Wärmepumpe finanz.sinnvoll bei perfekter Dämmumg etc.

Diskutiere Wärmepumpe finanz.sinnvoll bei perfekter Dämmumg etc. im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Ich bin absoluter Laie und Neuling was das Thema Hausbau/Heizungsanlage etc. angeht. Nachdem ich sehr viel im Internet kreuz und quer...

  1. #1 muppetbaby, 5. Mai 2009
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    Hallo!

    Ich bin absoluter Laie und Neuling was das Thema Hausbau/Heizungsanlage etc. angeht.
    Nachdem ich sehr viel im Internet kreuz und quer über Dämmung, Wärmepumpen, Passivhaus etc. gelesen habe frage ich mich, ob es in einem perfekt gedämmten Haus überhaupt sinnvoll ist eine teurere WPHeizung zu installieren, wenn ich doch durch die Dämmung etc. den Energiebedarf sowieso auf ein sehr niedriges Maß runtergeschraubt habe. Die WP ist doch in der Anschaffung viel teurer als z.Bsp. eine Gas-Heizung.
    Kann ich, aus rein finanzieller Sicht gesehen, nicht lieber mein Geld in die perfekte Dämmung stecken , evtl. noch in eine Lüftungsanlage und dann eine günstige Gasheizung einbauen für meinen nur noch sehr geringen Heizenergiebedarf?
    Ist die Frage berechtigt oder hat sich in meine laienhafte Überlegung ein massiver Denkfehler eingeschlichen?

    Bin für jede Antwort dankbar,
    Gruß muppet
     
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  3. Julius

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    Ja, hat sich.
    Deine Annahmen stimmen nämlich nicht!

    Es ist genau umgekehrt:
    Gerade bei sehr niedrigen nötigen Heizleistungen sind (Luft)Wärmepumpen meist billiger als ne mit Gas befeuerte Heizanlage.
     
  4. R.B.

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    Hallo,

    vom Grundsatz her ist der Gedanke richtig. Je geringer der Wärmebedarf des Gebäudes, um so weniger macht sich eine effiziente Heizung im Geldbeutel bemerkbar und um so schwieriger wird es, hohe Investitionskosten für eine Heizung zu amortisieren.

    Die Frage ist jedoch, warum muss eine WP teuer sein? Einfach mal die Investitionskosten vergleichen. Dabei aber nicht nur die Geräte an sich, sondern auch so Dinge wie Schornstein, Gasanschluß oder, falls für die WP gewünscht, Kosten für einen Zweitarifzähler, berücksichtigen.

    Gruß
    Ralf
     
  5. crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Hallo muppet,

    so laienhaft sind Deine Vorstellungen durchaus nicht! Es lohnt sich immer den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, ehe man diversen Werbeversprechen vertraut.
    Ist Wirtschaftlichkeit eine Priorität, kommen einige gegenwärtig sehr im Trend liegende "Favoritenlösungen" durchaus in Bedrängnis. Es lohnt sich in jedem Fall eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, wobei neben den reinen Investitionskosten eine Vielzahl von zusätzlichen Parametern zu berücksichtigen sind. Das ist kein unerheblicher Aufwand.

    mfg crax
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wenns um den energiebedarf e. ph geht (s. startfrage), gilt es, e.
    wärmequelle mit ca 2-4 kw zu finden. wp in dieser grösse (oder "kleine")
    gibts ..
     
  7. #6 fmw6502, 5. Mai 2009
    fmw6502

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    bei einem gut gedämmten Haus reden wir immer noch im günstigsten Fall über Energiekosten (inkl. Warmwasser) von einigen Hundert Euro im Jahr, der Verbrauchskostenunterschied WP zu Gas liegt auch im deutlichen 3-stelligen Bereich bei heutigen Energiepreisen, gleicher Dämmung und Benutzerverhalten.
    Also informier Dich über die jeweiligen Gesamtkosten und schau in Deine Glaskugel, wie sich die jeweiligen Energiepreise entwickeln und befrage das Politbarometer über Abhängigkeiten.
    In einem Passivhaus sparst Du die FBH o.ä. und machst die Wärmeverteilung über die sowieso vorhandene KWL. Damit dies funktioniert sind einige wichtige Randbedingungen einzuhalten und alles fein abzustimmen. Fehler verzeiht das System nicht gut.

    Gruß
    Frank Martin - Baulaie
     
  8. #7 planfix, 5. Mai 2009
    planfix

    planfix Gast

    mal fiktiv EFH 150-200m² mit fbh:

    gasbrenner 3000- 4000€
    abgas + kondesatablauf X00€
    wärmedämmung pro cm dicke und je m² auch ein paar euronen 10000 - 40000€
    + gasverbrauch kWh
    lüftungsanlage 4000 - 9000€ + stromverbrauch
    definierter heizraum mit belüftung je nach größe

    WP 4000-8000 €
    aufstellort frei wählbar
    energiequelle 3000- x0000€
    kWh / JAZ = energieverbrauch
    dämmung gut, jedoch nicht passivhaustauglich = 2000-5000€ mehr gegenüber billigziegel
    lüftungsanlage für die bequemlichkeit, energie sparen tut die nicht wirklich 4000-9000
    ...
    dann ist die lüftungsanlage mehr luxus, als eine WP ;)

    aber mit einer WP hat man immer noch geringere verbrauchskosten, keinen kaminkehrer mehr im haus, fast keine wartung ...
    ...
    manchmal verstehe ich die fragen nicht? ... oder die heizungsbauer, die brenner verkaufen wollen :p
     
  9. #8 acensai, 5. Mai 2009
    acensai

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    Grundsätzlich ist die Ausgangsfrage vollkommen richtig und wichtig!

