Warmwasser-Zirkulationspumpe nötig?

Diskutiere Warmwasser-Zirkulationspumpe nötig? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, unsere WW.-Zirkulationspumpe ist defekt, allerdings schon seit längerem (wir haben eher zufällig entdekt, daß es überhaupt eine gibt)....

  1. joho

    joho

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    Hallo,

    unsere WW.-Zirkulationspumpe ist defekt, allerdings schon seit längerem (wir haben eher zufällig entdekt, daß es überhaupt eine gibt). Logische Folge: wir warten im 1. Stock so einige Zeit auf Warmwasser, es ist aber im erträglichen Rahmen (ca. 15 sec.).

    Ich wüßte nun gerne, ob der Einbau einer neuen Pumpe (wenn, dann mit Zeitschaltuhr für etwa 6 Std./Tag eingeschaltet) eher zu mehr oder weniger Energieverbrauch führt (weniger Wasser läuft weg, aber mehr Stromverbrauch)? Leider findet sich dazu recht wenig im Web. Und wenn einbauen lassen, auf welche Merkmale ist zu achten?

    Vielen Dank!
    Cl.
     
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  3. #2 Shai Hulud, 1. April 2008
    Shai Hulud

    Shai Hulud

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    bitte mal hier u.a. den Beitrag Nummer 7 von OldBo lesen.
     
  4. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    ... aber über die Legionellen hatte ich da nichts gesagt. In größeren Anlagen und unter besonderen Umständen sollten man sich auch mit diesem Thema befassen.

    Legionellen

    Gruß

    Bruno
     
  5. JDB

    JDB

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    Wenn Ihr keinen Komfort vermisst habt: (fachgerecht) Kappen!

    Die Wärmeverluste sind je nach Länge, Dämmung und Lage beträchtlich!
    (Katastrophe: ungedämmt an der kalten Außenwand im Keller)
    Die absoluten Verluste hängen natürlich auch noch vom Aufwand der Erzeugung ab.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Nagel auf den Kopf getroffen . :28:

    Bei 15sec. können die Leitungen nicht soooo lang sein. Da kann man vermutlich auf eine Zirkulation verzichten (< 3 Liter?)

    Wer nicht rechnen möchte, hier ein paar Pi*Daumen Werte.

    Eine ungedämmte WW-Leitung verliert typ. > 40W/m.
    Mit Dämmung kriegt man das unter < 10W/m.
    Die Zirk.pumpe benötigt auch noch Strom (typ. 25-40W)

    Da kommt über´s Jahr betrachtet schon was zusammen. Bei Verzicht auf die Zirkulation kann man also Einiges sparen.

    Kann bzw. möchte man auf die Zirkulation nicht verzichten, dann sollte man über eine bedarfsgesteuerte oder zumindest zeitgesteuerte Zirkulation nachdenken. Bei einer Zeitsteuerung kann man auch innerhalb der Nutzungszeiten noch sparen, indem die Pumpe je nach Dämmung beispielsweise nur ein paar Minuten pro Stunden läuft.
    Bei der Bedarfssteuerung kann man einen Schalter/Taster an den Zapfstellen montieren. Der Taster startet ein Zeitrelais welches dann für xx Minuten die Pumpe betätigt.

    Oder man verwendet eine automatische Erkennung über die Differenztemperatur. Ein kurzer Zapfvorgang startet dann die Zirkulation. So eine Variante habe ich bei mir seit 8 Jahren in Betrieb und kann mich nicht beklagen. Tagsüber wird das nicht benötigt, da sowieso ständig jemand im haus WW benötigt, und wenn ich mal wieder um Mitternacht unter die Dusche möchte, dann kurz WW gezapt, etwas abwarten, und schon muß man unter der Dusche nicht erfrieren (egal ob die Heizung schläft oder nicht).

    Gruß
    Ralf
     
  7. joho

    joho

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    Hallo,

    danke schon mal für die Antworten. Hab nochmal nachgemessen: im Schnitt 2,5 l laufen weg, bevor's warm wird (15-20 sec. in der längsten Leitung). Alle Rohre sind < 5 J. alt, ab Kellerverteilung Kunststoff (Sanipex), keine Außenwandverlegung.

    Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Braucht man die Zirkulationspumpe in dieser Situation für irgendetwas anderes als den "Hahn auf - Wasser warm" Komfort?

    Und verstehe ich das richtig, daß der Wärmeverlust in den Leitungen mit Pumpe eher höher ist als ohne? (Strom käme eh noch dazu)

    Wenn es so ist, würden wir also ohne Pumpe besser fahren. Dann wäre ich dankbar für ein, zwei Worte mehr, was mit
    gemeint ist.

    Schönes Wochenende!
    Cl.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Du hast es richtig verstanden. Die Zirk.pumpe dient nur dem Komfort.

