Wandaufbau / Mauerwerk EFH (Bauhaus)

Diskutiere Wandaufbau / Mauerwerk EFH (Bauhaus) im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, nach einigen Monaten mitlesen hier im Forum haben wir viel an nützlichen Informationen mit in die Planung unseres Neubau’s einfließen...

  1. Lurvig

    Lurvig

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    Hallo,

    nach einigen Monaten mitlesen hier im Forum haben wir viel an nützlichen Informationen mit in die Planung unseres Neubau’s einfließen lassen können.

    Wir sind jetzt soweit das unser Architekt mit den Genehmigungsplänen anfangen könnte.

    Aber nur könnte, da wir uns immer noch nicht hinsichtlich des Wandaufbaus entschieden haben.

    Es würde uns sehr helfen von euch eine kleine Entscheidungshilfe zu bekommen. Wie gesagt, Entscheidungshilfe!, die Entscheidung müssen/werden wir schon allein treffen.

    In vielen Beiträgen wird immer wieder gesagt dass es den „einen“ Wandaufbau nicht gibt. Dieses leuchtet ein, da jedes Haus andere Parameter mit sich bringt. Daher habe ich auch keinen Beitrag bzw. Hilfe gefunden die ähnliche Gegebenheiten wie unser Vorhaben hat.

    Hier erst mal ein paar Gegebenheiten (falls mehr Infos notwendig, lasst es mich wissen):

    • EFH freistehend, 2 Etagen (EG/OG), ohne Keller. Garage vom Haus getrennt.
    • KFW70 Haus
    • Bauhausstil > Flachdach
    • WP mit Erdwärme (Sole o. Graben)
    • z.Zt. keine KWL (steht noch zur Diskussion)
    • 50% der EG-Außenwände mit Faserzementplatten (Cembrit) verkleidet
    • Region Rheinland (Köln/Bonn), ruhig, zweite Baureihe.
    • Ja, Architekt und Statiker sind mit an Bord

    Die Grundrisse/Schnitte hängen unten als pdf an. 3D-Ansichten als Bild hier im Beitrag.

    Für mich stehen z.Zt. zwei Bauweisen bzw. 3 Varianten zur Debatte:

    1. Monolithisch:
    • Außenwand 36,5’er Ytong mit λ=0,07/0,08
    • Außenwand EG/Wohnbereich (hinter Cembrit Faserzementplatten) 24’er Ytong – PP 1,6 mit λ=0,07 oder PP 2 mit λ=1,0 > davor Doppel/Kreutz-Lattung ~50mm mit entsprechender Dämmung und den Fassadenplatten.

    2. Monolithisch:
    • Gleicher Aufbau wie oben, aber mit KLB-Kalopor bzw. Kalopor-Ultra. Gleiche, ähnliche λ-Werte wie Porenbeton.

    3. WDVS:
    • 24‘er KS mit ~160mm Hartschaum, Neopor WLG032 (o.Ä.)


    Vor- und Nachteile nach meiner bisherigen Erkenntnis bzw. Meinung (die nicht in Stein gemeißelt ist):

    Pro für 1:
    - Leicht zu be- und verarbeiten, relativ preiswert bei λ 0,08.
    - Einfacher Innenausbau (Sanitär, Elektro usw.)
    - Diffusionsoffen
    - Kurze Bauzeit
    Kontra für 1:
    - Evtl. für Statik/Wärmedämmwertenicht ausreichend (Außenwand Wohn-Essbereich) durch notwendige dünnere Wand.
    - Etwas schlechtere U-Werte als 3
    - Teurer wenn λ 0,07 um Werte zu verbessern
    - Keine gute Schalldämmung innen wie außen
    - Mögliche Rissbildung an den Übergängen Wand EG/Decke/OG ? (lt. Bedenken v. Architekt)

