Vollsparrendämmung mit diffusionsdichtem Unterdach?

Diskutiere Vollsparrendämmung mit diffusionsdichtem Unterdach? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich versuchs nochmal aber mit gezielter Fragestellung :) Also wir haben Hartfaserplatten die nach Sichtung durch einen...

  1. Miru

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    Hallo zusammen,

    ich versuchs nochmal aber mit gezielter Fragestellung :)

    Also wir haben Hartfaserplatten die nach Sichtung durch einen Zimmermannsmeister als diffussionsdicht eingestuft wurden.

    Dieser meinte nun das man trotzdem eine Vollsparendämmung machen könne, wenn ma z.B. die Klimamebran Folie von Isover nehmen würde.

    Diese Folie soll wohl im Winter keine Feuchtigkeit in die Dämmung lassen und im Sommer evtl vorhandene Feuchtigkeit in der Dämmung in den Raum (mit duffusionsoffenen Aufbau, Gipskarton soll offen sein) abgeben.

    Ich bei Isover angerufen, die haben das bestätigt.

    Gibt es Erfahrungen mit einem solchen Aufbau?

    Danke
    Michael
     
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  3. #2 gunther1948, 19. Mai 2009
    gunther1948

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    hallo
    woher soll den die folie wissen wann sommer oder winter ist wenn sie auf der raumseite liegt, temperatur ist dort in etwa gleich.
    duck und weg

    gruss aus de pfalz
     
  4. Miru

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  5. mc3d

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    Das ganze sollte geplant werden! Der Sd-Wert von der Isover Folie sagt doch alles aus, oder? Der Werbung traue ich nicht, das wäre ein Perpetum Mobile ansonsten. Alternative z.B. Dörken Delta Reflex o.ä.
     
  6. Miru

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    So nun ist die Verwirrung perfekt.
    Nach Anruf bei Dörken meinte der doch kompetent wirkende Mitarbeiter das Hartfaserplatten nicht komplett diffusionsdicht sind! Er meinte "naja, ganz dicht sind die nicht da geht ja noch was."

    Auch dieser Herr sagte das mit der emfohlenen Delta Reflex dieser Aufbau möglich wäre beim einem Diffusionswert >100 nach Innen. Ein rechnerischer Nachweis müsste nicht erfolgen.

    Hilfe?!
     
  7. R.J.

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    Ist in diesem Fall wirklich keine Alternative. Abgesehen von den Notwendigkeiten die sowas evtl. nach sich zieht (chem. Holzschutz...) Was ist bei ungeplanten Feuchteintrag, wohin soll das abtrocknen? Allseitig Dichte Konstruktion sind nur in Ausnahmefällen notwendig.

    http://www.hoki.ibp.fhg.de/ibp/publikationen/fachzeitschriften/bedeutg_v_klimabedingungen.pdf
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 19. Mai 2009
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    Wenn jetzt schon die Zimmerer Blödsinn reden, na dann
    Gute Nacht


    Die Rückentfeuchtung im Sommer in den Raum ist ein Notnagel, kein alleinig funzendes System.

    Ich hab ein Gutachten in den Akten über einen vollgedämmten Sparrenquerschnitt mit ohne Diffusion nach aussen.
    Schöne braune Lauspuren hatte es am Drempel. :bounce:
     
  9. Miru

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  10. #9 Anfauglir, 19. Mai 2009
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    Hallo Miru, aber bitte nicht nur die Streusel vom Kuchen runternaschen...
     
  11. Miru

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    Hallo,
    erkläre mal bitte Deine Aussage.
    Versteh ich nicht.:)

    Michael
     
  12. #11 Anfauglir, 19. Mai 2009
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    In dem Artikel geht es um ein Dachmodell, welches berechnet wurde. Daraus wurden verallgemeinernte Rückschlüsse gezogen.

    Deutlich wir z.B., dass in vielen Fällen eine herkömmliche Dampfbremse (mit sd=2m, was als günstigster Wert ermittelt wurde) zu einer Anreicherung von Feuchtigkeit in der Konstruktion führt.
    Die feuchteadaptive Dampfbremse schneidet zwar recht gut ab, es wurden jedoch nicht alle in der Praxis möglichen Fälle untersucht, z.B:

    Verschattung der Dachfläche, Schnee auf flacheren Dächern, Abweichungen im Dachaufbau (Konterlattenstärke etc)

    Der Autor gibt auch keinesfalls grünes Licht für die feuchteadaptive DB in allen Fällen, sondern nur bei Einhaltung gewisser günstiger Umstände ("Unbedenklich erscheinen diese Konstruktionen dann,wenn zwei von drei dieser Faktoren als günstig einzustufen sind.").

    Vor Allem wird bei der Berechnung natürlich von einer absolut fehlerfreien Ausführung ausgegangen, für die Praxis einfach mal im entsprechenden Unterforum lesen.

