Wandanschluss so richtig?

Diskutiere Wandanschluss so richtig? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, kann auf Grundlage des beigefügten Fotos von einem Badezimmer eine Aussage getroffen werden ob der Wandanschluss der...

  1. baulaie78

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    Hallo Zusammen,

    kann auf Grundlage des beigefügten Fotos von einem Badezimmer eine Aussage getroffen werden ob der Wandanschluss der Dampfsperrfolie so richtig erfolgt ist?

    [​IMG]

    Da die Wand unverputzt ist sollte doch ein Putzträger zum Einsatz kommen welcher eingeputzt wird?

    Könnte es sein, dass der Wandanschluss hinter der Gipskartonplatte mittels Dichtmasse und Presslatte erfolgt ist?

    Was ist üblich?
     
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  3. Gast943916

    Gast943916 Gast

    Das kann nur der Verarbeiter beantworten!
    Für mich sieht das so aus, als wenn die Folie mit der GK Platte angepresst werden sollte, das ist nicht korrekt.
    Auch wenn die Folie mittels Profil eingeputzt werdenb soll ist auf jeden Fall der Folienüberstand zu gering bzw. gar nicht vorhanden.
    Platte ab und kontrollieren.
     
  4. baulaie78

    baulaie78

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    Danke für die schnelle Antwort.

    Platte runter ist leider nicht so einfach. Das Haus ist seit 4 Jahren bewohnt und das Bad komplett verfliest.

    Welche Ausführung eines Wandanschluss ist in so einem Fall gängig?

    Wäre ein denkbarer Wandanschluss hinter der Gipskartonplatte mittels Dichtmasse und Presslatte denkbar, üblich und gemäß Bauvorschriften.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 24. September 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Denkbar - ja, üblich - naja, Fachregelkonform - nein, weil der Anschluß AUF den Putz gehört. Der Putz bildet die Winddichtung der Wand. Die MW-Fugen sind nicht winddicht, es verbleibt eine (wenn auch sehr kleine) Undichtigkeit!

    Aber wieso kommt man 4 Jahre nach der Herstellung eines solchen Anschlusses auf diese Frage :confused:
     
  6. baulaie78

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    Wegen Problemen und Baupfusch an einer anderen Anschlussstelle der Dampfbremse welche erst jetzt durch Feuchtigkeitsschäden in Erscheinung getreten sind versuche ich nun weitere Probleme/Ursachen zu finden.
    Aus diesem Grund habe ich mir Fotos aus der Bauphase nochmals genauer angesehen.


    Habe ich eine Möglichkeit gegen den Bauträger vorzugehen da nicht "Fachregelkonform"? Oder reicht der "Verstoß" nicht aus um Anprüche rechtlich geltend machen zu können?
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 24. September 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Das ann Ihnen nur ein Baurechts-RA beantworten.
    Wann Abnahme, wie lange läuft die Gewähr, was war vereinbart, wie schwerwiegend sind solche Verstöße.
     
  8. baulaie78

    baulaie78

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    mögliche Erklärung???

    Danke für die vielen Informationen zum Thema. Für mich als Laie sind diese zur Argumentation wirklich sehr hilfreich.

    Zwischenzeitlich liegt mir eine Stellungnahme vom Bauträger vor.

    Nach seiner Aussage ist aus dem Foto kein Fehler ersichtlich. Die Dampfsperrfolie sei hinter der Gipskartonplatte mittels einer Art "gepolstertes Klebeband" mit der Wand verbunden. Die Stoßkante der Gipskartonplatte selbst komprimiert durch den Druck gegen die Aussenwand dieses Klebeband und dichtet somit ab.

    Leider konnte ich nirgendwo im Internet Informationen zu einem derartigen Wandanschluss finden.

    Gibt es sowas wirklich? Was ist davon zu halten?

    Natürlich werde ich nur Kontrolle ohnehin ein Stück der Wand öffnen lassen. Dennoch würde ich im Vorfeld gerne wissen ob es wie beschrieben sein könnte.
     
