Wand- und Flachdachaufbau Tauwasserproblem?

Diskutiere Wand- und Flachdachaufbau Tauwasserproblem? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! Erstmal dankeschön für dieses tolle Forum! Bin schon ne Weile hier stille "Mitleserin" und hab schon sehr viele interessante Denkanstöße...

  1. Giovanna

    Giovanna

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    Hallo!

    Erstmal dankeschön für dieses tolle Forum! Bin schon ne Weile hier stille "Mitleserin" und hab schon sehr viele interessante Denkanstöße zu unserem Problem hier gefunden.

    Unser Fertighaus (Bj. 2004) hat folgenden Außenwandaufbau:

    12,5 mm Rigipsplatte
    50mm Heraklith
    16mm Holzwerkstoffplatte V20 E1
    0,2 mm PAE-Folie (mü-Wert: 100.000; sd-Wert 20)
    160mm Holzriegelfachwerk, dazwischen Mineralwolle
    16mm Holzwerkstoffplatte V100 E1^
    80mm Styropor
    Silikonharzputz

    das Flachdach unseres Holzriegelbaus ist folgendermaßen aufgebaut:
    12,5mm Rigips
    0,2mm PAE-Folie (mü-Wert 100.000; sd-Wert 20)
    24mm Streuschalung
    240mm Vollholzbalken, dazwischen Mineralwolle
    20mm Nut-und Feder Holzwerkstoffboden
    100mm-300mm Gefälledämmung
    1,2mm EPDM- Hartalan Folie (mü- Wert 70.000; sd-Wert 84)
    Kies

    Da wir seit unser Haus gebaut wurde nun schon zum zweiten Mal Tauwasser in der Fassade (das dann im Bereich der Fensterlaibungen nach außen dringt bzw. zu Schimmelbildung führt) haben, fragen wir uns ob dieses Problem etwas mit der grundsätzlichen Konstruktion zu tun hat.
    Insbesondere beschäftigt uns die Frage, ob das nicht hinterlüftete Flachdach (Warmdach) hier eine besondere Rolle spielen könnte indem die Konstruktion in sich zu Dampfdicht ist. Ein kürzlich durchgeführter Blower Door Test ergab einen Luftwechselrate von 0,6- obwohl an manchen Fenstern deutliche Leckagen festgestellt wurden.

    Wir können uns einfach nicht erklären, wo die Feuchtigkeit in der Fassade herkommt. Ein Eindringen von Außen (Schlagregen usw.) haben wir so gut wie ausgeschlossen, da die gesamte Fassade inkl. WDVS bereits im Jahr 2007 erneuert wurde und damals besonders darauf geachtet wurde, dass Fensteranschlüsse u. dgl. besonders sorgfältig ausgeführt werden.

    Kann sich irgendjemand hier einen Reim auf die Sache machen?

    lg Giovanna
     
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  3. Jens01

    Jens01

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    Darauf läßt sich so schlecht eine Antwort geben. Wo genau tritt denn das Wasser auf. Drinnen, draußen? Wo genau. In der Fensterleibung oder auch direkt beim Fenster/ Glas
    Gibt es Fotos, Skizzen.

    Eine Luftwechselrate von 0.6 ist schon sehr, sehr gut. D.H. dass eigentlich im täglichen Gebrauch kein Luftwechsel mehr auftritt. Wird auch ausreichend auf Lüftung geachtet oder gibt es eine Lüftungsanlage.

    Die Leckagen am Fenster werden sicher nicht so relevant sein, da sich sonst keine LWR von 0.6 einstellen würde. Könnte vielleicht eine Wärmebrücke sein. Eine Wärmebrücke ist eher eine theoretische Sache als eine handwerkliche, so dass diese trotz sorgfältiger handwerkliche Arbeit auftreten kann.
     
  4. Jens01

    Jens01

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    Die Konstruktion sieht nach einem Fertighaushersteller aus. Lass Dir die Tauwassernachweise für Dach und Außenwand geben.
     
