Wärmepumpe durch Palletheizung ersetzen?

Diskutiere Wärmepumpe durch Palletheizung ersetzen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Wir haben ein Haus gekauft, das BJ 1979 ist, eine Fußbodenheizung hat und mit einer Luftwärmepumpe beheizt wird. Wir haben bei 310 qm einen...

  1. steklo

    steklo

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    Wir haben ein Haus gekauft, das BJ 1979 ist, eine Fußbodenheizung hat und mit einer Luftwärmepumpe beheizt wird. Wir haben bei 310 qm einen Heizstromverbrauch von 26.000 KWh. Wir dachten jetzt daran, die Wärmepumpe aus dem Jahr 1995 durch eine moderne zu ersetzen um Strom zu sparen. Ein Berater erklärte uns jetzt aber, dass die Fußbodenheizung nicht für eine WP gebaut wurde, die Schlangenabstände zu groß seinen. Deshalb haben wir eine Vorlauftemperatur von 42°C. Hier liegt wohl der Grund für unseren hohen Verbrauch. Mit einer neuen WP würde sich unser Problem lt. Berater nicht ändern. Er empfahl jetzt eine Palletheizung. Wir errechne ich denn jetzt den voraussichtlichen Verbrauch und damit die Kosten für Pallets? Kann mir da jemand helfen?
     
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  3. #2 Isolierglas, 9. Februar 2012
    Isolierglas

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    - Elektrische Enerie mit JAZ multiplizieren. (2,5-3)
    - Bei Pelletsheizung ca. 15% Abgasverlust, also ca. 20% draufschlagen...
    - Enrgiedichte Pellets (kg/kwh) ergoogeln, Menge und Preis ausrechnen.

    Gruß, Dirk

    P.S.: Evtl. sind Wärmedämmaßnahmen kostengünstiger als ein Heizungstausch.
     
  4. coroner

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    Hi,
    man kann das schon näherungsweise ganz grob berechnen und nachdem ich das mal überschlägig getan habe
    käme ich schon auf ca. nen tausender im Jahr weniger an Heizkosten.
    Aber macht es wirklich Sinn, bei einem Haus, das scheinbar ca. 80000kwh(therm.) p.a. verballert über die
    Art des Wärmeerzeugers nachzudenken, oder wäre es nicht sinnvoller den Verbrauch durch geeignete
    Dämmmassnahmen zu verringern.

    Wie alt sind denn die Fenster und der Aussenputz ?
    -c
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Da hat der "Berater" nur bedingt Recht. Eine Vorlauftemperatur von 42°C ist natürlich nicht gerade optimal, aber auch nicht so schlecht. Hier stellt sich eher die Frage, wie wird die WP betrieben?

    Habt Ihr auch schon einmal über eine andere WP nachgedacht, also anstatt LWP eine Sole-, DV- oder GW-WP?

    Das ist schwer zu berechnen, denn man weiß ja nicht, wie effizient Deine LWP bisher arbeitet. Würdest Du beispielsweise eine JAZ von 3 erreichen, was ich angesichts der Daten weniger glaube, dann hättest Du bei 26.000kWh Heizstrom enorme 78.000kWh an Wärmeenergie verbraten. Das ist selbst für ein Haus mit 310m2 sehr viel, auch wenn es Baujahr 1979 ist.

    Wenn wir unterstellen, dass das Haus tatsächlich diesen enormen Wärmebedarf hätte, dann kämen wir bei 90% Wirkungsgrad einer Pelletheizung auf fast 87.000kWh oder 17,4 Tonnen Pellets. Je nach Region kostet die Tonne Pellets zwischen etwa 230,- € und 250,- €. Du hättest also jährliche Heizkosten zwischen 4.000,- € und 4.300,- €.

    Rechne ich dagegen Deine 26.000kWh mit 17Ct./kWh (WP-Tarif), dann komme ich inkl. Grundgebühr auf etwa 4.500,- € p.a.

    Der Preisvorteil der Pelletheizung wäre also nicht so gewaltig.

    Ich würde mich zuerst einmal auf die Suche machen, warum die LWP so viel Energie benötigt hat. War es tatsächlich das Haus? Oder läuft die LWP ineffizient?

    Für die Ursachenforschung wäre eine Wärmemengenzähler schon einmal sehr hilfreich. Damit könnte man feststellen, wieviel thermische Energie wirklich erzeugt wurde, und ob die LWP vielleicht einen Fehler hat, evtl. wird intensiv der Heizstab genutzt, oder ob an der Betriebsweise etwas geändert werden muss.

    Weiterhin wäre zu prüfen, ob die 42°C VL Temperatur für die FBH wirklich erforderlich sind. Das trifft doch höchstens an ein paar extremen Tagen zu, ansonsten sollte auch eine FBH mit größerem VA als heutzutage üblich, noch mit schmerzfreien Temperaturen auskommen.

