Wärmepumpe im Keller mit Luftaustausch im Keller

Diskutiere Wärmepumpe im Keller mit Luftaustausch im Keller im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Ich habe gehört es gibt Wärmepumpen die im Keller / Heizraum aufgestellt werden und nur Warmwasser bereiten. Diese ziehen ihre Wärmeenergie aus...

  1. #1 sindbad68, 22.05.2013
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    Ich habe gehört es gibt Wärmepumpen die im Keller / Heizraum aufgestellt werden und nur Warmwasser bereiten. Diese ziehen ihre Wärmeenergie aus der Umgebungsluft im Keller. Ein Luftaustausch mit der Aussenluft scheint nicht notwendig zu sein. Der Keller wird dadurch kälter, klar, aber meiner ist mit 21-23 Grad(unbeheizt) eh immer zu warm. Macht so was aus Eurer Sicht sinn?

    Grüße

    Sindbad
     
  2. Julius

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    Machen nicht, aber ergeben schon.
     
  3. R.B.

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    Google mal nach "Brauchwasser-Wärmepumpen", auch wenn der Begriff Brauchwasser hier etwas irreführend ist.

    Ob es sinnvoll ist, das hängt auch davon ab, was für ein Wärmeerzeuger momentan für die WW-Erzeugung zuständig ist. BW-WP liefern Arbeitszahlen um die 3, manche Modelle bis 3,5, andere schaffen nur mit Mühe die 3. Man sollte bedenken, dass die Effizienz von Wärmepumpen von der Temperaturdifferenz Quelle zu Senke abhängt, also von der Lufttemperatur (Quelle) zur Wassertemperatur. Hohe Wassertemperaturen mögen Wärmepumpen gar nicht, deswegen gibt es dort meist auch noch einen el. Heizstab der zugeschaltet wird, wenn der WP die Puste aus geht.

    Bei einer Arbeitszahl von 3 kostet Dich die kWh WW gut 8,3Ct. BW-WP werden am normalen "Hausstrom" betrieben, und da legt man aktuell grob25Ct./kWh auf den Tisch. Mit viel Optimierung kriegt man die Kosten vielleicht in Richtung 7,5Ct./kWh, aber dann wird´s eng. Wird die Heizung mit Gas oder Pellets betrieben, dann kann ich die kWh WW in der gleichen Preisklasse, oder sogar günstiger erzeugen. In diesem Fall lohnt eine BW-WP nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 sindbad68, 04.06.2013
    sindbad68

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    Hallo Ralf,

    folgende Situation bei mir: Ich habe bereits eine Wärmepumpe (Splitgerät) an einem Schichtenspeicher zusammen mit Solarthermie. Wie in einem meiner letzten Threads beschrieben, macht diese Installation nun ziemlich Ärger. Das Splitgerät ist a biserl schwach auf der Brust und so muss der Heizstab sehr schnell ran. Die Überlegung des Heizungsbauers ist nun die Warmwasserbereitung aus dem Schichtenspeicherkonzept zu lösen und durch eine BW Wärmepumpe erledigen zu lassen, die aber immer noch mit dem Schichtenspeicher verbunden ist, um von einer eventuellen Solarausbeute profitieren zu können. Nun finde ich die Idee gar nicht uninteressant, habe aber auch nicht viel Kenne über das Thema, daher meine folgenden Fragen:
    1. Macht es Sinn innerhalb der thermischen Hülle meines Hauses wieder eine "Kältequelle" in den Keller zu bringen. Mein Keller hat zwar immer um die 19-23 Grad, und ist mir fast zu warm, aber
    2. mache ich mir nicht irgendwann einen "Eiskeller", da der Keller ziemlich gut gedämmt ist und ich Bedenken habe, dass die erzeugte Kälte nicht mehr abgebaut werden kann.
    3. Wie sieht es mit der Lautstärke einer solchen BW-WP aus? Ich habe neben dem Kellerraum das Gästezimmer, und da wäre eine laute BW-WP tödlich wenn wir Gäste haben.
    4. kann die BW-WP mit einem Speicher von 300 Litern genügend Warmwasser für einen 4 Personen Haushalt bereitstellen?

    Fragen über Fragen- ich weiß, aber ich hoffe Du und die anderen Forumsmitglieder können mir Antworten liefern.

