Wärmeverteilung im Haus optimieren

Diskutiere Wärmeverteilung im Haus optimieren im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Mitstreiter und Wissende, ich möchte die nächsten, hoffentlich besinnlichen und ruhigen Tage dafür nutzen, die Einstellungen unserer...

  1. rueckseil

    rueckseil

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    Hallo Mitstreiter und Wissende,

    ich möchte die nächsten, hoffentlich besinnlichen und ruhigen Tage dafür nutzen, die Einstellungen unserer Fußbodenheizung zu optimieren.

    wir bewohnen unser neues Haus nun knapp ein Jahr. Hier die relevanten Daten:
    Einfamilienhaus (EG+OG, 180 m²) mit Einliegerwohnung (EG, 90 m²)
    Erdwärme-Heizung Buderus WPS Logatherm 9, Sondenbohrung 2 x 80m
    komplett Fußbodenheizung, 3 Heizkreise (2 x EFH, 1 x ELW)
    relativ offene Bauweise im EFH

    Nun verhält es sich folgendermaßen: alle Heizkreise mit Ausnahme der Schlafzimmer sind voll geöffnet. Das gewünschte Temperaturniveau hat sich in fast allen Zimmern eingestellt. Sorgen machen uns ein Kinderzimmer (ca. 1 K zu kalt) und das Elternbad (14 m², Handtuchheizkörper fehlt noch, ca. 2 K zu kalt).

    Das Problem scheint, dass die Umwalzpumpe (Buderus, Typ kann nachgeliefert werden) aufgrund der Fläche und der Leitungsführung (Verluste) am Limit läuft und so der Durchfluss der Kreise in diesen Räumen nicht auf das benötigte Maß angehoben werden kann. Im Bad sind beide Durchflussregler voll aufgedreht, Durchfluss jedoch "nur" ca. 1,2 bis 1,4 l/min. Probehalber hab ich mal die Heizkreise im EG geschlossen, schon kletterte der Durchfluss oben im Bad bis auf 2,5 - 2,8 l/min (mehr Druchfluss - mehr Wärme?).

    Nun gibt es in meiner Denkweise 2 Möglichkeiten.

    1. Ich nehme die Vorlauftemperatur hoch. Dann werden alles "normalen" Räume zu warm, ich muss den Durchfluss überall etwas runternehmen. Die dadurch frei werdende Pumpenleistung kann ich für die Problem-Räume nutzen. Hier erhöht sich dadurch der Durchfluss und die Temperatur steigt.

    2. Die Pumpe durch eine leistungstärkere ersetzen.

    Beide Möglichkeiten kosten am Ende Strom und somit Geld. Wie ist hier die beste Herangehensweise?

    Vorab: mit dem Heizungsbauer steh ich in gutem Kontakt, aber er hat halt nicht den Hang zur Optimierung. Nach ihm würden wir den Vorlauf um 2 K erhöhen und alle dann zu warmen Räume mittels Raumthermostat runteregeln. Ist aber in meinen Augen nicht die optimalste Lösung. Zum Austausch der Pumpe könnte ich ihn vermutlich überreden.

    Vielen Dank im Voraus, dass ihr euch unserem Problem annehmt.
     
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  3. R.B.

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    Es könnte tatsächlich sein, dass die Pumpe am Anschlag hängt. Dazu müsste man einmal den Taschenrechner bemühen und ein bischen mit den Zahlen spielen.

    Anzahl FBH Kreise, Druckverluste usw. Es soll auch Leute geben, die vergessen den Druckverlust des in der WP verbauten WT, und wenn dann die Pumpe auf Kante genäht wird....;)

    Die Variante mit der höheren Heizkurve ist natürlich die einfachste Lösung. Wenn jedoch die Pumpe nicht die errechneten Volumenströme in den FBH Kreisen erreicht, dann würde ich erst einmal da ansetzen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. rueckseil

    rueckseil

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    Hallo Ralf,

    Taschenrechner und selber rechnen machen nach meiner Erfahrung nicht mehr alle Heizungsbauer. Meiner ist eher jüngere Generation. Soweit ich das mitbekommen habe, wurden alle Berechnungen von Rehau und/oder Buderus gemacht.

