Wärmebrücke im Dachboden durch eisenträger

Diskutiere Wärmebrücke im Dachboden durch eisenträger im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, Ich lese dieses Forum als stiller mitleser seit einiger Zeit und möchte nun eine Frage stellen. Ich saniere gerade mein Stadthaus Bj...

  1. Moldex

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    Hallo,

    Ich lese dieses Forum als stiller mitleser seit einiger Zeit und möchte nun eine Frage stellen. Ich saniere gerade mein Stadthaus Bj 1920. im rahmen von statikverbesserung wurden im Dachstuhl 2 eisenträger zur Verstärkung an die vorhandene dachpfetten mit Bulldogs verbunden. Die beiden eisenträger wurden in das aussenmauerwerk eingelassen. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut und mit miwo und dampfsperre gedämmt. Die eisenträger liegen im Dachstuhl der als kaltdach ausgeführt ist. Nun schwitzen die eisenträger, es seht Kondenswasser auf den Trägern. Ergo: ich möchte diese isolieren. Mein Aufbau wäre: eisenträger mit styrodur bekleben und mit per dampfsperre verkleiden und die dampfsperre am Mauerwerk und am eisenträger mit entsprechendem Klebeband verkleben. Ist dieser Aufbau sinnvoll?

    Für Meinungen wäre ich dankbar und hoffe die alles verständlich beschrieben zu haben. Was denken die Experten?
     
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  3. Kalle88

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    Ich bin zwar kein Experte frage mich aber warum der Träger derart viel schwitzt, so das richtige Pfützen drauf stehen. Evtl. Leckagen in der Luftdichtung des Dachgeschoßes?
     
  4. Moldex

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    Vielen Dank für die Antwort. Ihre Annahme kann ich aber ausschließen da luftdichtheit geprüft wurde. Es wundert mich nicht dass der eisenträger schwitzt, ist halt ne klassische Wärmebrücke. Daher die eingangsfrage wie der eisenträger am besten zu isolieren sei.

    Viele Grüße.
     
  5. Moldex

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    Wollte Kalle zitieren, sorry muss mich erst an das Forum gewöhnen. Kurze Richtigstellung : auf dem eisenträger stehen keine Pfützen, er ist Oberflächen feucht.
     
  6. Taipan

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    kann nicht schwitzen, da, wenn die Luftdichtigkeitsebene zum Kaltdach hin i.o. ist, im Dachstuhl gar keine klimatischen Bedingungen enstehen können, dass die Eisenträger schwitzen.

    entweder es suppt zum Dach rein oder irgendwas an der Erklärung stimmt nicht.
     
  7. Kalle88

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    Der Eisenträger ist eine Wärmebrücke obwohl er im kalten Bereich liegt? Er dürfte nicht nennenswert kälter sein, als es die Umgebungsluft ist. So das die rel. Luftfeuchte am Bauteil als Kondensat ausfallen würde. Dafür war es meiner Meinung nach noch nicht ausreichend kalt genug um die Oberflächentemperaturen derart abzusenken, dass das passiert - ich mag mich aber auch irren. Immerhin handelt es sich ja um ein Bauteil unter Dach, was nicht ungehindert dem Nachthimmel zugewandt ist - was ein Auskühlen noch begünstigen würde.

    Mal mit einem Hygrometer da oben gemessen, was für ein Klima da herrscht?

    Wenn es wirklich nur Kondensat von der Außenluft sein sollte und der Spitz ausreichend belüftet, dann schadet das bissel Kondenswasser nicht.
     
  8. Taipan

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    Dann wäre der Träger wärmer als die umgebenden Dachziegel und würde nicht tropfen ... DIE würden tropfen ... und der Träger trockenen ...
     
  9. Kalle88

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    Ja schon klar Taipan. Wobei der Dachziegel ja ein anderer Werkstoff ist, als es der Stahlträger ist. Ich halte das ja auch eher für unausgesprochen unmöglich, aber man sollte niemals nie sagen. Ich bin kein Bauphysiker und habe Tag täglich mit sowas zu tun. Wenn ich nun mit Gebrüll auf die Trommel hau, bringt es nichts, wenn es am Ende falsch war ;)
     
  10. Moldex

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    Nein, habe noch keine Luftfeuchtigkeit gemessen. Danke für den Hinweis das werde ich mal machen. Aber ich möchte etwas genauer sein: das Dach wurde neu gedeckt, Bauder pir auf sparren/lattung dann dachpfannen. Jedoch keine zwischensparrendämmung im spitz, daher imho kaltdach.
     
  11. Kalle88

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    Also keine Belüftung, lau warmer Spitz und eine Bodenluke die vermutlich nicht dichtend ist. Ergo = Tauwasser am Stahlträger da er sich die Kälte über die MW zieht.

    Wo liegt deine Luftdichtigkeitsebene? Wurde die Folie auf den Sparren gespannt?
     
  12. Moldex

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    Auch danke für den Beitrag. Es stellt sich folgendes Bild da: genau dort wo die eisenbalken im Spitz in den giebelwänden aufliegen, trocknet im og der innenputz nicht. Imho schwitzt der eisenträger und das Kondenswasser läuft hinter der dampfbremse in den innenputz des og. Das og wurde neu geputzt, der Putz ist im gesamten og trocken bis auf die Stellen unter den eisenträgern.
     
  13. Kalle88

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    Und du bist der Meinung, dass hier die Bauteile WIRKLICH Luftdicht ausgebildet wurden?
     
  14. Moldex

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    Nein, keine Folie auf den Sparren. Luftdichtigkeitssufbau: vom Spitz her betrachtet: miwo, Folie, lattung, konterlattung, gipskarton. Folie verklebt.
     
  15. Moldex

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    Ja davon gehe ich aus. Das Phänomen ist dass die eisenträger nur ca. 20cm nachdem diese aus der giebelwänden austreten kondensfeucht sind. In der Mitte der eisenträger ( ca 2,5m nach giebelwand) sind diese trocken.
     
  16. Kalle88

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    Ich nicht! Hier passt einfach etwas nicht mit der Luftdichtung! Wenn die rauminnenseitig am Sparren/Kehlbalken verläuft, der Stahlträger aber zur Unterstützung der Mittelpfetten oberhalb der Kehlbalken liegt - dann ist hier Fehlerursache zu betreiben!

    Wurde die Mauer im Spitz auch verputzt?
     
  17. Moldex

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    Danke, ein sehr guter Hinweis, werde ich nochmals prüfen. Nein, die Mauern im Spitz sind nicht verputzt. Putz endet unter der dampfsperrfolie.
     
  18. Kalle88

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    Stell bitte mal zu Morgen Fotos ein. Eins, was den Aufbau von unten zeigt - aus dem Raum und der betreffenden Stelle und eins aus dem Spitz heraus. Jeweils der Bereich des Stahlträgers. Das Rätselraten hat hier wenig Sinn. Strittig bleibt immer noch die Luftdichtigkeit. Die wird mit angrenzender Wahrscheinlichkeit mangelhaft sein. So das die feuchte Raumluft hier am Stahlträger hochziehen kann und am kalten Eisen ausfallen kann.
     
  19. Moldex

    Moldex

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    Alles klar, werd ich aber erst in 2 tagen machen können. Vielen Dank bis hierher!
     
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  21. Taipan

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    Wir haben Zeit :-)
     
  22. H.PF

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