Vorlauf 28 °C versus 35 °C - Traum und Wirklichkeit.

Diskutiere Vorlauf 28 °C versus 35 °C - Traum und Wirklichkeit. im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Bauexpertengemeinde, da dies mein erster Beitrag ist möchte ich meiner Frage eine kurze Einführung voran stellen. In Sachen...

  1. baujoe

    baujoe

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    Hallo liebe Bauexpertengemeinde,

    da dies mein erster Beitrag ist möchte ich meiner Frage eine kurze Einführung voran stellen.

    In Sachen Bauen bin ich nicht "vom Fach", aber sehr interessiert an den (technischen) Zusammenhängen, und lese hier auch schon eine ganze Weile still und heimlich mit.
    Ich baue derzeit mit einem Bauträger ein EFH in Hessen (werde unseren Bau auch gerne näher vorstellen, sofern gewünscht).
    Der Rohbau ist fertig gestellt, und nun geht es u.a. an die Heizung.

    Vertraglich haben wir eine FBH mit L/W-Wärmepumpe fixiert.
    Desweiteren wurde explizit eine "Vorlauftemperatur von 28 °C vorbehaltlich Berechnung und gesetzl. Vorschriften" in den Vertrag aufgenommen.

    Unser Bauleiter teilte mit unlängst mit, diese VL-Temperatur wäre nicht möglich, aber 35 °C würden funktionieren.

    Die ensprechende Berechnungen, die diesem Ergebnis zugrunde liegen, habe ich angefordert (liegen mir derzeit noch nicht vor, reiche aber umgehend Zahlen und Fakten nach),
    weil mich angenommene Parameter wie Verlegeabstand, Rohrdurchmesser, Spreizung etc. interessieren, bzw. inwieweit da noch Optimierungsmöglichkeiten
    bestehen.

    Meine Frage(n):
    Wer kann mir eine kurze Einschätzung geben, ob die 35 °C das Ende der Fahnenstange sind, bzw. welches Potential die VL-Temperatur noch nach unten hat
    (mir ist schon klar, dass der Bauträger mit möglichst wenig Materialaufwand und Lohnkosten operieren will. Der Wirkungsgrad unserer WP/laufende Kosten im Betrieb "juckt" den sicher nicht)?

    Sind Temperaturen <35 °C illusorisch?

    Welche Eckdaten werden hierzu benötigt?

    Ich werde Euch/Sie sobald möglich mit Zahlen/Fakten versorgen und danke im Voraus, bzw. freue mich über hillfreiche und auch kritische Kommentare.
     
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  3. #2 wasweissich, 8. November 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    sicher , dass es ein baurtäger ist ? oder doch GÜ ?
     
  4. Kater432

    Kater432

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    eckdaten wären die heizlastberechnung. also die raumheizlasten. damit und mit den größen der zinner lässt sich sicherlich grob schauen. die dämmung des haues lässt sicherlich auch einen guten schluss zu.
     
  5. jodler2014

    jodler2014

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    Nebensächlich !
     
  6. jodler2014

    jodler2014

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    Vertraglich vereinbart waren 28 ° und der BL sagt geht nicht !

    Fragen an den BL und den" Energie- Effizienz -Fachmann " des Häuslebauer : Warum funktioniert das nicht ?

    Was steht denn in der" vorläufigen Energiebedarfsberechnung " unter dem Punkt : Innentemperatur ?

    Verwirrt ?

    Der Rest erklärt sich von selbst !

    Schönes WE
     
  7. Taipan

    Taipan

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    Irrtum

    Vereinbart war: Wenn möglich. Bauleiter sagt: Geht nicht.

    Genau.
     
  8. jodler2014

    jodler2014

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    Jein !
    Lt. Vertrag "vorbehaltlich ":sleeping:eek:
     
  9. jodler2014

    jodler2014

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    Taipan ;

    Jacke wie Hose ..BT GU GÜ x..y..z
     
  10. jodler2014

    jodler2014

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    Aber bis hierhin leider ungenau .
    Und ohne Grundlagen ist eine Beurteilung gar nicht möglich ..
     
  11. JResniz

    JResniz Gast

    Rechne doch fix ein paar Räume selbst (näherungsweise)... nimm Räume mit wenig Fläche für die FBH (Bäder) oder mit viel Außenwand, Fenster und schlecht leitendem Bodenbelag (Wohnbereich). Über Verlegeabstand kann man durchaus noch etwas nachregulieren aber irgendwann ist dann auch Schluss. Denk dran... es ist die Auslegetemperatur nicht das, was du 95% der Zeit fahren wirst.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 9. November 2015
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Interessant ist die Frage, welches Dämmniveau das Gebäude erreicht! Also z.B. KfW 70/55/40/Passivhaus.

