Warmwasserbereitung im Mehrfamilienhaus

Diskutiere Warmwasserbereitung im Mehrfamilienhaus im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir bauen in einer Baugruppe ein 10-Familienhaus (KfW 55). Die Wärme wird als Fernwärme bereitgestellt (BHKW mit Klärgas...

  1. maltekan

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    Hallo zusammen,
    wir bauen in einer Baugruppe ein 10-Familienhaus (KfW 55). Die Wärme wird als Fernwärme bereitgestellt (BHKW mit Klärgas betrieben). Der erste Heizungsplaner hat uns wärmstens empfohlen, im Keller einen Heißwasserspeicher als Pufferspeicher einzubauen und dann für jede Wohnung eine einzelne Frischwasserstation einzusetzen, die mit dem Heizungswasser im Durchlaufverfahren das Warmwasser erzeugt.
    Vorteile: keine Zirkulationsleitung in den Steigesträngen erforderlich; keine Legionellenuntersuchung erforderlich.
    Meine Fragen dazu wären:
    Liefern diese Frischwasserstationen gleichmäßig warmes Wasser auch bei niedrigen oder schwankenden Durchflüssen?
    Hat jemand Erfahrung mit dieser Anlagentechnik?
    Worauf ist bei der Geräteauswahl zu achten?
    Gibt es Nachteile dieses Systems?

    Über einige Hinweise dazu würde ich mich freuen.

    maltekan
     
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  3. maltekan

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    Niemand am Thema interessiert?
     
  4. R.B.

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    Das sind an sich alles Dinge die ein Heizungsbauer vor Ort beantworten müsste. Zu Frischwasserstationen haben wir hier schon eine Menge geschrieben, die Suchfunktion sollte die Beiträge finden.

    Eine Frischwasserstation ist in einem MFH eine sinnvolle Lösung, hat aber natürlich auch Nachteile. Zapfmenge bzw. max. Volumenstrom zu den Zapfstellen erfordern eine "große" FriWa, sonst müssen einige Bewohner mit kaltem Wasser duschen. Das ist meist der Knackpunkt bei solchen Konzepten.

    Als Ergebnis wird dann die Wassertemperatur im Speicher sehr hoch gewählt, was je nach Wasserqualität zu weiteren Problemen führen kann (Kalk).

    Ich empfehle einen Blick in die technischen Unterlagen, dort sollten alle Details angegeben sein. Dann sollte natürlich gerade in einem MFH die Trinkwasserinstallation ordentlich berechnet werden (Leitungen, Art/Anzahl der Zapfstellen, Nutzung usw.).

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Achim Kaiser, 13. Dezember 2011
    Achim Kaiser

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    Da habe ich in einem 10-Fam Wohnhauss meine Zweifel.

    Wird WW im Durchlaufprinzip erzeugt ist regelmäßig die max. Schüttleistung eher das Thema, da hier hohe Leistungen kurzfristig auftreten.

    Durch die 10 extrenen *Satelitenstationen* liegt die Investition höher.
    Die sanitäre Anlage kann dadurch meistens etwas einfacher gestaltet werden.
    Die Heizungsanlage wird aufwändiger, da die Anlage ganzjährig ständig auf hoher Temperatur gehalten werden muss.

    Der Puffer am Anlageneingang sorgt für erhöhte Bereitschaftsverluste.

    Solche Anlagenkonzepte sind schon lange bekannt und wurden auch in den Anfangszeiten der Gas-Brennwerttechnik öfters propagiert. Wirklich durchgesetzt haben sie sich allerdings nie.

    Fazit :
    Man kann sowas bauen und es funktioniert auch.
    Obs immer die dargestellen Vorteile hat hängt stark von vielen Details und den Ansprüchen der Benutzer ab.
    Anlagenkonzepte die sehr stark auf ein Thema fokusieren - hier : Vermeiden der L.-Beprobung - verlieren schnell ihre Attraktivität wenn von der Branche ne neue (Modethemen-)Sau durch den Flecken getrieben wird ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. #5 Achim Kaiser, 13. Dezember 2011
    Achim Kaiser

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    Hier gibts auf Seite 200 eine energetische Betrachtung zu der Variante ... Bewerten darf es jeder für sich.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. maltekan

    maltekan

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    Vielen Dank,
    der Link hat sein Übriges getan.
    Gruß
     
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