    Nochmal zum Thema:

    Ist es prinzipiell richtig: höherer Durchfluss - mehr Wärme im Raum?

    Was ist langfristig für meinen Geldbeutel besser: größere Pumpe (höhere Leistung - mehr Stromverbrauch) oder Vorlauftemperatur rauf und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Wärmepumpe in Kauf nehmen (schlechtere AZ - mehr Stromverbrauch)

    Wie groß ist der aufwand die Umwälzpumpe zu wechseln?

    Kann ich mir die Berechnung der Pumpengröße zeigen lassen oder wird sowas nach Gefühl ausgesucht? Oder ist das im Set der Heizungsanlage so mit drin?
     
  5. kehd

    kehd

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    Erstmal nachsehen, was für eine Leistungsaufnahme die Pumpe bei Vollast hat.
    Wenn es keine Energiesparpumpe ist, könntest Du die gegen eine Klasse A Pumpe mit höherer Leistung tauschen und verbrauchst immer noch weniger Energie.
     
  6. rueckseil

    rueckseil

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    Soweit ich das im Kopf habe, ist das schon eine Hocheffizienzpumpe, die auch modulierend arbeitet.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Aber dann sollte er ja trotzdem die Rechenergebnisse vorliegen haben.

    Ja. Die mittlere Heizkreistemperatur steigt, dadurch erhöht sich auch die Leistung. Das geht natürlich nur in gewissen Grenzen, also limitiert durch die VL Temperatur. Zudem ist die max. Fließgeschwindigkeit zu berücksichtigen damit keine Fließgeräusche auftreten.

    Das ist schwer abzuschätzen. Bei einer geregelten Hocheffizienzpumpe sehe ich einen Vorteil zugunsten der Heizkreispumpe bzw. Austausch der Pumpe.

    Wenn alles richtig vorbereitet wurde (fachgerechte Installation) dann ist der Austausch in ein paar "Minuten" erledigt inkl. E-Anschluss.

    Das wird nicht nach Gefühl ausgesucht, sondern anhand der o.g. Berechnung.
    Die Berechnung zeigt den Volumenstrom für jeden Kreis und die Druckverluste. Daraus lässt sich der Gesamt-Volumenstrom (einfache Addition) ermitteln. Aus dem Volumenstrom in Verbindung mit dem Druckverlust ergibt sich ein Arbeitspunkt, dann schaut man in die Kennlinie der Pumpen und wählt das passende Exemplar aus.

    Gruß
    Ralf
     
  8. rueckseil

    rueckseil

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    Hat er auch und ich in Kopie. Aber zum Bsp. stehen auf meiner Berechnung keine direkten Durchflussmengen. Da steht halt für jeden Kreis nur so Angaben wie: "3/4" oder "2 1/4". Ich nehme an, das sind Umdrehungen am Ventil der Durchflussregler. Also eher als Richtwert. Und mit wahrscheinlich fehlender Pumpenleistung sind solche Berechnungen eh für die Katz.

    Der hydraulische Abgleich wurde bei Inbetriebnahme, also kurz vor dem Einzug, gemacht. Seit dem hat der Installateur mehrfach nachgeregelt.

    Ist das ein absoluter Wert oder in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten variabel?

    Kann ich dieses Prozedere wenigstens überschlägig allein durchführen um mal die Pumpengröße einzuordnen? Wie gesagt, die Berechnung liegt mir vor (ich hoffe, ich verwechsle das jetzt nicht).
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Im FBH Rohr sollte man < 0,5m/s bleiben.

    Hast Du auch die Unterlagen zu den Ventilen im HKV?

    An sich sollte in der Berechnung alles notwendige stehen. Was in Deiner Berechnung steht, sagt mir meine Glaskugel nicht. Man könnte natürlich aus verschiedenen Angaben rückrechnen, aber für eine überschlägige Abschätzung wäre das zu aufwändig.