  9. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Kompriband? Nicht Luftdicht.
     
  10. baulaie78

    baulaie78

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  11. Gast943916

    Gast943916 Gast

    . wirst du auch nicht, weil das nicht zulässig ist.
    Bei Verwendung von Kompriband ist m.E. eine Anpresslatte zwingend notwendig, Teile der Verkleidung wie Latte an der UK befestigt oder GK Platte andrücken sind nicht dafür geeignet, da die Anpresslatte mit dem aufgehenden Bauteil, hier Mauerwerk, verbunden sein muss.
    Dass Kombribänder nicht zulässig sein sollen wäre mir neu, finden aber seit Jahren fast keine Verwendung mehr, da es inzwischen wesentlich leichter zu verarbeitende Materialien gibt, wie Dichtmassen oder Dichtstoff von der Rolle (mein pers. Favorit).
    Ein paar Bilder der geöffneten Wand wären interessant.....
     
  12. KPS.EF

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    Auch vor 4 Jahren forderte bereits die Energieeinsparverordnung eine dauerhaft luftundurchlässige Hüllflächenebene.

    Es ist somit nicht nur Ihr gutes Recht, eine Nachbesserung vorzunehmen, sondern Ihre Pflicht als Bauherr, da es sich hierbei um öffentliches Baurecht handelt und Sie keine Wahlfreiheit haben.:biggthumpup:

    Eine Prüfung der Luftdichtheit nach der Differenzdruck-Methode (mittlerweile hat sich dafür der Begriff "Blower-Door-Test" etabliert) - mit eingeschlossener Leckagesuche und Bewertung - gibt Aufschluss darüber, ob nach dem Stand der Technik geplant und gebaut wurde, oder nicht.

    Die Frage nach dem Verursacher stellt sich schwieriger, da i.d.R. Planer, Bauausführender und Bauüberwacher gesamtschuldnerisch haften.

    Also sollte man mindestens vorab prüfen:

    Was sagt der Wärmebedarfsnachweis (EnEV-Nachweis) zur geforderten Luftdichtheit bzgl. einer durchzuführenden Prüfung nach Fertigstellung der wärmetauschenden Hülle?

    Was sagt das Luftdichtheitskonzept des Entwurfsverfassers bzw. die Detailplanung für die Bauausführung?

    Welche Nachweise zur plankonformen Bauausführung liegen vor?

    Gibt es Dokumente, aus denen die Prüfung der ausgeführten Dichtarbeiten ersichtlich sind?

    Gibt es ein Luftdichtheits-Mess-Protokoll?

    Wenn es sich um einen echten Bauträger handelt (der in D noch immer nicht nachweisen muss, dass er etwas vom Bauen versteht:mega_lol:), ist es vielleicht etwas leichter, einen Schuldugen festzustellen :28:.

    Die angesprochenen Details (z.B. Kompriband, natürlich mit Anpresslatte!) und alle weiteren bzw. alternativen Forderungen der DIN 4108, Teil 7 auf Ihre Funktionstüchtigkeit hin zu bewerten, wird wohl doch am besten einem von einem Gericht zu benennenden Sachverständigen vorbehalten bleiben müssen ... leider!

    KPS.EF
     
  13. baulaie78

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    neue Fotos von der geöffneten Wand

    Hallo Zusammen,

    zwischenzeitlich habe ich in einem anderen Raum die Schalung an der entsprechenden Stelle entfernt.

    Zuerst das Bild aus der Bauphase. An der betroffenen Stelle verschwindet die Dampfsperrfolie hinter der Gipskartonplatte. Der Wandanschluss ist aus dieser Ansicht nicht zu erkennen.

    [​IMG]

    Das zweite Bild zeigt wie es hinter der Schalung aussieht.

    [​IMG]

    Nochmal die selbe Stelle in Großaufnahme:

    [​IMG]

    Die Dampfsperrfolie ist hinter der Gipskartonplatte mit einer grauen Klebemasse an die unverputzte Wand angeschlossen. Dass wars dann aber auch schon. Darüber hinaus wurde ziemlich am Kleber gespart.

