Wand tragend oder nicht?

Diskutiere Wand tragend oder nicht? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, wir sind dabei ein Haus Baujahr 1951 zu renovieren. Die Trennwand zwischen Wohn- und Esszimmer sollte raus. Deshalb haben wir...

  1. salbert

    salbert Gast

    Hallo Zusammen,

    wir sind dabei ein Haus Baujahr 1951 zu renovieren. Die Trennwand zwischen Wohn- und Esszimmer sollte raus. Deshalb haben wir einen bekannten Architekten gefragt, ob diese eine tragende Wand sei.
    Da es keinerlei Unterlagen von dem Haus gibt (alle Innenwände sind gleich dick, 12 cm), konnte er es auch nur nach seiner Erfahrung beurteilen. Er war sich jedoch sicher, dass es sich dabei um keine tragende Wand handelt und diese deshalb problemlos entfernt werden könnte.
    Nun haben wir die Wand entfernt und die Decke (Ziegeldecke) welche jetzt sichtbar ist hinterlässt bei uns irgendwie ein ungutes Gefühl ob die Wand nicht doch tragend war. Leider ist unser Bekannter (Architekt) zurzeit im Urlaub und kann da jetzt keinen Blick drauf werfen. Deshalb suchen wir unkonventionelle Hilfe in diesem Forum.
    Wir würden uns sehr freuen, wenn es hier jemanden gibt der ähnliche Baustellen kennengelernt hat und uns diesbezüglich seine Meinung mitteilen könnte.
    Für zeitnahe Antworten danken wir Euch im Voraus... :-)

    MfG,
    salbert
     

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  3. helge2

    helge2

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    Und ihr habt nichts schriftliches von euerem Archiketen der jetzt grad leider im Urlaub ist ?

    Gruß Helge 2
     
  4. #3 baufix 39, 1. April 2015
    baufix 39

    baufix 39

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    ich hoffe nur das ist keine Holzbalkendecke (sehe da die alten "Sauerkrautplatten")
    möglicherweise ist im Geschoß darüber eine gleiche Wand, allerdings auf der abgebrochenen
    aufgebaut.
     
  5. RMartin

    RMartin

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    Mach mal ne grobe Skizze von dem Grundriss. Einschl. Angabe der wichtigen Abmessungen (Breite des Zimmers, Länge der Aussenwand, die nun anscheinend keine evtl. aussteifende Querwand mehr hat, etc.).
     
  6. #5 Gast036816, 1. April 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    knall da mal vorsorglich einen doka-träger auf spriessen drunter und stütz das wieder ab. dann holst du dir einen tragwerksplaner, der sich das genau anschaut.

    ich vermute, dass ihr der aussenwand die aussteifung entfernt habt, da würde ich mind. 50 cm wieder ergänzen und kraftschlüssig wieder aufmauern.
     
  7. #6 jodler2014, 1. April 2015
    jodler2014

    jodler2014

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    Oha!
    ich sehe auf der Außenwand eine" verzahntes Mörtelbild"
    Die Außenwand sollte eigentlich halten, aber die Decke ?
    Wo sind schon Risse entstanden?
    Bims-Beton/Leichtbeton-Bimsdecke ?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Was ist das für ein Wandstück das in Bild 1 in den Raum steht?
     
  9. #8 Gast036816, 2. April 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    schornstein!
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Habe ich befürchtet.

    Und welche Leuchte kommt auf die Idee und malträtiert so den Schornstein? Oben waagerecht geschlitzt für eine E-Leitung und unten auch noch Schalterdosen?

    Wenn hier ein Fachmann am Werk war müsste man den von der Baustelle jagen. Da ich mir aber nicht vorstellen kann, dass hier ein Fachmann gearbeitet hat, das wüsste ein Lehrling im 1. Lehrjahr, sollte man den Bauherren von der Baustelle jagen, bevor er noch mehr Schaden anrichtet.
     
  11. Jan81

    Jan81

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    mal im ernst Leute, wenn alle Innenwände 12 cm sind, dann muss diese Wand doch tragend sein oder aussteifende Wand.

    Ich würde persönlich so nicht lassen wollen. Außer ein Statiker gibt es mir schriftlich und haftet auch damit.

    Vielleicht ist der Schornstein still gelegt?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Dann könnte man ihn auch gleich abbauen, denn eine erneute Inbetriebnahme ist so einfach nicht mehr möglich. :D
     
  13. #12 Inkognito, 2. April 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Schornstein schlitzende Spezialisten. Ich hoffe da hängt kein Kaminofen mehr dran sondern steht nur ein LAS drin. Und bitte, nicht vergessen dem Käufer zu sagen, dass der Kamin vermurkst wurde. Vielleicht einen Zettel mit dem Hinweis unten in der alten Reinigungsklappe.

    Ansonsten vermute ich dass die Wand zumindest als Lagerung für die Außenwand gedient hat, Thema knicken/vierseitig gehalten. Ansonsten scheint direkt darauf betoniert worden zu sein, auch das ein Indiz für eine tragende Wand. Steht im Geschoss darunter eine Wand an gleicher Stelle?
    Tragwerksplaner zu rate ziehen, bis dahin aussteifen.
     
  14. Andybaut

    Andybaut

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    Ich bin Architekt,

    Architekt und kein Statiker. Aus dem Grund lasse ich sowas vom Statiker beurteilen. Der hat das gelernt.

