Wandaufbau bei Mischbau

Diskutiere Wandaufbau bei Mischbau im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen den Bau eines Hanghauses - 2 Etagen: Das EG ist halb im Hang und muss komplett gemauert werden. Wir wissen nicht, ob wir das...

  1. acensai

    acensai

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    Hallo,

    wir planen den Bau eines Hanghauses - 2 Etagen: Das EG ist halb im Hang und muss komplett gemauert werden. Wir wissen nicht, ob wir das OG in Holzständerbauweise machen sollen oder auch als Mauerwerk ausschreiben sollten ...

    Unsere Anforderung / Ausgangspunkt:
    - Wandaufbau muss PH-Standard entsprechen (wärmebrückenfreie Konstruktion!)
    - BDT <= 0,60
    - EG muss gemauert werden (Hanglage des Hauses!)
    - Bündige Aussenfassade muss möglich sein
    - nach Möglichkeit KEIN Polystrol / EPS als Dämmung an der Fassade
    - 2-geschossig OHNE Spitzboden / 2 versetzte Pultdächer (jeweils 3° - 5°) mit Blecheindachung

    Hieraus haben wir nun folgenden Wandaufbau konzipiert - mit * gekennzeichnet ist die durchgängige Vorhangfassade die von der Bodenplatte bis zum Dach reicht (ca. 6,20 m. länge):

    Erdgeschoss:
    240 mm Ziegel (STATISCH TRAGEND oder evtl. 200 'er KS - abhängig vom günstigsten Angebot)
    *170 mm Holzständer mit Steinwolle-Klemmfilz (für Wärme- und Schallschutz)
    *15 mm Diffusionsoffene Holzfaserplatte
    *20 mm Hinterlüftung / Lattung
    *20 mm Holzplattenverbund (lackiert)


    -> u-Wert = 0,16 - 0,18 / Schallschutz ? / diffusionsoffen ? / Wanddicke = 47 cm

    Obergeschoss:
    10-20 mm Fermacell oder Rigips und/oder OSB (abhängig vom Zimmer)
    70 mm Installationseben mit Steiwolle-Klemmfilz

    15 mm OSB-Platte für Luftdichtigkeit
    160 mm Holständer mit Steinwolle-Klemmfilz (STATISCH TRAGEND)
    15 mm OSB-Platte ?
    *170 mm Holzständer mit Steinwolle-Klemmfilz (für Wärme- und Schallschutz)
    *15 mm Diffusionsoffene Holzfaserplatte
    *20 mm Hinterlüftung / Lattung
    *20 mm Holzplattenverbund (lackiert)


    -> u-Wert = 0,10 / Schallschutz ? / diffusionsoffen ? / Wanddicke = 49 cm

    Haben wir hier einen Fehler gemacht? Kann das funktionieren? Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Mischbau?

    Jede Meinung ist willkommen :winken

    Besten Dank
    ... der martin.

    PS: Auf der West- und Südseite werden wir auf die Installationsebene verzichten (viel Glas etc.)
     
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  3. R.J.

    R.J.

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    Gibt es einen Grund für genau diese Wandaufbauten?

    Ein PH schüttelt man in der Regel nicht eben mal so aus dem Ärmel, da gehört schon etwas mehr Planung dazu als nur dieser oder jener Wandaufbau. Wir das Bauvorhaben in irgendeiner Form planerisch begleitet? Sind das nur vor-Vorüberlegungen oder ist`s schon konkret?
     
  4. acensai

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    Danke für die Nachfrage:

    Generell wollen wir KEIN Passivhaus bauen, sondern ein NEH (max. 3 Liter Haus) - ich will aber einen sehr guten, leich "übertriebenen" Wandaufbau haben (da der Wandaufbau nachträglich nicht einfach verändert / verbessert werden kann und ich noch keinen Bauherren getroffen habe, der über zuviel Dämmung gejammert hätte ...)

    Es handelt sich um sehr konkrete Überlegungen! Der grobe Grundriss ist bereits final klar, lediglich die letzten Details (exakte Lage und Abmessungen der Fenster und Türen, Fassade, Bemasung etc.) werden in den nächsten 2 - 3 Wochen noch zu klären sein. Dann wird der Plan eingereicht und anschliessend gibt dann die ganzen Detailpläne für Anschlüsse, Elektrik etc. etc.

    Fix sind bisher nur das Zimmererunternehmen, unsere Architektin mit der wird den Bauplan "zeichnen" und ein anderer Architekt mit dem wir einzelne Ausschreibungen durchführen und der die Bauüberwachung teilweise machen wird.