    Pro für 2:
    - Leicht zu be- und verarbeiten, relativ preiswert bei λ 0,08.
    - Relativ Einfacher Innenausbau (Sanitär, Elektro usw.)
    - Gute Schalldämmung
    - Diffusionsoffen
    - Kurze Bauzeit
    - Etwas bessere Druckfestigkeit als Porenbeton
    Kontra für 2:
    - Evtl. für Statik/ Wärmedämmwerte nicht ausreichend (Außenwand Wohn-Essbereich) durch notwendige dünnere Wand.
    - Etwas schlechtere U-Werte als 3
    - Teurer wenn λ 0,07 um Werte zu verbessern
    - Mögliche Rissbildung an den Übergängen Wand EG/Decke/OG ? (lt. Bedenken v. Architekt)
    - Mythen um Radioaktive Strahlung (?)

    Pro für 3:
    - Gute Dämmwerte
    - „Massive“ Wand
    - Bessere „Modellierfähigkeit“/Flexibilität, grade bei der Problematik der Fassadenverkleidung
    - Homogene Außenfassade, geringere Gefahr der Rissbildung
    - Größere Verbreitung/mehr Erfahrung bei den Rohbauern
    - Sehr gute Schalldämmung
    - Bessere Statik
    Kontra für 3:
    - Teurer als 1+2
    - „Plastik“ als Außenfassade, Haptik (imho)
    - Empfindlich gegen Beschädigungen
    - Gefahr der Algenbildung
    - Schlechter für den Innenausbau (Sanitär, Elektro usw.)
    - Nur bedingt Diffusionsoffen
    - Längere Bauzeit als 1+2
    - Haltbarkeit / Entsorgung

    Es würde mir helfen die ein oder andere fachkundige Meinung und Empfehlung von euch zu hören.

    Ach ja, ich bin weder Beratungsresistent noch technisch u. handwerklich unbedarft.
    Ich komme auch mit einem etwas rauerem Umgangston klar, respektiere auch andere Meinungen, aber ich fänds gut wenn es trotzdem einigermaßen sachlich bleibt :shades

    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

    Grundrisse: Den Anhang Entwurf AB_1.pdf betrachten

    Gruß
    Andreas
     
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  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hey, du hast anscheinend wirklich mitgelesen :)

    einige aspekte laufen etwas unrund oder fehlen
    (oder ich habs überlesen) .. zb "kleinigkeiten" wie
    die fassadenbefestigung: auf dem thema solltest
    du mal architekt und statiker rumreiten lassen.
    btw: für den "statiker" ist das thema erstmal kein
    thema, so das nicht ausnahmsweise vereinbart ist;
    ein paar hüftschüsse sollte er allerdings loslassen
    können.

    ausgedünnte "24er_ichwilldämmsteinsein"-wände
    kannst du knicken und der grundriss schreit laut
    nach einem soliden wandbildner. hörst´n? ;)
     
  4. flo79

    flo79

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    Also ich würde die KS Variante nehmen wenn auch biserl anders. Wahrscheinlich nur 17,5er KS und nur wo notwendig dickere Wände. Wenn du du die Cembrit Platten willst kann du hier auch ne Vorsatzschale auf den KS machen und z.B. mit 032er oder 035 Miwo ausdämmen. Denn Rest halt dann verputzen. Wenn du hier kein Plastik willst geht auch Miwo/Steinwolle oder Holzfasern. Bei 17,5er KS und WDVS muß der preis nicht höher sein als bei deiner 36,5 Ytong Variante. Grad wenn du den 07er Stein willst.

    Und für den Innenausbau bzw. die Innenwände würd ich wohl sowieso KS nehmen, egal welche deiner Wandvarianten.

    Gruß Flo
     
  5. #4 Alfons Fischer, 5. Januar 2013
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

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    ich höre ihn...

