Wände ohne WDVS

Diskutiere Wände ohne WDVS im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Laienfrage zum Wandaufbau. Wir wollen gern gesund und werthaltig bauen (wer will das nicht) und haben uns deshalb dazu entschieden die Wände...

  1. satello

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    Laienfrage zum Wandaufbau.

    Wir wollen gern gesund und werthaltig bauen (wer will das nicht) und haben uns deshalb dazu entschieden die Wände relativ einfach zu halten. D.h. innen Putz, außen Putz und nur luftgefüllte Ziegel. Ist das ne gute Idee, oder schütteln die Fachleute da mit dem Kopf? Die Mehrheit um uns rum baut mit WDVS. Warum? Ist das günstiger trotz vermehrter Arbeitszeit und Materialkosten für das Aufbringen der Dämmung? Gibt es wesentliche Nachteile, wenn ich nur aus Ziegeln baue? Worauf muss ich achten?
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Mit luftgefüllten Ziegeln wirst nicht weit kommen. Da wids schon ein T8 oder T7 mit MiWo/Perlite-Füllung werden.
     
  4. planfix

    planfix Gast

    ich kenne im vergleich stein mit oder ohne wdvs nur nachteile des wdvs.
    für mich gehört das zeug (styropor) glatt in die sanierung, und auch nur als notlösung!
    wer möchte schon einen sanierten neubau? ;)
     
  5. satello

    satello

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    Erreichen denn nicht manche Ziegel mit 50 cm Wandstärke sogar Passivhaus-geeignete Werte auch ohne zusätzliche Dämmfüllungen? Der Planziegel W8 wirbt damit. Ich kann das als Laie aber nicht wirklich beurteilen und bin somit Werbeopfer. Oder hat hier wieder die dicke Wandstärke Nachteile? Der Platz dafür wäre da. Ich nehme rein vom Bauchgefühl lieber die dicke Wand als das WDVS. Kann das aber nicht fachlich untermauern.
     
  6. #5 Pruefhammer, 19. Januar 2013
    Pruefhammer

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    natürlich kannst du mit einer entsprechend dicken Wand eine Styropordämmung kompensieren. Nachteile sind ggf. ein Verlust an Wohnfläche da Gesamtdicke des Wandaufbaus bei WDVS meist niedriger ist als bei monolithischem Aufbau.
    Ein meiner Meinung nach weiterer deutlicher Nachteil aller "Superwärmedämmziegel" ist ihre filigrane Struktur. Grundsätzlich beruhen die besseren Dämmeigenschaften solcher Ziegel auf wenig Stein und viel Luft, welche als Dämmmaterial fungiert. Die Stege zwischen den Kammern sind sehr dünn und zerbrechlich. Die Folge davon ist, dass man kaum etwas mit herkömmlichen Methoden in solchen Wänden festbekommt. Alle etwas schwereren oder weiter auskragenden Gegenstände muss man mit Klebedübeln befestigen.
    Ich hatte einen Fall, das sollte an einer aufgehenden Mauer aus T8 eine Andruckleiste für an der Wand hochgeführte bituminöse Abdichtung befestigt werden. Hier wird üblicherweise alle 10-20cm eine Schraube gesetzt. Es mussten alle Schrauben eingeklebt werden, die Versuche mit herkömmlichen Dübeln waren alle gescheitert, das notwendige Anzugsmoment war auch mit speziellen Dübeln für solche Steine nicht zu erreichen. Ein riesiger Mehraufwand.
     
  7. #6 Carden. Mark, 19. Januar 2013
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    wobei das nicht eine Regelausführung ist, dass Festflansche an Ziegel angedockt werden müssen - oder?
     
  8. uban

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    an ein WDVS lassen sich allenfalls ein Hausnummer-Schild bzw eine Lampe anbringen, für fast alles andere muss ins Mauerwerk gebohrt werden (Wärmebrücke, Abdichtung,..).
    hm, die ideale Lösung gibt es da nicht bzw es wird ziemlich teuer.
     
  9. R.B.

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    Das ist auch eine Frage der Optik die man erreichen will. 50cm Wanddicke ist schon eine Hausnummer. Bei kleinen Fenstern kann man da mit jeder Burg aus dem Mittelalter konkurrieren.
    d.h. jeder Wandaufbau hat so seine Eigenheiten die man beachten muss.

    Möchte man eine sehr hohe Wärmedämmung erreichen, dann führt an einem WDVS kein Weg vorbei. Nur damit erreicht man auch noch akzeptable Wandstärken. Man kann aber auch ohne WDVS bereits eine ganz ordentliche Wärmedämmung erreichen. Letztendlich stellt sich also die Frage, welche Anforderungen an die Wand gestellt werden. Dabei spielen sicherlich auch die Kosten eine Rolle.