    Ich würde jetzt zuerst einmal Ursachenforschung betreiben, dann evtl. vorhandene Mängel abstellen, und erst abschließend über einen neuen Wärmeerzeuger nachdenken. Sonst könnte passieren, dass man zwar viel Geld investiert hat, aber letztendlich im nächsten Jahr vor den gleichen Problemen steht, nur mit dem Unterschied, dass die hohe Rechnung vom Pelletlieferanten anstatt dem Stromversorger kommt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. planfix

    planfix Gast

    ich kenne wärmepumpen, die über 30 jahre laufen. und das sogar richtig gut!
    eventuell kann man ja auch mal die anlage prüfen lassen.
    ein austausch, bei normaler funktion und ersatz durch einen anderen erzeuger, macht mal gar keinen sinn.
    das ändert zwar nichts an den hohen hausverlusten, bzw. heizwärmebedarf, aber eventuell kann man über reinigung des außengerätes und einstellung der steuerung die sache etwas optimieren.
    ansonsten würde ich zu einer gründlichen hausanalyse raten. eine außendämmung verschlingt mehr, als die heizkosten der nächsten 10 jahre, ein austausch von fenstern oder die dämmung der rollokästen kann durch ein günstiges kosten- nutzen-verhältnis aufweisen. oftmals hilft auch eine gute dämmung der oberen geschoßdecke signifikant.
     
  7. coroner

    coroner

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    @Ralf
    du unterschlägst, dass der meiste Wärmebedarf (ca. die Hälfte des Jahrebedarfes) zu einer Jahreszeit benötigt wird,
    in der die WP mit einem durchschnitts COP von 2,2 - 2,5 arbeiten wird.

    Sprich ca. 13.000 kwh mal 2,5 sind in etwa der Bedarf während der ca. 3 kältesten Monate . Somit 28600-32500 kwh.

    Allein dadurch ergibt sich schon ein grösserer "Vorteil" für die Pellets...

    Dies gegengerechnet mit 20ct Stromtarif und ca. 5ct pro kwh Pellets
    kommt man schon schnell auf 1430-1625 für die Pellets zu 2600€ für die WP...

    Die Monate, in denen die WP ihre JAZ wieder "verbessert" haben ja "leider" einen unterdurchschnittlichen Wärmebedarf...
     
  8. Julius

    Julius

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    Genau:
    Hat denn der Berater nichts zur Qualität der thermischen Hülle gesagt oder untersucht?
     
  9. R.B.

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    Ich hatte mit der JAZ gerechnet, denn es gibt ja auch Zeiten, da liefert die LWP Arbeitszahlen deutlich > 3, aber ich hatte auch geschrieben, dass ich mir einen sich daraus ergebenden Wärmebedarf von 78MWh nicht vorstellen kann.

    Wie kommst Du auf 20Ct. Stromtarif? 17Ct./kWh und etwa 100,- € Grundgebühr p.a. sind üblich. Die Grundgebühr macht sich bei dieser Abnahmemenge sowieso nicht so stark bemerkbar.

    Mangels Datenlage ist meine Rechnung sowieso mehr als Beispiel zu verstehen, denn hier scheint etwas im Argen zu liegen, und die FBH kann nicht schuld daran sein.

    Gruß
    Ralf
     
  10. steklo

    steklo

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    Wir hatten in der letzten Woche eine Fa. hier, die uns eine neue WP verkaufen wollte. Die sagten, dass die aktuelle WP uneffektiv sei und wir 50% Energie einsparen würden, wenn wir eine neue kaufen.

    Diese Woche erzählt man uns, dass eine WP gar nichts bringt, weil die Vorlauftemperatur zu hoch ist.

    Wir hatten bei einer Vorlauftemperatur von 42° (Rücklauf 40°) gemütliche 20° Zimmertemperatur. Durch die kalten letzten Tage mussten wir den Heizstab zuschalten um nicht zu erfrieren. Die WP sieht ziemlich vereist aus. Sie hat 18 KW und der Techniker, der uns in den letzten Jahren immer mal wieder besuchte meinte, sie sei für unser Haus eigentlich von Anfang an zu klein gewesen.

    Wir haben eine Dachdämmung von 20 cm und Porotonwände. Im Wohn-Ess-Küche-Diele-zimmer (alles offen, ca. 70 qm) haben wir in 3 fach verglaste Fenster investiert. Die Schlafzimmer heizen wir fast nicht. Die Kinderzimmer (nicht unterkellert) werden jetzt bei der Kälte nicht sonderlich warm.

