Wärmedämm Tapete/Farbe

Diskutiere Wärmedämm Tapete/Farbe im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; :offtopic: Oh oje, ich nehme an, jetzt werde ich endgültig in der Luft zerrissen... Unser Bau hat im Drempel eine Problemstelle, wobei durch...

  1. #1 BauherrHilflos, 20. Januar 2008
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    :offtopic: Oh oje, ich nehme an, jetzt werde ich endgültig in der Luft zerrissen...

    Unser Bau hat im Drempel eine Problemstelle, wobei durch eine Fuge im Legosystem auch der Putz auskühlt. Mit der Wärmebildkamera sieht man zwar alles relative "locker", aber es zeigen sich in dem Putzbereich leichte "Schatten" der Auskühlung.
    Irgendwo hatte ich mal gelesen, das es mittlerweile Farben / Tapeten gibt, die etwas an Wäremdämmung mit sich bringen.
    Hat jemand Erfahrung mit sowas?
     
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  3. R.B.

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    Das muß schon eine sehr dicke Tapete sein damit diese noch einen spürbaren Beitrag zur Dämmung leisten kann. Von Farbe mal ganz zu schweigen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 BauherrHilflos, 20. Januar 2008
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    Diesen Gedanken hatte ich auch schon.
    Doch laut einem Bericht in einem Hausbau-magazin hatte eine Firma wohl etwas entwickelt, was doch hilfreich ist.
    Auch wenn es eine "Ente" war.. lange Zeit ging man davon aus, das alles glatte die perfekte Oberfläche ist.. bis zur Nachbildung der Lotus-Blätter.
    Oder das uns allen bekannte "Teflon".. aus der Raumfahrt.
    Zum Kern: Dicke ja! Doch welches Material könnte eine Dämmwirkung erreichen? Oder Farbanstrich?
     
  5. #4 Gast360547, 21. Januar 2008
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    achtung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Moin,

    ich weise ganz ausdrücklich darauf hin, dass die nachstehende Werbeempfehlung NICHT geeignet ist, das vorhandene Problem zu lösen!!!!!!!


    Thermoshild, der Besch.ss unter den Farben mit dämmender Wirkung! Kaufen Sie heute noch und sparen sich den Planer und den Ärger mit Gewährleistungsansprüchen, die Sie eigentlich noch hätten.


    Bei nachfolgendem magic dust, Schimmel o. ä. erschlagen Sie den Planer oder Rohbauer.

    Grüße

    stefan ibold
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 21. Januar 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Wie funzt ne Dämmung??
    Sie ver-/behindert den Wärmetransport. Wie geht das?
    Der wesentliche Wärmetransport durch die Wand geht über Wärmeleitung. Diese unterbricht man entweder durch ein Vakuum (schwer herzustellen und noch schwerer zu halten) oder durch möglichst kleinteilige Luftkammern oder Stoffe, die von sich aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit haben.
    Alles, was nicht Vakuum ist, hat einen Leitfähigkeitswert. Der, mit der Materialstärke multipliziert, ergibt den tatsächlichen Dämmwert einer Stoffschicht.
    Nu können Sie sich ausrechnen, welchen Materialkennwert Fraben und Tapeten haben MÜSSTEN, um mit - sagen wir mal - 5 cm PS-Dämmung WLG 040 mithalten zu können.
    Wenn Sie irgendeinen Stoff auf dieser unserer Welt finden, der derart astronomisch geringe Leitfähigkeit hat, sagen Sie Bescheid.
    Vorher -> Nicht alles glauben, was die Werbung verspricht.
    Oder würden Sie mit einem 4-Ringe-Auto eine Skisprungschanze hochfahren oder mit einem Telefonanschluß Zirkuskunststücke auf der Strasse aufführen oder mit einem Parfüm Frauen überzeugen wollen.

    MfG
     
  7. R.B.

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    Ja...ja...ja Gehöre ich nicht zur Generation die der Werbung alles glaubt?

    Aber ich würde die Dämmfarbe noch mit einem EMV-Schutzanstrich gegen die böse Handy-Strahlung versehen. Dann hat man doppelten Nutzen.
    Einerseits (k)eine Wärmedämmung und zusätzlich (k)einen EMV-Schutz.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 BauherrHilflos, 21. Januar 2008
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    Danke für die Antworten. :biggthumpup:
    Dann war es doch eine heftige "Ente" in der Zeitung.

    Sowas wie ein Wäremreflektor hätte ich mir ja vorstellen können, aber was bringt der auch, wenn er von hinten wieder abgekühlt wird.. :mauer
     
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  10. R.B.

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    Also steigen wir noch etwas tiefer in die Physik ein.

    Dein Gedankengang mit dem Reflektor war schon richtig, doch was könnte man bei einem Heizkörper reflektieren? Richtig, den IR Anteil.

    Jetzt überlegen wir mal, was an einem konventionellen mit Wasser versorgten Heizkörper an IR-Strahlung entsteht. Wieder richtig, nur der Anteil der bei einer Temperatur von vielleicht 60°C (oder noch weniger) entstehen kann, und dieser Anteil ist eher dürftig. (Bitte erspare mir den Rechenweg über die Temperaturen bzw. den Temperaturverlauf im Heizkörper, und die Spektralverteilung).

    Also, das Mauerwerk hinter dem Heizkörper wird vorzugsweise durch die Wärme aufgeheizt die durch Konvektion am Heizkörper entsteht. Dagegen hilft nur dämmen, dämmen und nochmals dämmen. Den minimalen IR-Anteil zu reflektieren ist genau betrachtet physikalisch korrekt, aber aufgrund der Geringfügigkeit fast schon vernachlässigbar. Der Nutzen somit fraglich.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #9 BauherrHilflos, 21. Januar 2008
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    Ah Votoo..

    Stelle einfach mal ein Bild ein, damit man die Stellen sehen kann.

    Zwischen den Sparren ist mittlerweile schon mehr Dämmung eingebracht.
    Die "dunklen" (kalten) Stellen an der Verlattung sind somit schon viel besser geworden.

    Nur sieht man unten im Bild an der Wand.. so Punkte.. (vor der linke unteren Bildecke zur Mitte des Bildes).. das ist genau der Bereich, wo hinter dem Putz die Fuge ist. Von Raum zu Raum.. mal mehr mal weniger stark ausgeprägt.
    Nur kommt man dort ohne die Wand einzureißen nicht mehr dran.. :mauer
    Und genau da erfühlt man am Putz eine Abkühlung.
     
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