    Da wird auch einiges an Beton drin sein...
    Und trotzdem wird der Statiker nicht laut "hurra" schreien, wenn er den Plan vorgelegt bekommt. Mir erschließt sich jedenfalls nicht, wie man die Dachlasten runterbekommen soll, ohne die "Lasten spazierenzuführen". dabei macht die durch das Treppenloch zerschnittene Decke es sicher nicht einfacher...
    Und mein Prof hat immer gesagt, "das spazierenführen der Lasten kostet richtig Geld..."

    so ne Stütze (oder besser ne Wand) zwischen Essen und Küche wäre gut...:shades
     
  6. #5 Gast036816, 5. Januar 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    bei massiv wird der wandversatz der einspringenden dachterrasse ein statisches problem, weil von den 3 wänden im eg nur ein getragen werden kann. hier fehlen einige tragende rollen, ob es mit holz klappen kann muss der statiker untersuchen - massiv wird es mehr als problematisch, wenn im eg nicht mindestens eine stütze den essplatz verbaut. der wandaufbau löst sich wahrscheinlich mit der statik im og.

    die treppe mit einem steigungsverhältnis von 20/25 muss dringend geändert werden. für solch ein haus ein no go!

    die ansichten können durch vereinfachung der fensterformate mehr ruhe vertragen.

    die 1. tür vom eingang zum wc/hwr kann entfallen, die krampft.

    ansonsten ein schöner entwurf.
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    welch feine doppelsinnigkeit :respekt

    wegen der zu kurz geratenen integration von lösungen der
    statisch-konstruktiven herausforderungen und anderer
    ungelöster themen (einige wurden oben genannt) sehe ich noch
    nicht den nahtlosen übergang vom entwerfen (hoai anl. 11) unter
    "berücksichtigung .. technischer, bauhysikalischer .. anforderungen"
    zum genehmigungsplanen "erarbeiten der vorlagen .. einreichen ..
    vervollständigen und anpassen" als realistisch.

    was früher bei "normalen" efh-planungen üblich war, ufert
    mittlerweile wegen sehr hoher (oder sehr undurchdachter)
    "architektonischer" anforderungen zu endlosen debatten
    im vorfeld (!) der genehmigungsplanung aus: das ist
    aufgabe der bauverantwortlichen...
     
  8. #7 Inkognito, 5. Januar 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Zur Konstruktion: Ich kann mir vorstellen, dass man die einspringende Wände der Dachterrasse als wandartige Träger ausbildet. Klar kostet das mehr als Schottbauweise, aber das war hoffentlich vorher klar. Ähnlich übrigens auch die Auskragung über dem Eingang.
    Ansonsten, höhengleiche Dachterrasse, möglicherweise noch mit Regenablauf innen - sportlich. Rechtzeitig an die Details denken und nicht den "das dichten wir mit Silikon ab" Billigheimer dranlassen.
    Inwiefern welche Bröselsteine reichen muss man beim Rechnen sehen, ein paar versteckte Stahlbetonstützen in den hoch belasteten Bereichen werden es vermutlich schon werden.

    Zum Entwurf: Ich hätte den Schornstein nicht auf die Dachterrasse gewollt, wobei das ganze Konzept einer schattigen 'Dachterassennische' ist mir nicht ganz klar. Wenn es, wie im Wohnblock, nicht anders möglich ist, ok, aber wenn doch gleichzeitig im Garten eine geräumige Terrasse vorhanden ist? Meine Prophezeiung: Das Ding wird nie benutzt. Durchsicht vom Kinderzimmer (?) zum Elternschlafzimmer ist auch nicht optimal, aber wenn man das nur als eine Art Lichthof betrachtet ist es sicher ganz hübsch.
    Auf einen Keller würde ich auch alleine aus Wiederverkaufsgründen nicht verzichten.
    Die Stufe zum Wohnzimmer ist sicherlich eine irgendwie interessante räumliche Trennung, inwiefern sie altersgerecht und somit nachhaltig ist, darf bezweifelt werden. Kaum einer der Senioren mit Rollator hat jemals damit gerechnet eine solche Hilfe zu benötigen.
    Ansonsten sehen diese Klötze wahnsinnig schnell gammelig aus. Ein Dachüberstand ist ein konstruktiver Wetterschutz, ich würde die Blechaufkantung der Attika so weit wie man es architektonisch noch vertreten kann nach außen ziehen.
     