    ABER: Warum denn nicht nachwachsende Rohstoffe wie Gas oder Öl verbrennen, wenn es kostengünstige Alternaitven gibt?
     
  10. R.B.

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    Häh? :(

    Muss man diesen Satz verstehen oder lag´s an der Uhrzeit zu der dieser Satz geschrieben wurde?

    Gruß
    Ralf
     
  11. Bugs

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    Ohne dem Leerzeichen zwischen "nicht" und "nachwachsende" macht der Satz gleich eher Sinn!
     
  12. acensai

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    Es war spät - aber noch nüchtern :mega_lol:

    Ich wollte sagen: Bitte kein Öl oder Gas verbrennen, wenn es Alternativen gibt! Öl und Gas wachsen nicht nach, ein Haus kann man auch mit eneuerbaren Energien heizen. Neben Holz & Pellets & Solar bietet sich auch eine Wärmepumpe an.

    So, nun sollt' mein Standpunkt verständlich sein:biggthumpup:
     
  13. #12 schu160978, 6. Mai 2009
    schu160978

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    genau das hab ich gemacht...wir haben alle varianten durchgerechnet...nachwachsende brennstoffe sind viel zu teuer...wp war nur die luftwp finanziell interessant

    nach unserer investitionsrechnung haben wir nun

    kwl + gas + 25cm ziegel mit 20cm vws

    gruss
    mario
     
  14. #13 alex2008, 6. Mai 2009
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    Bei uns reichts aufgrund der kleinen Hütte und einigermaßen ordentlich Dämmung für eine kleine Luft-WP.
    Die JAZ wird vermutlich um die 3 betragen, also von den Verbrauchskosten auf dem Level einer Gasheizung.
    Inzwischen gibts aber bei den WP doch einen merklichen Preisrutsch nach unten. Das kann deutlich unter 10.000€ realisiert werden. Statt bei den Heizungsbauern mal bei nem Klimafritzen anfragen
     
  15. acensai

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    Vergesst mir bei den hochgedämmten Häusern auch die KFW-Förderung auf der einen Seite nicht. Auf der anderen Seite, sind die Kosten für den Kaminzug etc. auch bei der Berechnung einzubeziehen :konfusius
     
  16. Julius

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    Richtig!
    Und auch Gas-Hausanschlüsse solls nur selten gratis geben.
    Auch an höhere laufende Kosten denken (Schorni, monatliches Grundkosten des Gasanschlusses, Gasgerätewartung).
     
  17. R.B.

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    So isses. LWP gibt´s auch in der 5T€ Klasse oder darunter.
    Man darf aber nicht nur den Preis für das Grundgerät vergleichen.....aber das wurde ja schon oft geschrieben.

    Gruß
    Ralf
     
  18. #17 alex2008, 7. Mai 2009
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    und selbst für eine Erdwärme-WP brauchts nicht weit über 5-stellig werden.
     
  19. R.B.

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    Flächenkollektoren sind relativ günstig zu erstellen, auch ohne Spaten und Schaufel. :D

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 rueckseil, 8. Mai 2009
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    Mein Archi hat bislang am häufigsten mit Bohrungen für die Erdwärmepumpe gearbeitet.

    Begründung: insgesamt günstiger bzw. maximal gleich teuer gegenüber Flächenkollektor, da wohl insbesondere die Erdarbeiten zu Buche schlagen. Wenn man das nicht selber macht, soll der Flächenkollektor nicht günstiger sein.

    Stimmt das? Es widerspricht dem, was ich bislang hier im Forum gelesen habe.
     
  22. planfix

    planfix Gast

    also wenn die gelesenen beiträge von mir waren, dann hier kurz meine erläuterung.

    die flächenkollen, von denen ich schrieb, sind kupferkollektoren für das direktverdampfungssystem. hier wird bei einem neubau eine fläche in größe der beheizten fläche innen benötigt. außerdem werden diese kollektoren nicht mit sole gefüllt, dadurch ergibt sich eine bessere energieaufnahme und weniger verluste durch tauscher. zusätzlich werden keine pumpen für eine solezirkulation benötigt.
    .
    da diese anlagen viel effektiver sind als solegefüllte erdkollektoren reduzieren sich nicht nur die kollektorflächen sondern auch die damit verbundenen erdarbeiten.

    verhältnis wohnfläche zu kollektorfläche bei
    > DV WP ca. 1:1
    > Sole WP ca. 1:2 (bis noch größer)

    außerdem bei DV: keine genehmigung, keine pumpen, geringere verluste durch tauschvorgänge (von sole auf WP arbeitsmittel) :)
     
Thema:

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