Wandaufbau, Dachaufbau Neubau

Diskutiere Wandaufbau, Dachaufbau Neubau im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, nachdem mir in dem aktuellen Thread zum Grundriss sehr gut weitergeholfen wurde/wird, eröffne ich nun meinen ersten "technischen" Thread...

  1. neo0711

    neo0711

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    Hallo,

    nachdem mir in dem aktuellen Thread zum Grundriss sehr gut weitergeholfen wurde/wird, eröffne ich nun meinen ersten "technischen" Thread zu Thema Wandaufbau, Dachaufbau.

    Wir planen für 1. Jahreshälfte 2014 einen Neubau in Holzrahmenbauweise.
    Details zum Grundriss etc. findet ihr in dem besagten Thread.

    Den Schnitt findet ihr hier nochmal:
    Den Anhang Schnitt.pdf betrachten

    Aktuell sondieren wir den lokalen Markt für einen passenden Holzhaus-Hersteller aus unserer Gegend.
    Ein möglicher Kandidat bietet standardmäßig folgenden Wandaufbau an:
    Von Außen nach Innen:
    1. (mineralischer) Putz oder Vorhangfassade (z.B. Fassadenplatten)
    2. 60 mm Holzfaserdämmplatte
    3. 200mm Holzständer ausgeblasen mit Zellulose
    4. 15mm OSB (verklebt als luftdichte Ebene)
    5. 60mm Inst.-Ebene (vom Bauherrn nach Installation zu Füllen mit z.B. Steinwolle oder Holzfaserplatten)
    6. Innenbeplankung mit
    a. Doppelt 12,5mm GK
    b. 15mm OSB + 12,5mm GK
    c. GK-Faserplatte
    Den Wandaufbau finden wir, nach vielem was wir hier gelesen haben, gut.
    Bei der Innenbeplankung tendieren wir zu 6. b. (15mm OSB + 12,5mm GK)
    Was haltet Ihr von dem Wandaufbau?
    Was sagt ihr zur Innenbeplankung?
    Angeblich gibt es bei dieser Kombi (15mm OSB + 12,5mm GK) häufig Risse. Ein Bekannter wohnt seit ca. 3 Jahren in einem Haus mit exakt diesem Wandaufbau und hat keine Probleme mit Rissen.

    Beim Dachaufbau sind wir noch unschlüssig:
    Wir möchten einen sichtbaren Dachstuhl und demnach eine Aufdachdämmung. Eine Kombi aus Gefachdämmung und Aufdachdämmung (ist wohl auch möglich) scheint mir wenig sinnvoll.
    Standardmäßig wird von dem Anbieter bei Aufdachdämmung folgender Dachaufbau empfohlen:
    Von Innen nach Außen (es fehlen sicher noch Lagen):
    1. Sichtschalung
    2. 40mm Mineraldämmstoff (zur Schallreduzierung ?)
    3. 160mm PU-Schaum Platten
    4. Unterspannbahn
    5. Konterlattung / Lattung
    6. Eindeckung
    a. Ziegel
    b. Stechfalz (Alu)
    Was haltet ihr von dem Dachaufbau?
    PU finde ich auf dem Dach schon OK; falls das Dach mal undicht wird habe ich bei PU wohl ein kleineres Problem als bei Holzdämmplatten, außerdem ist der Dachaufbau bei PU dünner. Holzdämmplatten sind teurer.
    Allerdings habe ich bei Holzdämmplatten durchgehend ökologisches, nachhaltiges Material. Der Schallschutz bei Holzdämmplatten ist besser. Der sommerliche Hitzeschutz wohl auch.
    Die Entscheidung fällt schwer.

    Was würdet ihr tun?

    Gruß, neo
     
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  3. saarplaner

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    Wir verwenden bei unseren Häusern den von dir beschriebenen Wandaufbau, außer dass die Wände bei uns mit Holzfaserdämmung ausblasen sind.

    Die Installationsebene wird bei uns auch mit einer OSB-Platte 15 mm, und darauf einer GK-Platte 12,5 mm abgedeckt. Wir hatten mit diesem Aufbau bisher noch keine Probleme.

