Wärmebrücken am Fensteranschluss, wie gravierend?

Diskutiere Wärmebrücken am Fensteranschluss, wie gravierend? im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Als ziemlicher Laie bitte ich um Eure Meinung: Bei unserem Bauvorhaben hat ein Gutachter den Anschluss der Fenster an die Mauerlaibung bemängelt,...

  1. Saturn9

    Saturn9

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    Als ziemlicher Laie bitte ich um Eure Meinung:
    Bei unserem Bauvorhaben hat ein Gutachter den Anschluss der Fenster an die Mauerlaibung bemängelt, es könne dort zu Wärmebrücken kommen (siehe Grafiken). Es wird unter Anderem darauf verwiesen, dass der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 Teil 2 nicht erfüllt wäre. Der BT reagiert darauf bisher nur sehr zaghaft. Als Laie ist mir nicht klar, wie hoch den nun die Gefahr der Schimmelbildung und wie hoch der evtl. Wärmeverlust/Energieverlust ist, und vor allem wie hartnäckig ich gegenüber dem BT sein sollte. Im schlimmsten Falle Fenster wieder raus???
    Andererseits fand ich beim Stöbern nach der DIN 4108 Teil 2 einen Artikel
    von Prof. Dr. ing Meier, der die DIN 4108 schon selbst in Frage stellt.
    Anbei der Link:
    http://dimagb.de/info/bauphys/pm4108w1.html
    http://dimagb.de/info/bauphys/pm4108w2.html

    Als Laie ist mir nicht klar, wie gravierend dieser Mangel ist, wie hoch die Gefahr der Schimmelbildung und wie hoch der evtl. Wärmeverlust/Energieverlust ist, und vor allem wie hartnäckig ich gegenüber dem BT sein sollte. Im schlimmsten Falle Fenster wieder raus???
    Vielen Dank für Eure Anmerkungen!

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  3. Bruno

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    Unmaßstäbliche Skizzen nützen leider nichts. Es kommt u.U. auf jeden cm an. Das Beiblatt 2 der DIN 4108 stellt im Sturzbereich eine Stocküberdämmung von 30 mm dar (incl. Putz). Die unmaßstäbliche Skizze lässt kein Maß erkennen.

    Auch passen die Grafiken und Fotos nicht zusammen: seitlich Rollladenschienen, oben kein Rollladenkasten.

    Ob in der Bauwerksanschlussfuge (dort wo in der Skizze der Pfeil ist) Dämmstoff oder nichts drin ist und wie breit die Fuge ist, spielt eine untergeordnete Rolle.

    Vom Gutachter muss schon mehr kommen als "es könne zu Wärmebrücken kommen", bevor man auf den Bauträger losgehen kann. Für mich sieht die Konstruktion in der unmaßstäblichen Prinzipskizze völlig unverdächtig aus, vgl. angehängten Wärmebrückennachweis.
     
  4. Jonny

    Jonny

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    Als interessierter Mitleser stellt sich mir die Frage,

    reden wir von der seitlichen Laibung? (Fotos!) oder vom Sturzbereich? (Grafiken!)
    Bessere Bilder und genauere Beschreibungen würden den Experten hier helfen.

    Grüsse
    Jonny
     
  5. Saturn9

    Saturn9

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  6. #5 Olaf (†), 27. Mai 2007
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    Nun tu..

    doch mal ein bisschen Butter zu de Fische.
    WAS genau hat er denn bemängelt? Ich kenn das so, dass ein Gutachter das Soll mit dem Ist vergleicht. Sonst wird das hier zum heiteren Mängelraten.
     
  7. Saturn9

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    Da ich mit meinen vagen Angaben so offenbar nicht weiterkomme, werde ich das ganze vertagen müssen. Das Blöde ist, dass ich selbst nicht ganz verstehe was denn nun GENAU das Problem ist. :o
    Ich versuche die nächsten Tage qualifiziertere Informationen zu bekommen und schreibe dann weiter. Danke bis hier für Eure Mühe. Laie sein ist doof!
     
  8. #7 Hundertwasser, 28. Mai 2007
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    Ob es ein Problem ist kannst du aufgrund der Angaben von Bruno eigentlich selber feststellen. Eine maßstäbliche Skizze des Sturzbereiches würde uns schon weiterbringen.
     
  9. Saturn9

    Saturn9

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    Die ganze Sache ist etwas komplizierter. Da der Mitkäufer den Gutachter beauftragt hat, komme ich momentan an keine weiteren Informationen ran. Für einen Termin mit mir hat weder der Mitkäufer, noch der Gutachter momentan Zeit, bzw. möchte der Gutachter ein Gespräch mit dem Bauträger abwarten. So weit, so gut.
    Trotzdem würde ich gerne verstehen, welche Maße beim Fenstereinbau relevant sind. Bruno schrieb, die Fugenbreite zwischen Maueranschluss und Blendrahmen sei im Grunde egal. Trotzdem erstaunen mich die Differenzen (siehe Bilder).
    Leider sind die Fenster wegen der Fassadenarbeiten abgeklebt und der Sturzbereich ist nicht einsehbar.
    @ Olaf: Mein letzter Mängelrate-Versuch. Ich möchte aber eben kein dummer :confused: Laie bleiben.
    Ansonsten wird es wohl 14 Tage dauern, bis der Rest der Käufer wieder aus dem Ausland da ist und der besagte Baustellentermin stattfindet und ich mehr weiß.
     