    Das gelbe Klebeband deckt Nägel ab. Wie zu erkennen ist wurde ein Nagel nicht überklebt.

    (Der Schnitt in der Folie braucht nicht weiter beachtet zu werden. Der ist erst jetzt von mir um die Dämmwolle zu prüfen und zwischenzeitlich wieder verklebt.)

    Was meint Ihr zu der Ausführung?
     
  14. baulaie78

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    Danke für die Antwort.

    Die Bilder sind jetzt da. Wie verhält es sich mit den besagten Dichtmassen? Bedürfen diese auch einer Anpresslatte?
     
  15. baulaie78

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    Nachtrag zu meinen zwei letzten Beiträgen...

    Habe eben noch zwei Kontollbohrungen ca. 30 cm über der geöffneten Stelle gemacht. An dem Bild aus der Bauphase war an dieser Stelle die Dampfsperrfolie mit einem kleinen Überstand zu sehen. Wie zu erwarten ist diese überstehende Folie auch eingeputzt worden. Dies ist deutlich in den Bohrlöchern zu erkennen.

    Ich denke mal wenn das überall so wäre gäbe es nichts zu meckern, oder doch?

    [​IMG]
     
  16. baulaie78

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    verspätete Antworten auf die Fragen von KPS.EF

    Sämtliche genannten Nachweise oder Planungsunterlagen liegen mir nicht vor bzw. wurden nie erstellt. Ein sogenannter Blower-Door-Test wurde niemals ausgeführt. Ein EnEv-Nachweis nie erstellt.
     
  17. #16 Ralf Dühlmeyer, 28. September 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Nehmen Sie doch einmal Einsicht in die Bauakte. Da muss sich ein Nachweis desjenigen finden, der BEHAUPTET, er habe den EnEV Nachweis erstellt.
    Den dann mal ansprechen mit der Bitte, Ihnen eine Kopie zukommen zu lassen.
    Ggf. mit dem dezenten Hinweis verbunden, dass Sie an der Existenz Zweifel haben und diese, sollten Sie den nicht bekommen, dem Bauordnungsamt gegenüber auch vortragen würden. ;)

    Das könnte nämlich teuer für denjenigen werden.
     
  18. KPS.EF

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    Die meisten Hersteller versichern, dass bei Beachtung aller herstellerseitigen Montageanweisungen keine Anpresslatte mehr erforderlich ist.

    Wenn meine Vermutung zum eingesetzten Kleber richtig ist, träfe dies auch für Ihren Fall zu.

    Aus diesem Grund hatte ich Planungsunterlagen, Ausführungsdokumentationen bzw. Prüfprotokolle am Bau hinterfragt ...

    Mit Vermutungen lässt sich halt schlecht punkten ...;)!

    KPS.EF
     
  19. KPS.EF

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    An dieser Stelle liegt das Problem im dauerhaften Verbund zwischen Folie und Gipsputz. Sollte sich diese Anschlussstelle lösen, ist die Luftdichtheit nicht mehr gegeben und es kann zu konvektivem Feuchteeintrag in die Konstruktion und gegebenenfalls zu entsprechenden Feuchteschäden kommen.:yikes

    Dank an Ralf Dühlmeyer, denn er hat mir diesen Hinweis darauf, wie man weiter verfahren könnte, bereits abgenommen ... :konfusius

    KPS.EF
     
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  21. baulaie78

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    Leider behauptet das niemand. Ein derartiger Nachweis existiert nicht. Wenn ich richtig Informiert bin war dieser in der Bauzeit 2004 - 2005 auch nicht vorgeschrieben.
     
  22. baulaie78

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    Auf diese Information habe ich gewartet. Vielen Dank!
    Somit gibt es also entsprechende Klebe- bzw. Dichtmassen welche keiner weiteren Befestitigung bedürfen. Der Einsatz einer solchen unterstellt spielt es also keine Rolle ob der Überstand eingeputzt wurde oder nicht. Habe ich das so richtig verstanden?
     
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