Warmwasser WP statt Solarthermie bei Neubau?

Diskutiere Warmwasser WP statt Solarthermie bei Neubau? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebes Forum, Ich trage gerade folgende Überlegung mit mir herum, um würde mich über Eure Kommentare dazu freuen :) Unsere DHH hat...

  1. #1 kaufwilliger81, 1. Februar 2013
    kaufwilliger81

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    Hallo liebes Forum,

    Ich trage gerade folgende Überlegung mit mir herum, um würde mich über Eure Kommentare dazu freuen :)

    Unsere DHH hat laut EnEV Nachweis folgende Kennzahlen im Wärmeenergiebedarf:
    Wärmeenergiebedarf.jpg

    Meine Überlegung ist nun folgende:

    Ich installiere statt der Solarthermie zur Brauchwasser-Erwärmung eine Brauchwasser Wärmepumpe.
    Dadurch spare ich die Kosten für die Solarthermie und bekomme im Gegenzug Mehrkosten für die BWWP. Ich vermute, dass die Kosten hierfür sich gegenseitig in etwa aufheben dürften, oder?
    In der Übergangszeit und im Sommer soll die Brauchwassererwärmung komplett mit der BWWP erfolgen ohne Zuheizung der Gasheizung. Die Gasheizung könnte dann komplett ausgeschaltet werden.
    Die Erwärmung des Wassers kann tagsüber erfolgen so dass ich eine gute Selbstnutzung des PV Stroms erreiche.

    Jetzt versuche ich zu überlegen, ob sich das überhaupt „rechnet“. Hat da jemand ein paar Gedankenanstöße?

    Vielen Dank für Eure Anregungen!!

    Viele Grüße
    Sascha
     
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  3. R.B.

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    Wie groß ist Euer WW Bedarf?

    Die Rechnung könnte aufgehen. Pro Tag benötigst Du grob 2-3kWh el. bei einer Leistungsaufnahme von um die 500W, so lange der Heizstab nicht genutzt wird, der meist typ. 1,5kW hat.

    Die spannende Frage ist, wie Du das zeitlich hinbekommst. Im Winter liefern viele PV Anlagen gar keinen Strom, manchmal nur für ein paar Minuten mit ausreichender Leistung. Während der Übergangszeit sieht´s schon wieder besser aus, im Sommer hast Du dann Überschüsse.

    Die Herausforderung wird also darin liegen, die PV Anlage so zu dimensionieren, dass sie möglichst gut zum Bedarf der WP passt, und zwar auch zeitlich.

    Andererseits, wenn ich mal die 2-3kWh heranziehe, dann kosten die am normalen Haushaltstarif zwischen 50Ct. und 75Ct. pro Tag, also irgendwas zwischen 182,- € und 273,- € pro Jahr. Wieviel davon könnte man durch eine PV Anlage decken? Ich befürchte, das Einsparpotenzial wird sich irgendwo zwischen 100,- € und 200,- € pro Jahr bewegen. Da dauert es schon etwas länger bis sich die PV amortisiert.

    Aber das ist nur mal eine Abschätzung, zuerst mit Deinen Daten rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 kaufwilliger81, 1. Februar 2013
    kaufwilliger81

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    Hallo Ralf,

    danke für die Anregung...
    Wir sind 2 Erw. + 2 Kinder - den genauen Warmwasserbedarf kenn ich nicht :-/
    Meine Idee war eher: Ich plane "sowieso" eine PV Anlage. Das hat eigentlich 2 Gründe:

    a) gefällt mir die Vorstellung, dass ich meinen Strom zumindest teilweise selber produzieren kann
    b) bekomme ich dadurch den 2.500 € KfW Tilgungszuschuss, da wir dann KfW 55 erreichen (...d.h. die PV Anlage wirkt hier rechnerisch)

    Jetzt ist es eben so, dass ich erhofft habe, dass ich die Spitzen der Stromerzeugung tagsüber (...wo momentan häufig gar niemand zu hause ist, da beide berufstätig) statt ins Stromnetz einzuspeisen nutzen kann um mir das Brauchwasser zu erwärmen. In der Investition dürfte das m.E. ähnlich teuer werden wie die Solarthermie, aber ich habe mal gelesen, dass eine PV Anlage immer noch dann Strom liefert, wenn die Solarthermie nicht mehr sonderlich viel hilft - und dann muss mit Gas zugeheizt werden. Irgendeiner behauptete sogar, dass man damit die Gasheizung für einen ziemlich langen Zeitraum im Jahr komplett ausschalten kann (...was sich auf die Lebensdauer positiv auswirken würde...).

    Viele Grüße
    Sascha
     
  5. R.B.

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    Bei 4 Personen sind das wohl um die 7-8kWh thermisch (um die 200 Liter WW pro Tag). Das mal als ganz grobe Hausnummer, denn Verluste des Speichers und der Verrohrung spielen da auch noch mit rein (Stichwort: Zirkulation). Da war mein Ansatz mit den 2-3kWh el. pro Tag die richtige Größenordnung, auch wenn es sich wohl eher im unteren Bereich abspielen wird.

