Wann Bodengutachten?

Diskutiere Wann Bodengutachten? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo in 2 Monaten wird unser Altbau abgerissen. Das Haus und alle Nebengebäude werden komplett entfernt. Um Kosten zu sparen soll das Haus vor...

  1. #1 Altbau1932, 24. Januar 2010
    Altbau1932

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    Hallo

    in 2 Monaten wird unser Altbau abgerissen. Das Haus und alle Nebengebäude werden komplett entfernt. Um Kosten zu sparen soll das Haus vor Ort geschreddert werden.Die Baugrube, also der halbunterkellerte Bereich, damit lagenweise verfüllt und verdichtet werden.:bounce:

    Das neue Haus soll versetzt auf das Grundstück gebaut werden. Allerdings haben wir jetzt Gefälle zum Haus:yikes, das soll geändert werden.
    Ich möchte das neue Haus ca. 60 cm höher legen. Laut Abrissfirma ist genug Material vom alten Haus dafür da.

    Jetzt weis ich nicht ob das Bodengutachten vor dem auffüllen gemacht wird, oder ob ich gar keins brauche. Es wird ja 60 cm aufgefüllt und verdichtet.

    Brauche ich kein Gutachten wenn die Firma mir bescheinigt:deal, eine bestimmte Tragfähigkeit hergestellt zu haben?
     
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  3. #2 Thomas Traut, 25. Januar 2010
    Thomas Traut

    Thomas Traut

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    2x grober Unfug:
    1. Man füllt eine Baugrube nicht mit Schutt und baut ein neues Haus drauf. Ziegel z.B. hat nichts in einer Gründung zu suchen. Außerdem muss der Füllboden eine bestimmte Kornzusammensetzung haben, damit er überhaupt verdichtungsfähig ist.
    2. Der Baugrund unter dem Schutt muss tragfähig sein, ob da was aufgefüllt wird oder nicht.
     
  4. Hansal

    Hansal

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    Ich denke der Bauschutt nennt sich nach dem Schreddern RC-Material.

    Achtung auf belastete Stoffe achten. Die nachträliche Entsorgung wird teuer.
    Wasserschutzzone?

    Ein Bodengutachten ist dringlich vor jeder weiteren Planung anzuraten, weil hier auch eine andere Gründungsebene angedacht ist.

    Der Bodengutachter soll dann auch die Möglichkeit einer RC-Schotter beurteilen.

    Grüße
     
  5. gast3

    gast3 Gast

    zusammenfassend

    haben die beiden schon erwähnt:

    also an einzubauende Materialien sind in Hinblick auf Kornabstufung, stoffliche Zusammensetzung etc. einige Anforderungen zu stellen, die meist beim Brechen vor Ort nicht eingehalten werden (zumindest bei kleineren Baumaßnahmen)

    unabhängig von Wasserschutzzonen etc. brauchst meist eine wasserrechtliche Genehmigung

    und Gutachten so früh wie möglich, weil eigentlich erst dann kann man mit der Planung anfangen - alles andere ist (oder wird) Murks

    ---------- Post added at 09:57 ---------- Previous post was at 09:56 ----------


    der ist gut
     
  6. Gruener

    Gruener

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    Für den Einbau von RC braucht man nie eine wasserrechtliche Genehmigung.
    Im Wasserschutzgebiet ist es nicht erlaubt und bei Objekten mit Grundwasserbeeinflussung auch nicht. Sonst ja.

    PS: Der Rest wurde ja schon erläutert. So ein Gutachten kostet nicht die Welt.
    Man erhält eine Aussage über den Baugrund und die Gründungsempfehlung. Genau das was Sie brauchen.
     
  7. gast3

    gast3 Gast

    Sorry ...



    aber das ist Blödsinn !


    zumindest für NRW
     
  8. #7 Altbau1932, 25. Januar 2010
    Altbau1932

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    Das Haus steht in Niedersachsen.
    Dort wo das neue Haus hin soll, steht jetzt eine Garage.Wie tief werden den die Proben entnommen?
    Auf dem Grundstück fängt bei 1,2 Meter tiefe, ein LEHM STEIN Boden an.
    Wohne hier schon 19 Jahre und habe schon an einigen Stellen gebuddelt.
    Auf Grund des Alters gibt es, außer 8m² Asbest Platten an einer Gaube, nix was irgendwie behandelt ist.

    Wasserschutzgebiet gibt es in der Nähe nicht.

    Der Abbruch soll von einer großen erfahrenen Firma durchgeführt werden. Namen sind ja nicht erlaubt.:shades

    Laut dieser Firma ist das, was aus dem Schredder raus kommt verdichtungsfähig. Sie haben Alternativ im Angebot Recyclingmaterial angeboten für 14,8€ pro cbm., lagenweise eingebaut und verdichtet.
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    na - welche Untersuchungen, wie viel, wie tief - sagt dir dein Bodengutachter

    der sollte auch die regionalen Voraussetzungen kennen, was Genehmigungen etc. angeht. Ansonsten beim Umweltamt / Untere Wasserbehörde mal nachfragen.

    Was Firmen und das Brechen vor Ort angeht bin ich (warum nur ?) skeptisch - setzt u.a. eine Top Separierung voraus. Oft genug werden Häuser zusammengekloppt und geschreddert und das Material geht dann gar nicht. Also nicht Abbruch sondern geordneter Rückbau.

    ach so vom Gutachter Verdichtungsanforderungen etc. festlegen lassen.

    also ohne - mach es nicht
     
  10. #9 Altbau1932, 25. Januar 2010
    Altbau1932

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    Habe mit Google einen Diplom Geologen in unserer Nähe gefunden.
    Werde den mal anschreiben und fragen was so ein Gutachten kostet.
    Und was er von dem RC Material hält b.z.w. was es kostet den Verdichtungsgarad des RC Materials nach dem Einbau zu untersuchen.