    Aus meiner Erfahrung würde ich auch sagen, dass in den 50er Jahren eine 12er Wand (11,5 Ziegel) keine tragende Funktion hat.
    Aber aus meiner Erfahrung würde ich auch sagen, dass da irgendwo eine dickere Wand im Gebäude ist.
    Scheint aber nicht der Fall zu sein.
    Also ist hier entweder die Decke von Aussenwand zu Aussenwand gespannt (eher untypisch für das Baujahr)
    oder irgendwas stimmt da nicht so ganz.

    Daher, klarer Fall für einen Statiker
     
  15. salbert

    salbert Gast

    Vielen Dank für die vielen Antworten. Wie es aussieht müssen wir dann wohl doch einen Statiker kommen lassen.
    Ich habe mal die Grundrisse an gehangen und die entfernte Wand rot markiert. Wie man sehen kann, befindet sich unter jeder Wand im Erdgeschoss auch eine Wand im Keller.
    Die Wand im Obergeschoss welche sich laut Grundriss über der jetzt entfernten Wand befinden soll, wurde bereits vor längerer Zeit entfernt.
     

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  16. #15 Inkognito, 2. April 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Ziemlich sicher tragend.
     
  17. user813

    user813

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    Würde ich auch sagen, Deckenbalken liegen oft in der gleichen Richtung wie Sparren.

    Auf jeden Fall schleunigst abstützen!

    Dann mal vorsichtig den Bereich der Decke wo die Wand stand freilegen und schauen ob man auf kreuzenden Balken trifft.
     
  18. #17 JamesTKirk, 2. April 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    3 : 0 für tragend. Da muss der Statiker ran und Notunterstützung drunter ...
     
  19. #18 baufix 39, 2. April 2015
    baufix 39

    baufix 39

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    man kann nicht erkennen was das für eine Decke über EG ist, Beton oder Balkedecke oder was anderes ?
     
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  21. tanzbaer

    tanzbaer

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    Bevor der Threadstarter hier auf dumme Gedanken kommt. Ich habe auch ein altes Haus aus den 50ern/60ern. Geh davon aus, dass inzwischen alles trägt, auch in der Statik angegebene nicht tragende Wände. Die Decken in den Häusern aus der Zeit biegen sich so weit durch, da hat irgendwann alles Last. Nimmst Du also eine nach Statik nicht relevante Wand raus, kann es dir passieren, dass Du trotzdem nach und nach Risse bekommst, bzw. in Deinem Fall die Wand im OG in der Mitte hohl liegt, bzw. aufgrund des Durchgangs in der Tür reisst. Ohne Statiker vorab der sich die alte Statik ansieht und das Objekt vor Ort ob auch so gebaut wurde hätte ich da keinen mm von der Wand weggestemmt, ohne Abstützung schon gar nicht. Und selbst dann kannst Du noch Überaschungen erleben und musst beim Entfernen selbst aufpassen. (s.u.)

    Für die Beurteilung frage ich aber nach dem 3:0 als interessierter Laie doch noch mal doof nach.

    Da ist doch die Spannrichtung angegeben auf dem Bild mit der rot markierten Wand. So wie ich das lese spannt die Decke von links nach rechts und damit wird die Decke doch auch erstmal von den Wänden links und rechts getragen und nicht von der roten Wand, oder?

    Dann sieht der Bereich in der Decke verdächtig so aus, als wären das Bims Hohlkörpersteine und so wie die Fugen aussehen liegen die auch so, dass die Träger von links nach rechts spannen. Wenn das oben wo die Steine fehlen wirklich Bims ist, dann würde ich direkt abstützen. Bei meiner Hütte haben sich die Jungs die in der Statik noch vorhandenen Träger überall da gespart wo eine Wand drunter war, mit dem Ergebnis, dass man nach Statik die Wand hätte wegnehmen können, in der Realität aber nicht! (Wobei hier eigentlich bei der Stelle aufgrund des Kamins gar kein Träger liegen dürfte meine ich).

    Nehmen wir mal an, das würde die Realität treffen, dann müsste man doch jetzt in der Statik schauen, ob a) die Decke mit ausreichend Zuschlag für die Trennwand im OG gerechnet wurde und b) ob nicht irgendeine Stütze / Fachwerk aus dem Dachgeschoss Last aus dem Dachstuhl über die entfernte Wand abtragen will. Und natürlich ob die Aussteifung noch gegeben ist. Wenn das alles der Fall wäre, dann wäre die Wand doch zumindest der berechneten Statik nach als nichttragend und nichtaussteifend identifiziert, oder?

    Wobei die ersten beiden Punkte ja sogar entfallen würden, wenn das eine Hohlkörperdecke ist und der Träger nicht genau über der Mauer angeordnet ist, über die Steine wird meines Wissens nichts abgetragen.

    Und um den Schwung vom Anfang wieder aufzunehmen. Selbst wenn nicht tragend, ich persönlich hätte da einen Sturz drunter gemacht. Bei mir haben sich die Betondecken 2cm bis 3cm in der Mitte gehängt, die Bims Hohlkörperdecken ebenso. Die rote Wand hier hat das Durchhängen bisher verhindert, wenn die jetzt weg ist, sagt mir mein Bauch, dass der Rest sich über kurz oder lang in die Komfortzone hängt.
     
  22. salbert

    salbert Gast

    Es handelt sich um eine Ziegeldecke...
     
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