    Der Gedanke die Stromerzeugung am Tag zu nutzen ist richtig, denn nur dann bringt die PV ja etwas. Eine PV Anlage kann Strom liefern auch wenn eine Solarthermieanlage keine Energie mehr liefert, aber der Stromertrag zu solchen Zeiten ist minimal, und auch die Leistung ist gering. Eine Anlage liefert dann vielleicht noch 10% der Nennleistung oder weniger. Damit die WP aber funktioniert, brauchst Du min. die o.g. 500W.

    Jetzt muss man noch die Investitionskosten betrachten. Die PV Anlage gibt es ja nicht gratis. Der eingespeiste Strom wird (Gott sei Dank) kaum mehr vergütet, also muss man möglichst viel selbst nutzen. Im Wasserspeicher kannst Du aber nur eine begrenzte Energiemenge einspeichern. Sollten die Erträge höher sein, dann gibt´s dafür noch ein paar Cent/kWh. Je nach Nutzung ist Euer Stromverbrauch auf bestimmte Zeiten während des Tages konzentriert. Ob während dieser Zeit PV Erträge anfallen ist fraglich.

    Deswegen ist die Dimensionierung kritisch. Ist die Anlage zu klein, dann schlagen Kosten für Wechselrichter & Co. sowie Montagekosten übermäßig zu. Ist die Anlage zu groß, dann kann sie sich nie amortisieren, weil Ihr die Erträge gar nicht verwerten könntet.

    Ich denke Du siehst worauf ich hinaus will. Wenn Du mit einer BW-WP für sagen wir mal 200,- € pro Jahr den kompletten Jahresbedarf an WW decken kannst, dabei habe ich noch nicht einmal berücksichtigt, dass im Winter evtl. die Gastherme zuheizt, dann kannst Du mal hochrechnen wie lange es dauert, bis sich die PV amortisiert.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 kaufwilliger81, 1. Februar 2013
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    Hallo Ralf,

    bezüglich der Amortisation kann ich Dir folgen, aber:

    a) Ich bekomme die PV Anlage mit 2.500 € subventioniert, da dadurch KfW 55 erreichbar --> damit sinkt schon mal die "Netto Investition"
    b) Wenn ich nun eine 2,5 kwp Anlage zu ca. 4200 € brutto rechne, wovon ich die MWSt erstatte bekomme, bleiben noch ca. 3530 € netto über. Abzüglich der 2500 € Förderung "kostet" die Anlage nun noch 1000 € effektiv.

    Dadurch kann ich den damit erzeugten Strom zum einen für meine BWWP nutzen, zum anderen für den allgemeinen Haushaltsverbrauch. Ich würde mir erhoffen, dass ich mit der Leistung der 2,5 kwp Anlage einen relativ hohen EV Anteil hinbekomme. Durch die niedrige effektive Investition von ca. 1000 € sollte das doch recht schnell in einen rentablen Bereich kommen...

    Viele Grüße
    Sascha
     
  7. R.B.

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    Wie gesagt, das kann hinhauen, muss aber nicht.

    Theoretisch liefert eine Anlage mit 2,5kWp irgendwas um 2.000kWh p.a., je nach Ausrichtung auch etwas mehr. Dazu müsste man jetzt genaue Daten zu Deinem Dach haben. Es könnten also auch 2.300kWh oder gar 2.500kWh sein.

    ABER das ist der Ertrag wenn dieser umgehend verwertet werden kann, sprich wenn eingespeist wird. Aber ich stimme Dir zu, dass wenn tatsächlich die 2.500,- € Tilgungszuschuss bereits bei so einer kleinen Anlage bezahlt werden, dass dann das Risiko überschaubar ist. Selbst wenn nur eingespeist würde, könnte sich die Anlage schnell amortisieren.

    Wichtig für den Eigenverbrauch ist, dass die Anlage nicht nur die Energiemenge liefert, sondern auch die notwendige Leistung. Du kannst ja mal nach Ertragsdaten für PV Anlagen suchen, da gibt es auch Einige die den Tagesverlauf inkl. Leistung einstellen. Irgendwo in einem thread hatte ich mal ein Beispiel gezeigt.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. ultra79

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    Bekommst du denn wirklich für 4200 EUR eine derart kleine Anlage? Also das Preislevel das ich kenne ist in dem Bereich deutlich höher, weil die Installationskosten ja einen gewissen Fixbetrag haben (Gerüst, Elektriker, Kabelführung vom Dach etc.)

    Meine Anlage mit knapp 9kW war pro kWp teurer als das was du schreibst...
     
  10. #8 kaufwilliger81, 4. Februar 2013
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    Hallo zusammen,

    @ultra79: Ja, das ist tatsächlich der Preis inkl. Montage. Gerüst ist sowieso da (Neubau).

    Eine Frage, die mich noch beschäftigt: Eignet sich so eine BWWP zur Installtion im Heizungsraum (im Spitzboden)? Da gibt es einen verhältnismäßig kleinen Raum, in dem die Gastherme untergebracht wird. Der restliche Spitzboden ist zu Wohnzwecken ausgebaut. Die BWWP, welche ich gefunden habe nutzen die Umgebugstemparatur des Aufstellraums... Reicht denn die Energiemenge aus? Ich dachte, dass wie bei einer WP für Heizung die Außenlust reingeführt wird... Sind die BWWP sehr laut?

    Viele Grüße
    Sascha
     
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