    Denn wenn bei einer LW-WP 35° nötig sind, dann muss wohl einerseits recht viel Energie nachgeliefert werden (sprich vorher verloren gehen) und andererseits eine grosse Pumpe da stehen.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Illusorisch sind diese Vorlauftemperaturen nicht, es stellt sich nur die Frage, ob man auch das passende Haus dafür hat.

    Nebenbei bemerkt ist nicht nur die Vorlauftemperatur entscheidend, sondern auch der Bodenaufbau und die mittl. Heizwassertemperatur, man muss also die Spreizung mit berücksichtigen. Bei einer FBH arbeitet man mit typ. 5K Spreizung und wenn man nun noch berücksichtigt, dass der Volumenstrom in den "Rohren" (FBH Kreise etc.) nicht beliebig hoch gewählt werden kann, ergibt sich daraus auch eine maximal übertragbare Energiemenge.

    Um Deine Frage genauer zu beantworten, illusorisch sind Vorlauftemperaturen < 35°C nicht, pauschal diese Vorlauftemperatur zu vereinbaren ist jedoch Unsinn.

    Ml ein Beispiel.

    Eine typische FBH (Estrich, 45mm Rohrüberdeckung) hat mit einem Fliesenbelag, 10cm VA und 35/30 einen Wärmestrom von etwa 40-60W/m² (je nach gewünschter RT im Bereich 20°C bis 22°C). Das dürfte für die meisten modernen, gut wärmegedämmten, EFH ausreichend sein. Bei einem dicken Oberbelag mit hohem Wärmeleitwiderstand (Parkettboden, schwimmende Verlegung o.ä.) sind es um die 30-40W/m².
    Reduziert man nun die Vorlauftemperatur auf 28°C, bei weiterhin 5K Spreizung, dann sind das bei Fliesen etwa 15-25W/m² und bei hohem Wärmeleitwiderstand vielleicht um die 10-15W/m².

    Bei weiterer Reduzierung des VA auf sagen wir mal 5cm, was praktisch schon ein Problem wäre (viele Kreise, Hydraulik, usw.), könnte man dann noch 1-2W/m² zusätzlich gewinnen.

    d.h. Beträgt die spez. Heizlast meines Gebäudes < 20W/m² dann habe ich gute Chancen auch mit einer VL Temperatur unter 30°C arbeiten zu können. Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig als die Heizwassertemperatur zu erhöhen.
     
  14. SirSydom

    SirSydom

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    Aus eigener Erfahrung:
    In unserem moderat gedämmten Haus (HT 0,344) mit KWL mit WRG kommt man mit Vorlauf 30 hin.
    Aber nur in den Wohnräumen, Bad nicht.
     
  15. mastehr

    mastehr

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    Praktische Erfahrung oder theoretische Berechnung?
     
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  17. R.B.

    R.B.

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    Sorry, aber das wäre mir zu pauschal, und somit eine denkbar schlechte Planungsgrundlage. Die Räume in einem Haus können hinsichtlich Heizlast sehr unterschiedlich sein, und damit meine ich nicht nur den unterschied zwischen üblichen Wohnräumen und Badezimmer. Erfahrungswerte sind auch nur bedingt hilfreich, da Häuser unterschiedlich genutzt werden, und Erfahrungswerte bei extremen Außentemperaturen eher selten vorliegen.
    Eine Planung muss aber sicherstellen, dass alle Räume zu jeder Zeit auf Solltemperatur geheizt werden können, und zwar ohne dass man dann den Ofen oder Heizlüfter aktivieren, oder im kalten Schlafzimmer schlafen muss.

    Wenn ich für mich zuhause so etwas plane, dann ist das ganz allein meine Sache, aber einem Planer der die Anlage für einen "Fremden" planen muss, dem würde man ganz schnell die Planung um die Ohren hauen (und das zu Recht).
     
  18. #16 wasweissich, 9. November 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    Vor dem jodeln nachdenken ......

    Technisch unerheblich
    Dafür aber auf der vertragsseite um so interessanter ob Bt oder GÜ .
    Es riecht stark nach mehrkosten für verlegeabstandänderung oder wwi...
     
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