    In der Holzständerbauweise im OG sehen wir folgende, vermeintiche Vorteile:
    1. Einfacherer Übergang zwischen den Wänden und der "Dachkonstruktion" (z.B. durch die versetzen Pultdächer haben wir teilweise eine Raumhöhe von ca. 3,60)
    2. Hoher Dämmstandard zu vergleichbar günstigen Kosten
    3. Mehrere gestalterische Möglichkeiten durch Holzkonstruktion
    4. Teilweise mehr Eigenleistung
    5. Dämmung ohne Polystrol / EPS mögllich

    Nachteile:
    1. Schallschutz
    2. Wärme-/Speichermasse

    ... lieg' ich denn vollkommen falsch? ;)
     
  5. #4 VolkerKugel (†), 25. März 2008
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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Das ...

    ... kann nur "in die Hose gehen" - sach ich mal :shades .

    Zur eigentlichen Frage: von dieser Mischbauweise halte ich persönlich überhaupt nix.

    Und das: ... die durchgängige Vorhangfassade die von der Bodenplatte bis zum Dach reicht ...
    - also zum Teil im Erdreich - kann doch wohl nicht ernst gemeint sein.
     
  6. R.J.

    R.J.

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    zu 1. Der einfache Übergang zwischen den Wänden und dem Dach wird mir nicht klar. Auch nicht was das mit einem versetztem Pultdach zu tun hat.
    Es gibt einfach zu viele Ebenen in der Konstruktion! Die sind teilweise unnötig, bringen keinen Vorteil und kosten EXTRA. Abgesehen davon sind Abmessungen von 70mm bzw. 170mm eher unüblich. Das Holz kannst du zur Not noch schneiden, aber wo gibt es 170mm Dämmung?
    Haben Architekt & Architektin dazu nichts zu sagen? Warum machen denn beide nur ein bisschen, haben die dann auch nur ein bisschen Verantwortung?
    zu 2. wieso günstiger?
    zu 3. ???
    zu 4. Mehr Fehler in Eigenregie!
    zu 5. Ja! z.B. Holzweichfaserdämmplatte. die gibt es mit Zulassung auf Mauerwerk bis 200mm. Das spart evtl die ganze vorgesetzte Wand.

    Nachteile im Schallschutz? Wo und wieso?
    Speichermasse hast du doch z.B. im EG und z.B. im Estrich...


    Alles in allem gibt es hier, glaube ich, noch eine Menge Aufklärungsbedarf der durch das Forum alleine nicht zu decken ist.
     
  7. acensai

    acensai

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    Meinst Du dass ich unbedingt alles ausschreiben sollte? In unserer Gegend kennt man teilweise die Handwerkerunternhmen schon seit Jahrzehnten - da brauch ich nicht alles einzeln auszuschreiben ... Wenn ein Unternehmer seit Jahren gute Arbeit geleistet hat, dann bekommt er von mir den Auftrag (auch wenn er um 5 Prozent teuerer ist ....)

    Die Vorhangfassade geht natürlich nicht bis zum Erdreich, die würd ja verfaulen :lock ... ist vielleicht unklar ausgedrückt von mir. Es wäre ein "Vorhangfassade" die -wie ein separater Holzständeraufbau- funktionieren würde, ähnlich wenn ein Altbau nachträglich mit einer Vorsetzfassade gedämmt wird ...
     
  8. acensai

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    Auf der Mittelachse des Hauses haben wir bei einem reinem gemauerten OG eine gemauerte Wand (ca. 2,80 m. hoch - diese Wand ist der Flur), darüber ist ein Fensterband und dann beginnt das zweite versetzte Pultdach. Das alles ist sichtbar bis zum Dachstuhl. Diese Pultdächer sitzen aber auf dieser tragenden, gemauerten Wand auf. Ich sehe also diese gemauerte Wand, darüber das Fensterband als Teil der Dachkonstruktion ... Und hier hätte ich dann einen Übergang von einer gemauerten Wand zu einem Holzaufbau ... --> so ungefähr mein' ichs: http://www.haas-fertighaus.de/hp18370/100-T.htm

    Und wenn ich z.B. diese Wand im Flur durchgäng als Holständer hätte, dann würd ich sie einfach mit Gipskarton von unten bis oben verkleiden ...


    Wir sind erst beim Einreichplan - ob es dann ein 160'er Holständer wird oder ein 180'er notwendig wäre ist noch zu bestimmen - hast aber natürlich recht, entweder 160'er oder 180'er :konfusius
    Und genaue diese Anzahl an den verschiedenen Schichten bereitet mir eben Kopfzerbrechen!!! Einerseits finde ich den Holzbau sehr interessant, aber ich will eben eine Installationsebene soweit erforderlich UND eine glatte Aussenfassade! OHNE Installtionsebene lässt sich eben genau diese erste Schicht / Installationsebene einsparen ...