  9. Lurvig

    Lurvig

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    Wow, Jungs, schlaft ihr denn gar nicht ;) ? Aber mir soll's recht sein :28:

    Ok, erst mal danke für die (jetzt schon) zahlreichen Antworten.

    Ich versuch mal zu einigen Punkten was zu sagen:

    Thema Fassadenverkleidung/Besfestigung: Das Thema haben wir auf dem Schirm. Hier plane ich die Befestigung auf Aluprofilen, am liebsten unsichtbar da ich eigentlich keine Schraubenköpfe sehen will. Da werde ich aber noch Verarbeiter kontaktieren und das mit denen mal diskutieren.
    Das das für den Statiker keine Rolle spielt weiß ich, aber der Wandaufbau dahinter halt doch. Und den wollte ich nicht überstrapazieren, der hat uns schon für (sehr) groben Entwurf ne Berechnung gemacht. Beim nächsten mal wollt ich ihm halt was handfestes vorlegen. Aber trotzdem werd ich ihn nochmal dazu befragen.

    Thema Wandbildner: Musst du mir kurz erläutern, da steh ich grad auf'm Schlauch?

    Ok, ist gespeichert.
    Ja, Fassadenplatten sollen sein. Müssen nicht die Cembrit sein, aber a) gefallen uns die von den bis jetzt gefundenen am besten b) die Maße kommen ganz gut hin ohne etliche m² Verschnitt zu haben c) haben wir ausser die von Eternit keine Alternative gefunden.
    Innenwände, hab ich vergessen. Ja, KS war sowieso geplant um den Schall innen zu minimieren.

    :) Der Statiker wird glaub ich erleichtert sein. Du hättest ihn erst mal bei unserem ersten "Entwurf" hören sollen :yikes . Dagegen ist der hier jetzt Kindergeburtstag.
    Nein ernsthaft, aufgrund seiner und die Bedenken des Architekten haben wir unsere Eingangsplanung deutlich entschärft.
    Der A. ist mit einigen Dingen auch nicht unbedingt glücklich, aber gott sei dank sehr ambitioniert und versucht unsere Vorstellung/Wünsche, soweit machbar, umzusetzten.

    Bzgl. Stütze, ja, wissen wir, aber grade das wollten wir nicht.

    Das sind die Bedenken die unser Architekt auch schon hatte, wollte sich dies bzgl. aber mit dem Statiker beraten, grade um eine Stütze zu vermeiden.

    In welcher Hinsicht? Steigung o. Trittbreite? Es soll übrigens eine Kragarmtreppe werden. Evtl. als Fertigelement Wand/Treppe aus Beton (zb. Fa.Hiemer).
    Jein, da haben wir lange und viel rumexperimentiert und da trifft halt Architektur auf Pragmatik :o.
    Fast jedes Fenster hat seinen Grund warum es so ist wie es ist.
    Aber vielleicht erläuterst du kurz wie du es machen würdest? Vielleicht kriegen wir es ja (noch) besser hin?

    Ist schon passiert, aber in dem Entwurf noch nicht eingeflossen. Hatte wir auch schon bemerkt :28:

    Danke, Balsam für die Seele :konfusius

    Hier kann ich einwerfen, das das eine wirkliche Konstruktive zusammenarbeit mit dem Architekt ist und wir Pro und Kontras gemeinsam abwägen und wir nicht eine "ich will, ich will, ich will" Strategie fahren.
    Und ja, ich denke da hast du recht, wir sind von der Gehehmigungsplanung noch ein kleines Stück entfernt, aber denoch über die Entwurfplanung hinaus.


    Verstehe ich das bis hierhin aber erst mal richtig, das eher die Statik entscheidet als die evtl. bevorzugte Bauweise?

    Andreas
     
  10. Lurvig

    Lurvig

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    Ja, sowas hat der A angedeutet und da gucken wir mal was der Statiker rechnet. Bin sehr Detailbesessen, daher hab ich solche Sachen wie höhengleiche Dachterrasse, möglicherweise noch mit Regenablauf innen (ja) im Auge.

