Warmwasser-Zirkulation ja oder nein beim Neubau-EFH? Was ist üblich?

Diskutiere Warmwasser-Zirkulation ja oder nein beim Neubau-EFH? Was ist üblich? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Ich habe mir einiges zu dem Thema durchgelesen, aber so richtig schlau werde ich nicht. Wir planen ein 2-geschossiges EFH mit HWR vorne rechts,...

  1. #1 Gast34097, 27. Mai 2015
    Gast34097

    Gast34097 Gast

    Ich habe mir einiges zu dem Thema durchgelesen, aber so richtig schlau werde ich nicht. Wir planen ein 2-geschossiges EFH mit HWR vorne rechts, Gäste-WC und Küche vorne links und Bad darüber vorne links. Die Leitungslänge dürfte also überschaubar bleiben. Ich habe sowohl Meinungen gelesen, die niemals ohne und auch welche die niemals mit Warmwasser-Zirkulation bauen würden. Ja was ist den nun die vorherrschende Meinung? Baut man sowas heutzutage in einem Neubau eher ein (80-90%?) oder ist es eher selten und ein Luxus-Extra (10-20% Einbauquote?).

    Rein energetisch macht es wenig Sinn, da es Frischwasser in unseren Breiten eher im Überfluss gibt (Versorger hat jüngst die Fixkosten massiv erhöht und die variablen Kosten massiv verringert mit der Begründung, dass überdimensionierte Leitungen in Schuss gehalten werden müssen usw.) während die Zirkulation ja nicht nur Energie für die Pumpe braucht, sondern man dem Speicher auch wieder kälteres Wasser zuführt, welches wieder erhitzt werden muss.

    Rein vom Komfort her, keine Ahnung. Ein paar Sekunden auf Warmwasser warten ist jetzt nichts ungewöhnliches, aber jedes Mal 15-20 Sekunden auf Warmwasser warten wäre mir andererseits zu viel. Kann man anhand geplanter Strömungsgeschwindigkeit und Leitungslänge abschätzen, wie lange man warten muss oder ist das reine Theorie? Gibt es Maßnahmen um die Zeit zu minimieren (außer Durchlauferhitzer)? Kann man etwa eine besonders hochwertige dünne Leitung bauen, welcher sich erst kurz vor der Zapfstelle auf "Normalniveau" verbreitert?
     
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  3. R.B.

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    Die Frage ob Zirk. oder nicht, würde ich in einem EFH ausschließlich am Komfort festmachen. Die Leitungslängen sind meist kurz und die Zeit bis zur Zapfstelle kann man berechnen. Es geht hier dann meist um xx Sekunden bis WW an der Zapfstelle verfügbar ist.

    Nur mal als Beispiel. Bei einer WW Leitung von 10m hast Du vielleicht 1 Liter Wasserinhalt. Wenn die Zapfstelle 10 Liter/Minute hat dann ist nach 6 Sekunden das WW an der Zapfstelle vorhanden. Zudem sind die Leitungen ja gut gedämmt und kühlen nicht so schnell aus.

    Ach ja, das mit der zuerst dünnen und dann dicken Leitung vergessen wir ganz schnell. ;)
    Druckverlust wäre das Thema.
     
  4. #3 Zellstoff, 27. Mai 2015
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    Es gibt ja Vorschriften ab welcher Leitungslänge bzw Wasserinhalt Zirku vorgeschrieben ist...pers. halte ich davon im EFH Bereich nichts.
    Es ist in der Tat schwer herauszufinden ob man es braucht oder nicht und wirklich helfen kann Dir keiner dabei.
    Nur aus eigener Erfahrung wie es mir geht. Ich habe eine Zirku, ehrlich gesagt damals im Bau eher unbewusst, war halt Standard. Heute betreibe ich die Zirku sehr eingeschränkt, nur Morgens und Abends und es stört mich eigentlich nicht großartig, wenn in der Dusche das WW 5s länger braucht wenn ich mal ausserhalb der Zeiten dusche. Aber, da kommt halt auch was raus aus dem Duschkopf und beim täglichen duschen morgens ist schon auch schön, dass das Wasser sofort warm kommt.
    Ich habe aber auch ein Waschbecken das ca. 4-5 m von der Zirku entfernt ist und da hängt eine Wasserspararmatur dran. Selbst wenn die Zirku läuft, kann das richtig nerven. Ich hab keine Ahnung wieviel aus der Armatur kommt, aber das dauert gern mal 10s bis es warm ist. Und das ist definitiv zu lange, wenn Du den Waschlappen für die Kids nassmachen willst.
    Es ist eine Komfortfrage und mein Tipp ist: wenn, dann richtig und direkt an jeder regelmässig benutzen Zapfstelle.
     
  5. #4 Rudolf Rakete, 28. Mai 2015
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    Die Praxis zeigt dass diese Rechnung nicht stimmt. Ich denke das liegt an einer Durchmischung im Rohr.
     
  6. R.B.

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    Richtig. Mir ging es an sich nur um die Größenordnung, sprich Sekunden und nicht Minuten. Je nach Rohrmaterial und Temperatur kühlt das Wasser auf seinem Weg zur Zapfstelle auch ab. Zudem ist es selten so, dass man nur eine einzige Leitung zu einer Zapfstelle hat. Alle Faktoren zusammen führen dazu, dass man Speichertemperatur an der Zapfstelle erst später erreicht.
     
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