Vorteile/Nachteile Kombispeicher mit Trinkwasser-Durchlauferhitzer-Prinzip

Diskutiere Vorteile/Nachteile Kombispeicher mit Trinkwasser-Durchlauferhitzer-Prinzip im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forum, Thekal THS 500 ist ein Kombispeicher mit Trinkwasseraufbereitung im Durchlauferhitzerprinzip. Was sind den die Vor und...

  1. Peach

    Peach

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    Hallo Forum,

    Thekal THS 500 ist ein Kombispeicher mit Trinkwasseraufbereitung im Durchlauferhitzerprinzip.

    Was sind den die Vor und Nachteile dieses Durchlauferhitzerprinzip, wo also der Trinkwasserspeicher quasi sehr klein ist und keine große Vorratshaltung braucht?
    Was ist nachteilger vorteilger an einem klassischen Kombispeicher mit z.B. 600l Heiz- und 150l Trinkwasserhaltung?

    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Gruß
    Peach
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Der große Vorteil besteht darin, dass nur eine sehr kleine Wassermenge an Trinkwasser auf Temperatur gehalten wird, und zwar nur der Inhalt des Wärmetauschers, und das sind je nach Typ nur ein paar Liter. Damit reduziert sich das Legionellenrisiko erheblich. Soald gezapft wird, fließt immer wieder kaltes Wasser nach, das im Durchflußprinzip erwärmt und aufgrund der kleinen Menge sofort an die Zapfstelle transportiert wird. Das WW wird als zeitnah "verbraucht". Da bleibt den Legionellen keine Zeit um sich zu vermehren.

    Wie man das Legionellenrisiko nun einschätzt, das bleibt jedem selbst überlassen.

    Bei Kombispeichern hat man auch den Vorteil, dass der Platzbedarf etwas geringer ist.

    Das Durchflußprinzip erfordert aber leistungsfähige (große) Wärmetauscher und die Speichertemperatur muss höher sein als die Wunschtemperatur an der Zapfstelle.
    d.h. ich bevorrate Wasser mit höherer Temperatur als an sich notwendig, was sich auch auf die Verluste des Speichers auswirkt. Je nach Wärmeerzeuger leidet dessen Effizienz wenn er höhere Temperaturen erzeugen muss (Bsp.: Wärmepumpe).

    Ein weiterer Nachteil wäre die sogenannte Zapfrate und Leistungskennzahl. Bei einem EFH mit wenigen (gleichzeitgen) Nutzern und Zapfstellen ist das jedoch meist kein größeres Problem.

    Bei konventionellen Speichern kann ich jeden Speicher nur so weit erwärmen wie notwendig. Für das WW auf sagen wir mal 50°C, und für die Heizung auf beispielsweise 35°C. Die Speicherverluste beschränken sich somit auf das Notewendige.

    Ist der WW Speicher einmal geladen, dann kann ich die gespeicherte Menge sofort verbrauchen, ohne mir Gedanken über Wärmetauscher-Wirkungsgrad, Schüttmenge o.ä. machen zu müssen. Die Zapfrate ist nur noch durch den Druck und Rohrdimensionen begrenzt.

    So Dinge wie Wartung, oder Kalkbildung habe ich mal nicht im Detail erwähnt, denn in meinen Augen gehören ALLE Speicher regelmäßig gewartet. Je nach Wasserqualität und Wassertemperaturen ist Kalk sowieso kein ernstes Problem, und durch regelmäßige Wartung bleibt auch die Leistungsfähigkeit der WT erhalten.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Ausaltmachneu, 11. Oktober 2009
    Ausaltmachneu

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    Ergänzungsfrage WW-Bereitung

    Wir haben uns nach vielem Nachdenken und den guten Informationen hier an einen Energieberater gewandt und für unser EFH (140 m²) eine Gasbrennwert mit Solar für WW geplant. (Noch sind wir 2 Personen, das soll sich aber ändern ;))

    Wir haben diverse Angebote angefordert und einige davon auch erhalten. Die zwei in der engeren Auswahl unterscheiden sich hauptsächlich in den folgenden Punkten:

    Hersteller (Vissmann und Rotex)
    FBH-Regelung (Einraumregler und Heizkreisverteiler über Thermostate)
    WW-Erzeugung (300L Speicher oder Kombispeicher, bei dem WW sozusagen nur im Durchlauf erhitzt wird)

    Können Sie uns wieder einmal helfen, die anstehende Entscheidung zu treffen?

    Sind die Unterschiede bei den Einsparungen und beim Komfort sehr hoch?

    Vielen Dank vorab!
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Vorsicht bei dem Begriff "Kombispeicher". Dabei kann es sich auch um 2 Speicher in einer Hülle handeln.

    Was das Legionellenrisiko betrifft, so sollte man im EFH Bereich nicht gleich Panik schieben. So lange keine großen lauwarmen Wassermengen über längere Zeit bevorratet werden und vor allen Dingen die Installation (Leitungsführung) ordentlich aufgebaut ist, ist das Legionellenrisiko sehr gering.

    Bei Anlagen mit großen Speichern und weit verzweigten Netzen (evtl. auch noch mit Stagnationsstrecken) sieht die Sache ganz anders aus, als bei einem EFH mit ein paar Metern Rohrleitungen und einem kleinen Speicher, der sowieso jeden Tag leergeduscht wird.

    Bitte etwas genauer. Wo liegt der "Unterschied"?

    Und was die Hersteller betrifft, so bauen beide Hersteller ordentliche Geräte. Man sollte auch den Service betrachten, also was der Fachmann vor Ort an Service bieten kann. Da dürfte V... weiter verbreitet sein.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Ausaltmachneu, 11. Oktober 2009
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    Bitte mehr Input

    Danke für die schnelle Antwort.