    Mein Fazit:

    Der Text ist interessant, unterstützt dein Vorhaben im Ansatz, ich würde mich jedoch wenigstens mal informieren, was so eine Berechnung mit einem "modernen, instationären Berechnungsverfahren" mit deinen konkreten Parametern kostet.

    Ich habe mich auch noch nicht damit beschäftigt, ob und wie und vor allem wie lange diese feuchteadaptiven DB ihren Dienst versehen.

    PS: Im Artikel ist das Dach nach aussen ziemlich dicht (sd=1000m). Das ist ja bei dir evtl. besser.
     
  13. Miru

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    Hallo Anfauglir,

    danke für deine Erläuterung.


    Wer macht denn so eine verdammeldeite Berechnung?
    Ich habe langsam das Gefühl ich wohn auf dem Mond.

    Ich will es zwar selber machen, aber doch vernünftig!

    Danke
    Michael
     
  14. #13 Anfauglir, 19. Mai 2009
    Anfauglir

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    Ich habe leider keine Ahnung wer sowas rechnet und ob´s das zu für den Normalverbraucher erschwinglichen Preisen gibt.

    Aber ich könnte mir vorstellen, dass sich da noch ein Herr aus Erfurt zu Wort meldet.:winken
     
  15. mc3d

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    .
    Das berechnet z.B. ein Energieberater, Architekt, Bau Ing....

    Mit den "Wundertüten" im Folienbereich würde ich nicht arbeiten wollen, lieber klare Vorgaben zum Sd-Wert und geeignetes Produkt einsetzen.
     
  16. Miru

    Miru

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    Ich habe 3 Energieberater kontaktiert.
    Alles :Baumurks einer von denen wollte mich sogar zur Verbraucherzentrale zur Energieeinsparberatung schicken :wow

    Also hier der Aufruf, helf mir doch einer, es soll auch nicht umsonst sein.
    Vielleicht drücke ich mich auch mißverständlich aus, was brauch ich konkret?

    Danke Michael
     
  17. R.J.

    R.J.

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    Berechnen ist schön und gut.
    Nur wenn die Hartfaserplatte sprechen könnte hätte sie es bestimmt getan und verraten welche Werte man hierfür ansetzen sollte!

    @mc3d
    Dein klarer innerer sd-Wert bedingt auch einen klaren äußeren. Das ist hier wohl nicht gegeben. Die von dir vorgeschlagene DIN-seelige Wundertüte vollbringt auch keine Wunder.

    Es gibt Anwendungfälle da funktioniert eine feuchtevariable Dampfbremse gut und es gibt auch Bereiche wo ein sehr hoher sd Wert vorzuziehen ist. Das eine oder andere als Wunderheilmittel zu propagieren ist kurzsichtig.
    Feuchteadaptive DB gibt es schön lange, eine DB hatte diese sogar Eigenschaften ohne es zu wissen.
    Ich sehe eigentlich nicht das diese nicht genug "erprobt" sind.
     
  18. KPS.EF

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  19. mc3d

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    Hallo R.J.,

    bitte nochmal meinen Beitrag lesen. Ich habe keine Folie empfohlen, die vorgibt entscheiden zu können ob sie Wasserdampf durchläßt oder nicht.

    Daher auch mein Hinweis im anderen Beitrag das der Aufbau geplant werden muss. Ohne vernünftige Vorgaben wird das nix.
     
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  21. Miru

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    Und wieder eine Meinung zu der ich gerne Eure hören würde :)

    Die 16-Sparren sollen unangetastet bleiben folgender Aufbau
    von außen nach innen:

    - Pfannen
    - Lattung
    - Hartfaserplatte (mal diffusinsdicht, aber denn doch nicht sooo ganz)
    - 140mm Hanf
    - Dampfbremse Intello von Hock
    - 30mm Untersparrendämmung
    - Lattung
    - Gipskarton

    Die Sache mit dem Hanf gefällt mir eigentlich gar nicht so schlecht. Wenn die Versprechnungen denn stimmen. Von wegen besserer Wärmeschutz und besser Luftqualität.

    Aber insgesamt 170 mm Dämmung, ist das zeitgemäß?
    Langfristig (10 Jahre aufwärts) wird sicher unser Dach von außen mal gemacht werden müssen, dann könnte man ja noch von Außen aufbauen, so die Meinung des Beraters.

    Würde sich der Mehraufwand beim Auffdoppeln für einige cm Dämmstoffstärke rechnen?

    DANKE
    Michael
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 20. Mai 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Luftqualität IN der Dämmung? Also, mir wär die Luftqualität in der Dämmung ziemlich wurscht :D
    Wenn es um Raumluft geht -> planmässig windUNdichte Konstruktion, oder wie? :mega_lol: :mega_lol:

    Meinen :respekt dem Werbetexter. :biggthumpup:
     
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Vollsparrendämmung mit diffusionsdichtem Unterdach?

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