  5. mls

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    und dann?
    was bringt ein rechnerisch erfolgreicher tauwassernachweis, wenn die bude absäuft?

    sowohl dach als auch wand klingen in der fläche wenig anheimelnd, wie´s erst in ecken und
    bauteilübergängen aussieht?

    was helfen könnte:
    feuchtigkeitsmessungen durch "spionagebohrungen" - minimalinvasiv.
    bdt, nebel usw. .. und ein diagnostiker, der kan schmäh erzählt, vielleicht ahnung von
    holzbau hat - dann könnt´s was werden.

    holzhaushersteller mit 3 buchstaben?
     
  6. Giovanna

    Giovanna

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    Sorry, hab erst jetzt die Antworten bemerkt!

    @jens01
    Tauwasser ist außen in der Fassade, leider nicht im VWS-System (wo es schadensfrei austrocknen würde) sondern an den äußersten Holzstaffeln an denen die Holzwerkstoffplatten befestigt sind und betrifft im Bereich der Fenster teilweise oberflächlich auch die Holzriegelkonstruktion (ca. 2-3 mm der Holzstaffeln).

    Fotos vom ersten Schaden gibt es, kann ich bei Gelegenheit hochladen.

    Auf Stoß- und Querlüften wird und wurde immer geachtet, man merkt es sofort an der schlechten Luft, wenn mal einige Stunden lang nicht gelüftet wurde. Seit wir das mit der niedrigen Luftwechselrate wissen, sind wir quasi nur noch am lüften. Eine Lüftungsanlage einzubauen haben wir jetzt noch vor dem Winter vor, da wir in der Heizperiode nicht dauernd lüften möchten wg. dem Wärmeverlust.

    Bzgl. Wärmebrücke: ist das so gemeint, dass sich im Übgergang zwischen Fenster und Wand einfach wegen dem Materialwechsel (Holzriegelaufbau-Kunststofffensterrahmen-Glas) vermehrt Tauwasser bildet? Also quasi eine Materialbedingte Wärmebrücke?

    Wir sind eigentlich vor allem deshalb ziemlich ratlos, weil nicht alle Fenster betroffen sind, jedoch alle Fenster gleich montiert wurden, der Hersteller jedoch in erster Linie auf die Fenster tippt.

    Tauwassernachweis für Wand- und Dachaufbau wird vom Hersteller nachgeliefert. Bin mal gespannt...

    @mls
    Hast recht, rechnerischer Tauwassernachweis -vor allem nachträglich- bringt uns jetzt nur minimal weiter. Wir wüssten aber dann zumindest, ob es am Decken- Wandaufbau liegen könnte oder ob das ausgeschlossen werden kann. V.a. die raumseitige Folie ist für uns bzgl. Tauwassernachweis interessant.

    Bzgl.: Ecken und Bauteilübergängen: genau das haben wir uns auch schon überlegt, ob nicht vielleicht die oberen Gebäudeecken zwischen Außenwand und Flachdach "kritisch" sind, sich dort Tauwasser sammelt, das dann an den Fenstern als "Schwachstelle" in der Gebäudehülle zutagetritt und dort als erstes sichtbar wird. Hersteller tippt jedoch, wie gesagt, eher auf die Fenster als URSACHE, nicht als Wirkung.

    Bzgl.: "Diagnostiker" bzw. unabhängiger Sachverständiger- wir haben jetzt mal beim Hersteller vorgesprochen, weitere Schritte sind in Vorbereitung- mal sehen was da rauskommt, ansonsten muss ein unabhängiger, fachkundiger Dritter die Lage beurteilen.

    lg erstmal,
    Giovanna
     
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  8. #6 Alfons Fischer, 26. September 2011
    Alfons Fischer

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    gleiches Problem? JoundTo?
    http://www.bau.de/forum/bauphysik/562.htm

    Diese Schadensanalyse dürfte nicht ganz einfach werden, befürchte ich.

    Zitat DIN 4108 Teil 7 (für Österreicher: Luftdichtheits-Norm in Deutschland):
    "Die Einhaltung der Anforderungen an die Luftdichthiet schließt lokale Fehlstellen, die zu Feuchteschäden infolge Konvektion führen können, nicht aus."

    ...aber das ist nur ein Ansatz
     
  9. #7 weertk, 28. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Dezember 2011
    weertk

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    kannst du mir den Feuchtenachweis von dem Flachdach mal zukommen lassen?? Und den genauen Schichtenaufbau!?

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