Wärmeverlustberechnung einer Wärmebrücke (eingebundene Wand)

Diskutiere Wärmeverlustberechnung einer Wärmebrücke (eingebundene Wand) im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo, unser Neubau wurde mit einem beheizten Keller geplant und der Rohbau auch entsprechend gebaut. Um den Keller jedoch nicht unnötig...

  1. #1 Bolanger, 05.03.2011
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    Hallo,

    unser Neubau wurde mit einem beheizten Keller geplant und der Rohbau auch entsprechend gebaut. Um den Keller jedoch nicht unnötig mitzuheizen, denken wir darüber nach, kellerseitig die Treppenhauswände zu dämmen. Es gibt allerdings eine 24er KS-Wand, welche diese Dämmung durchdringt. Kann man eigentlich ausrechnen, wie viel Wärme durch eine solche Wand verloren geht, bei 20°C im Treppenhaus und 10°C im Keller?

    Vielen Dank,

    Bolanger
     
  2. R.J.

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    Prinzipiell schon, das Ergebnis erhältst du in W/mK.
     
  3. #3 Bolanger, 06.03.2011
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    Hallo,

    gibt es dazu eine frei verfügbare Software oder Anleitung, wie man es mit dem Taschenrechner rechnen kann?

    Danke,

    Bolanger
     
  4. R.J.

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    Du kannst Therm 5.2 für die Simulation benutzen. Randbedingungen nach DIN 4108 Bbl.2 und Psi Wert Berechnung nach EN ISO 10211. Aufwand ca. 1-1,5h für geübte Benutzer.

    Nur was soll mit dem Einzelergebniss erreicht werden?
    Wird sich im dann unbeheizten Keller überhaupt eine Temperatur von 10° einstellen? Was ist mit den Wänden auf der Kellerdecke oder ist die etwa von unten (oder überhaupt) gedämmt?
     
  5. #5 fmw6502, 06.03.2011
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    für eine Abschätzung kannst Du auch einfach:

    jeweils Fläche [m²] * jeweiligen U-Wert [W/m²K] * Temperaturdifferenz [K]

    berechnen und aufsummieren. Damit erhältst Du die Leistung in Watt, die in den kälteren Bereich fließt.

    Wenn Du es besser machen willst, stellst Du die Gleichung mit einer unbekannten Temperatur x auf sowie den Wärmeverlust (wie oben) an die kältere Umgebung. Die löst Du dann nach x auf und hast näherungsweise die voraussichtliche Temperatur des unbeheizten Kellers im statischen Zustand.

    Dazu reicht ein Bleistift und ein alter Briefumschlag ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. #6 Bolanger, 08.03.2011
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    Hallo,

    es gibt ein Programm, welches sich Argos nennt, und das finde ich sehr leicht zu bedienen. Das Problem war eher, dieses Programm überhaupt zu finden. Eine Testlizenz gibt es für 30 Tage.

    Prinzipiell haben wir erstmal kein direktes Problem mit Wärmebrücken, da der Keller eine Außendämmung hat und eigentlich Teil des beheizten Volumens ist. Die Idee, auch die Treppenhauswände zu dämmen, kam durch die Dämmung der Kellerdecke, da diese ja unter dem Estrich des EG noch eine Ausgleichsschicht aus EPS bekommt. Und wenn man dann darüber nachdenkt, wie man die Treppenhauswand dämmen könnte, macht man sich auch Gedanken über Wärmebrücken. Das ist für uns ein Luxusproblem, aber drüber nachdenken sollte erlaubt sein ;-)

    Gruß,

    Bolanger
     
  7. R.J.

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    Jede Software hat Vor- und Nachteile. Argos kann (meine ich) keine richtigen schrägen zeichen? Die Kunst ist aber dennoch das Programm richtig zu bedienen. Die Randbedingungen nach denen das Programm letztendlich rechnen soll sind hier entscheidend und die sind eben nicht so schnell zu erfassen. Im Zweifelsfall kann sogar die mm-genaue Eingabe des Details entscheidend sein.

    Klar kannst da darüber nachdenken, ich finde es sogar gut das das allgemeine Bewusstsein in diese Richtung geschärft wird. Allerdings wirst du in diesem Fall zu dem Schluss kommen das dieses eine Detail noch lange nicht das Ende ist.
    Wie gesagt, was ist mit den Innenwänden auf der Decke, Was ist mit dem Sockelbereich/Geschossstoss der Außenwand und was ist ist mit der Tür zum Keller?
     
  8. #8 Bolanger, 08.03.2011
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    Hallo,

    :-))) das interessante ist ja eigentlich, dass unser Haus viele Anforderungen an die thermische Trennung von Keller und EG erfüllt. Die EG-Wände stehen auf ISO-Kimmsteinen anstatt normalen. Prinzipiell ist also das komplette EG durch die Ausgleichsschicht unter dem Estrich schon thermisch vom Keller getrennt, auch wenn die Ausgleichsschicht vielleicht nicht den Anforderungen der ENEV nach einer echten thermischen Trennung erfüllen mag. 6 cm Dämmung sind erstmal nicht schlecht.
    Die Kellertür selbst würden wir ebenfalls gedämmt einbauen. das wurde schon mit dem Fensterbauer besprochen. Die 24er Wand könnten wir mit 10 cm Trockenbauprofilen mit entsprechender Dämmung versehen und kämen dann im Bereich der Tür auf eine 36,5er Wand, in die man sowohl eine Tür mit Zimmertürenrahmen einbauen könnte, also auch eine Art einfacher Haustür, welche dann sogar richtig in der Dämmebene sitzen würde.

    Wie auch immer, die Spielereien mit dem Wärmebrückenprogramm haben ergeben, dass die Wärmebrücken durch die eingebundene Wand zwar ärgerlich sind, aber verschmerzbar. Allein eine laienhaft angebrachte flächige Dämmung der Kellerwände, mit allen Wärmebrücken, die im Bereich der Treppe, der Decke etc. entstehen, bringt schon unheimlich viel vgl. zur ungedämmten Wand. Die Minimierung der Wärmebrücken ist dann lediglich die Kür des ganzen.

    Grüße,

    Bolanger
     
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