Wand weg - was tun mit Estrich(-fugen)?

Diskutiere Wand weg - was tun mit Estrich(-fugen)? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo! Wir wollen bei uns eine Wand versetzen (massive Wand raus, Trockenbauwand woanders rein), und irgendwie stellt sich mir gerade die...

  1. moep

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    Hallo!

    Wir wollen bei uns eine Wand versetzen (massive Wand raus, Trockenbauwand woanders rein), und irgendwie stellt sich mir gerade die Frage, wie ich mit den Fugen des schwimmend verlegten Estrich zur ursprünglichen Wand umgehen soll. Die Wand ist bis auf die Höhe des Estrichs entfernt.

    Zwei "arbeitende" Fugen mitten im Raum und mit einem Abstand von ca. 20cm zueinander stelle ich mir jedenfalls relativ ungünstig für den Fußbodenbelag vor, aber sie einfach zuzuspachteln kann ja auch nicht das Wahre sein (und reisst wahrscheinlich eh wieder auf, vom Schallschutz ganz zu schweigen).

    Oder ist das alles unkritisch? Wie löst man sowas am besten? Wäre nett wenn mir jemand einen Tipp geben könnte :)
     
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  3. Reilinga

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    Hallo moep,

    also vor 10 Jahren haben wir ne nicht tragende (11,5er) Wand komplett zwischen Esszimmer und Wohnzimmer rausgenommen.
    Die sichtbaren Relikte
    - an der Wand wurden eingeebnet und zugeputzt
    - an der Decke wurde ne Holzdeckte drüber gemacht.
    - und am Fußboden haben wir beide Estriche gelassen, die Mitte mit "weis nimmer genau was" aufgefüllt und mit ein wenig Dämmmaterial von den beiden Esstrichen abgetrennt. Dann Fließen draufgemacht - wobei wir eine geschnittene Fliese genau auf mittleren Spalt gemacht haben und rechts und links bei den Estrichen je mit ner ganzen Fliese anfingen. Getrennt haben wir das ganze mit Silikon.

    Die komplette Konstuktion sieht nach 10 Jahren noch so aus wie am ersten Tag - keine Probleme bisher damit gehabt. Bleibt bei Dir in Abwandlung zu unserem noch die Geschichte mit der neuen Wand - da kann ich dir leider nicht helfen.

    Gruß Reilinga
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 23. Juni 2006
    VolkerKugel (†)

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    Warum denn ...

    ... das?
    Die Wand muss natürlich bis auf den Rohboden raus.

    Es kann (muss nicht) sein, dass die beiden Estrichränder dann unterschiedlich hoch sind (normale Verlegetoleranzen).

    Ansonsten ist es relativ unproblematisch:
    - falls erforderlich: unterschiedliche Höhen großflächig beischleifen
    - Wärme- und Trittschalldämmung ergänzen
    - Estrichrandstreifen an die freien Ränder
    - mit "geeignetem Material" ausgießen
    - Randstreifen abschneiden und Fugen verharzen.

    Was ein hierfür "geeignetes Material" ist weiß ich nicht so genau, ich würde das (was hier Viele wieder nicht hören wollen) von einem Estrichfachbetrieb machen lassen. Kann nicht die Welt kosten. Und ich hab Ohren an denen ich ziehen kann, wenn´s knarzt.
     
  5. Robby

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    Ich würde

    noch Edelstahlanker einsetzen :-)
     
  6. moep

    moep

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    Danke schonmal für die Tipps :)

    Du meinst, selbige "seitlich" in den Estrich jagen und das andere Ende dann eingießen? Oder reicht es aus, beim Verharzen Estrichklammern benutzen?

    Material sollte wahrscheinlich irgendein Schnellestrich sein?

    Ziehe das mit dem Estrichfachbetrieb aber ernsthaft in Betracht, insofern finde ich den Hinweis durchaus ok.

    Die Wand wurde übrigens - schon vor unserer Zeit - zu einem kleinen Teil entfernt, und zwar bis auf die Höhe des Estrichs (und dann überspachtelt). Daher wurde erstmal der Rest auch nur bis dahin entfernt und lieber erstmal nachgefragt ;)
     
  7. #6 VolkerKugel (†), 25. Juni 2006
    VolkerKugel (†)

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    @Robby ...

    ... Estrichklammern/-anker und Randstreifen machen aber wenig Sinn :lock . Ent oder weder.
     
  8. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Ich hab

    doch sicher nicht von Randstreifen in diesem Fall gesprochen :yikes
     
  9. moep

    moep

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    Okay, jetzt bin ich doch ein bisschen verunsichert, ob ich das alles falsch verstanden habe. :confused: Ich dachte "mitten im Raum" gibt es dann keine Dämmstreifen mehr?

    Also ich habe das so verstanden (siehe Bild als Anhang, Ausschnitt des Zimmers):

    I. Zustand mit Wand, das rote sind die Randdämmstreifen, das weiße die Dämmung unter dem Estrich, das bläulich-durchsichtige die Wand

    II. Trennwand entfernt (bis auf den Rohboden) und die an dieser Wand liegenden Randdämmstreifen auch. Randdämmstreifen an der Seite des Raumes ergänzt (gelbliches Material).

    III. Dämmung (unter dem Estrich) auch ergänzt (blaues Material)

    IV. Bereich ausgegossen und entlang den in der Zeichnung grünlichen Linien verharzt (also an den Verbindungen zwischen altem und neuem Estrich), eventuell mit Estrichklammern.

    Oder war das ganz anders gemeint? :confused:
     
  10. Berni

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    Tach moep,

    und genau so ist es richtig.

    Das verharzen erst machen, wenn der Estrich verlegereif ist.
    Die Verbindungen mit Edelstahl von Robby sind nur eine zusätzliche Sicherung.

    Gruß Berni
     
  11. Robby

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    Genau

    aber sogar nach Vorgabe des Bundesverbandes Estrich und Bodenbelag sollten Risse (und als das ist das hier zu betrachten) vernadelt werden, vor allem weil die Zusammendrückbarkeit der Dämmung sicher nicht gleich ist, kann man hier doch Abriss aus Höhenversatz durch Fachgerechtes verschließen MIT vernadeln hervorragend vermeiden.
     
  12. Berni

    Berni

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    Tach Robby,

    was meinst Du denn nun mit vernadeln?
    Das einbinden von Estrichwellenverbindern in den Querschnitten zur Arbeitsfuge mit Harz?
    Oder Edelstahlanker einsetzen in die Estrichflanken?

    Das erstere ist ein MUß.

    Gruß Berni
     
  13. Robby

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    Genau

    deswegen sagte ich Fachgerecht Kraftschlüssig verbinden! Das einsetzen von Edelstahlankern sollte ja dann auch VOR dem Estricheinarbeiten passieren oder ;-)
     
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  15. Robby

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    @Berni

    und ich habe mir ja auch vorgenommen hier nicht ALLE Leute zu sehr zu informieren! Und wir wissen ja beide das so eine Geschichte NICHT mit Verbindern und Harz drauf/reinkippen durch ist oder ;)
     
  16. #14 VolkerKugel (†), 26. Juni 2006
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    Ich zitiere mich ...

    ...
     
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