    Viele Grüße

    Sindbad
     
  5. R.B.

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    Bei einer BW-WP ist der Energiebedarf viel geringer als bei einer normalen LWP die ein Haus beheizen muss, das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Somit ist es auch nicht möglich, dass die BW-WP aus Deinem Keller einen Eiskeller macht. Sie wird zwar die Luft abkühlen, aber die erwärmt sich durch die in der Masse der Bauteile gespeicherte Wärme.
    Die Idee ist ja, dass man an sich ungenutzte Wärmeenergie im Keller für die WW Erzeugung nutzt. Müsste man die Luft zuerst aufwendig erwärmen um sie dann mit der WP abzukühlen, dann wäre das Konzept natürlich sinnfrei.

    Schallpegel ist natürlich ein Thema bei LWP, das gilt auch für Brauchwasser-WP. Diese Angaben finden sich normalerweise in den technischen Unterlagen zu den Geräten. Dabei macht es noch einen Unterschied ob das Gerät die Luft aus dem Keller zieht und in diesen wieder abbläst, oder ob Rohr(Lüftungs)kanäle nach draussen führen. Die meisten Geräte haben einen Schalldruckpegel um die 50dB(A) in 1m Entfernung. Das würde ich nicht mehr als "leise" bezeichnen, zumal wenn sich daneben ein Schlafraum für Gäste befindet. Hier kommt es dann noch darauf an, wie gut der Aufstellraum gegenüber dem Gästezimmer schallgedämmt ist. Man müsste dann überlegen, ob man nicht die Einschaltzeiten der BW-WP so wählt, dass sie nicht in die Nachtzeit fallen.

    zu 4. der Speicher ist mit 300 Litern ausreichend bemessen für einen 4 Personen Haushalt. So lange da nicht ein großer Whirlpool gefüllt werden muss, während noch 2 weitere Personen duschen, sollte es mit den 300 Litern keine Probleme geben. Aufgrund der geringen Leistung der BW-WP muss man daran denken, dass sie für die Erwärmung des kompletten Speicherinhalts einige Stunden benötigt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #6 Muff Potter, 07.06.2013
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    Ich habe seit 2006 eine solche WW-Wärmepumpe von Dimplex mit eingebautem 300l Speicher. Neben der WW-WP betreibe ich noch eine LW-WP in Splitausführung von Ochsner zum Heizen.
    Ich bin sehr zufrieden mit dieser getrennten Lösung. Die Heiz-WP hat jetzt Sommerpause und ist abgeschaltet.

    Die Dimplex steht in einem Kellerraum, in dem auch noch Waschmaschine und Kondenstrockner stehen. Die Raumluft reicht als Quelle im Winter und Sommer vollkommen aus. Insbesondere im Sommer schätze ich die entfeuchtene Wirkung der WW-WP. Ich habe die Steuerung erweitert, sodass die WP jetzt auf Untertemperatur des Wassers und auf hohe Luftfeuchtigkeit reagiert. Selbstverständlich hängt die WW-WP auch an meinem 2.Zähler mit WP-Stromtarif. Im Durchschnitt verbraucht die WP 2-3 KWh/Tag bei 2 Erw./2 Kinder. Von der Anschaffung kostete die WP kaum mehr als ein 300l Pufferspeicher, der ja sonst sowieso fällig gewesen wäre - deutlich unter 2000 €.
     
  7. #7 sindbad68, 19.07.2013
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    Hallo,

    sorry ich war jetzt sehr lange nicht mehr im Forum. @Muff Potter: wie stark kühlt die BW-WP denn Deinen Keller ab? Da hast Du doch bestimmt einen Erfahrungswert. Kommt man hier tatsächlich mit einer Abkühlung von 2-3K hin? Ich wäre da gar nicht unglücklich, denn wenn wir die Waschmaschine und den Trockner anschmeißen gibts im Kellerraum dann schnell mal 25 Grad- vor Allem im Sommer.

    Viele Grüße

    Sindbad
     
  8. R.B.

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    Wie weit die Raumtemperatur sinkt, hängt doch primär vom Raum (Größe, Masse) sowie der Leistung und Laufzeit der BW-WP ab.

    Gruß
    Ralf
     
  9. PeterB

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    Wenn genau dann kein Warmwasser gebraucht wird, weil der Speicher gerade durchgeladen ist, kommt es zu keiner Temperaturabsenkung.
     
