Warmunterkellerte Garage - Gedämmter Bodenaufbau

Diskutiere Warmunterkellerte Garage - Gedämmter Bodenaufbau im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Liebe Estrich-Spezialisten, mein Elternhaus (Bj. 1970) soll mit Wärmedämmung versehen werden, dabei ist die mit Wohnräumen unterkellerte Garage...

  1. ralf9000

    ralf9000

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    Liebe Estrich-Spezialisten,

    mein Elternhaus (Bj. 1970) soll mit Wärmedämmung versehen werden, dabei ist die mit Wohnräumen unterkellerte Garage und ins EG hineingeschobene Garage die größte Herausforderung. Die Plannung der von meinen beauftragten Eltern beauftragten Firma, will der Garagendecke mit Innendämmung von unten angehen, wobei allerdings dann die Höhe für einen Aufenthaltsraum unterschritten wird. Zudem soll etwas gegen die Schallübertragung unternommen werden, wenn ein Auto in die Garage fährt, was die Innendämmung nicht leistet.

    Ich habe mich nun eingeschaltet und habe mit dem Planer der Fa. folgenden Gegenvorschlag für einen Ersatz des bisherigen Garagenestrich erarbeitet oder besser gesagt, erzwungen:

    • 4,5cm Zementestrich CT-F5 mit Q188 Matten
    • 0,02cm PE-Folie
    • 0,3-1,0cm Kunststoffgranulatmatte (mit Belastung 800kg/m² als Trittschalldämmung)
    • 14cm PU-Parkdeck-Dämmung (hohe Belastbarkeit, kaum zusammendrückbar)
    • 0,1cm Polymerbitumen-Sperrbahn
    • 20cm Stahlbetondecke
    • 1cm Gipsputz

    Energetisch kommt man auf einen U-Wert von 0,186 W/m²K, auch Tauwasser ist bei dem Aufbau kein Problem. Die Höhe in der Garage stimmt auch noch und das Garagentor muss sowieso wegen dem WDVS außen verkleinert und erneuert werden. Nun meine Fragen:

    1. Funktioniert ein solcher schwimmender Estrich in der Garage, die Parkdeckplatten sind ja ziemlich unnachgiebig?
    2. Hilft die Bautenschutzmatte bzgl. Schallübertragung etwas, oder kann man die auch weglassen, was wäre Alternativen? Wenn sie etwas hilft, wie dünn darf sie sein?

    PS: Auch die Wände der (noch riesigen) Garage und die Decke der Garage werden mit 16cm Neopor gedämmt. Damit hat man dann noch genau 2,10m zum Stehen.

    Ich bin mir bzgl. des Estrichs und Bodenaufbaus unsicher, deshalb frage ich hier mal. Die Firma macht reine Dämmung, den Estrich müssten meine Eltern getrennt vergeben, der Estrichleger den ich hatte, sagte schon mal leidenschaftslos "geht schoooonnnnn", ist mir aber zuwenig. Vielen Dank im Voraus für Eure Hinweise.

    Grüße,

    Ralf
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    45 mm zementestrich wäre mir zu dünn für eine befahrbare schwimmende estrichschicht.

    0,1 cm polymerbitumenbahn wirst du wahrscheinlich nicht auf dem markt finden.

    wird denn eine trittschalldämmung benötigt?

    was passiert mit dem anfallenden wasser am boden, abdichtung ist gut und schön, das ist aber nicht die ganze geschichte.
     
  4. ralf9000

    ralf9000

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    Wieviel sollte es den mehr sein? Das Problem ist dabei das Garagentor, dann verlassen wir ein Standardmaß (Kosten) und die Höhe des Tors (unter 2m) ist auch nicht mehr so ganz schön.

    Doch, es gibt ja die beiden mit den schönen Frauennamen, hab gerade nochmal nachgesehen, Dicke ist 1mm.

    Der Wohnraum unter der Garage ist eine vermietete Einliegerwohnung. Hier hört man das Rein- und Rausfahren doch sehr gut. Wenn man das Dämpfen könnte, wäre schon gut. Ich habe die Befürchtung, dass die PU-Dämmung hier noch als Resonanzraum dienen könnte und dann wäre es noch schlimmer als heute.

    Heute sind es 40mm Zementestrich auf Trennlage, keine weitere Abdichtung. Der Estrich ist mit Epoxy abgedichtet, das würden wir dann auch mit dem Neuen machen lassen. Mit der Bestandslösung gibt es keine Probleme, es trocknet einfach weg und geht nicht (zumindest nicht wahrnehmbar) in den Boden.
     
  5. #4 Alfons Fischer, 19. November 2013
    Alfons Fischer

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    da würde ich eher einige Zentimeter von der Dämmung zugunsten von mehr Estrichstärke einsparen. Auf Wärmebrücken achten! Vielleicht reichen ja schon 6cm PU?

    Und auch ich will es wiederholen: Gaaanz wichtig ist eine funktionierende Abdichtung! Dabei dürfen auch nicht Anschlüsse und Übergänge (z.B. am Tor) ausgelassen werden.
     
  6. ralf9000

    ralf9000

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    Meine Eltern wollen den KfW-Zuschuss (ist glaube ich das 430er Programm) für KfW-Effizienzhaus 70 bekommen, da reicht es leider nicht, 6cm PU wäre ein U-Wert von 0,4W/m²K, geht gar nicht. Reduzieren um 2,5cm könnte man wenn man von den Parkdeck-Platten (Wärmeleitfähigkeit 0,028W/mk) auf normale PU-Estrichdämmung mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,023W/mk geht, die sind aber nicht dafür zugelassen.

    Gibt es eigentlich keine, die WDVS-Dämmung soll auch im Inneren der Garage bis auf die Betondecke geführt werden, der verbleibende Bereich bekommt den neuen Boden und die Decke bekommt ebenfalls Dämmung. Damit ist die thermische Hülle des Hauses auch in der Garage lückenlos geschlossen. Einzige was durchgeht ist ein einzelnes Kabel.

    Wie könnte die hier aussehen?

    Tor soll zwischen die WDVS-Platten, seitlich und oben mit wärmegedämmten Konsolblocken befestigt werden.
     
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  8. Gast036816

    Gast036816 Gast

    das kann vielleicht Lebski oder einer der tragwerksplaner beantworten. die ableitung der horizontalkräfte der fahrzeugbewegungen dürfte entscheidend für die bemessung der estrichplatte sein.
     
  9. ralf9000

    ralf9000

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    Ich habe jetzt mal meinen Statiker einfach angerufen, der meinte man solle CT-C30-F6 nehmen, die maximale Flächenlast mit 3kN/m² wäre nicht limitierend, wohl aber die Punktlasten. Für diese kaum komprimierbaren Parkdeckplatten sind nach einer seiner Tabellen folgende Mindeststärken erforderlich:

    Punktlasten
    • bis 2kN: 40mm
    • bis 3kN: 50mm
    • bis 4kN: 55mm
    • bis 5kN: 65mm
    Wenn ein Auto also 1600kg wiegt, wären das 55mm. Und das ohne Bewehrung, wenn wir jetzt noch die Q188 mittig drinnen hätten, wäre es sowieso noch besser. Ganz auf der sicheren Seite dann mit faserbewehrtem Zementestrich.
     
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