    Da die WP schon so alt ist, wollten wir uns lieber um eine neue Heizung kümmern, solange wir noch Zeit haben zu recherchieren und nicht, weil sie den Geist aufgibt gezwungen sind einfach das nächstbeste zu kaufen.

    Ehrlich gesagt werde ich mit steigenden Informationen immer unsicherer was zu tun ist. Man liest überall, dass Investitionen in Wandisolierungen so teuer sind, dass sie sich nicht wirklich rechnen. Einen Wärmemengenzähler haben wir leider nicht. Unsere Heizungsverteiler sind noch aus 79. Kein hydraulischer Wärmeabgleich, keine Thermostaste sondern nur aufdrehen, abdrehen. Derzeit ist alles aufgedreht...
     
  11. Julius

    Julius

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    Das Chaos ist ganz normal, liegt aber an Eurer falschen Vorgehensweise.
    Ihr habt abhängige Verkäufer gefragt, statt unabhängigen Planern!

    Daher: Eigenen Fachplaner beauftragen mit Untersuchung des Bestands und Erarbeitung von Sanierungsvorschlägen samt Alternativen.

    Das Allererste dabei wird jedoch sein, einen Wärmemengenmesser installieren zu lassen!
    Es tut ja durchaus ein gebrauchter mit abgelaufener Eichung.

    Damit kann man dann sehen, ob tatsächlich die WP oder (was auch ich vermute) doch vielmehr das Gebäude selbst die Ursache des hohen Verbrauchs ist.
    Vorher würde ich KEINESFALLS irgendwelche baulichen Änderungen an der Anlage vornehmen oder sie gar ersetzen lassen (wodurch auch immer).

    Diesen Einbau kann man selbstverständlich auch schon vor Einschaltung eines Planers direkt selbst in Auftrag geben.

    Die arg geringe Spreizung deutet allerdings auf sehr großen Verlegeabstand hin.
    Damit dürfte zumindest eine neue LW-WP so gut wie keine Verbesserung bringen...
     
  12. coroner

    coroner

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    Diese Betrachtung würde einen gleichmässigen Verbrauch über das Jahr vorraussetzen.
    Wo hast du den schonmal in einem EFH gesehen?

    Wir liegen denke ich beide "gleich falsch"...

    So wirds sein... :bierchen:
     
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  14. R.B.

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    Das hast Du falsch verstanden. Mit 50% meinte der seine Provision. ;)

    Das stimmt auch nur bedingt, denn durch die höhere Vorlauftemperatur leidet zwar die Effizienz, aber das kann trotzdem nicht zu dem extremen Heizstromverbrauch führen den Du hier genannt hast.
    Hast Du weitere Informationen zur FBH? (Verlegeabstand o.ä.)

    Wenn der Heizstab nur an den paar Tagen zum Einsatz kam, dann ist das noch kein Beinbruch. Deswegen muss die WP noch lange nicht zu klein sein. Solche Anlagen werden auf einen Bivalenzpunkt von irgendwas zwischen -5°C und -10°C ausgelegt, und dann muss halt die fehlende Energie von einem Heizstab erbracht werden. Das macht in der Praxis vielleicht 5-10% des Jahresverbrauchs aus, je nach Bivalenzpunkt auch weniger.

    Dass die WP vereist ist normal, aber bei sehr kalten Temperaturen bildet sich normalerweise so gut wie kein Eis. Dafür ist die Luft zu trocken.

    Wie dick sind die Außenwände? Das läuft wohl auf einen U-Wert um 1W/m2K hinaus.

    Das ist schon OK.

    Das stimmt nur bedingt. Je nach Wandflächenanteil an der Außenhülle rechnet sich die Investition etwas früher oder später. Da muss man sich mal hinsetzen und den Taschenrechner schwingen.

    Einfach mal nachfragen was eine Nachrüstung kosten würde. Evtl. lässt sich das Teil mit wenig Aufwand irgendwo einbauen. Druckverlust des WMZ beachten. Dann kannst Du durch Ablesen des Strom- und Wärmemengenzählers schon einmal Rückschlüsse ziehen wie effizient die WP läuft.

    Ob und was man hier nachrüsten kann, das müsste man sich vor Ort anschauen.
    Kann man an der WP eine Heizkurve einstellen? Oder rennt die ständig mit 42°C VL in die FBH, und während der Übergangszeit wird einfach weiter "zugedreht"?

    Gruß
    Ralf
     
  15. steklo

    steklo

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    Die WP läuft etwa von Oktober bis April. Wenn es wärmer wird (durch Sonneneinstrahlung, weil die Fenster sehr groß sind), drehen wir den Heizkreislauf runter.
    Die Aussenwände sind 33 cm dick. (Poroton).
     
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Wärmepumpe durch Palletheizung ersetzen?

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