Wärmebrückenlösung zweischaliges Mauerwerk im Sockelbereich?

Diskutiere Wärmebrückenlösung zweischaliges Mauerwerk im Sockelbereich? im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich baue Gerade ein Haus. mit einem zweischaligen Mauerwerk. Der Verblender soll auf dem Streifenfundament mit der Dämmung sitzen. Wie...

  1. #1 Vwgolfcabrio, 06.02.2014
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    Hallo,

    ich baue Gerade ein Haus. mit einem zweischaligen Mauerwerk. Der Verblender soll auf dem Streifenfundament mit der Dämmung sitzen. Wie kann ich die Wärmebrücke unter dem ersten Verblender im Sockelbereich lösen. Es gibt wohl von Foamglas einen Dämmstein. Dieser ist aber sehr teuer. Gibt es andere Lösungen?

    Danke.
     
  2. #2 gunther1948, 06.02.2014
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    hallo
    skizze oder detail wie es im schnitt aussieht.
    bei geschickter planung braucht man da keinen dämmstein.

    gruss aus de pfalz
     
  3. Bruno

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    Der Dämmstein unter dem Verblender bringt eher dem Keller etwas als dem Erdgeschoss (höhere Oberflächentemperatur an der Kante Kellerwand/Kellerdecke). Ist das Gebäude überhaupt unterkellert? Woraus besteht die Innenschale der Außenwand, gibt es eine Kerndämmung?
     
  4. #4 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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    Das Haus soll nicht unterkellert werden. Aufbau ist folgender von Innen nach außen, 24er Poroton T12, 14cm Kerndämmung, 11,5cm Verblender. Das Streifenfundament und die Bodenplatte sollen mit 10cm Perimeterdämmung gedämmt werden. Der T12 steht auf der Bodenplatte und die Kerndämmung mit dem Verblender 20cm tiefer auf dem Streifenfundament. Eine Skizze werde ich noch beifügen. Mir geht es hier um der ersten Verblender auf dem Streifenfundament. Hier ist doch eine Wärmebrücke?
     
  5. #5 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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  6. #6 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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    Dämmung Sockel Haus.jpg
     
  7. #7 gunther1948, 07.02.2014
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    hallo
    sieht doch schon ganz gut aus.

    gruss aus de pfalz
     
  8. #8 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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    Dämmung Sockel Haus.jpg

    und dieser Bereich wo der Pfeil ist ist ja nicht gedämmt (Wärmebrücke) Kann man diese vernachlässigen oder gibt es eine gute Lösung um diese zu vermeiden?
    Wie gesagt es gibt Schaumglassteine (Foamglas) als Wärmebrückensteine. Diese sind aber sehr teuer.
     
  9. H.PF

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    Was bedeutet eigentlich sehr teuer? In welcher Preisklasse liegen Iso-Kimm?
     
  10. #10 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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    Iso-Kimm bringen doch kaum was und sind dafür recht teuer. Macht die Wärmebrücke wie auf der Zeichnung zu sehen ist soviel aus?
     
  11. Bruno

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    Die Wärmebrücke ist aus meiner Sicht zu vernachlässigen.

    Ohne ist die Sockeltemperatur innen bei +17,1°C (bei außen -5° und innen +20° C), mit einem 7 cm hohen Kimmstein aus Schaumglas WLG 050 bei +17,4°C.

    Der Unterschied im jährlichen Heizölverbrauch (oder äquivalenter Energieträger) beträgt pro Meter Sockel 0,25 Liter, also bei 40 Meter Sockel etwa 10 Liter.

    Hier ein paar Simulationen mit Wärmeströmen und Isothermen.

    7f.jpg 7.jpg 8f.jpg 8.jpg
     
  12. #12 Vwgolfcabrio, 07.02.2014
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    Danke,

    dann stehen die Kosten für den Schaumglassockel in keiner Relation.
     
  13. Bruno

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    Sehe ich auch so, das amortisiert sich nicht.

    Ob man aus prinzipiellen Gründen jährlich 10 Liter Heizöl sparen will oder nicht (etwa, was ein Passivhausfenster gegenüber einem normalen Fenster jährlich einspart), muss jeder für sich selbst entscheiden. Hier (politisch ganz wertfrei) ein Zitat des wiedererstandenen Führers aus dem Buch "Er ist wieder da":

    "So lange das Reich nicht vollständig auf regenerative Energien umgerüstet
    ist, kostet das alles teuren Brennstoff. Momentan denkt man sich da oft
    nichts dabei, aber dann ist dreißig Jahre später der Jammer groß, wenn dem
    Panzer kurz vor El Alamein genau jener Tropfen Treibstoff zum Endsieg fehlt."
     