    Den U-Wert kann man ja rechnen, und dann wird man feststellen, dass man im Bereich 0,15W/m2K bis 0,2W/m2K auch problemlos ohne WDVS arbeiten kann. Darunter wird´s schmerzhaft, da zeigt sich halt die bessere WLG des WDVS, mit dem man bei vergleichbarer Wandstärke schon bei 0,1W/m2K liegt.

    Haben geringe Wandstärke bei möglichst hoher Wärmedämmung Priorität, dann muss man sich über ein WDVS Gedanken machen. Ansonsten bleiben mehrere Optionen.

    Ach ja, wenn es schon um wärmedämmendes Mauerwerk geht, dann darf man auch den Porenbeton nicht vergessen. Auch den gibt es mit einem Lambda von 0,07W/mK. Für einen Vergleich sollte man alle Optionen betrachten.

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 21. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    NÖ - Schau Dir mal Wandstärken und Dämmwerte vom Holzrahmenbau an :p
    Der ist im Verhältnis unschlagbar. :D
     
  11. R.B.

    R.B.

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    1:0 für Dich. An die Holzwürmer hatte ich jetzt nicht gedacht. Asche auf mein Haupt.

    So 40 oder 50 cm HRB hätte schon was für sich. ;)
     
  12. planfix

    planfix Gast

    im HRB mit 16er ständerwerk, holzfaserdämmung und putz außen, installationsebene GKP innen gibts wandstärken brutto von umme 34cm und einen U-wert von 0,157, da muß man bei t7 schon auf 42,5cm gehen.
     
  13. #12 Carden. Mark, 21. Januar 2013
    Carden. Mark

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    bah Termitenfutter.
    Die Leute wollen lieber richtige Häuser :D
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 22. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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  15. satello

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    Ja, wir wollen ein Massivhaus haben und dabei ein gesundes Wohnklima. Bei einer dicken Wand bleibt sicher auch mehr Licht draußen, oder? Schwierige Entscheidung. Ist Porenbeton ne gesunde Alternative mit besseren Eigenschaften? Inzwischen bin ich total verunsichert. Ist Porenbeton stabiler?
     
  16. Oliver82

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    Wenns dir ums "gesunde Wohnklima" geht solltest du neben den reinen Wärmedämmwerten auch noch Überlegungen zum Thema Sommerlicher Hitzeschutz und Schalldämmung machen...
     
  17. planfix

    planfix Gast

    dann mach t7/t8 wanddicke nach geldbeutel bzw. kreditrahmen ;)
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 22. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Was ist für Dich gesundes Wohnklima oder gesunde Alternative???

    Schadstofffrei (im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte) sind ALLE Baustoffe. Schimmelvorsorge geht über wärmebrückenfreie Konstruktionen und ggf eine KWR mit WRG.

    Definiere also mal Deine Vorstellung von GESUND im Zusammenhang mit Deinem Hausbau.
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Ich schließe mich den Rückfragen an, "was verstehst Du unter gesund"?

    Ach ja, für´s Licht sind die Fenster zuständig. ;)

    Weder mit PB noch mit Ziegeln wird das Haus einstürzen wenn Du das mit "stabil" meinst.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. satello

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    Ich will einfach ne Wand, die ein gutes Raumklima macht und keine Schadstoffe abgibt bzw. Schimmelbildung o.ä. fördert. Möglichst natürlich wohnen. Wir haben Allergiker und Neurodermitis in der Familie.

    Ist also egal ob WDVS oder nicht?

    An perlitgefüllte Ziegel haben wir inzwischen auch gedacht. Womit baut man da die Innenwände? Mit normalen Ziegeln ohne Loch? Ich hab wirklich keine Ahnung vom Bauen. Wir möchten gern eine tragende Innenwand als Ziegelsichtmauerwerk machen. Kann man das mit den Porotonaußenwänden kombinieren?

    Als Sonnenschutz wollen wir Raffstores aus Aluminium. Die sind beweglich, außen und passen auch zur Optik unseres geplanten Hauses.
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 23. Januar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    War mal in einem Wienerberger Heft drin - alle Poroton-Wände als Sichtmauerwerk. War gewöhnungsbedürftig, aber wer es mag.....

    Problem dabei ist a) die rauhe Oberfläche der Steine (für Putz ja nötig) und b) die Installationen. Schlitze Fräsen und wieder zuputzen ist halt nicht.
     
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