    Beim Dachaufbau gibt es halt schon zusagen, dass eine Aufsparrendämmung keinen guten Schallschutz bietet.
    Man kann ja auch das Dach mit einer Zwischensparrendämmung versehen (z.B. Holzfaserdämmung) diese dann nach innen mit deiner Dampfbremse (oder fugenverklebten OSB-Platte) versehen, Sichtschalung drauf, und dann Pseudo-Sichtsparren montieren.

    Müßte man mal durchrechnen, was da günstiger wäre.

    Grüße aus dem Saarland!
     
  4. Neutal

    Neutal

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    Ein üblicher und guter Wandaufbau. Zellulose etwas besser als Weichfaser, das setzungssicherer.
    GKB auf OSB funktionier gut und es läßt sich leichter mal ein Bild aufhängen oder ein Hängebord montieren. Es kann aber zu Rissbildung an den Stoßen kommen wenn die Spachtelmasse bis auf die OSB kommt und kein Trennband hinterlegt wurde. Wir haben meist raumhohe GF Platten verbaut.
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wand: üblicher minimalstandard. vermutlich platform frame
    und 62,5er-raster - zu viel holz und zu viele montagestössen.
    hwf mit schwebenden stössen ist meist zulassungskonform,
    würde ich aber (für mich) nicht machen...
    15er-osb passt nicht mehr automatisch, muss gerechnet werden.

    innen: alle varianten können funktionieren, die nicht funktionierende
    variante ist nicht gelistet - passt scho´ :)

    eindeckung:
    wenn´s nicht bei der rdn knaxt: ziegel. reversibel, schwer, günstig

    was für decken?


    edit:
    wenn aufdachdämmung, dann richtig - und keine in der falschen
    reihung angeordnete mischung unterschiedlich diff.fähiger schichten.
    verarbeitung/anschlüsse .. naja. das bekommt an anders besser hin.
    definier mal die anforderungen ..
     
  6. Neutal

    Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Mit Einer Dachdämmung aus PU vernichtet Ihr alle Vorteile des Wandaufbaus. Die relativ harten Platten können recht laute Geräusche verursachen, haben einen schlimmen Schallschutz und außer einer guten WLG aus meiner Sicht keinerlei Vorteile und im Sommer auch kein Vergnügen
     
  7. Friedl1953

    Friedl1953

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    Das mit dem Dach sehe ich auch wie Flocke, dazu kommt auch der miese sommerliche Wärmeschutz der PUR-Platten. Da wäre eine Holzfaserdämmung zigmal besser.
    Beplankung der Wände innen, wenn OSB dann GKB und nicht GF. OSB ist für die Beplankung stabil genug. GKB lässt sich leichter bearbeiten und vor allen Dingen besser spachteln.
    Gruß.
     
  8. neo0711

    neo0711

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    @Flocke
    Das ist genau der Grund warum wir GK auf OSB favorisieren.
    Was für ein "Trennband wird da verwendet. Kenne das bisher nur ohne. Stelle ich mir das mit dem Trennband in der Praxis etwas "frickelig" vor.

    @mls
    Wie sollte der Wandaufbau deiner Meinung nach Aussehen?
    Alle Häuslebauer, mit denen ich bisher gesprochen habe bieten das so, oder so ähnlich an und auch hier im Forum hört man viel Gutes darüber.
    Was ist HWF?

    Was ist rdn?

    Als Decke zwischen EG und OG wurde uns eine Brettstapeldecke empfohlen. Wohl etwas teurer, dafür aber stabiler (weniger Trittschallübertragung; weniger Schwingen) als eine Holzbalkendecke.
    Keller gemauert und darauf Betondecke.

    Anforderungen:
    Was immer du genau damit meinst.

    Min. KFW70 Standard.
    Guter sommerlicher Hitzeschutz, da Schlafräume im OG.
    Schallschutz wünschenswert, da Durchgangsstrasse, aber ländliche Gegend, also nicht viel Verkehr.
    Neubau ist an der Mosel in Rheinland-Pfalz geplant, also im Winter nicht so arg kalt.

    Unser Energieberater hat aktuell für die Wand (nicht im Gefach) einen U-Wert von 0,159 W/m²K berechnet.
    Fürs Dach mit PU 0,154 W/m²K
    Wie sind die Werte einzuordnen?

