Vom Rohbaumaß zur lichten Raumhöhe

Diskutiere Vom Rohbaumaß zur lichten Raumhöhe im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Forum, dieses Thema wurde in einigen Beiträgen teilweise angesprochen, jedoch hat mir das noch nicht die endgültige Erleuchtung gebracht,...

  1. Amibobo

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    Hallo Forum,

    dieses Thema wurde in einigen Beiträgen teilweise angesprochen, jedoch hat mir das noch nicht die endgültige Erleuchtung gebracht, daher die Frage nochmal mit meinen Worten:


    Wie rechnet man richtig vom Rohbaumaß zur lichten Raumhöhe?


    Rohbaumaß:
    ==========
    Das Baurichtmaß sind 12,5 cm = 1/2 Steinschicht, somit ist 1 Steinschicht im Rohbau 25,0 cm.

    Dementsprechend ist das Rohbaumaß
    - für eine aktuelle "Standard"-Wohnraumhöhe 10,5 Schichten = 262,5 cm
    - für eine aktuelle Keller-Raumhöhe 10,0 Schichten = 250,0 cm


    Lichte Raumhöhe:
    ================
    Die lichte Raumhöhe = Rohbaumaß - Decke - Boden

    Decke:
    ======
    Die Decke = Rohdecke + Deckenputz + Deckenverschalung (z.B. Holzdecke)

    Nachdem was ich bis jetzt gelesen habe kann man in etwa ansetzen:
    Rohdecke = 20,0 cm (Betondecke)
    Deckenputz = 1,5 cm
    Deckenverschalung = 3,0 cm
    D.h.
    - in Wohnräumen benötigt man für die Decke 21,5 bis 24,5 cm
    - in Kellerräumen wird die Decke meist unbearbeitet gelassen (20 cm).

    Was aber, wenn eine zentrale Belüftungsanlage im Haus eingebaut wird?
    Die nötigen Rohre werden im Neubau in der Decke verlegt, was Sinn macht. Nachdem was ich bis jetzt gelesen habe sind Wickelfalzrohre die sauberste Lösung, haben aber einen Durchmesser von 16,0 cm.

    1. Wird dann, um die Stabilität zu gewährleisten, die Rohdecke entsprechend dicker: statt 20,0 cm dann 36,0 cm?


    Boden:
    ======
    Beim Boden kommt es darauf an, ob mit oder ohne Fußbodenheizung:

    * Boden ohne Fußbodenheizung:
    Boden = Estrich + Trittschalldämmung + Bodenbelag

    Nachdem was ich bis jetzt gelesen habe kann man in etwa ansetzen:
    Estrich: 5,5 cm
    Trittschalldämmung = 2,5 cm
    Bodenbelag = 3,0 cm
    D.h.
    - in Wohnräumen hat der Boden 11,0 cm
    - in Kellerräumen braucht man keine Trittschalldämmung, d.h. es bleiben 8,5 cm

    * Boden mit Fußbodenheizung:
    Zum Boden ohne Fußbodenheizung kommt die Dämmschicht mit den Rohren für die Fußbodenheizung = +6,0 cm
    D.h.
    - in Wohnräumen hat der Boden 17,0 cm
    - in Kellerräumen braucht man keine Trittschalldämmung, d.h. es bleiben 14,5 cm


    Die Lichte Raumhöhe wäre dann
    =====================
    * ohne Fußbodenheizung und ohne zentrale Belüftungsanlage:
    Rohbauhöhe (Wohnraum) = 262,5 cm
    - Decke = 24,5 cm
    - Boden = 11,0 cm
    = Lichte Raumhöhe = 227,0 cm

    * mit Fußbodenheizung und mit zentraler Belüftungsanlage:
    Rohbauhöhe (Wohnraum) = 262,5 cm
    - Decke = 24,5 + 16,0 cm
    - Boden = 11,0 + 6,0 cm
    = Lichte Raumhöhe = 205,0 cm


    Ich bin nicht sicher, ob das so stimmt ...

