Wärmespeicherfähigkeit von Porenbeton bzw. T9

Diskutiere Wärmespeicherfähigkeit von Porenbeton bzw. T9 im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Wir werden eine einschalige Wand mit 36,5 cm Porenbeton oder dem ungefüllten T9 durch einen GÜ bauen lassen. Zur Entscheidung benötige ich noch...

  1. Knobler

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    Wir werden eine einschalige Wand mit 36,5 cm Porenbeton oder dem ungefüllten T9 durch einen GÜ bauen lassen. Zur Entscheidung benötige ich noch spezielle Infos zur Wärmespeicherung dieser Baustoffe. Letztlich hängt dies ja mit der Masse der Steine zusammen.

    Könnt ihr mir bitte sagen, welcher von beiden die höhere Wärmespeicherfähigkeit besitzt ?

    Und würde es speziell in bezug auf die Wärmespeicherung Sinn machen, anstatt 36,5 einen 42,5 cm dicken Stein zu nehmen ? Oder ist der "Massegewinn", wenn ich es mal so ausdrücken darf, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht unbedingt lohnenswert ?
     
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  3. fmw6502

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  4. Knobler

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    Nun für mich ist es durchaus von Bedeutung, wie gut die Außenwand Sonnenwärme, die von außen einstrahlt, speichern und dann in der Folge auch teilweise nach innen abgeben kann. Ich will hier aber definitiv kein Faß aufmachen und z. B. Befürworter und Kritiker von WDVS auf den Plan rufen. Dieses Thema ist für uns definitiv durch und ich stehe nur noch vor der Frage, ob Porenbeton oder Poroton. Und die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der 42,5 cm Dicke im Vgl. zu 36,5 cm ist gerade die, die ich mir stelle. Als Laie gehe ich davon aus, dass die 42,5 cm dicke Wand sowohl eine bessere Wärmedämmung als auch eine höhe Wärmespeicherfähigkeit beinhaltet. Aber lohnt sichs ? Einmal unabhängig vom Gesamtkonzept des Hauses (Heizung usw.) Hierzu bitte ich ebenfalls nochmals um Meinungen.
     
  5. fmw6502

    fmw6502

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    im Prinzip fließt die Wärmeenergie immer von warm nach kalt - egal wo da drinnen oder draußen.
    In einer Wand wo Energie von der sonnengewärmte Außenwand leicht nach innen fließen soll, fließt sie genauso leicht andersherum (=schlechte Dämmung).

    Um Sonnenenergie im Winter zum Vermeiden von Wärmeverlusten zu benutzen, sind andere Wandaufbauten bzw. Baustoffe notwendig.

    Daher ist die orig. Frage nicht zielführend.

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. Julius

    Julius

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    Und dazu dann vorzugsweise mit gefülltem Ziegelstein.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Die spez. Wärmekapazität ist bei beiden in etwas gleich, ca. 1.000J/kG*K.

    Die Wärmekapazität ist aber nur die halbe Miete. Betrachtet man die Temperaturleitung detaillierter, dann ergibt sich ein leichter Vorteil zugunsten des Ziegelsteins. Er hält quasi die Wärme etwas länger als der PB.

    In der Praxis macht sich das nicht so bemerkbar, da in beiden Fällen die Phasenverschiebung bei ca. 42cm Wandstärke um die 20h beträgt (beim PB unter 20h, beim Ziegel über 20h), d.h. selbst wenn die Fassade durch Sonneneinstrahlung aufgewärmt würde, würde sich dieser Effekt gegen Abend wieder umkehren, also bevor diese Wärme überhaupt den Innenraum erreicht.

    Die Materialkennwerte findet man in den technischen Datenblättern. Google liefert auch nützliche Infos.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. Baukralle

    Baukralle

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    Für die Wärmespeicherung ist eigentlich nur 10 cm des Mauerwerks ansetzbar, die Wanddicke spielt daher keine Rolle. Wenn das wirklich ein Planungskriterium wäre, das an Nummer 1 steht, solltest Du lieber eine schwere Wand mit einem WDVS wählen. Das Puffert dann Solarstrahlung besser (beim Passivhaus ist dies so ein Thema).
     
  10. olaf b

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    In einem bekannten Online u-Wert-Rechner kann man auch den sommerlichen Wärmeschutz für Ziegel oder Porenbeton berechnen lassen:

    Für einen heißen Sommertag (34 Grad nachmittags, vs. 16 Grad nachts) ergibt sich:

    Ziegel 0,09 365: 0,1 Grad Temperaturunterschied, 21,7 h Phasenverschiebung
    Porenbeton 0,09 365: 0,5 Grad Temperaturunterschied, 16,5 h Phasenverschiebung

    Beide lassen kaum Hitze ins Haus. leichten Vorteil hat anscheinend der Ziegel, der ist halt 2,5x so schwer wie der Porenbeton... Wichtiger ist wohl, sich vor Sonneneinstrahlung mit Markise, Jalousie oder Rollladen zu schützen.
     
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