  10. hapfel

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    Zu Prof. Meier..

    ... kann man eigentlich nur dasselbe sagen wie zu Herrn Fischer persönlich: viel heiße Luft. Viel Blabla, viel wird in Frage gestellt, allerdings ohne konkretes Beispiel.

    Man kriegt ohne Probleme konkreten Temperaturverläufen, z.B. vom deutsche Meteorologische Dienst.

    Wenn jetzt die quasistationäre Berechung nach DIN soooo falsch ist, sollte man anhand der Wetterdaten ohne Probleme nachweisen können nachzuweisen dass die Berechnung laut DIN zu anderen Ergebnissen führt wie die instationäre Berechnung nach Laplace oder Fourier. Kein Problem, einfach nur "...wie sich mittels der Wetterdaten vom xxx bis yyy am Standort zzz nachweisen lässt."

    Anstelle dessen wird geschwafelt und geschwafelt und geschwafelt und ...(tschuldigung, ich wiederhole mich).

    Ok, konkrete Kritik zu Deinem ersten Link:

    1. Die angeführte Diskrepanz zwischen Cammerer und Prof. Werner bzw. Prof. Gertis ist keine:
    Cammerer/Werner reden von stationären Fall, d.h wie lange muss man bei einer Wand warten bis bei gleichbleibenden Temperaturen auf beiden Seiten auf der einen Seite 1 W hinein = 1 W auf der anderne Seite hinaus ist -> Tage.
    Gertis sagt dass für den gesamten Wärmetransport durch eine Wand in einem bestimmten Zeitraum, der dadurch bestimmt ist dass beide Seiten der Wand am Anfang und am Ende jeweils die gleichen Temperaturen haben, lediglich die Zeit, der k-Wert der Wand und die Durchschnittstemperatur beider Seiten auschlaggebend sind. Eine Gesamtsumme über einen längeren Zeitabschnitt, die auch nur unter ganz bestimmten Randbedingungen so gilt - das ist etwas ganz anderes als Momentanzustände.

    Konkret beim Hausbau: Irgendwann September äussere Wandtemperatur 5 °C, Innen 18 °C. Dasselbe ende April: AUssen 5°C, Innen 18 °C. So.

    Gertis sagt: Wenn Du die *Durchschnittstemperatur* während des Zeitraumes sowohl der Inneren als auch der äusseren Wandoberfläche kennst, den k-Wert der Wand hast und den Zeitraum, dann weisst Du wieviel Energie *insgesamt in dem Zeitraum* durch die Wand gegangen ist - Du weisst aber nicht was in den einzelnen Zeitpunkten los war.

    Unverständnis bei Meier oder absichtliches Nebelkerzenwerfen?

    Und auf diesem Fehler / der Ignoranz / dem Marketingtrick baut die restliche Argumentation auf.

    Dann der Quark mit der Lufttemperatur: für die Wärmeleitung relevant sind die Bauteiltemperaturen auf beiden Seiten, nicht die Lufttemperatur und auch nicht wie heiß das Mittagessen der Nachbarin ist :Roll

    Zitat aus dem Link: "Es ist nachweisbar, dass XXX", ohne Quellenangabe, versteht sich. Übersetzung: "Nach drei Seiten Schwafeldioxid ist wohl jeder zu abgeschlafft um zu merken das XXX nur eine unbewiesene Behauptung ist. Und wenn erstmal alle meine Behauptung als Fakt geschluckt haben lassen sich da wunderbar meine Luftschlösser drauf aufbauen"

    Oh my!

    So, zu spät und keine Lust mehr auf den zweiten Link

    Grüße
     
  11. Saturn9

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    Vielen Dank für Deine hilfreiche Relativierung, Hapfel!
    Aber jeder erzählt einem eben etwas Anderes! So kann ich nun doch etwas beruhigter sein, zumal der Bauträger nun auch bezüglich der Wärmedämmung im Fensterbereich nachkorrigiert hat.
     
  12. hapfel

    hapfel

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    Schei** Tippfähla.
    Und die Wiederholungen machen Wiederholungen den Text Wiederholungen auch nicht besser Wiederholungen lesbar.

    Ich werde nie mehr nach 10 Uhr posten.
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    Ich werde nie mehr nach 10 Uhr posten. :winken
     
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  14. Bruno

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    Wie wars denn nun vorher und was wurde korrigiert? Hört sich für mich nach einer Beruhigungstablette an "jaja wir haben was gemacht". Für mich war das Wenige, was wir hier gesehen haben, eigentlich vorher schon in Ordnung.
     
  15. Saturn9

    Saturn9

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    Da der Baugutachter (wie schon geschrieben) nicht von mir beauftragt ist, weiß ich leider immer noch nicht mehr, außer dass der Bauträger auf die Forderungen des Gutachters eingegangen ist und nun nachgebessert wurde. Diese Korrekturen wird der Gutachter (dann auch in meinem Auftrag) überprüfen. Falls ich dann noch mal schlauer werde, schreibe ich es ins Forum.
    Tut mir leid, dass ich weiterhin nur mit so spärlichen Informationen dienen kann.
     
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