    Gruß, neo
     
  9. Friedl1953

    Friedl1953

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    GKB auf OSB ist in Ordnung, GF geht auch aber aus oben genannten Gründen lieber GKB.
    Einfach Klebeband oder einen Folienstreifen verlegen. Es geht um Vermeidung einer 3 Flankenhaftung. Dicht gestoßenen GKB reicht aber auch.
    Der Wandaufbau ist meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. HWF vermutlich Holzweichfaser?????
    RDN und der Satz dazu kann ich leider auch nicht deuten.
    Decke Brettstapel ist etwas unklar definiert. (geleimt, gedübelt, genagelt, geschraubt??????) Für solche Decken bietet sich Brettsperrholz oder Brettschichtholz an.
    Guter sommerlicher Wärmeschutz und PUR-Dach passen nicht wirklich. Also besser Holzweichfaserdämmung.
    Ja und immer wieder Schallschutz. Der Schallschutz des Elementes an sich ist nicht besonders ausschlaggebend sondern die Ausbildung von Fugen (Schallnebenwege!!!!!!!!!!!). Ja und die Fenster geben sowieso den Schallschutz vor. Hier also erstmal den Bedarf analysieren und dann entsprechend planen.
    Gruß
     
  10. #9 Alfons Fischer, 24. September 2013
    Alfons Fischer

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    Die Wand würde ich jetzt nicht gerade als "Minimalstandard" bezeichnen... Ist doch schon ganz ordentlich. Und das 62,5er Raster ist sehr weit verbreitet bei den handwerklichen Holzhausbauern.
    Den U-Wert hätte ich etwas besser eingeschätzt als hier mit 0,159 angegeben. Mit welchem Holzanteil wurde denn gerechnet (muss aber der Energieberater verantworten)?

    Die Dachkonstruktion würde ich als "ungewöhnlich" bezeichnen. Ich würde auch auf eine andere Konstruktion gehen. Ich hab jetzt einen Nachweis gerechnet, da werden 2x10cm Holzweichfaser (HWF) und dann noch eine 35mm HWF-Unterdachplatte verlegt. U=0,166W/m²K.

    Ich war mal auch mal für einen Holzrahmenbauer tätig, der hat im Falle eines Sichtdachstuhls immer zwei Dachstühle übereinander angeordnet. Oder vielmehr: der tragende Dachstuhl war außen, die Sichtelemente wurden quasi als "Innenausbau" (aber schon beim Aufstellen montiert) raumseitig davor gehängt, aufgelagert auf einer separaten Tragkonstruktion (konstruktiv echt sauber gelöst!). Hatte den Vorteil, dass man auch nur in einzelnen Räumen Sichtdachstuhl umsetzen konnte, ganz nach Belieben (z.B. Treppenhaus, Bad und Kinderzimmer Sichtdach und dann Schlafzimmer, Spitzboden konventionell NSi)
     
  11. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hwf - holzweichfaser
    rdn - regeldachneigung

    bei der definition der rdn gibt es imho "leichte" dissenzen
    zwischen hochglanzprospekterei und fachregeln - so könnte
    es passieren, dass bei unterschreiten der rdn unangenehme
    anforderungen an das unterdach entstehen.

    den wand-u-wert glaube ich erstmal nicht - ist mir zu
    optimistisch; zur dachdämmung ist genug gesagt :)
     
  12. Kalle88

    Kalle88

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    RDN = Regeldachneigung... Bei sichtbarem Dachstuhl wirds wohl nen Walm werden? Satteldach würde ich in dem Fall als relativ anspruchslos bezeichnen. Hier würde ich mir aber mehrere gebaute Häuser ansehen, mit dem Kriterium. Sichtbarer Dachstuhl ist nicht gleich sichtbarer Dachstuhl, wenn du verstehst.

    Zum Wandaufbau kann ich nichts sagen, da Erfahrung fehlt. Macht aber nen vernünftigen Eindruck. Die Frage ist nur, ob im Aufbau zuviel "unnötiges" Holz steckt, was dir den U-Wert des Aufbaues zerhaut.