    2. Wo habe ich einen Denkfehler oder stimmt das am Ende sogar?
    (Falls es simmen würde müsste ich die Rohbauhöhe auf 302,5 cm erhöhen um eine lichte Raumhöhe von ca. 250cm zu erreichen)


    Danke und Gruß
     
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  3. H.PF

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    Vergiss die Decken, Rohbauhöhe ist das Steinmaß zwischen Deckenoberkante = Rohboden und Deckenunterkante.

    Da musst du die Betondeckendicke nicht mit einrechnen. Die kommt extra, weiß man ja nicht vorher und die hält sich nicht immer an das Achtelmeter.

    Estrich kommste besser mit 125 mm hin beim Heizen. Keller braucht aber auch Trittschalldämmung, sonst scheppert das im ganzen Hause...
     
  4. Anda2012

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    Lüftung: Die Wickelfalzrohre laufen nicht IN der Decke, das sind Kunststoffrohre d=ca. 70mm. Wickelfalzrohre verbinden die Etagen.
    Ansonsten unterschreibe bei H.PF.
     
  5. Amibobo

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    Danke für die schnellen Antworten.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist dann

    Decke = Deckenputz + Deckenverschalung
    somit ca. 1,5 + 3,0 cm = 4,5 cm

    Boden ohne Fußbodenheizung = Estrich + Trittschalldämmung + Bodenbelag
    somit für alle Räume ca. 12,5 + 2,5 + 3,0 = 18,0 cm

    Boden mit Fußbodenheizung dann weitere +6,0 cm

    Kommen für die Kunststoffrohre des Belüftungssystems dann weitere +7,0cm zum Boden hinzu?
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Nein, Bodenaufbau MIT FBH = 12,5 cm. Plus dann Zusatzdämmung.

    Aber nur Trittschall/FBH/Estrich = 125 mm. Kommst du normal mit hin.

    Dazu noch Bodenbelagdicke
     
  7. H.PF

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    Lüftungsrohre kommen extra noch dazu.
     
  8. Amibobo

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    Danke!
     
  9. #8 Gast036816, 2. Januar 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn die decke vollflächig verkleidet wird, muss sie nicht unbedingt verputzt werden.

    ich habe den verdacht, dass hier jemand vor sketchup sitzt und einen schnitt versucht - korrekt?
     
  10. Amibobo

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    Nein, nicht sketchup, eher Arcon. Aber beim Grundriß bin ich noch gar nicht, sondern beim kalkulieren:
    Welche Raumhöhe bleibt, wenn im Neubau die Rohre für eine Belüftungsanlage integriert werden?
    (Darum die Frage nach dem Aufbau von Decke und Boden)
    Muss man evtl. dann die Rohbauhöhe erhöhen? Falls ja, was sind das für Mehrkosten.
    Am Ende steht die Frage: Kann ich mir Kfw70 + Belüftungsanlage leisten?
     
  11. Kalle88

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    Wie kann man kalkulieren ohne Fachwissen? Vorallem welchen Sinn will man damit erzielen?

    Ich stelle mal eine Steile These: Anstatt hier das wilde Rechnen zu beginnen, was in meinen Augen verschwendete Zeit ist, sollte man sich überlegen welchen Betrag man entbehren kann um Leute zu beschäftign die sich damit auskennen?
     
  12. Amibobo

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    Ich würde dafür auch durchaus einen angemessenen Betrag bezahlen, wenn ich sicher sein kann, dass ich seriöse Antworten erhalte.
    Leider gibt es in allen Branchen schwarze Schafe, weshalb die seriösen unter Generalverdacht stehen.
    Mein Lösungsansatz ist, sich mit der selbst Materie zu beschäftigen um anschließend halbwegs abschätzen zu können, ob der Fachmann/die Fachfrau mir die Geschichte vom toten Pferd erzählt oder ich in guten Händen bin.