    Schornstein geht in unseren Augen nicht anders. Ich hätte ihn auch gerne in der Wand, dadurch das die Wand bzw. der Kamin darunter nicht in der Flucht ist, passt das nicht. Wir haben das schon hin- und her geschoben, aber das erschien uns als bester Kompromiss. Die Wand vom Büro verschieben macht die Dachterasse kleiner, was nicht schlimm wäre, aber architektonisch nicht vertretbar. Und die WZ Wand verschieben geht wegen der Treppe nicht.

    Zu deiner Prophezeiung, jein. Wir haben z.Zt. eine ähnlich Situation (gr. Garten mit Terrasse + Dachterrasse) und ja, sie wird wenig genutzt, aber sie wird hin und wieder genutzt.
    Thema Durchsicht, keine Kinder, daher ist das Kinderzimmer ist ein Büro. Also kein Problem.

    Über den Keller haben wir sehr lange gegrübelt. Aber nach (versuchter) emotionsloser Abwägung (Thema 'ich will, brauche ihn aber nicht wirklich'), haben wir uns aus zwei Hauptgründen dagegen entschieden: a) die Kosten und b) der Nutzen. Wiederverkauf ist für uns kein Argument. Eigentlich will ich hier alt werde und weiß ich was in 20 Jahren ist? Und zudem ist Garage und HWR so groß, das Platz nicht das Thema ist.
    Guter Übergang zum Thema im Alter. Haben wir auf dem Radar, aber unsere eigene Einstellung zu. Wenn ich nicht mehr alleine laufen kann ist es Zeit zum umdenken. Aber das ist ein anderes Thema.

    Andreas
     
  11. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ja und nein ;)

    ja, weil irgendwann lösungen erforderlich werden, die der eine
    toll, und der andere zum kotzen findet.
    bsp., einfach und plakativ: deckenspannweiten und - dicken.
    jede "zauberei" kostet: sowohl in der planung, wie auch in der
    ausführung.

    nein, weil "statik" eine grundlage von vielen ist. daneben
    sehe ich z.b. verarbeitbarkeit/herstellbarkeit (bei dir konkret:
    befestigung der UK für die fassade in geblähter luft) oder
    auch bauphysikalische anforderungen (wärmebrücken,
    dämmung usw.)

    btw, mir gefällt der entwurf über weite strecken gut,
    obwohl komplikationsmaximierungen in kombination
    mit zwiebelledergeldbeutel mitunter den spass an
    einem "toughen" und "straighten" entwurf reduzieren ;)
     
  12. #11 Gast036816, 5. Januar 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    mach 17 steigungen mit 176,5/280 mm als steigungsverhältnis. 200 mm ist zu hoch und 250 mm ist zu kurz.
     
  13. Lurvig

    Lurvig

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    Ich denke das ist/sollte jedem klar sein bevor er anfängt > es wird meistens teuerer als geplant :wow
    Mir war von vornerein bewusst das "kein 08/15" auch mehr an Planung, Material, Arbeit und dadurch etwas mehr Geld kostet. Leider :(

    Dazu zwei Dinge. Einmal, ne dumme Frage, wer darf, kann, soll sich mit dem Thema b.p.-Anforderungen rumschlagen? Der Statiker o. der Architekt? Oder gar beide in Co-op?
    Das zweite, ja, über das Befestigungsthema mach ich mir auch schon seit geraumer Zeit Gedanken. Hast du da Tips für mich?

    Zustimmung :28:
     
  14. Lurvig

    Lurvig

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    Ja, haben wir auch schon gesehen und weitergegeben. Aber da gibt es ein kleines/großes Problem. Es ist kein Platz mehr da.
    Ich habe die Treppe jetzt mal auf äusserste ausgereizt und komme auf max. 16/189/260. Da musste ich aber jetzt schon die Schiebetüre Flur/Küche 10cm kleiner machen und verschieben (da komme ich mit klar).
    Dann habe ich sie auf ~25cm bis an die Schiebetür unten rangezogen und oben bis kurz vor Türrahmen Bad.
    Mehr Platz ist jetzt nicht mehr da (leider). Ich hätte auch gerne 270/280mm, da ich mit Schuhgröße 46 nicht grade klein auftrete..... aber was nicht ist, ist nicht.