    Bei Rotex sind angeboten entweder die GSU 320 oder die GSU 520. Diese Gas-Solar-Units sind dann wohl eher keine Kombispeicher?!?

    Alternativ liegt halt das Angebot Viessmann Vitodens 300 W oder 200 W vor.

    Unsere Fragestellung bezieht sich weniger auf die Legionellegefahr. Was uns interessiert sind die Fragen:
    welche Variante ist günstiger im Unterhalt?
    welche nutzt die Solarunterstützung besser?
    gibt es Nachteile hinsichtlich der Wartezeit am Endverbraucher (Bad/ Küche, ...)? Welche sind das? Kann ich davon ausgehen, dass bei der GSU-Lösung während des Duschens das Wasser nicht einfach kalt wird?

    Einer der beiden Anbieter hat uns erklärt, dass die klassische Einraumregelung die "günstige Variante" ist. Da hätten wir in jedem Raum ein Ventil zur manuellen Einstellung der FBH. Stattdesse würde er uns ein System anbieten, bei dem alle Räume einzeln über Thermostate in den Räumen reguliert werden würden. Das System soll auf Änderungen direkt reagieren und kosten-/ energiesparend sein.

    Ich hoffe, ich habe das jetzt besser beschrieben? :confused:

    Gruß
    Sandra
     
  7. Julius

    Julius

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  8. R.B.

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    Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können. :28:

    Zurück zur GSU.

    Die GSU 520 hat etwa 25Liter Trinkwasserinhalt, liefert aber bis zu 200 Liter (mit 40°C) innerhalb von 10 Minuten. Da wird es beim Duschen nicht kalt. Mit Nachheizen und 15Liter/min wären es etwa 500 Liter. Auch das sollte für eine Badewanne ausreichen.

    Über die Regelung kann ich nichts sagen. Bei 20kW Leistung (Tribut an die WW Erzeugung) muss die Regelung aber schon ordentlich arbeiten damit die Kiste auch in einem kleineren Haus noch passend arbeitet.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 Ausaltmachneu, 12. Oktober 2009
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    Heisst das, beide System sind gleich energiesparend/ -verbrauchend? Oder ist dieses System mit den Thermostaten je Raum sogar noch teurer? Welches System wird denn normalerweise genutzt?

    Unser EFH braucht normalerweise nach den geplanten Dämmmaßnahmen 11 kw Heizleistung. Wäre es da nicht sinnvoller/ sparsamer, die Vitodens zu nutzen? Oder ist die höhere Leistung wegen des WW nicht zu verhindern?

    Wenn Sie vor der Wahl stünden, für welches System würden Sie sich entscheiden? Aus welchen Gründen?

    Sandra
     
  10. R.B.

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    Raumthermostat kostet so um die 20,- € (für einen einfachen Klick-Klack). Dazu dann noch ein Stellantrieb in der gleichen Größenordnung und ein paar Meter Leitung.
    Ein FBH System welchen nur von Hand eingestellt wird (vermutlich Durchflußbegrenzung) ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten.

    Die Frage wäre, wieviel WW benötigt Ihr? Und in welcher Zeit? Bei einem hohen WW Bedarf wären die 20kW schon sinnvoll. Aber braucht Ihr tatsächlich soviel Wasser?

    Unterstellen wir mal, dass sich die Therme nur um die WW Erzeugung kümmern muss (WW Vorrang), dann bringen die 11kW innerhalb einer Stunde etwa 300 Liter Wasser von 10°C auf 40°C. Die 300 Liter muss man erst einmal innerhalb so kurzer Zeit verbrauchen. ;)

    Manche Thermen lassen auch eine Leistungsbegrenzung im Heizbetrieb zu, während für WW die volle Leistung genutzt wird.

    Geht nicht, gibt´s nicht.

    Schwere Frage. Wenn ICH die Wahl zwischen den beiden Modellen hätte, dann würde ich mich wohl für die V... entscheiden. Bei uns sind diese mehr verbreitet, und somit ist auch der Service und die Ersatzteilversorgung kein Problem. So ziemlich jeder Heizer kennt die Kisten und hat auch ein kleines Lager mit den wichtigsten Ersatzteilen. Den Rest kann er meist innerhalb eines Tages beschaffen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 Ausaltmachneu, 13. Oktober 2009
    Ausaltmachneu

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    Danke

    Wie so oft: DANKE!

    Wir werden die V... nehmen. Den 300L - WW- Tank hat unser Energieberater auch in der Berechnung für die KfW. Von daher passt es. Und wenn die Alternative nicht wesentlich sparsamer ist, dann soll es halt so sein.

    Den Tipp mit den Thermostaten werde ich in das Angebot gleich mit einfliessen lassen. Vielleicht ist das ja auch ein Part für Eigenleistungen?!

    Gibt es sonst noch was zu bedenken??? Vielleicht übersehen wir ja gerade etwas? :confused:

    Gruß

    Sandra
     
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  13. R.B.

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    :o Keine Ahnung. So gut kenne ich Deine Baustelle auch wieder nicht. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  14. #12 Ausaltmachneu, 14. Oktober 2009
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    Schade eigentlich! Ich glaube, Du würdest das Ganze für uns sehr vereinfachen!

    Vielen Dank auf jeden Fall.

    Gruß

    Sandra
     
Thema: Vorteile/Nachteile Kombispeicher mit Trinkwasser-Durchlauferhitzer-Prinzip
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