der Fußbodenleiste im Einbauschrank kommt auch nach dem Saugen wieder. Interessanterweise liegt auf der anderen Seite der Wand die Dusche im Bad (die Dusche war undicht). Mittels Endoskopkamera bin ich die Ritze durchgefahren und dort sieht alles erst einmal gut aus.

    Im Schrank lagen an der Fußbodenleiste ein Stück Pappe und ein Stück Stoff (Leinen oder Baumwolle). Der Stoff riecht garnicht (also wohl kein TCA) aber die Pappe schimmlig/muffig. Dieser Schimmelgeruch verfliegt aber leicht wieder an der frischen Luft.
    Also auf dieses Zimmer konzentriere ich mich gerade.

    Zwei Möglichkeiten sehe ich Moment (Ich bitte um Hinweis falls ich mich irren sollte!):
    Entweder befinden sich noch restliche Sporen unterhalb der Leiste, die nach und nach verschwinden oder es ist noch eine unentdeckte Quelle:
    Bei der Endoskopie habe ich entdeckt, dass 2 Lagen Styropor direkt auf der Betonplatte ohne Folie liegen. Weder zwischen den Styropor-Schichten noch oberhalb ist eine Folie zu sehen. Eine Styropor-Probe konnte ich noch nicht entnehmen und mikroskopisch untersuchen, weil ich da nicht zerstörungsfrei ans Styropor rankomme.

    Den Dämmstreifen unter der Fußbodenleiste habe ich erst einmal entfernt und schaue mal wie sich das Ganze geruchsmäßig entwickelt.

    Habt Ihr noch Anregungen zur Vorgehensweise?

    Weiterhin will ich mal mit der Endoskopkamera zwischen Verklinkerung und Dämmwolle in der Außenwand langfahren. Vielleicht ist da ja noch irgendwas. Viele Ritzen gibt es ja unterhalb des Fußbodens. Vielleicht hat sich ja feuchte warme Luft in dem Zwischenraum Pilze wachsen lassen.

    Ach ja: Der Blower Door Test: In meinem Haus gibt es viele Ritzen. Vor allem im Fußbodenbereich. Deshalb fragte ich ja in meinem ersten Beitrag, ob das normal ist, oder ob ich die Ritzen schließen sollte. Mein Haus ist "ritzenhaft" halt aus den 90'ern des letzen Jahrhunderts (Fenster, Türen).

    Danke für Eurere weiteren Anregungen.
     
  10. onyx2014

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    Hilfe!

    Da habe ich etwas gefunden und brauche mal die Meinung der hier vertretenen Bauexperten, ob das die Ursache sein kann.

    Bisher suche ich eine Schimmelquelle im Haus nach Nase. Nach einem minimalen Wasserschaden durch eine defekte Abdichtung zwischen Dusche und Wand scheint in der Nähe ein Geruchsherd zu sein. Im nun freigelegten Duschbereich nahm der Geruch ab, aber am angrenzenden Zimmer richt es nach wie vor im Einbauschrank.

    Nachdem ich in diversen Ritzen eine Endoskopkamera schob, fand ich das hier:

    Unterhalb der Wand im benannten Bereich befindet sich zwischen Bodenplatte und schwarzer Unterlegbahn ein Brett (siehe Foto). Sonst wurden Unebenheiten beim Wandaufstellen mit Beton ausgeglichen. Und Holz liegt sonst grundsätzlich mit einer Folie abgesperrt auf der Bodenplatte.

    Ich vermute, dass das Brett vor sich hin modert. Die Feuchtigkeit an der Dusche wird ihr solches Beigetragen haben. Was meint Ihr? Kann das die Ursache sein?

    Bevor ich jetzt ganze Wände und Fußböden verlege um an das Brett heranzukommen, frage ich hier lieber mal.
     
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  12. onyx2014

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    Das Brett zwischen Bodenplatte und schwarzer Unterspannbahn

    brett.jpg
     
  13. onyx2014

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    Zwischenzeitlich habe weitere "Brettchen" der obigen Art unter weiteren Wänden finden können, die ähnlich aussehen. Ob die dahingehören oder einfach nur vergessen wurden weiß ich nicht.

    Aber:

    In dem am Bad anliegenden Zimmer, von dem der Schimmelgeruch ausgeht, habe ich ein Foto gemacht. Es ist die Stelle der Wand, an dem im anliegenden Bad die Dusche mit der Undichtheit war. Zu sehen ist Styropor der Fußbodendämmung, welches auf einer schwarzen Sperrschicht liegt. Auf der Badseite habe ich Feuchtigkeit bei einem Balken nachweisen können, der ebenfalls auf der selben Sperrschicht aufliegt. Ich nehme an, das so das Styropor nass geworden sein kann.

    styropor3.jpg

    Zu sehen ist ein dunkler Rand, den ich als Wasserrand zuordne. Die grüne Schrift ist mit einer weißen Schicht überzogen. Ist das Schimmel?

    Ich tendiere dazu das Styropor mit dem vermeintlichen Wasserrand und der weißen Schicht zu entfernen und den Fußboden zu öffnen.

    Was meint Ihr? Sieht so einwandfreien Styropor aus?

    Viele Grüße
    Uwe
     
Thema:

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