    ABER: Die tragende Holzständer-Konstruktion muss ja auf dem darunterliegenden Mauerwerk "aufliegen" (falls es bezahlbar sein sollte ...) und das darunterliegende Mauerwerk im EG benötigt eine Dämmung - und um eine glatte / ungebrochene Aussenfasse zu bekommen muss ich diese Dämmstärke auch beim Holzständer im OG aussenliegend anbringen -> und schon hab' ich die zusätzlich zur tragenden Holzständerschicht bereits die aussenliegende Dämmschicht ... und da ich eine Installationsschicht bei Holzständerbauweise haben will würden wir dann 3 Schichten haben - und genau das nervt mich eben leider gewaltig ...

    Wir sehen leider keine Alternativen bei einem Mischbau mit einer glatten Aussenfassade und einer Installationsschicht ... :cry

    Innenausbau mit OSB / Trockenbau ermöglicht unseres Erachtens mehr gestalterische Möglichkeiten. (Glaselemente, indirekte Beleuchtung etc. etc.)

    No Risk, no fun :e_smiley_brille02:


    Aha, d.h. Du als Fachmann würdest mir eindeutig von einer derart vorgesetzten Fassade abraten - oder? :konfusius

    Na ja, ich verstehe diese Kritikpunkte natürlich schon auch sehr gut! So ein System wie z.B. von Homatherm mit der Putzfassade etc. würde sich evtl. schon auch anbieten ...


    Na ja - eine 200'er KS-Wand mit einer Rohdichte irgendwo zwischen 1,4 und 2,0 hat doch eine höhere Masse als der von mir gerade eben vorgestellte und scharf kritisierte Aufbau, oder täusche ich mich?


    ja :wow ... Danke, bin für Anregung dankbar.
     
  9. acensai

    acensai

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    Hi Volker, worin siehst Du die Nachteile des Mischbau's in diesem Fall? Unterschiede Ausdehnungen, Fugenrisse, Materialübergänge etc.?

    Ganz offen gefragt - würdest Du mir auch dazu raten das Haus in Massivbauweise zu bauen (z.B. KS) und dann eine ökologische Dämmschicht aussen anzubringen?
     
  10. R.J.

    R.J.

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    Weder noch.
    Ich mache dich darauf Aufmerksam (weil es deine eigenen Fachleute offensichtlich nicht tun) das dein Vorhaben evtl. teurer, unpraktisch und etwas kurzsichtig ist. Bauphysikalisch habe ich das dann noch gar nicht betrachtet, will ich auch nicht. Dann erwähne ich noch dass es z.B. Dämmung in Dicken gibt die vielleicht genau das erfüllen was du willst. Aber nur vielleicht, ob das als Untergrund für (d)eine hinterlüftete Fassade taugt kann ich momentan auch nicht sagen.
    Es gibt auch Systeme als vorgesetzte Wand mit WB minimierten Ständern...

    Es funktioniert einfach nicht zu sagen ich nehme Wand A+B+C, es fehlt einfach die Gesamtheit.

    Wenn die Mittelwand unter den Pultdächer der einzige Grund für HRB im OG ist, dann würde ich sagen lasse es. Du kannst die GK auch ans MW ankleben.
     
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  12. R.J.

    R.J.

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    Ach so,
    wohnst neben Autobahn/Flughafen/Bahnhof?
    Es ist nichts gerade so, dass es im Holzbau keinen Schallschutz gäbe.
     
  13. acensai

    acensai

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    Hallo R.J.:

    Danke für die Meinung & Anregung! Wir haben uns aus Kostengründen GEGEN die komplett gedämmte / doppelte Vorhangfassade entschieden. Trotzdem ist der Entschluss für einen Holzrahmenbau auf einem gemauerten UG gefallen.

    Wie du schon erwähnt hast, hab' ich mich über die Schallschutzmöglichkeiten im Holz-/ Trockenbau informiert und sehe nun darin auch keinen Nachteil mehr. "Sexy" an der Holzbauweise ist ein leicht zu erreichender, hervorragender Wärmedämmwert ohne sich Styropor an die Wand zu kleben. Es gibt auch noch versch. andere Gründe, weshalb wir uns für den Holzrahmenbau auf gemauerten UG entschieden haben ...

    Danke für die Anregung & Hilfestellung :)
     
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