VOB: Dämmung zwischen Betondecke und Außenputz Pflicht?

Diskutiere VOB: Dämmung zwischen Betondecke und Außenputz Pflicht? im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, leider finde ich nirgendwo Richtlinien, Vorschriften oder Erfahrungen zu meinem Problem, darum veruche ich es hier. Mein Problem:...

  1. DaDone

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    Hallo,

    leider finde ich nirgendwo Richtlinien, Vorschriften oder Erfahrungen zu meinem Problem, darum veruche ich es hier.

    Mein Problem:
    Wir haben mit einem Bauunternehmer neu gebaut und ein Angebot (sowie später eine Rechnung) jeweils nach VOB/B erhalten. Das Angebot haben wir mündlich angenommen (kein Bauvertrag).

    Die Betondecke wurde (wie im Angebot beschrieben) ausgeführt. Es wurde eine 11,5er Steinreihe mit normalen Ziegeln als Kranz gemauert und dann auf die Filigrandeckenelemente Eisen gebunden und Beton gegossen. Jedoch wurde die für 100EUR angebotene (und aus meiner Sicht dringend erforderliche) Dämmung (2+3 cm) zwischen Betondecke und Ziegelsteinkranz weggelassen. Wir haben das aber leider erst Monate nach Bezahlung der Rechnung festgestellt. In der Rechnung steht, dass die entsprechende Position entfällt, es wurde also zumindest korrekt abgerechnet.

    Bevor ich nun auf den Unternehmer zugehe möchte ich eine kurze Einschätzung, was mich erwartet:

    1. Wie ist die rechtliche Lage?
    2. Welche Möglichkeiten (und damit Kosten) ergeben sich für mich, um den Schaden zu beheben? Das restliche Mauerwerk ist ein poröser Ziegel ohne Füllung mit einem Wärmeleitwert von 0,09 W/mK und einer Dicke von 36,5 cm, Innenputz: ca. 2 cm Kalk-Putz, Außen noch nicht verputzt.

    Aus meiner Sicht dürfte es zu einem signifikanten Heizkostenanstieg kommen (ca 30 bis 100 EUR/Jahr) und Schimmel an den Decken ist wohl langfristig vorprogrammiert.
     
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  3. saarplaner

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    und was hat das ganze nun mit VOB zu tun?

    Ihr müsstet doch wissen was geplant wurde, oder? :e_smiley_brille02:

    Was steht denn dazu in der Werkplanung?
     
  4. #3 Carden. Mark, 5. September 2011
    Carden. Mark

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    Mit der VOB hat das insofern etwas zu tun, dass der BU sich verpflichtet nach den aRdT zu bauen :)
    Sonst ist die Frage berechtigt.
    Wie Du die Rechnung hinsichtlich der 30 bis 100 Euro / anno aufgemacht hast weiß ich zwar nicht, sehe die Probleme aber eher im Bereich von Rissen und Tauwasserausfall.
    Irgendwie sehe ich schon das wechseln der Deckenabmauerung gegen Dämmung oder ein komplettes WDVS vor meinem geistigen Auge.
     
  5. DaDone

    DaDone

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    Vielen Dank schon mal für die Antworten.

    @saarplaner:VOB deshalb, weil ich dachte, dass sich der Bauunternehmer an bestimmte Vorgaben halten müsse. Einerseite, was den (hier mündlichen) Vertrag an sich angeht und andererseits, was den Stand der Technik angeht, da hier meiner Ansicht nach ein eindeutiger Baumangel vorliegt.

    Der Werkplan sagt hierzu leider nichts aus, da wir insbesondere bei den Isolierungsthemen keine Ausarbeitung gemacht haben (was wohl ein Fehler war, aber das kann man jetzt nicht mehr ändern). An allen anderen Stellen wurde dagegen ordendlich gearbeitet und es gibt nichts wesentliches zu beanstanden.


    @Mark Carden:
    Zu meiner Rechungung mit den 30-100 EUR/Jahr: Ich habe die Wärmeübergangswerte und Anordnung der Materialien zugrunde gelegt und selber mal gerechnet (inkl. Energiepreissteigerung). Als Grundlage habe ich die Daten aus dem Energieausweise vom Energieberater herangezogen. Einerseits war ich selbst erstaunt, wie viel Wärme über die Betondecke abgeführt werden kann, andererseit scheint es mir auch ganz logisch, da hier auch die Fußbodenheizung liegt und Beton halt sehr gut Wärme leitet. Dazu ist die betroffene Fläche auch nicht gerade klein.
    Allerdings ist auch meine vorrangige Befürchtung, dass es Schäden durch Tauwasser geben könnte.

    Als Lösung habe ich auch schon an die beiden Möglichkeiten gedacht:

    Vollwärmeschutz: Sehr teuer, neue Fensterbleche nötig, weniger Platz auf dem Balkon, Lichtschächte passen dann auch nicht mehr, unschöne tiefe Fensterlaibungen, nach Bebauungsplan nicht mehr erlaubte Größe des Grundrisses, ...), Außerden hatte ich zunächst an 5-6 cm WDVS gedacht, das dürfte aber wieder zu Problemen führen, wenn dann braucht man wohl mindestens 10 cm, um den Taupunkt in der Isolierung zu haben. Genau berechnen habe ich das aber noch nicht lassen.

    Wechseln der Deckenabmauerung:
    Mit herausschlagen der Abmauerung und dann einfügen einer Isolierung (entweder außen oder innen mit wieder Anmauern von 5er-Ytong-Steinen oder anderen druckfesten Steinen) wäre noch eine Lösung, aber ist von der Statik her machbar? Und gibt es dann evtl. Risse im Putz (innen oder später auch außen)?

    Die zweiete Variante erscheint mir günstiger, aber auch riskanter. In diesem Fall müsste ich dann wohl meinen Statiker fragen, was der davon hält. Schließlich liegt einen Meter weiter oben das Dach auf.
     
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