    Dach und PU... Lass es bleiben! Außerdem, sofern mir bekannt, bedarf es bei den meisten Herstellern von PU-Dämmplatten keiner Unterspannbahn. Überflüssig, weil die meisten als Unterdeckbahn schon fungieren dürften. Ebenso bei Holzfeichfaserplatten. Bei Sichtbarem Dachstuhl und Aufdachdämmung schätze ich den Aufbau aber als sehr massiv ein. Da sollte man sich mal Gedanken machen. Angenommen du hast nen 20 Sparren, schalst den ab und trägst weitere 20 cm auf. Dann hast du satte 45 cm in der Dachneigungsflucht. An der Traufe mit Lotschnitt dürfte das sicherlich ne Blendstärke um die 60 cm ergeben.

    Kann man auf unterschiedlichste Weise lösen, Verwendung von Draufschlag, Schiefer als Stirnblende oder das Zwischenschalen deines Sichtdachstuhls. Da sollte man sich als Laie aber mal ne Platte drum machen, wie das am Ende aussehen soll. Werden die Holzverbindungen etc. wirklich sauber hergestellt, sofern das Ding nicht aus der CNC-Fräse kommt etc. Optische Dinge sind meißt eine reine Geschmacksfrage, außer sie bedürfen einer speziellen staatischen Ausführung. Da sollte man dem AN seine Wünsche konkritisieren um Fehler bei der Planung und Erstellung zu vermeiden ;)
     
  13. flo79

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    Kalle. Verstehe ich jetzt nicht. Hier schreibst du Dach und PU, bleiben lassen. In meinem Thread wo es um die Dachneigung ging schreibst du PIR (ist ja PU) drauf und Miwo-Elememente. Bitte um Erklärung???
     
  14. Kalle88

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    Hier handelt es sich um einen sichtbaren Dachstuhl, keine Dämmung der Gefache. Das große Manko der PU-Platten kann damit nur schwer ausgeglichen werden, ohne zusätzliche Konstruktionen nötig zu machen. Und ich habe noch nirgendwo von PU-Platten geschwärmt. Wenn dann über die Verlgungsart der Dampfsperre (oberseitig auf dem Sparren).
     
  15. #14 Alfons Fischer, 24. September 2013
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    Echt, das ist Dir zu optimistisch? bei in der Summe 32cm Dämmstoff (mit Holzanteil).
    Mit welchem Holzanteil rechnest Du?
     
  16. Kalle88

    Kalle88

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    In deinem Falle flo79, habe den Beitrag noch mal durchgelesen, ging es auch um etwas anderes. Hauptsächlich um die Unterschreitung der RDN. Das kann ich dir aber gerne per PN erläutern, damit wir den Thread hier nicht zuspammen.
     
  17. mls

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    hast recht, ich hatte eine ähnliche wand von letzter woche im kopf :o
    wenn ich rechne, dann auch mit gerechnetem holzanteil und (ich weiss,
    da gehen die meinungen auseinander) zumindest bei der ersten
    einstufung (ohne wbr) mit anteil der schwellen und rähme. dabei zeigt
    sich, das optimierte konstruktionen rd. 2-4cm dämmung "sparen"
    können.
     
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  19. neo0711

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    Hallo,

    habe eben mit dem Holzhausbauer gesprochen:

    Wand:
    Passt soweit, wie beschrieben (von innen nach außen):
    1. (mineralischer) Putz oder Vorhangfassade (z.B. Fassadenplatten)
    2. 60 mm Holzfaserdämmplatte
    3. 200mm Holzständer ausgeblasen mit Zellulose (evtl. Holzfaser)
    4. 15mm OSB (verklebt als luftdichte Ebene)
    5. 60mm Inst.-Ebene (vom Bauherrn nach Installation zu Füllen mit z.B. Steinwolle oder Holzfaserplatten)
    6. Innenbeplankung 15mm OSB + 12,5mm GK

    Das werden wir dann wohl so machen.

    Zwischendecke (EG / OG):
    1. Brettstapeldecke (wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Holzbretter hier vertikal aneinander geleimt)
    Hier haben wir ein Beispiel gesehen; weiß lasiert könnten wir uns das sehr gut vorstellen.
    2. Brettschichtholzdecke (wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Holzbretter hier horizontal über Kreuz verleimt)
    Hier haben wir noch kein Beispiel gesehen; ist wohl etwas weniger stabil als eine Brettstapeldecke, sieht dafür aufgrund der großflächigeren Elemente (Maserung) etwas „ruhiger“ aus, als eine Brettstapeldecke
    Kann man die Aussage so stehen lassen?
    3. Offene Balkendecke
    a. Haben wir für uns aus schalltechnischen Gründen zunächst mal ausgeschlossen; außerdem wirkt diese Deckenform in größeren Räumen bei unserer Raumhöhe (2,60 m) etwas drückend, insbesondere da wir im EG einen Großteil der Grundfläche mit Parkett auslegen möchten.