    Für einfachere Lösungsvorschläge (Wie unterscheide ich die Guten von den Schlechten) bin ich dankbar.
     
  13. Kalle88

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    Beschäftigen ist ja ok, aber Kalkulieren? Das ist Haus gemachter Blödsinn der nicht funktioniert. Das würde vorraussetzen, dass Sie Handwerker und Architekt in einem seien müssten. Selbst mit einer sehr großen Bibliothek ist das nicht zu leisten. Mit Grundlegenden Themen befassen ist sinnvoll um es auch irgendwo zu verstehen.

    Den Rest sollte man einem Planer überlassen. Außer man möchte das Kataloghaus kaufen.
     
  14. Amibobo

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    Nein, ein Kataloghaus solls nicht werden, auch wenn sicher nicht das Rad neu erfunden wird, sonder nur angepasst.

    Es spart dem Planer aber sicher Zeit und mir Geld, wenn ich gleich mit einigermaßen realistischen Vorstellungen komme und es nicht erst x Entwürfe nötig sind, bis die Vorstellungen und das Budget zusammen passen.
     
  15. Kalle88

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    Nein tut es nicht. Dazu können dir die Architekten aber sicherlich mehr sagen. Du verschwendest nur deine Zeit, wenn du in die "Planung" eingreifen willst.
     
  16. Amibobo

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    Bleibt das Grundproblem die Guten von den Schlechten unterscheiden zu können.
    Da dies ein werbefreies Forum ist, vielleicht kann mir jemand per PN Tips oder gar Namen zukommen lassen ...
     
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  18. Kalle88

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    Schau dir die Architektenkammer für deinen Bereich an. Such dir ein paar raus, schmeiß Google an und schau was da alles so rauskommt. Evtl. noch Befragung im Familien/Bekanntenkreis. Frag bei Architekten nach Referenzobjekten an, auch solche wo du mal rum fahren kannst und mit den BH sprechen kannst. Wer zuverlässig arbeitet hat keine Angst vor Kritik und muss irgendetwas verschweigen.
     
  19. Seev

    Seev

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    kleine BH-Erfahrung dazu

    Ich denke es ist gut, wenn man sich als BH mit der Realisierbarkeit der gewünschten Geschosshöhen beschäftigt. Aber ich würde die Umsetzung derselben niemals dem Planer vorgeben, sondern nach eigener Beschäftigung versuchen, realistische Anforderungen an den Fertigzustand zu stellen, um dann später ggf. nach den Details der Umsetzung zu fragen. Wenns brennt kannst Du dann ja auch im Forum Hilfe von guten Architekten und HW bekommen.

    Ich habe bei der Frage nach den "Maurermaßen" sehr verschiedene Antworten erhalten. Mein Architekt meinte damals, dass sie einzuhalten seien, der Architekt und der Maurer aber ihre "Tricks" hätten, sie trotz auch "passend zu machen", durch Kimmsteinlagen am Fuß etc., was mir in meinem Fall z.B. wärmedämmtechnisch nicht gefallen hat. Darauf habe ich eine genauere Rückfrage gestellt und siehe da, es ging dann auch ohne. Der Polier meinte aber, er hätte keine Schmerzen, bei entsprechenden Sollmaßen auch alle Steine zuzuschneiden, was mein Architekt damals verneinte. Mein Soll-Rohmaß war dann 278cm, auf Höhe zugeschnitten wurde von meinem T8 gar nichts.

    Lüftungsschläuche / Flexrohre D=75 haben wir auch eingelegt. Als die Anforderung KWL klar war hat der Statiker die Deckendicke von 20 auf 22cm erhöht, der FB-Aufbau wurde dann von 15 auf 13cm reduziert, es hat sich an der Gebäudehöhe also nichts verändert. Wesentlich dabei ist, die obere Bewehrung vom Statiker so auslegen zu lassen, dass man die Schläuche auch bequem einlegen kann. M.W. war die bei 90mm auf der Filigrandecke.
     
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