Wärmepumpen Starts vs. Betriebsstunden

Diskutiere Wärmepumpen Starts vs. Betriebsstunden im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, gibt es eigentlich eine Empfehlung bzgl. dem Verhältnis Wärmepumpenstarts pro Betriebsstunde? Bei mit liegt es aktuell bei...

  1. andi5783

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    Hallo zusammen,

    gibt es eigentlich eine Empfehlung bzgl. dem Verhältnis Wärmepumpenstarts pro Betriebsstunde?

    Bei mit liegt es aktuell bei 2,5 Start pro Betriebsstunde. (WP ist eine Brötje BLW 10)

    Danke schon mal!

    Schöne Grüße, :winken


    Andi
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Je weniger desto besser, wobei 2,5 starts/h bei den aktuellen Außentemperaturen schon ganz gut ist.

    Hier gibt es aber auch Vorgaben der Energieversorger die nur eine maximale Anzahl Einschaltungen pro Stunde erlauben. Deswegen ist in den meisten Reglern auch eine Sperre (Pause) hinterlegt.

    Hier ein Auszug aus der TAB:

    d.h. der Regler wird die Anzahl der Starts begrenzen, unabhängig vom Wärmebedarf und Auslegung der WP.
     
  4. #3 Annette1968, 15. November 2013
    Annette1968

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    Echt? Dann liege ich mit ca, 1,1 Starts je Stunde ja richtig gut. Oder gibt es noch andere Kriterien, die dies beeinflussen? Denn mit der Heizleistung / Steuerung unserer WP sind wir noch nicht so recht zufrieden.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Die Anzahl der Starts wird zuerst einmal durch die Heizungsanlage vorgegeben, sprich die erzeugte Leistung/Wärmemenge im Verhältnis zur abgenommenen Wärmemenge. Hier deuten wenige starts darauf hin, dass der Wärmeerzeuger passend dimensioniert ist, denn er liefert ja nur so viel Energie wie benötigt wird.
    In der Praxis hängt das auch von der Art von Wärmepumpe ab, also ob sie ihre Leistung überhaupt regeln kann oder nicht. Dann vom Anlagenkonzept, beispielsweise ob die WP auf einen Pufferspeicher arbeitet wo sie die überschüssige Energie unterbringen kann, oder direkt auf den Heizkreis.

    Über diesem Laufzeitverhalten steht die Regelung der Wärmepumpe die zusätzlich darauf achten muss, dass eine Wärmepumpe nicht so oft einschaltet um die Anforderung des Energieversorgers zu erfüllen. Das macht sie üblicherweise durch eine Art Einschaltsperre, sprich sie sperrt den Wärmeerzeuger selbst wenn eine Anforderung käme, und sorgt so dafür, dass die WP nicht zu oft einschaltet.

    Die Anforderungen der Versorger stammen noch aus Zeiten wo man Wärmepumpen eingebaut hat die ihre Leistung nicht regeln konnten, und die aufgrund der Bauweise der Gebäude mit hoher Leistung dimensioniert wurden. Das hatte zur Folge, dass diese gerade während der Übergangszeit (Herbst, Frühjahr) sehr viel überschüssige Leitung hatten. Ohne irgendwelche Maßnahmen hätten die dann im Minutentakt ein- und ausgeschaltet, so wie es früher auch bei vielen Ölkesseln der Fall war. Dieses häufige Einschalten mag der Netzbetreiber natürlich gar nicht, zumal die WP mit hoher Leistung auch hohe Anlaufströme während des Einschaltvorgangs verursachten. So eine "Störung" interessiert nicht wenn sie sporadisch und selten auftritt, aber sie wird zum Problem wenn sie ständig auftritt.

    Stell Dir mal vor, in einem Neubaugebiet stehen Dutzende Wärmepumpen, die alle paar Minuten ein- und ausschalten und somit Störungen auf dem Netz verursachen. So ein Einschaltvorgang kann zu einem Knacken in Deinem Radio führen. Wenn das ab und zu passiert, zumal noch extrem kurz, dann fällt es Dir gar nicht auf. Wenn das aber im Sekundentakt passiert, dann hört sich das an wie ein Maschinengewehr das ab und zu Ladehemmung hat. Spätestens dann wirfst Du das Radio gegen die Wand, obwohl es gar nichts dafür kann.
    Um solchen und ähnlichen Problemen vorzubeugen, wurde die Anzahl der Einschaltvorgänge begrenzt.

    Heute haben Wärmepumpen eine viel geringere Leistung, weil auch die Häuser besser gedämmt sind. Zudem ist ein Sanftanlauf heutzutage Standard. In den TAB gibt es aber noch so manche Relikte aus vergangener Zeit, einfach weil man nicht voraussetzen kann, dass in DE nicht doch noch irgendwo solche alten Anlagen in Betrieb sind.

    Gruß
    Ralf
     
  6. andi5783

    andi5783

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    Ok danke für die Info Ralf. Hab jetzt den Zähler mal gelöscht. Der läuft ja jetzt schon seit Juli 2012 und da war des ganze Estrichaufheizen mit dabei. Dann kann ich mal schauen, wo ich tatsächlich liege.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Gute Idee. Regelmäßig notieren (mit Uhrzeit und Datum). Optimal wäre auch ein WMZ, dann könnte man auch einfach die Arbeitszahl ermitteln. Da zeigt sich dann schnell, ob mit der Kiste etwas nicht ni Ordnung ist, oder ob sie korrekt funktioniert.
     
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  9. andi5783

    andi5783

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    Den hab ich auch verbaut :biggthumpup:

    Läuft aber erst seit Mitte Oktober, weil ich dem Heizi erst sagen musste was er programmieren muss, und dem Eli wie er welche Kabel anzuschließen hat. Davor hieß es :not_w1:
     
  10. driver55

    driver55

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    Nach nun 4,5 Jahren liefert unsere 6kW-Sole-WP (ohne FBH-Speicher) folgende Werte:

    6051 Betriebsstunden
    7163 Starts

    Enthalten sind natürlich auch die 5 warmen Monate (Mai-Sept), wo 1-2 Mal pro Tag nur WW für 20-25 min gemacht wird.
    Bei den aktuellen Temperaturen (0°C...+5°C) startet sie 5...8 Mal pro Tag!
     
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