  10. #10 Muff Potter, 09.08.2013
    Muff Potter

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    Hallo Sindbad68,

    der relativ kleine Kellerraum kühlt tatsächlich kaum mehr als 2-3 Grad ab. Das liegt wohl auch daran, dass Waschmaschine und Trockner sehr häufig laufen.
    Ich muss aber bemerken, dass der Keller zur beheizten Hülle gehört und die Nachbarräume im Winter per FBH beheizt werden. Der Waschraum (ca 8m2) ist unbeheizt.
     
  11. KyleFL

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    Schichtenspeicher + WP ist immer eine heikle Geschichte. Hier kann viel Energie sinnlos vernichtet werden. Wieviel ist übrigens dein "ein biserl schwach auf der Brust" in kw ausgedrückt?
    --> Leistung WP und programmierter Bivalenzpunkt wären hilfreich.
    Eine zusätzliche BW-WP wird da meiner Meinung nach nicht besonders viel ändern.

    Einen Eiskeller wirst du nicht bekommen - die Wärme strömt aus den umgebenden Räumen nach. 300Liter Brauchwasserspeicher? Ich denke, die BW-WP soll mit in den Schichtenspeicher eingebunden werden?


    Cu KyleFL
     
  12. vOlli

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    Welche Gefahr siehst Du, wenn der Lieferant die BW-WP zur Mangelbeseitigung einsetzt, um

    1) einen völlig überhöhten Stromverbrauch (8000 Kwh / Jahr) zu senken
    2) unzureichende Warmwasserversorgung in eine wohnbare Situation umzusetzen

    Habe das gleiche System wie Sindbad und das gleiche Kulanzangebot auf dem Tisch.
     
  13. KyleFL

    KyleFL

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    Soll die BW-WP dann auf einen eigenen Speicher gehen und vom Schichtenspeicher entkoppelt werden?
    Ansonsten würde ich das eher kritisch sehen. Müßt ihr denn für dieses "Kulanzangebot" was (dazu-)zahlen?
    Wenns umsonst ist kann nicht viel passieren.


    Cu KyleFL
     
  14. vOlli

    vOlli

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    Hallo KyleFL,

    wir müssen für die Leistung nichts zuzahlen. Jedoch müssen wir auf bestimmte Dinge verzichten - rechtliche Dinge.

    Es ist so geplant, dass das aktuelle Splitgerät den aktuellen Pufferspeicher nur noch zu Heizzwecke befeuert. VL ca. 30 - 40 ° Celsius eher 35°.

    Die BW-WP ist in Reihe geschalten. Vom ersten Pufferspeicher erhält sie das vorgewärmte Wasser und bringt es auf 55°. Die BW-WP hat einen eigenen 300 Liter Speicher.

    Grundsötzlich rockt die Idee und wird wenngleich teuer als Hocheffizint gesehen. Die Frage ist, wie sich der kranke aktuelle Schichtenspeicher verhält.

    Wie ist Deine Einschätzung?
     
  15. KyleFL

    KyleFL

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    Da der Schichtenspeicher danach nur noch als einfacher Puffer genutzt wird, gibt es da keinerlei Probleme mehr, da keine unterschiedlichen Temperaturzonen vorgehalten werden müssen (kein Problem mehr mit Vermischung).

    Die Reihenschaltung geht auch in Ordnung. Sieht für mich nach einer guten Lösung aus.


    Cu KyleFL
     
  16. plepps

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    Hallo,
    eine Frage zum Konzept solch einer BW-WP. Wird die Wärme nicht innerhalb der thermischen Hülle entnommen, d.h. die Wärmemenge, die für die Wassererwärmung erforderlich ist, kommt letztlich doch von der "normalen" Heizung?
    Wieviel Luft bzw. Raumvolumen braucht so eine BW-WP um sinnvoll zu funktionieren? Gibt es da Richtwerte?

    Viele Grüße
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Richtig. Das hängt vom Aufstellort ab, aber üblicherweise steht sie ja im "Heizkeller". ;)
    Man kann aber auch die Außenluft heranziehen, aber die typ. BW-WP funktionieren dann nur bis +5°C...+8°C. Es gibt aber auch Modelle die bei -5°C noch funktionieren.
    Woher die Energie kommt ist schwer zu sagen. Die "normale" Heizung spielt sicherlich eine Rolle, aber auch die Abwärme von irgendwelchen Geräten (Bsp: Gefrierschrank) oder Verluste des Wärmeerzeugers die sonst nicht genutzt würden.

    Da hängt von der Leistung der BW-WP ab. Typisch wären um die 500m3/h.

    Gruß
    Ralf
     
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