    Unten bis ganz an die Türe will ich nicht, weil das a) optisch für mich nicht passt, die erste Stufe direkt am Türrahmen. Da sollte schon eine erste 'viruelle' Stufe sein und b) ich da auch eine gewisse Unfallgefahr sehe, da der Platz zwischen erster Stufe und Küchenblock nur ca 1,25m ist.
    Wenn man mal einen gedanklichen Gang macht, schwenkt man instinktiv direkt nach links Richtung Raummitte. Und dann würde ich bzw. jeder der das erste mal da ist, sich wahrscheinlich erst mal das Schienbein ramponieren :(

    Oder siehst du eine Lösung die ich bis jetzt nicht sehe? Weil manchmal sieht man den Wald ja vor lauter Bäumen nicht mehr....

    Treppe_1.jpg
     

    Anhänge:

  15. mls

    mls Bauexpertenforum

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    zur bauphysik wie zum ganzen planen: das ist e. empathiefrage :)
    beide kommen in frage, wenn sie können/mögen - oder sonderfachleute.

    befestigung: ganz klar - der beste befestigungsgrund ist holz, der
    zweitbeste ist beton, dann kommt lange nix, dann kommt ein schwerer
    stein - und danach kommt nix mehr.
     
  16. Lurvig

    Lurvig

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    So,
    es geht (langsam) weiter. Nach einem langen Gespräch mit dem Statiker habe ich entschieden das KS/WDVS raus ist. Die Entscheidung fällt zwischen Porenbeton und Poroton (beide mit 0,08).
    Statisch bekommen wir beides hin, natürlich mit 'Unterstützung' der ein oder anderen Betonstütze in der Wand. Für die KfW reichen beide Steine.

    Wir werden die Wände im EG zum Garten hin wahrscheinlich in 30cm o. auch in 36,5cm ausführen und in Kauf nehmen das ich durch den entstehenden Mauerversatz ein paar cm² Wohnfläche innen 'verliere'.
    Habe mit drei potenziellen Rohbauern gesprochen, alle drei hatten keine Bedenken hinsichtlich des Versatzes, ebendso der Statiker.
    Bzgl. der Steinwahl waren sie aber keine große Hilfe: Frag drei Leute und du bekommst drei verschiedene Antworten :irre

    Nach meinen Recherchen ist der Porenbeton (Y.....) gegenüber einem Poroton (zb. MZ8) doch schon günstiger. Habe Preise von ca. 52€ zu72€/m² vorliegen (36,5'er). Hochgerechnet sind das ca. 3500€ Differenz nur für das Aussenmauerwerk. Das ist ja nicht unerheblich.
    Sind das realistische Preise die mir vorliegen oder sieht die Realität nach Abzügen von evtl. Rabatte anders aus und kann man so rechnen? Oder wie hoch ist die Differenz wirklich, wenn man den m³ oder m² "gemauerte Wand" nimmt (inkl. aller Kosten, Materialien, Arbeitslohn usw.)?

    Welcher Stein wäre eurer Meinung nach zu bevorzugen und warum?

    A.
     
  17. Inkognito

    Inkognito Gast

    Funktionieren tun beide. Ich würde Ziegel nehmen da Porenbeton nur sehr, sehr schwer trocken wird, wenn er mal nass war, z.B. durch ein Rheinhochwasser oder so ;) ... aber das schon bald eine Glaubensfrage.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Der 30er mit einem Lambda von 0,08 wird kaum für die EnEV ausreichen, geschweige denn für KfW. Man muss ja nicht an jeder Ecke schönrechnen. In 36,5cm sollte es passen, je nach KfW Standard der erreicht werden soll. Ein U-Wert von 0,21W/m2K ist zwar bei einem Neubau nicht der Brüller, aber besser als gar nichts. ;)