    Dach:
    Der Standardaufbau des Häuslebauers wäre (von innen nach außen):
    1. Ca. 180mm Sparren (je nach Statik)
    2. Sichtschalung / Profilholz, 3-Schicht-Platte
    3. Dampfbremse
    4. 40mm Mineralfaser (Steinwolle ?); tatsächlich aus schalltechnischen Gründen
    5. 140mm PU-Platten; (z.B. B..der PIR)
    6. Konterlattung / Lattung
    7. Dacheindeckung

    Was haltet ihr rein technisch von diesem Aufbau? Funktioniert das?
    Bisher habe ich zumindest kein weiteres Beispiel gefunden, wo unter die PU-Platten noch eine Schicht Mineralfaser eingedeckt wird.

    Nach eurem Input tendieren wir dazu das Dach mit Holzfaserdämmplatten anstelle von PU einzudecken.
    Der Energieberater würde dies aus ökologischen, schalltechnischen und aus Gründen des sommerlichen Hitzeschutzes auch bevorzugen.
    Aufgrund der weniger guten Dämmeigenschaften der HFD gegenüber PU bekommen wir dann allerdings einen dickeren Dachaufbau.
    Der Hausbauer war hier der Meinung, dass man das ganz gut auf verschiedenen Wegen optisch kaschieren kann.

    Allerdings kostet HFD gegenüber PU mehr.
    Habt ihr einen Richtwert, wie viel?
    Wir haben eine Dachfläche von ca. 125m2. Satteldach. Dachneigung 22°.

    Danke, neo
     
  20. Friedl1953

    Friedl1953

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    Hallo, also die Wand passt ist meiner Meinung ein guter und sicherer Aufbau. Allerdings war Deine Beschreibung von außen nach innen.
    Decke, die unter 1 beschriebene Version ist eine Brettschichtholzdecke, landläufig auch als Leimbinder bezeichnet. Ist in Ordnung.
    Die unter 2 beschriebene Decke ist eine Brettsperrholzdecke.
    Nachteil bei Decke 1 zu 2 durch Feuchtigkeitsschwankungen wächst oder schwindet diese Decke teilweise enorm. Bei Decke 2 fast Null.
    Vorteil bei Decke 1 vertikale verleimte Bretter sind statisch besser als kreuzweise verleimte nach Decke 2. Dies macht sich aber bei einem Einfamilienhaus kaum bemerkbar (nur bei größeren Spannweiten). Dagen hast Du bei Decke 2 Vorteile was die Aussteifung angeht (Breiten bis zu 3 m), Elementbreiten bei Decke 1 in der Regel nur 60 cm. Somit kann man die Decke 2 schneller und wirtschaftlicher verlegen.
    Bei der Decke 2 kannst Du auch mit einer geringeren Verkehrslast rechnen.
    Also insgesamt wird sich kein statischer und wirtschaftlicher Nachteil bei der Decke 2 zu 1 ergeben.
    Also insgesamt Frage des Geschmacks und des Preises (den Dir der Hausbauer macht) was man vorzieht.
    Balkendecke hast Du ja schon die Antwort, ist auch heute nicht mehr ganz so zeitgemäß (rustikal!!!!!).
    Zum Dach hast Du ja auch im Prinzip die Antwort. Was es mit HF mehr kostet kann Dir bestimmt Flocke was dazu sagen.

    Trotzdem möchte ich hier nochmals auf den Schallschutz eingehen. Irgendwelche Bauteile schallschutzmäßig zu ertüchtigen halte ich für Unsinn wenn nicht der Schallschutz insgesamt (Schallnebenwege, Fenster, Türen usw.) geplant wird. Alle Bauweisen erfüllen die Schallschutzanforderungen an eine Einfamilienhaus. Du musst hier Deine Wünsche und Forderungen definieren und Dir dann vom Ingenieur die entsprechenden Maßnahmen planen lassen.

    Gruß
     
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