    Kubus5000 gefällt das.
  14. #14 au vareck, 07.02.2014
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    Tag,

    T12 ist doch kein homogener Baustoff, bei der Wärmebrückenberechnung wird aber so getan, wie wenn die Wärmeleitfähigkeit an jeder Stelle des Baustoffs gleich wäre wie z. B. bei Schaumglas, Porenbeton o. ä. Vollsteinen, entsprechend sind niedriegere Oberflächentemperaturen zu erwarten. In wie weit Tauwasserausfall innerhalb der Konstruktion ein Problem darstellen könnte wäre in diesem Zusammenhang ggf. eine weitere Fragestellung.

    Gruß
     
  15. H.PF

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    Au varek: was bist du als Freiberufler? Bitte präzisiere das ein mal... Architekt? Rechtsanwalt? Journalist?
     
  16. mls

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    ersteres ist richtig, zweiteres .. kann man schon simulieren. oder die
    erste reihe mit einem geeigneteren stein mauern ;)

    das mit dem "geeigneteren stein" liesse sich fortsetzen :p
     
  17. Bruno

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    Ist berücksichtigt. Hier ist die Richtung des Wärmestroms im Sockelbereich im T12 fast vertikal nach unten. T12 ist ein anisotroper Baustoff, leitet vertikal etwa 50% besser als horizontal (Herstellerangaben). Deshalb habe ich die unteren 30 cm des Hintermauerwerks aus Material mit Lamda von 0,18 modelliert. Eine niedrigere Temperatur ist also nicht zu erwarten.
     
  18. Bruno

    Bruno

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    Jetzt habe ich meinen T12 horizontal / T18 vertikal doch noch auf der Festplatte wiedergefunden.

    Hier ist eine der Simulationen mit dem anisotropen Stein. Die Oberflächentemperatur ist mit +17,2°C um 0,1°K höher als mit der ersatzweisen reinen "T18"-Lösung von gestern. Es ist also nichts mit "niedrigerer zu erwartender Oberflächentemperatur".

    7f_anisotrop.jpg 7_anisotrop.jpg
     
  19. Bruno

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    @Vwgolfcabrio: Ist die rückseitige Dämmung des Streifenfundaments eigentlich schon eingebaut? Die kommt mir ungewöhnlich, respektive verdächtig vor.

    Die Simulation zeigt, dass sie bezüglich innerer Oberflächentemperatur und Energieverbrauch sogar kontraproduktiv ist. Ohne die Dämmung ist die innere Oberflächentemperatur am Sockel um 0,1° höher, das Weglassen der Dämmung spart (!) ungefähr einen Liter Heizöl im Jahr, auf das ganze Haus gesehen.

    Erklärung: Das Erdreich hat in 3 Metern Tiefe nahezu konstant +9°C (ungewöhnliche Grundwasserverhältnisse mal außen vor gelassen). Die rückseitige Fundamentdämmung verhindert, dass diese Erdwärme das Fundament, das über den Klinker an der linken oberen Ecke auf etwa +2°C auskühlt, von schräg hinten unten erwärmen kann. Mit Dämmung ist das Fundament also kälter. Dadurch strömt vom Gebäude etwas mehr Wärme ins Fundament, der Sockel wird kälter.

    Das Ganze ist etwas akademisch, zeigt aber die Sinnlosigkeit der rückseitigen Fundamentdämmung in diesem speziellen Fall.

    [​IMG]
     
  20. #20 au vareck, 08.02.2014
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    Hallo,

    ich vermute mal dass damit eine äquivalente Wärmeleitfähigkeit von 0,18 (quasi im Mittel) angesetzt wurde, mir ging es aber um Berücksichtigung der Scherbenleitfähigkeit (die bei Poroton ja im Bereich so zwischen 0,3 und 0,4 liegt...müßte ich nochmal nachsehen), die für erhöhten Wärmestrom entlang der raumseitigen Flanke des Steins und damit geringerer Oberflächentemp. sorgen dürfte (Raumecke entsprechend niedriger).

    Gruß
     
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