    Gruß
    Ralf
     
  10. rueckseil

    rueckseil

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    Sind doch die oben erwähnten Angaben "3/4" oder "2 1/4", die stehen zu jedem Heizkreis in der Berechnung.

    Ich werd heute abend nochmal nachschauen, was alles in der Berechnung als Ergebnis steht. Vielleicht stell ich auch eine Seite mal exemplarisch ein.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Das meinte ich nicht. Für Ventile gibt es Diagramme aus denen man alles entnehmen kann. ;)
    Du brauchst ja auch noch den Druckverlust.

    Aber schau mal was Du in der Berechnung so alles findest. Angaben wie x [l/h] oder in [l/min] wären schon ganz hilfreich.

    Gruß
    Ralf
     
  12. rueckseil

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    Also ohne jetzt meine Heizungsberechnungen täglich auswendig zu lernen würde ich behaupten, Diagramme sind dort nicht enthalten. Aber das kriegen wir erst heute abend raus.

    Ich meld micht wieder.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Die Diagramme sind nicht in der Berechnung, sondern in den Datenblättern.
    Warten wir mal ab was Du noch so findest.

    Gruß
    Ralf
     
  14. rueckseil

    rueckseil

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    so, hier nun die genaueren Angaben:

    Pumpe: Grundfoss Alpha 2 L

    Berechnung Fußbodenheizung mit Programm Rehau Rauwin

    Folgende Angaben beziehen sich auf das relevante Bad:

    1. Berechnung der Wärmebilanz: Norm-Heizlast 665 Watt, Leistung Fußbodenheizung 524 Watt, Deckungsgrasd 79 %

    2. Raumliste: 2 Heizkreise, jeweils 5,65 m² lichte Fläche, 3,5 K Spreizung, spezifische Leistung 46,5 W/m², Oberflächentemperatur 28,5 °C, Heizlast 333 W, Heizleistung innen 262 W, Heizleistung außen 65 W

    3. Allgemeins Angaben zu den einzelnen Verteilern: Vorlauf 35 °C, vorgegebene minimale Spreizung 5 °C, gemittelter Vorlauf 30,5 °C, gemittelte Spreizung 4,5 °C, Anzahl Anschlüsse ist: 9 Stück, Anzahl Anschlüsse max. möglich: 12 Stück, Gesamtfläche 93,4 m² Rohrlänge 599,5 m², Wärme-/Kälteabgabe nach innen 3.353 W, Wärme-/Kälteabgabe nachaußen: 853 W, Wasserinhalt Rohre: 79,6 l, Massenstrom am Verteiler: 795,5 kg/h, Volumenstrom am Verteiler: 799,8 l/h, maximaler Druckverlust am Verteiler 50,8 mbar, das entspricht 5.081 Pa

    4. Angaben zu den einzelnen Heizkreisen (für beide Heizkreise gleich): Kreislänge 65,7 m, Massenstrom 89,1 kg/h, Vorlauftemp. 35 °C, Volumenstrom 0,3 l/h, Spreizung 3,2 K, Leistungsabgabe nach innen 291,4 W, Leistungsabgabe nach außen 71,7 W, Geschwindigkeit 0,2 m/s, Druckverlust Rohr 38,1 mbar, Druckverlust Ventil 12,7 mbar, Druckverlust Heizkreis 50,8 mbar, Ventileinstellung V1: 1, Einstellung Durchflussregler E1: keine Angabe, Ventileinstellung V2: 1/2, Einstellung Durchflussregler E": keine Angaben

    Festzuhalten ist: die beiden Heizkreise im Bad sind nicht jeweils knapp 66 m, sondern 1 x 98 m und 1 x 48 m, dürfte nichts machen, da ja mehr meter rohr drin sind.

    Ganz schon viel Infos, kann ich daraus schließen/berechnen, ob die oben aufgeführte Pumpe ausreichend dimensioniert ist?
     