    Das Haus habe ich schon größtenteils entkernt.
    Das restlich Holz wird von der Firma entsorgt. Die Fenster vorher noch von mir ausgebaut.
    [​IMG]
     
  11. fengi

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    Und was passiert mit den vorhandenen Elektro-, Wasser-, Heizungs- und Abwasserleitungen? Was mit im Mauerwerk eingeschlossenen Holzteilen, mit Dämmung und all dem Kleinkram, den man in Altbauten zwischen und unter Wänden und Decken findet? Der mineralische Anteil eines Hauses ist oft erschreckend gering, und nur mit großem Aufwand vom Rest zu trennen.

    Ich kenne solch "Recyclingmaterial" als Abbrüchen. Es wird als Minho-Tragschicht ( mineralische Hochbaustoffe, Ziegel, Beton, Asphalt ) verkauft. Leider findet man aber auch Anteile von Bauholz, Gips, Styrodur, Silikonfugen, PU-Schaum, Wasserhähne, KG- und HT-Rohre usw., was dort laut Liste nicht beinhaltet sein sollte, darin.
    Das Zeug eignet sich hervorragend zur Herstellung einer temporären Baustraße, aber mein Haus würde ich nicht darauf gründen, denn es ist weder hinsichtlich der Inhaltstoffe, noch der Sieblinie güteüberwacht.
     
  12. Altbau1932

    Altbau1932

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    Na toll...

    Heute hat mich der Dipl. Geologe angerufen.

    Er sagte das auf einem Grundstück wo bereits ein Haus steht,eigentlich kein Gutachten erforderlich sei.
    Würde er aber durchführen wenn ich es unbedingt haben möchte.
    Wenn das Grundstück angefüllt worden ist, kann die Festigkeit nur durch einen Rammsondenbohrung festgestellt werden, die er aber nicht durchführen kann.
    Er würde mir aber Kollegen nennen die so etwas machen.
    Empfohlen hat er mir aber, das so etwas auch von dem Statiker kontrolliert werden kann der das neue Haus baut.


    Ich habe durch Bekannte jetzt noch eine Abbruch Firma gefunden, die ebenfalls Häuser recycelt. Allerdings nicht mit einem Mobilen Brecher sondern stationär. Ausserdem bieten Sie auf der Website das Material von anderen Baustellen auch als RC Material an. Unter anderen:
    -Recycling Schotter mit Prüfzeugnis RG-Min StB 93/2000 Körnung 0-45
    -Recycling Füll- / Pflastersand mit Prüfzeugnis RG-Min StB 93/2000 Körnung 0-8

    Jetzt habe ich dazu bei Google nur irgendwelche Erklärungen für den Straßenbau gefunden. Ist dieses Material auch für den Hausbau zugelassen?
     
  13. #12 Thomas Traut, 27. Januar 2010
    Thomas Traut

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    Da ist der Geologe wohl kein Baugrundgutachter. Ramm(kern)sondierungen sind Brot und Butter für jeden Baugrundgutachter. Und fachlich ist die Aussage Unfug.
     
  14. #13 Manfred Abt, 27. Januar 2010
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    These: alle Häuser dieser Welt sind gleich und haben die selben Anforderungen an den Untergrund.

    Vorschlag: gleiche Frage mal an diese Kollegen stellen, vielleicht wird es besser.

    Erstens baut der Statiker nicht das neue Haus.
    Zweitens trifft nur eine geringe Anzahl von Statikern eine Aussage zum Baugrund, Regelfall ist, dass die Statiker die Aussage zum Baugrund anfordern.

    Sollte in der Tat durch einen örtlichen, versierten Baugrundgutachter in Zusammenarbeit mit dem RC-Werk geklärt werden können. Halte ich bei korrektem Material und geeignetem Einbau aber für durchaus möglich. Der sollte auch die wasserrechtlichen Themen abklären können. Hierzu teile ich die Meinung von Helge.
     
  15. gast3

    gast3 Gast

    mehr als das.



    Nur als formale Anmerkung, so vermute ich, dass er die Festigkeit mittels Rammsondierungen (DIN 4094) prüfen will - Unterschied zu Rammkernsondierungen

    und Rammsondieranlagen hat eben nicht jeder :biggthumpup:
     
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  17. Stock

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    Also um das noch klar zu stellen eine Rammsondierbohrung kenne ich so nicht.
    Wir machen jedoch jeden Tag Rammsondierungen und Rammkernsondierungen.

    Bei der Rammsondierung wird eine Sonde in den Boden gerammt und die Schläge je 10 cm gezählt daraus ergibt sich die Festigkeit des Bodens.

    Eine Rammkernsondierung dient dazu um die unterschiedlichen Bodenschichten zu bennen und um Proben zu nehmen um sie später im Labor auf ihre bautechnischen Eigenschafften zu prüfen.

    Um auf das Rec. Material einzugehen, es wird natürlich mit anderen Körnungen gemischt und dann wird durch einen Proctorversuch die optimale Verdichtung ermittelt.

    Mfg Stock
     
  18. gast3

    gast3 Gast

    genau bis dahin gebe ich dir recht :biggthumpup:
     
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