Wärmedämmung ja/nein

Diskutiere Wärmedämmung ja/nein im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, als absoluter Laie auf em Gebiet des Hausbaus habe ich folgende Fragestellung: In einem Zweifamillienhaus (BJ 1974) gibt es...

  1. Mueller80

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    Hallo zusammen,

    als absoluter Laie auf em Gebiet des Hausbaus habe ich folgende Fragestellung:

    In einem Zweifamillienhaus (BJ 1974) gibt es unterschiedliche Meinungen bezüglich energetischer Sanierung.
    Jetzt kam der Vorschlag auf, dass man nur die oberen Stockwerke dämmt und denn unteren Teil ungedämmt lässt.

    Gibt es hier Risiken, vor allem im Übergangbereich EG/1.OG, wo gedämmte und ungedämmt Mauern aufeinander treffen.

    Vielen Dank für jede Anregung.
     
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  3. mastehr

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    Wie kommt man auf die Idee? Wird der untere Teil nicht beheizt? Gibt es eine thermische Trennung zwischen dem unteren und dem oberen Teil?
     
  4. Mueller80

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    Beide Wohnungen werden gleich bewohnt und beheizt. Es gibt aber unterschiedliche Meinungen zu WD. Die einen wollen definitiv nicht dämmen, die anderen vielleicht
     
  5. mastehr

    mastehr

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    Abgesehen davon, dass es teschnischer Unsinn wäre, ist es auch gar nicht erlaubt, nur einen Teil zu dämmen. :not_w1:
     
  6. Taipan

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    kommt drauf an ....



    Blödsinnig ist es auf jeden Fall.
     
  7. R.B.

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    Zustimmung. Machbar ist (fast) alles, aber ob sinnvoll, das steht auf einem anderen Blatt. Bevor man sich Stress wegen EnEV & Co. einhandelt, und eine völlig unwirtschaftliche Lösung bastelt, sollte man das Vorhaben grundsätzlich hinterfragen und dann eben mit JA oder NEIN entscheiden.
     
  8. Mueller80

    Mueller80

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    Vielen Dank für die Antworten
    Die Antworten spiegeln in etwa meine Vermutung wieder, aber wie kann ich das ganze begründen?

    Wärmebrücke zwischen EG/OG?
    Könnte Wasser an der Fassade nach oben "kriechen" und unter die WD gelangen?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Ich würde den EnEV Joker ziehen, Eine ähnliche Diskussion siehe auch hier:

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?63665-Nach-EnEV-D%E4mmung-Au%DFenfassade

    Man könnte also auch nur einen Teil dämmen, aber wenn schon, dann macht man´s richtig.

    Aber noch einmal, wozu sollte man nur eine halbe Fassade dämmen? Das ergibt schlichtweg keinen Sinn.
     
  10. Mueller80

    Mueller80

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    Wieso, kann ich leider nicht beantworten.
    Es ist so, dass die obere Eigentümerpartei evtl. eine WD vornehmen möchte und sich die untere Eigentümerpartei klar gegen eine WD ausgesprochen hat.
    Nun ist aber so, dass von "oben" dann der Einwand kam, dass man nur diese Wohnung dämmt und unten alles so lässt wie es ist.

    Wenn ich mir den Energieverbrauch anschaue, dann liegt man bei ca. 3000€ für 300qm, wobei die grösste Wohnung vorher von einer Person bewohnt wurde, die gerne geheizt hat, d.h. hier gibt es automtisch Einsparpotential
    Was wäre denn ein realistisches Einsparpotential der WD?
    Nimmt man die im Netz aufgeführten Werte, dann gehen vom Wärmeverlust zwischen 20 und 50% über die Fassade. Aber wie viel Wärmeverlust hat man wirklich? Wenn ich sage 30% der Heikosten gehen direkt verloren, dann bedeutet dass für mich, dass irgendwo im Bereich von 200-300€ im Jahr über die Fassade verloren geht, oder irre ich da?
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Es geht dabei ja nicht nur um den Wärmeverlust über die Fassade, sondern auch um den höheren Komfort. Es macht halt schon einen Unterschied, ob die Wände auf der Innenseite 19°C warm sind oder nur 10°C aufweisen.

