Wann das Dach Dämmen?

Diskutiere Wann das Dach Dämmen? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, mit Hilfe einiger Forumsmitglieder (Danke nochmal) haben wir jetzt endlich unser Dach eingedeckt. Nun stehen aber leider schon wieder...

  1. plisken

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    Hallo,

    mit Hilfe einiger Forumsmitglieder (Danke nochmal) haben wir jetzt endlich unser Dach eingedeckt.
    Nun stehen aber leider schon wieder ein paar neue Fragen an.

    So wurde der Dachaufbau von unserem Architekten (leider gerade in Urlaub) geplant:

    1 Betondachsteine
    2 Ziegellattung/Konterlattung
    3 Unserspannbahn Delta Vent S (wurde nicht winddicht verklebt)
    4 24mm imprägnierte Holzschalung
    5 200mm Gebälk
    6 200mm Zwischensparrendämmung (ohne Hinterlüftung, soll direkt auf die Schalung angelgt werden)
    7 -Dampfsperre
    8 Konterlattung
    9 Holzdecke

    Dachneigung ca 30°

    1-5 wären bereits erledigt.

    Meine Fragen wären nun folgende:
    Wann sollte ich die Zwischensparrendämmung mit Dampfsperre aufbringen?

    Wir müssen jetzt noch die Zwischenwände mit Ytong kleben, Wände verputzen und Estrich einbringen.
    Hier fällt ja überall Feuchtigkeit an.
    Der Gipser meint nun wir sollen die Dämmung raus lassen, bis alle "nassen" Arbeiten erledigt und abgetrocknet sind.
    Die Feuchtigkeit könne so besser nach außen und es bestünde keine Gefahr für die Isolierung.

    Klingt logisch.

    Da wir das Haus aber weiterhin bewohnen (wurde Aufgestockt), ist es mittlerweile recht "zugig" ohne Dämmung und mit offenem Treppenhaus.
    Auch hätte ich ein wenig sorge, dass die Schalung, die ja nun offen liegt, zu viel Feuchtigkeit abbekommt und diese nicht komplett durch die Unterspannbahn raus kann bzw. die Schalung zu schimmeln beginnt, bevor ich überhaupt isoliere.

    Meine Idee war eigentlich, jetzt als nächstes erst die Zwischensparrendämmung mit der Dampfsperre anzubringen.
    Dann den ganzen Bau (die Holzschalung ist immer noch von innen feucht) erstmal mit einem Bautrockner trocken legen.
    Und dann erst die ganzen Arbeiten wie Zwischenwände, Verputzen und Estrich.
    Die davon entstehende Feuchtigkeit würde ja höchstens an der Dampfsperre herunterlaufen. In die Dämmung käme ja nichts.

    Wie geht man normalerweise vor, wenn man wie wir Hornochsen im Winter noch baut?

    Bei der nächsten Frage trau ich meinem Architekten (er möge es mir verzeihen) nicht so ganz.
    Die Dämmung soll ja auf der (jetzt noch feuchten) Schalung aufliegen. Ohne jegliche Hinterlüftung. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass hierbei kein Schimmel entsteht. Wenn die Schalung im Sommer verlegt wurde und alles trocken ist, ok. Aber die USB kann doch unmöglich die Feuchtigkeit komplett nach außen transportiert haben, bevor meine Isolierung anfängt zu Schimmenln? Wir haben ja momentan keine 30° da draußen.
    Und warum wird hier keine Hinterlüftung von ca. 2cm eingebaut? Im Innenbereich muss ich das doch auch überall beachten?

    Wie seht ihr das?


    Im voraus besten Dank..
    Gruß:o
     
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  3. #2 Jürgen Jung, 13. Dezember 2007
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    die Hinterlüftung ist nicht

    notwendig bei den von Dir geschildertem Aufbau.

    Aber die Dämmung kannst Du jetzt nicht einbauen, wenn die Schalung tatsächlich so nass ist.

    Warum ist die so nass??

    Darf eigentlich nicht sein. Sie muss mit ca. 15% Restfeuchte eingebaut werden, der Zimmerer hat sein Gewerk zu schützen vor Regen etc.

    Und wieso imprägnierte Holzschalung ? :yikes

    Was sagt der Archtitekt dazu?

    Gruß aus Hannover
     
  4. plisken

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    Das Dach mussten wir leider selbst eindecken.
    Der Dachstuhl wurde noch gestellt (KVH).
    Das Schalholz hab ich mir im Holzfachhandel besorgt.
    Technisch getrocknet war da nix.
    Lt. Zimmermann wäre das alles OK so.

    Imprägniert wurde mir empfohlen, da so angeblich ein guter Schutz vor Ungeziefer (Holzbock) bestünde.
    Sollte das ein Problem sein?

    Wir haben für die Schalung aufgrund des Wetters fast 2 Wochenenden gebraucht. Hier hatte es ständig wie aus kübeln gegossen.
    War froh als endlich die USB drauf war.
    Wenn ich jetzt von innen an die Schalung lange, fühlt sich das ganze immer noch recht feucht an.

    Mein Architekt meinte dazu nur, dass dies kein Problem wäre.
    Ich trau dem ganzen Braten nur nicht.

    Wie sollte ich jetzt weiter vorgehen?
     
  5. #4 Jürgen Jung, 13. Dezember 2007
    Jürgen Jung

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    auf jeden Fall

    keine Dämmung rein, bevor die Schalung trocken ist.

    Also z.B. für 1-2 Wochen eine Trocknung installieren (Kondensationtrockner, Heizung und Gebläse), das kostet zwar ein paar Euro, ist aber günstiger wie die Kosten für "Spätschäden"

    Den Zeitraum kann man ja evtl. mit noch auszuführenden Mauer/Putz/Estricharbeiten abstimmen, und dann insgesamt "trocknen".

    Holzfeuchtemessgeräte für z.B. Kaminholz zur Kontrolle gibt es recht günstig in Baumärkten etc.

    Gruß aus Hannover

    NB: die Imprägnierung wäre nicht notwendig gewesen, aber das ist ja nun auch egal :biggthumpup:
     
  6. plisken

    plisken

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    Sorry, hatte ganz vergessen mich zu bedanken.

    Also,
    vielen Danke für die Hilfe.

    Gruß Plisken
     
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