Wahl des richtigen Puffer/Kombispeichers

Diskutiere Wahl des richtigen Puffer/Kombispeichers im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich brauche Hilfe bei der Wahl eines passenden Puffer/Kombispeichers. Zur aktuellen Situation: Mein Haus wird über zwei Heizkreise...

  1. dschoh

    dschoh

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    Hallo,
    ich brauche Hilfe bei der Wahl eines passenden Puffer/Kombispeichers.

    Zur aktuellen Situation:
    Mein Haus wird über zwei Heizkreise (Radiatoren und FBH mit Mischer) beheizt.
    Als Zentralheizung wird ein 17KW Öl-Kessel benutzt.
    Warmwassertank (160L) wird ebenfalls hierüber aufgewärmt.

    Nun zum Vorhaben:
    Im Wohnzimmer steht ein 22 Jahre alter Kachelofen (ca. 11KW), welcher aber raus soll.
    Diesen möchte ich durch einen wasserführenden Kamineinsatz (ca. 10 kw Wasser / 5 kw Luft) ersetzen.
    Der wasserführende Ofen soll die Ölheizung unterstützen.
    Das ganze soll über einen Puffer- bzw. Kombispeicher laufen.

    Die Frage die sich mir stellt, was soll es für ein Pufferspeicher sein und wie wird der eingebunden.
    Mein Heizungsbauer hat mir einen Kombispeicher empfohlen, der auch den Warmwassertank beinhaltet.
    Dadurch würde mein bestehnder 160 Liter Warmwassertank unnötig.

    Ebenso soll eine spätere Anbindung von Solar an den Kombispeicher möglich sein.
    Also benötige ich einen Kombispeicher (mindestens 600 Liter plus 200 Liter Brauchwasser) mit Solarwärmetauscher, welcher aber vorerst noch nicht angeschlossen wird.
    Liege ich soweit richtig?

    Zwei Möglichkeiten der Aufheizung habe ich ins Auge gefasst:
    1. Möglichkeit
    Holzofen und Heizkessel heizen den Kombispeicher auf und die Heizkreise werden vom Kombispeicher gespeist.
    Dadurch erreiche ich beim Heizöl-Brenner eine niedrigere Taktung, was diesen effizienter macht.
    Wie verhält sich das aber im Sommer mit dem Warmwasser?
    Muss ich für warmes Brauchwasser dann immer den ganzen Kombispeicher aufladen?

    2. Möglichkeit
    Der Kombispeicher wird vom Holzofen aufgeheizt und wenn die Temperatur im Kombispeicher hoch genung ist, wird der Rücklauf des Ölkessel damit angehoben.
    Damit unterstütze ich zwar die Ölheizung, erreiche damit jedoch keine niedrigere Taktung des Ölbrenners.
    Oder sehe ich das falsch?
    Wie wird in diesem Falle warmes Brauchwasser im Kombispeicher erzeugt?

    Ist nun doch recht viel Text geworden und ich hoffe, ich konnte einigermassen darlegen, worauf ich hinaus will.
    Würde mich sehr über ein paar Anworten, Kritik oder Hinweise freuen.

    Gruß, Alex
     
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  3. R.B.

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    Wie alt ist der WW-Speicher? Soll/kann dieser weiter genutzt werden?

    Ja logisch, das ist ja ein Nachteil dieser Komilösungen. Wobei man "komplett aufladen" relativieren muss, innerhalb des Puffers wird immer eine Schichtung stattfinden. Ob diese stabil bleibt, hängt von mehreren Faktoren ab.

    Wie kommst Du auf diese Größe? Für einen einzelnen Abbrand könnte das ausreichen, ergibt etwa 60K Temperaturerhöhung. Bei Solar sieht die Sache wieder anders aus.

    Gruß
    Ralf
     
  4. dschoh

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    Hallo Ralf,
    danke erstmal für Deine Antworten.

    der Warmwasserspeicher ist 7 Jahre alt.
    Er könnte gerne weiter benutzt werden, mein Heizungsbauer kam mit der Kombilösung.
    Was würdest Du denn empfehlen?

    Auf die 600 Liter kam ich, durch die 10 kw wasserseitige Leistung des Holzofens.
    10kw mal 60l.
    Wie sieht das bei Solar aus? Ich habe gelesen, 80Liter Puffer pro qm Solarfläche.

    Gruß, Alex
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ich bin kein Freund von Kombilösungen, obwohl in Deinem Fall eine Kombi zumindest nicht völliger Krampf wäre.

    Das ist etwas zu einfach gedacht. Wichtig sind die Wärmeerzeuger (zum Teil bekannt) und die geplante Nutzung (noch unbekannt). Bei Solar ist die Strategie etwas anders, denn hier stellt sich die Frage, möchte ich Temperaturen ernten (nicht so effizient) oder Energie (effizient). Kann man über die Heizflächen nur hohe Temperaturen verwerten, dann sinkt die Effizienz der Solaranlage drastisch.

    Erschwert wird das Ganze dadurch, dass man auch noch die Heizlast des Aufstellraums, der restlichen Räume berücksichtigen muss, und die verwendeten Heizflächen. Dadurch können sich Einschränkungen bei der Nutzung des Ofens ergeben, denn niemand will ja eine Sauna in der Hütte.

    Man muss also einige Dinge beachten, bevor man ein Konzept ausarbeiten kann.

    Gruß
    Ralf
     
  6. dschoh

    dschoh

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    So richtig behagt mir das auch nicht.
    Der Kombi macht ja scheinbar nur Sinn, wenn ich diesen im Sommer Solar beheizen kann.
    Ich könnte auch stattdessen einen 1000L Pufferspeicher neben den Warmwasserspeicher stellen.
    Vom Platz her ginge das noch.

    Wegen der Größe des Puffers, klar das waren nur so Pi mal Daumen Faustregeln.
    Ich möchte mir halt ein ungefähres Bild verschaffen.

    Übersetzt heißt das doch soviel wie, möchte ich die Solarenergie speichern oder sofort nutzen, oder?

    Nochmal zur Einbindung des Puffers.
    Gehe ich recht in der Annahme, daß eine Aufheizung des Puffers mit dem Heizkessel einer Rücklaufanhebung des Heizkessels vorzuziehen wäre?
    Dadurch könnte ich die Taktung des Brenners verringern, auch wenn der Holzofen aus ist.
    Die Lösung mit der Rücklaufanhebung wäre einfacher, würde aber nur eine Verbesserung bringen, wenn der Puffer aufgeheizt ist.

    Gruß, Alex
     
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  8. R.B.

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    So in ungefähr. Nicht unbedingt sofort, man kann auch unterschiedliche Temperaturen (in verschiedenen Speichern) speichern.

    Das kommt darauf an, was letztendlich alles wie miteinander verheiratet werden soll. ICH würde mich wohl für die Lösung mit dem Puffer als zentrales Element entscheiden, auf das alle Wärmeerzeuger arbeiten.
    Dazu müsste man jetzt aber in die Details gehen und auch die Hydraulik mal genauer unter die Lupe nehmen. Das müsste an sich Dein HB vor Ort leichter entscheiden können.

    Gruß
    Ralf
     
  9. dschoh

    dschoh

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    Ok.
    Danke erstmal.
    Auf jeden Fall nehme ich jetzt mal mit, daß der Kombi kein MUSS ist.

    Gruß, Alex
     
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