    Wenn man den U-Wert der Wand kennt, oder zumindest den Wandaufbau, und dann ein WDVS rechnet, dann lassen sich auch die möglichen Einsparungen abschätzen. Wird mit Öl oder Gas geheizt?
    Erfahrungsgemäß haben Außenwände Bj. 1974 einen U-Wert der irgendwo um die 1,2W/m2K liegt. Das kann ein bisschen mehr sein, oder auch ein bisschen weniger. Manchmal wurden damals die Außenwände ja auf der Innenseite mit gedämmten GK Platten versehen.
    Unterstellt man nun, dass ein WDVS angebracht wird, das den U-Wert in Richtung 0,2W/m2K bringt, dann bedeutet das unter´m Strich eine Einsparung pro m2 Fassadenfläche von etwa 100kWh pro Jahr oder 10 Liter Heizöl. Freiburg gehört jetzt ja nicht zu den kältesten Gegenden Deutschlands, da könnte die Einsparung auch etwas geringer ausfallen, da mit einer höheren durchschnittlichen Außentemperatur gerechnet werden kann.
    Letztendlich hängt das auch vom Nutzerverhalten ab, sprich wie das Haus beheizt wird. Es gibt Leute die beheizen nur einen Teil der Räume und benötigen somit schon weniger Energie als normalerweise nötig wäre. Das geht natürlich auch zu Lasten des Komforts. Mir erscheinen Deine 3.000,- € für 300m2 beheizter Fläche etwas niedrig, das wären gerade mal 3.500 Liter Heizöl. Schwer vorstellbar, dass damit das Haus komplett beheizt werden kann. Ich schaffe das bei 270m2 nicht, bzw. nur dann, wenn ich Bereiche des Gebäudes nur minimal oder gar nicht heize.
     
  12. Mark

    Mark

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    Risiken gibt es keine. Die oben werden es behaglicher haben und weniger Heizen müssen. Eine gefährliche Wärmebrücken entsteht durch partielle Außendämmung nicht, allenfalls geht etwas mehr Wärme verloren, als man über den besseren U-Wert erwartet. Bei einer Innendämmung hängt es vom Einzelfall ab.

    Auch die EnEV lässt das zu, da nur dort der U-Wert von 0,24 beachtet werden muss, wo man die Dämmung anbringt.
     
  13. #12 gunther1948, 13. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    wenn schon nur teilweise dann dämmung bis deutlich unterhalb der decke bzw. fensterstürze.
    1977 wurde die decke noch mit ksl abgemauert und vielleicht 2 cm styropor zwischen decke und steine gestellt.
    wenn dieser bereich nicht deutlich überdämmt wird dann haste oben schimmelbildung im bereich der fussleisten.
    in de palz sacht mer zu so ennner lesung- petz emol ennem ochs ins horn-

    gruss aus de pfalz
     
  14. icom852

    icom852

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    da wo keine Werbung wächst
    bei 1974 geht's ja sicher nicht nur um die Mauern...

    da wären wohl auch diese Punkte zu klären

    >Mauerwerk - Dämmung
    >Dach - Dämmung
    > Fenster & Türen
    > Heizungsanlage

    nur einen Teil des Mauerwerks zu dämmen macht ja wohl keinen Sinn - hier sollten sich die Parteien erstmal einig werden.
     
  15. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Das
    kann ich nicht nachvollziehen.
    Wieso sollte sich eine Verschlechterung ergeben? Es müßte bei der Teildämmung ME in jedem Fall eine Verbesserung eintreten!
     
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  17. #15 gunther1948, 14. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    weil du an der kante dann den absolut kältesten bereich hast. erinnere dich mal an das thema wo der sockel nur bis ok kellerboden gedämmt war.

    gruss aus de pfalz
     
  18. Mark

    Mark

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    Lieber gunther,

    der "absolut kälteste Bereich", was auch immer das genau sein soll, bleibt da, wo er schon immer war: im Bereich der Außenkanten der ungedämmten Geschosse oder bei den Fenstern.

    Der Übergangsbereich zwischen gedämmter und ungedämmter Fassade ist zwar eine physikalische Wärmebrücke aufgrund des mehrdimensionalen Wärmestroms, ABER deswegen wird er nicht kälter sondern trotzdem wärmer.

    "Kältebrücken" können z. B. durch folgende Dämmmaßnahmen entstehen:

    - Ecke EG Außenwand/ Kellerdecke, wenn nur die Kellerecke gedämmt wird, da die Ecke jetzt nicht mehr durch den Keller "beheizt" wird.

    - Ecke 2. OG Außenwand/ Fußboden, wenn der Bewohner des 1. OGs die Außenwände innendämmt und auch die Decke aufgrund der Wärmebrücke ca. 1 m mit dämmt. dann wird ebenfalls die Ecke von unten nicht mehr mitbeheizt.
     
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