  15. RaHu

    RaHu

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    Soweit richtig, das gilt aber dann für alle Räume und nicht nur das Bad, da heißt es müssten trotzdem (auch mit größerer Pumpe) die anderen Kreise gedrosselt werden. Und es kostet auf jeden Fall ein wenig WP-Effizienz.

    Die Leistungsfähigkeit der Pumpe würde ich nur von der Spreizung abhänging machen. Die sollte in einem Bereich von 5 bis 7 Grad sein. Wenn du schon in dem Bereich bist, würde ich keine größere Pumpe einbauen. Welche Spreizung hast du denn im Betrieb?
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Hatte ich etwas anderes geschrieben?

    Das ist die falsche Vorgehensweise, denn die Spreizung hast vorerst mal nichts damit zu tun. Sie ist zudem keine konstante Größe mit der man dimensionieren könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Du hattest doch von mehreren Verteilern gesprochen. Wenn ich das richtig gesehen habe, dann hast Du an besagtem Verteiler ca. 800l/h und 50mbar. Das ist jedoch nur die halbe Miete, sonst wäre die Pumpe nämlich ausreichend.

    Gruß
    Ralf
     
  18. rueckseil

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    heute morgen: Raumtemperatur Bad 20,9 °C, Durchfluss jeweils 1,4 l/min trotz unterschiedlicher Kreislängen, Oberflächentemperatur spürbar und messbar unterschiedlich (delta ca. 1 K)

    @RaHu: Spreizung (Diff. Vorlauf/Rücklauf im Betrieb?!) kann ich von hier aus nicht beantworten. Ich bin auch morgen erst wieder zu hause. Ich glaube mich aber zu erinnern, das die Spreizung bei mir keine 7 K hatte, eher 4 bis 5K, alles unter Vorbehalt.

    Frage: Spreizung erst ablesen, wenn Wärmepumpe angesprungen ist. Heizkreis-Umwälzpumpe läuft doch auch ohne Wärmepumpe, oder?
     
  19. rueckseil

    rueckseil

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    @ralf:

    wir haben drei Heizkreise: EG ELW ca. 90 m², EG Haupthaus ca. 90 m² und OG Haupthaus ca. 90 m²

    die Daten der beiden anderen Kreise habe ich natürlich jetzt nicht hier. Sind nur die beiden Werte Volumenstrom und max. Druckverlust interessant?

    Der max. Druckverlust ist doch nicht die Summe aller Verluste, also kein Gesamtdruckverlust, oder? Ich hab das so verstanden, dass das der maximale Einzeldruckverlust eines Kreises ist. Entspricht ja auch dem Druckverlust der beiden Bad-Kreisläufe.
     
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    R.B.

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    Das kommt darauf an wie die Heizkreispumpe angesteuert wird. Üblicherweise läuft die Heizkreispumpe ständig damit die Regelung auch immer die korrekten Temperaturen erkennt.

    Gruß
    Ralf
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Hier darf nicht addiert werden, denn die Kreise hängen ja parallel. Einfach mal an den Physikunterricht 9. Klasse denken, Parallelschaltung von el. Widerständen. Mit den FBH Kreisen verhält es sich analog.

    Zum Druckverlust der Kreise kommen noch die Zuleitungen zu den HKV, evtl. verbaute Armaturen, Druckverlust des WT im Wärmeerzeuger etc. hinzu. Diese liegen ja "in Reihe".

    Schau mal was zu den anderen Verteilern an Volumenstrom angegeben ist. Ich denke da kommen wir schnell in Richtung 2m3/h.

    Dann wäre die Alpha 2-40 ruckzuck überfordert, denn die macht selbst bei Einstellung "max." nur etwa 130mbar bei 2m3/h.

    d.h. es wäre gut möglich, dass man die 6m Ausführung (Alpha 2 -60) nehmen muss. Die könnte in diesem Bereich auch noch regeln.

    Gruß
    Ralf
     
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