    Bei großen Anlagen verhindert die Zirk.pumpe die Bildung von Legionellen in dem sie sicherstellt, daß das Wasser immer wieder in den Speicher transportiert und dort aufgeheizt wird.

    Fachgerecht kappen bedeutet, daß die Leitung so abgetrennt wird, daß keine Totleitung entsteht wo sich durch Stagnation des Wassers Keime bilden können.

    Die Zirk.leitung ist üblicherweise an der entferntesten Zapfstelle angeschlossen und geht dann zurück in den Speicher. Sie wird also oben an der Zapfstelle und unten am Speicher abgetrennt. In der WW Leitung darf sich bei normalem Betrieb kein "stehendes Wasser" bilden.

    Lass das einen Fachmann machen dann klappt das schon. Nicht daß später die Hütte unter Wasser steht.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Jonny

    Jonny

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    Auch mal ketzerisch fragen, ich kenn's so das irgendwo im bad die Zirkulationsltg per T-Stück an der WW-leitung hängt. Meist irgendwo im Steigschacht, oder unter'm Estrich.
    Wie soll man die oben dann kappen?
    Wäre nicht ein umbau im keller möglich? Anschluss am WW, sozusagend eine parallelschaltung der beiden leitungen um stehendes Wasser zu vermeiden?

    Grüsse
    Jonny
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Was passiert wenn man 100kOhm und 1kOhm parallel schaltet? Wieviel Strom fließt dann noch durch den 100kOhm Widerstand?
    Bei Parallelschaltung würde das Wasser vorzugsweise durch die dickere Leitung fließen. Bei immer wieder kurzzeitger Wasserentnahme würde es eine Ewigkeit dauern bis das Wasser durch die dünne Zirk.leitung geflossen wäre. Das wäre sicherlich kalt bis es oben ankommt. Man hätte also immer eine lauwarme Brühe in der Zirk.leitung.

    Und bevor man jetzt ein Kunstwerk mit Regulierventilen oder weiß der Geier was bastelt......

    Gruß
    Ralf
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Aber vielleicht kennt der Achim oder der Bruno einen Trick...die haben ja öfter mit so Zeug zu tun als ich.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Jonny

    Jonny

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    Also?
    Nur unten absperren?
    :(
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Nix absperren. Richtig abtrennen, und zwar unten UND oben. Notfalls eben mit Flex, Hammer und Meisel. :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  14. joho

    joho

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    .....das wird immer lustiger (wie immer, wenn man mal anfängt):

    hier wurden alle Leitungen u. Zapfstellen in den letzten Jahren neu gelegt. Daß wir überhaupt eine Zirkulationspumpe hatten, wußte da niemand - sie ist ziemlich versteckt eingebaut und arbeitete ja auch nicht. Womöglich gibt es die Rückleitung dann ja auch schon längst nicht mehr... :confused: mal sehen, was der Heizungsbauer nächste Woche dazu meint. Jedenfalls werde ich keine neue einbauen lassen - also nochmal danke!

    Cl.
     
  15. Bauwahn

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    Wenn keine Zirkulationspumpe, dann die Leitung an beiden Enden abtrennen!

    Das allermindeste ist aber, dass die Pumpe und ein vermutlich vorhandener Rückflussverhinderer oder Schwerkraftbremse AUSGEBAUT werden, sonst steht das Wasser garantiert, weil es gar nicht parallel zur TWW-Leitung laufen kann
    (für R.B: Das ist dann auch noch die Diode in Sperrrichtung in Reihe zum 100kOhm-Widerstand, wobei bei den üblichen Rohrdurchmessern das Verhältnis eher 1 zu 5 sein dürfte)

    Gruß

    Thomas
     
  16. drulli

    drulli

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    Warum macht man es sich nicht viel leichter und lässt die Pumpe einmal am Tag z.B. für 'ne halbe Stunde laufen? Idealerweise dann, wann man ohnehin warmes Wasser braucht.
     
  17. cris12

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    oder man installiert gleich ne Funksteckdose und schaltet die Pumpe bei Bedarf zu.
     
  18. #17 Bauwahn, 8. April 2008
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2008
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    drulli: vielleicht, weil sie kaputt ist?
     
  19. #18 Der Bauberater, 8. April 2008
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    vielleicht ist eine neue Pumpe, die jeden Tag 15 min. läuft, günstiger, als das Bad aufzuklopfen, die Leitung erst suchen und tot legen und dann die Wand wieder fliesen... Was kostet so ne Zirkupumpe mit Uhr und wie viel Wärmeverlust habe ich beim Betrieb bzw. was spare ich wieder an Wasser ein?
    Gruß aus Baden
     
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  22. #20 Der Bauberater, 8. April 2008
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