    Ob PB oder Ziegel, darüber kann man streiten. Ich würde auch mal andere Parameter als die Wärmedämmung unter die Lupe nehmen, beispielsweise Schalldämmung. Ich gehe davon aus, dass die Verarbeitung eine untergeordnete Rolle spielt, das ist Sache der Firma die das Haus baut, und die sollte beide "Steine" beherrschen.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Lurvig

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    Jein, der 30'er alleine würde nicht reichen, aber da ich in dem Bereich die Wand mit einer VHF mit entsprechender Dämmung (MW WLG032 40-80mm) verkleide, passt das wieder.
    Da müsste ich auf einen U-Wert von ca. 0,16-0,20W/m²K je nach Dicke kommen.

    Werde das aber morgen nochmal mit dem Architekten durchgehen ob es durch die breite Schiebetür und die Art der RoKa's die ich haben möchte, in dem Bereich nicht sowieso notwendig ist auf den 36,5'er zu gehen. Dort sollen die B&H RoKa Neoline "Cover&Feel" Kästen hin, die haben innen eine Vorbereitung für Jalousien und aussen ganz normal Panzer. Und die brauchen halt ihren Platz.

    Das ist auch die Sache die mir noch etwas zu grübeln gibt. Schalldämmung innen sollte nicht das Thema sein. Hier ist entweder KS oder der Hochlochziegel-Plan-T 1,4 (Schallschutzziegel) geplant [eure/deine Meinung dazu].
    Aussen bin ich mir nicht sicher ob das eine so große Rolle spielt, da a) Hinterland-Bebauung und b) eine sehr ruhige Wohngegend ist.
    Meine Bedenken sind eher wie sich das Haus innen "anhört", merkt man innen den Unterschied hinsichtlich Schall, Hall usw.
    Und das zweite wäre evtl. noch wie der Schall nach aussen hin wirkt, da wir doch schon mal ganz gerne beim Filmgucken zb. "die Sau rauslassen". Muss ich mir da Sorgen für die Nachbarn machen?

    Gruß,
    Andreas
     
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  21. R.B.

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    Das sind zweierlei Paar Stiefel. Wie der Schall nach innen "wirkt" hängt primär von den Oberflächen ab. Weiterhin spielt die Möblierung eine Rolle. Der Schall nach draußen ist Sache der Schalldämmung der Wand. Hier spielt zuerst einmal die Masse eine wichtige Rolle. Die Oberflächen die zur Schallquelle gerichtet sind muss man auch beachten, weil sie Schall reflektieren, absorbieren, oder einfach durchlassen können.

    Hoch wärmedämmende Steine/Ziegel haben normalerweise eine geringe spez. Masse.

    Spielen Schall- und Wärmedämmung eine Rolle, dann kann die Variante mit WDVS von Vorteil sein. Man nimmt einen möglichsten schweren Stein für die Schalldämmung und überlässt die Wärmedämmung dem WDVS.

    Wichtig wäre hier noch, dass man nicht nur die Schalldämmung der Wand an sich berücksichtigt, sondern auch die Verarbeitung (Ausbildung von Details) genau plant. Zudem sollte jedem klar sein, dass Durchbrüche (Fenster, Türen) eine Schwachstelle darstellen. Tja, und wenn wir schon bei der Schalldämmung sind, bei Räumen unter dem Dach sollte man auch daran denken, dass der Dachaufbau oftmals eine nur mäßige Schalldämmung aufweist.

    Infos zur Schalldämmung finden sich in den technischen Unterlagen zu den Steinen/Ziegel.

    Gruß
    Ralf
     
  22. H.PF

    H.PF

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    Wobei man nicht vergessen darf, das ein WDVS die Schalldämmung eines Steines sehr stark beeinträchtigen kann! Da hört man plötzlich den Regen gegen die Wand, jeden einzelnen Tropfen wenn es dumm läuft...
     
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Wandaufbau / Mauerwerk EFH (Bauhaus)

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